Ducati 999 SBK Schwinge: Technische Details und Modifikationen

Dieser Artikel befasst sich mit den technischen Details und Modifikationen an einer Ducati 999 SBK Schwinge. Dabei werden verschiedene Aspekte wie der Lagerwechsel, die Kupplungspumpenreparatur und Erfahrungen mit Kurzhubgasgriffen beleuchtet.

SBK Schwinge: Ein Schnäppchen mit Folgen

Im Oktober 2017 konnte eine 999 SBK Schwinge mit Achse zu einem günstigen Preis erworben werden. Allerdings stand in der Anzeige, dass die Lager defekt seien. Die Idee war, auszuprobieren, ob die SBK Schwinge in ein anderes Projekt passt.

Lagerwechsel: Eine Herausforderung

Nachdem die Schwinge jahrelang im Regal gelegen hatte, wurde im August 2021 ein frischer Lagersatz besorgt. Mit passendem Abzieher, Heißluftpistole, Kriechöl und Kältespray wurde die Arbeit in Angriff genommen. Die Kugellager in der rechten Schwingenlagerung waren in einem desolaten Zustand. Keines der beiden Lager drehte sich mehr. Ein Blick in den Lagersitz offenbarte Schmodder. Auch die Nadellager auf der Kettenseite waren unbeweglich.

Die Buchsen, die in diesen Lagern sitzen, waren stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Buchse (links) wies heftiges Pitting auf. Die Oberfläche der rechten Buchse war stark beschädigt. Auch der Kettenschutz musste entfernt werden, wobei eine Schraube abriss. Für die Nadellagerseite werden nun Simmerringe und neue gebrauchte Buchsen benötigt. Da es für die Schwinge akut eh keine direkte Verwendung dafür gibt, darf das ruhig noch ein bisschen dauern.

Kupplungspumpenreparatur: Eine Erfolgsgeschichte

Eine PR15 Kupplungspumpe, die sich komisch verhielt, wurde zerlegt. Es stellte sich heraus, dass sie innen komplett vermoddert war und der Rücklauf vom Ausgleichsbehälter verstopft war. Ein Reparaturkit wurde gesucht und unter der Nummer 61041991A von Brembo gefunden. Das Kit enthielt den Kolben nebst Gummi und Staubkappe.

Nach der Bestellung wurde das Paket schnell geliefert. Die Montageflüssigkeit und das Fett von Brembo waren enthalten. Allerdings fehlte eine Feder und ein Teil, dessen Zweck unklar war. Im ducati1 Forum wurde jedoch der Hinweis gefunden, dass es sich um ein "elastic band for testing purposes" handelte. Der Zusammenbau verlief problemlos und die Kupplungspumpe funktionierte wieder einwandfrei.

Erfahrungen mit Kurzhubgasgriffen: Ernüchterung

Die Idee war, am Admiral einen Kurzhubgasgriff zu verbauen. Der Vorteil wäre, dass man zum Anlegen von Vollgas die Hand nicht so weit um den Gasgriff wickeln muss. Ein Domino XM2 inkl. Zügen wurde gekauft. Mit dazu gibt es drei Scheiben, die einen unterschiedlichen Radius haben, um verschiedene Profile für den Gasgriff zu ermöglichen.

Beim Vergleich des originalen Gasgriffs mit dem XM2 stellte sich jedoch heraus, dass der Gasgriff am Admiral einen viel größeren Radius besitzt als sogar die weiße Scheibe des XM2. Scheinbar verbaut Ducati an den 2-Ventil und 916 Gasgriffen schon einen Gasgriff, welchen man durch den XM2 eher weniger kurzhubig machen würde. Auch beim Test mit einem anderen Motorrad zeigte sich keine Verbesserung. Somit war die Investition in einen Kurzhubgasgriff für diese Motorräder nicht sinnvoll.

Weitere Modifikationen und Servicearbeiten

Es gab auch weitere Modifikationen und Servicearbeiten, wie z.B.:

  • Montage von Rizoma Kettenspannern
  • Anpassung des Fahrwerks durch Öhlins am Sachsenring
  • Service der Showa Gabelholme
  • Schweißkurs und Ausbau der Werkstatt
  • Umbau auf SBK Bastardgabel

Vergleich Ducati Panigale V2 und Multistrada V2

Merkmal Ducati Panigale V2 Ducati Multistrada V2
Motor 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder
Hubraum 955 ccm 937 ccm
Leistung 155 PS bei 10.750 U / min 113 PS bei 9.000 U / min
Drehmoment 104 Nm bei 9.000 U / min 94 Nm bei 6.750 U / min
Federweg vorne 120 mm 170 mm
Federweg hinten 130 mm 170 mm
Gewicht fahrbereit 200 kg 225 kg
Tankinhalt 17 Liter 20 Liter
Radstand 1.436 mm 1.594 mm
Sitzhöhe 840 mm 830 mm

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