Ducati Diavel 1200: Technische Daten und Modellübersicht

Die Ducati Diavel 1200 ist ein Motorrad, das sowohl durch seine beeindruckende Leistung als auch durch sein markantes Design besticht. Als Teil der Diavel-Baureihe vereint dieses Modell die Eigenschaften eines Cruisers mit der sportlichen DNA von Ducati.

Modellgeschichte der Ducati Diavel

Die Ducati Diavel wird 2010 auf der EICMA vorgestellt und kommt 2011 als neues Modell auf den Markt. Sie begründet eine eigenständige Baureihe im Ducati-Portfolio und kombiniert Merkmale eines Power-Cruisers mit sportlicher Fahrwerksauslegung. Hier ein Überblick über die verschiedenen Baujahre:

  • Baujahr 2011-2015 - Erste Generation der Ducati Diavel: Die erste Generation basiert auf dem Testastretta 11°-Motor, der aus der 1198 Superbike-Plattform abgeleitet ist. Serienmäßig sind Ride-by-Wire, drei Fahrmodi (Sport, Touring, Urban) sowie ein Bosch-ABS verbaut.
  • Baujahr 2016-2018 - Diavel Carbon und Diavel Diesel: 2016 erhält die Diavel Carbon ein Update mit neuem Sitzbankdesign, überarbeiteten Lufteinlässen und einem Tankcover aus Carbon. Die technische Basis bleibt unverändert. 2017 erscheint die auf 666 Stück limitierte Diavel Diesel, eine Kooperation mit dem Modelabel Diesel.
  • Baujahr 2019-2022 - Ducati Diavel 1260: 2019 erfolgt ein umfassender Modellwechsel. Die Diavel 1260 basiert auf dem Testastretta DVT-Motor mit variabler Ventilsteuerung. Der Rahmen wird auf ein neues Gitterrohrdesign mit angeschraubtem Heckrahmen umgestellt.
  • Baujahr 2023-2024 - Ducati Diavel V4: 2023 ersetzt die Diavel V4 die 1260-Baureihe vollständig. Sie nutzt den V4 Granturismo-Motor mit gegenläufig rotierender Kurbelwelle, der aus der Multistrada V4 stammt und für die Diavel angepasst wurde.

Technische Daten im Vergleich: Diavel 1200 (2017) vs. Diavel 1200 (2016)

Hier werden die technischen Daten der Ducati Diavel 1200 Modelle aus dem Jahr 2017 und 2016 verglichen:

  • Die Ducati Diavel 1200 2017 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.198 Kubik steht die Ducati Diavel 1200 2016 mit ihrem Motor mit gleichem Hubraum gegenüber.
  • Die Diavel 1200 2016 bietet mit 162 PS bei 9.500 Umdrehungen eine vergleichbare Leistung im Vergleich zur Diavel 1200 2017 mit 152 PS bei 9.000 U / min.
  • Das maximale Drehmoment der Diavel 1200 2016 von 128 Newtonmeter bei 8.000 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 123 Nm Drehmoment bei 8.000 Umdrehungen bei der Diavel 1200 2017.
  • Bei der Diavel 1200 2017 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Marzocchi mit 50 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Marzocchi.
  • Die Diavel 1200 2016 setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down von Marzocchi und hinten arbeitet ein Monofederbein von Marzocchi.
  • Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Diavel 1200 2017 vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange.
  • Die Diavel 1200 2016 vertraut vorne auf eine Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe Zweikolben-Zange verbaut.
  • Bei der Bereifung setzt Diavel 1200 2017 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 240 / 45 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Diavel 1200 2016 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 240/45-17 hinten.
  • Der Radstand der Ducati Diavel 1200 2017 misst 1.580 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 770 Millimeter. Die Ducati Diavel 1200 2016 ist von Radachse zu Radachse 1.590 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 770 Millimeter.
  • In den Tank der Diavel 1200 2017 passen 17 Liter Sprit. Bei der Diavel 1200 2016 sind es ebenfalls 17 Liter Tankvolumen.

