Ducati Diavel Beschleunigungstest: Eine detaillierte Analyse

Die Ducati Diavel hat sich seit ihrer Einführung im Jahr 2011 als ein außergewöhnliches Motorrad etabliert. Mit der dritten Generation, angetrieben von einem gewaltigen V4-Motor, setzt Ducati neue Maßstäbe in Bezug auf Leistung, Design und Fahrerlebnis.

Einleitung

Alles ist neu an der dritten Diavel-Generation von Ducati: V4-Motor, Rahmen und Fahrwerk. Geblieben sind Fahrspaß und Komfort. So recht wusste bei der Premiere der Diavel 2011 eigentlich niemand, in welche Schublade man sie stecken sollte. Die niedrige Sitzposition und der lange Radstand wiesen ihr eine Rolle als Cruiser zu, während ihr ultrastarker, damals 162 PS leistender 1,2 Liter-Zweizylinder mit einem Drehzahllimit von fast 10.000 U/min eher auf einen Hypersportler hindeutete.

Technische Daten und Leistung

Die Potenz des nun 124 kW/168 PS starken V4-Motors zeigt sich auch darin, dass das maximale Drehmoment von nun 126 Nm bereits bei 3250 U/min unterhalb der Nenndrehzahl abgegeben wird.

Die neue Diavel V4 ist einzigartig, unverwechselbar und hat eine ausgeprägte Persönlichkeit - sagt Ducati. Denn mit dem Einpflanzen des V4 Granturismo-Motors aus der Mulitstrada V4 sollen die Fahrleistungen noch höhere Spitzenwerte erreichen. Ducati spricht auch davon, dass die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 3 Sekunden mit einem wirklich beeindruckenden Schub einher gehen.

Technische Daten Ducati Diavel V4:

Merkmal Daten
Motor 4 Zylinder, 90°-V-Motor, 1158 ccm Hubraum
Leistung 124 kW (170 PS) bei 10750 U/min
Drehmoment 126 Nm bei 7500 U/min
Leergewicht 236 kg

Design und Besonderheiten

Doch die Diavel fasziniert nicht nur durch Technik: Schon im Stand strahlt sie Gediegenheit, Unkonventionalität und Stil aus. Während ihre Silhouette seit jeher alle wesentlichen Elemente von Naked-Bike, Sportbike und Cruiser in sich vereinigt, wirken die Details jetzt noch intensiver.

Zum Beispiel der nun vierflutige Endschalldämpfer auf der rechten Seite, das freischwebende Heck, der exzentrische Frontscheinwerfer, vor allem aber die aus 112 LEDs bestehende Kombination aus Rück- und Bremslicht. Die charakteristischen Front- und Heckleuchten sowie die Blinker, natürlich in Voll-LED-Technik, tragen ungemein zum unverwechselbaren Erscheinungsbild bei.

Ein charakteristisches Element der Diavel V4 bleibt ihr massiver 240er-Pirelli Diablo Rosso III Hinterreifen, der sich wegen seiner höheren Kontur (anders als bei ausgewiesenen Cruisern) durchaus auch für engeres Winkelwerk empfiehlt.

Muskulös, sportlich, übertrieben und elegant zugleich, vermittelt die Diavel V4 auf den ersten Blick eine Präsenz, die es unmöglich macht, über sie hinweg oder an ich vorbei zu sehen.

Ergonomie und Komfort

So kontrovers es auch klingen mag, die Diavel V4 wird mit ihrer gesamten Auslegung wohl auch Fahranfängern eine tolle Basis bieten. Denn die Sitzbank ist auf gutmütigen 790 Millimetern angesiedelt, die Fußrasten in einer ergonomisch angenehmen Position, der Lenker nochmals um 20 Millimeter näher am Fahrer als bei der Vorgängerin und der Motor kann dank einstellbarer Modi in einen besonders sanften Riesen verwandelt werden.

Der Sozius kann sich auf einen geräumigen und bequemen Sitz, klappbare Fußrasten, die sich unter dem Heck versenken lassen, und einen ausziehbaren hinteren Haltebügel verlassen. Fußrasten und Haltegriff sind in geschlossenem Zustand praktisch unsichtbar und ermöglichen zusammen mit der serienmäßig mitgelieferten und leicht zu montierenden Soziussitzabdeckung die Verwandlung der Diavel V4 von einem Zweisitzer in einen Einsitzer und umgekehrt mit wenigen Handgriffen.