Ducati Diavel 1200 Dark: Kraftvoll und elegant

Die Ducati Diavel 1200 Dark ist ein Motorrad, das sowohl durch seine beeindruckende Leistung als auch durch sein markantes Design besticht. Als Teil der Diavel-Baureihe vereint dieses Modell die Eigenschaften eines Cruisers mit der sportlichen DNA von Ducati.

Design und Ergonomie

Das Design der Diavel 1200 Dark ist unverkennbar. Mit ihrer muskulösen Silhouette und den markanten Linien zieht sie sofort die Blicke auf sich. Im Vergleich zur Diavel 1260 bietet die 1200 Dark eine etwas kompaktere Bauweise, die für viele Fahrerinnen und Fahrer angenehmer ist. Die Sitzposition ist bequem und erlaubt auch längere Fahrten ohne Ermüdungserscheinungen. Der breite Lenker und die niedrige Sitzhöhe tragen zu einer entspannten Sitzposition bei.

Motor und Leistung

Der 1198 cm³ große Testastretta Motor der Diavel 1200 Dark liefert beeindruckende 162 PS und ein maximales Drehmoment von 127 Nm. Im Vergleich zur Diavel 1260 mit 159 PS und 129 Nm zeigt sich die 1200 Dark etwas agiler und reaktionsschneller. Die Leistungsentfaltung ist direkt und sorgt vor allem in der Stadt und auf kurvigen Strecken für ein aufregendes Fahrgefühl. Allerdings verfügt die Diavel 1200 Dark nicht über die gleiche Spitzenleistung wie die 1260er, was für einige Fahrerinnen und Fahrer entscheidend sein könnte.

Fahrverhalten und Handling

Das Fahrverhalten der Diavel 1200 Dark ist sportlich und dynamisch. Die Kombination aus stabilem Fahrwerk und breiten Reifen sorgt für ein sicheres Gefühl in Kurven. Im Vergleich zur Diavel 1260, die mit einem adaptiven Fahrwerk ausgestattet ist, bietet die 1200 Dark eine direktere Rückmeldung und ein puristischeres Fahrgefühl. Dies kann für Fahrer, die ein eher traditionelles Cruiser-Erlebnis suchen, von Vorteil sein.

Ausstattung und Technik

Die Diavel 1200 Dark kommt mit einer soliden Ausstattung, die im Vergleich zur Diavel 1260 allerdings etwas spartanisch wirkt. Während die 1260er mit einem TFT-Display und verschiedenen Fahrmodi aufwartet, bietet die 1200 Dark ein einfacheres Instrumentenlayout. Trotzdem sind alle wichtigen Informationen gut ablesbar und die Bedienung intuitiv. Die LED-Beleuchtung sorgt für eine moderne Optik und gute Sichtbarkeit bei Nacht.

Preis-Leistungs-Verhältnis

In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis ist die Diavel 1200 Dark eine attraktive Option für Motorradliebhaber. Sie bietet hervorragende Leistung und ein attraktives Design zu einem konkurrenzfähigen Preis. Im Vergleich zur Diavel 1260, die aufgrund der zusätzlichen Features und der höheren Leistung teurer ist, ist die 1200 Dark eine gute Wahl für Fahrerinnen und Fahrer, die Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen.

MOTORRAD-Test der Ducati Diavel

Die Diavel lässt sich schwer in bekannte Motorradgattungen einordnen. Sie kann weit dynamischer bewegt werden, als alle bekannten Musclebikes oder Dragster, ist wesentlich potenter als alle Cruiser und hat durch das gewagte Design ein Alleinstellungsmerkmal. Ducatis Versuch, etwas völlig Neues zu konzipieren, ist geglückt. Und macht höllisch Spaß.

MOTORRAD-Punktewertung

  • Kategorie Motor: Druck in allen Lebenslagen - ein Cruiser ist die Diavel allerdings nicht. Denn völlig ruckelfreies Fahren bei Drehzahlen unterhalb von 3000/min ist nur bedingt möglich. Auch läuft der Motor nicht so seidenweich wie die Konkurrenz aus den USA oder Japan, und die Schaltung könnte präziser sein: Wenn der V2 warm ist, gerät die Leerlaufsuche zum Glücksspiel. Im kalten Zustand beantwortet er das Einlegen des ersten Ganges mit einem kräftigen Schaltschlag.
  • Kategorie Fahrwerk: Hart, aber herzlich: Die Federelemente sind sportlich straff abgestimmt und bieten gutes Feedback. Allerdings auch recht wenig Komfort. Mit frischem Hinterreifen ist das Lenkverhalten vergleichsweise famos. Das ändert sich allerdings bei Profilverlust: Der 240er leitet dann starke Unruhe ins Fahrwerk, das Lenkverhalten verschlechtert sich. Super dagegen: Beim Fahren spürt man den Sozius kaum. Allerdings ist er nicht sehr komfortabel untergebracht.
  • Kategorie Alltag: Das wird eng: Magere 159 Kilogramm Zuladung reichen gerade mal für zwei Hungerhaken mit Gepäck. Doch wohin damit? Zudem sitzt der Sozius nicht besonders bequem, sein rechter Fuß findet keinen Halt wegen des ausladenen Schalldämpfers. Große Fahrer dagegen meckern über einen recht engen Kniewinkel. Eine um 40 Millimeter höhere Sitzbank (178 Euro, Ducati-Zubehör) soll dieses Manko beseitigen. Und ganz nebenbei: Warnblinker Fehlanzeige.
  • Kategorie Sicherheit: Kaum Fading, guter Druckpunkt, sehr gute Wirkung - die aus dem Supersport bekannten Brembo-Monobloc-Sättel bewähren sich in Verbindung mit dem ABS auch hier. Trotz immenser Power und der Gefahr eines steigenden Vorderrads neigt die Diavel nur leicht zum Kickback.
  • Kategorie Kosten: Eine Diva will unterhalten werden, klar. Mit knapp sechs Litern Benzin/100 km, hohem Reifenverschleiß und hohen -kosten ist diavellen nicht günstig. Dafür freut man sich über lange 12000er-Inspektionsintervalle.

Die Ducati Diavel lässt sich schwer in bekannte Motorradgattungen einordnen. Sie kann weit dynamischer bewegt werden, als alle bekannten Musclebikes oder Dragster, ist wesentlich potenter als alle Cruiser und hat durch das gewagte Design ein Alleinstellungsmerkmal. Ducatis Versuch, etwas völlig Neues zu konzipieren, ist geglückt und macht höllisch Spaß.

Technische Daten verschiedener Ducati Diavel Modelle

Hier eine Übersicht über die technischen Daten verschiedener Ducati Diavel Modelle:

Modell kW/PS Hubraum Drehmoment Leergewicht maximales Gewicht Sitzhöhe Preis
Ducati Diavel V4 (2024) 124 kW/168 PS 1.158 cm³ 126 Nm 237 kg 455 kg k.A. mm - k.A. mm 27.090 €
Ducati Diavel 1260 S (2020) 117 kW/159 PS 1.262 cm³ 129 Nm 0 kg 440 kg k.A. mm - k.A. mm 22.510 €
Ducati Diavel 1260 (2019) 117 kW/159 PS 1.262 cm³ 129 Nm 0 kg 440 kg k.A. mm - k.A. mm 19.900 €
Ducati Diavel (2015) 119 kW/162 PS 1.198 cm³ 128 Nm 239 kg 400 kg k.A. mm - k.A. mm 17.890 €
Ducati Diavel Carbon (2015) 119 kW/161 PS 1.198 cm³ 131 Nm 234 kg 400 kg k.A. mm - k.A. mm k.A.

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