Elektronik und Fahrmodi

Apropos verschiedene Modi - ein äußerst umfangreiches Elektronik-Paket ist auf einer teuren Ducati ja mittlerweile Standard. Der Modus Wet etwa limitiert die Leistung auf verträgliche 115 PS.

Die voll einstellbaren Fahrmodi Rain-Urban-Touring-Sport sind bereits ab Werk gut gewählt und abgestimmt. Im Rain-Modus wird die Leistung auf "nur" 115 PS limitiert und die Sicherheitssysteme greifen sehr früh ein. Urban und Touring bringen die Leistung auf eine mittlere Stufe und variieren bei den Sicherheitseingriffen, während der Sport-Modus die volle und brachiale Leistung des Granturismo V4 freigibt und die spätesten Regelintervalle innehält.

Fahrverhalten und Handling

Die neue Ducati Diavel V4 ist einzigartig, unverwechselbar und hat eine ausgeprägte Persönlichkeit. Dennoch legten die Techniker auch Wert auf ein gewisses Maß an Umweltverträglichkeit - wie ihre Schwester Mulitstrada V4 Rally wird auch die neue Diavel V4 die erweiterte Zylinderabschaltung besitzen. Das System schaltet die hintere Zylinderbank nicht nur im Leerlauf ab, sondern auch während der Fahrt im Schiebebetrieb.

Da passt es natürlich ausgezeichnet, dass die V4-Diavel ein vergleichsweise leichtes Monocoque-Chassis und eine Einarmschwinge aus Aluminium besitzt, die insgesamt das Gewicht gegenüber der Diavel 1260 S um 13 Kilo auf 223 Kilo trocken nach unten drücken - 5 Kilo spart der Motor ein, weitere 8 Kilo die restliche Diavel V4.

Trotz des in der Naked Bike Klasse hohen Gewichts von 236 Kilogramm fahrbereit, lässt sich die Ducati zielgenau in den Radius bewegen. Dafür sorgen nicht nur die hochwertigen Fahwerkskomponenten und der Pirelli Diablo Rosso 3, sondern auch die zugängliche Ergonomie.

Vergleich mit der Ducati Streetfighter V4 S

In diesem Vergleich treten die Ducati Diavel V4 und die Ducati Streetfighter V4 S gegeneinander an. Beide Modelle repräsentieren das Beste, was Ducati zu bieten hat, sprechen aber unterschiedliche Fahrertypen und Einsatzgebiete an.

Design und Ergonomie

Die Ducati Diavel V4 strahlt mit ihrer muskulösen und kraftvollen Erscheinung eine gewisse Präsenz aus. Die Sitzposition ist entspannt und bequem, ideal für längere Touren. Im Gegensatz dazu präsentiert sich die Ducati Streetfighter V4 S aggressiver und sportlicher.

Leistung und Motor

Die Ducati Diavel V4 bietet eine kraftvolle Beschleunigung und ein hohes Drehmoment, was sie ideal für entspannte Fahrten, aber auch für sportliche Ausflüge macht. Die Streetfighter V4 S hingegen ist auf maximale Leistung und Agilität ausgelegt.

Fahrverhalten und Handling

Die Ducati Diavel V4 bietet ein ausgewogenes Fahrverhalten, das sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Fahrer geeignet ist. Die Streetfighter V4 S hingegen ist ein echtes Sportgerät, ihr Handling ist präzise und direkt.

Ausstattung und Technik

Die Ducati Diavel V4 verfügt über eine Vielzahl von Fahrmodi und Assistenzsystemen wie ABS und Traktionskontrolle. Die Streetfighter V4 S bietet ebenfalls eine beeindruckende technische Ausstattung, die auf sportliches Fahren ausgelegt ist.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Ducati Diavel V4 ein außergewöhnliches Motorrad ist, das in vielerlei Hinsicht überzeugt. Ob im Alltag, auf der Landstraße oder bei sportlichen Ausfahrten - die Diavel V4 bietet ein Fahrerlebnis der Extraklasse.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0