Die Ducati Diavel 1260 S vereint unterschiedliche Anforderungen an ein Motorrad, die normalerweise nicht zu Fahrspaß führen können. Aber die Diavel hat ihre Käufer gefunden. Besser als bei der Neuvorstellung erwartet, hat sich das Powercruiser/Muscle Bike in den Verkaufsräumen behauptet. Nicht nur im eigenen Lager sind einige Monster-Fahrer zur Diavel übergeschwenkt.
Die Faszination der Ducati Diavel
Ich habe mich in den letzten Tagen/Monaten intensiv mit dem Kauf eines Motorrades befasst und bin immer wieder zurück auf die Diavel gekommen. Da nun auch das Wetter den Drang auf Motorradfahren erhöht möchte ich nun zur Tat schreiten. Dazu wollte ich von der Ducati-Gemeinde wissen, ob die Diavel noch irgendwelche "Kinderkrankheiten" oder Dergleichen hat die mich vom Kauf abhalten könnten und auf ein anderes Modell wechseln sollte.
Die 2 Motorräder, die auf meiner "Wunschliste" stehen ist entweder die Diavel oder die BMW K1300R, wovon mein Herz ganz klar für die Ducati schlägt. Noch zu meiner Person: bin männlich, 48 Jahre alt, in der Schweiz lebend und seit mehreren Jahren ohne Motorrad gewesen. Einsatzzweck wäre primär Vergnügen, dh. Einfach nur geil das Teil. Bisher habe ich nichts gehört.
Emotionen und Design
Aber eins fehlt der BMW vollkommen: die Emotionen die für mich ein Motorrad auslösen sollte! Technik toll, aber Design nicht so ansprechend. Auch im zweiten Jahr mit Diavel macht die Maschine richtig Spass! Auch wie bereits erwähnt, ist der Ton der Ducati-Palette im Allgemeinen einfach aussergewöhnlich! Man hört schon von Weitem wenn eine Ducati unterwegs ist.
Langer Tank, breite Ansaugnüstern, tiefe Sitzkuhle, Einarmschwinge, monströses Hinterrad - die markanten Diavel-Designmerkmale sind weiterhin da, jedoch neu und schärfer gezeichnet. Die Frontmaske ist knapper geschnitten, der Motorspoiler schmiegt sich näher ans Vorderrad und die Blinkerleisten leuchten vorne jetzt mit 3D-Effekt. Dazu kommt, dass der unter dem Motor versteckte Schalldämpfer mit den ultrakurz gestutzten Endrohren das von der rechten Seite führungslos erscheinende Hinterrad nun noch brillanter in Szene setzt.
Technische Details und Fahreigenschaften
Die Ducati Diavel wurde 2010 vorgestellt und mixt Elemente eines Cruisers mit denen eines Drag Bikes und eines Sportmotorrads. Mit knapp 240 Kilogramm ist die Diavel im Vergleich zu anderen Cruisern ein echtes Leichtgewicht. Dazu hat Dynamik-Experte Ducati dem Kraftpaket ein schön kurvenfreudiges Fahrwerk spendiert. Ducati-Fans lieben den 1260er-Motor für seine kultige desmodromische Ventilsteuerung, alle anderen dürfen sich am traumhaft schönen Sound erfreuen.
Motor und Leistung
Ihr 1262 Kubikzentimeter großer Zweizylinder leistet aktuell mächtige 162 PS. Angetrieben werden die neuen Diavels vom 1.262 ccm großen Testastretta-Motor der bereits die Multistrada und die XDiavel befeuert. Desmodromisch angesteuerte Ventile und die Eigenentwicklung DVT für variable Steuerzeiten sind die markantesten Besonderheiten des 159 PS starken L-Twins. Das Motorgehäuse übernimmt zudem die zentrale Funktion des Rahmens.
Fahrkomfort und Handling
Mehr Federweg vorne, längerer Radstand, flacherer Lenkkopfwinkel und das voll einstellbare Öhlins-Fahrwerk der „S“ optimieren Ergonomie und Komfort sowie Stabilität und Handling. Trotz ultrabreitem Schlappen gelingen Schräglagenwechsel leicht, präzise und mit erstaunlich geringem Druck am Lenker.
Elektronische Ausstattung
Bezüglich der Elektronikausstattung stehen die neuen Diavels anderen Modellen von Ducati in nichts nach - im Gegenteil. Tempomat, Traktions- und Wheelie Control sind ebenso an Bord wie die sogenannte Power Launch für blitzschnelle Starts ohne durchdrehendes Hinterrad. Aufgrund der neuesten Bosch IMU funktionieren ABS und Traktionskontrolle selbst in Kurven zuverlässig und sicher. Die Einstellungen erfolgen mit logischer Menüführung über das neue TFT-Display, welches nach den Präferenzen des Fahrers drei verschiedene Layouts darstellen kann.
Gebrauchtberatung
Der Gebrauchtmarkt zeigt sich lebhaft - zumal die älteren Exemplare jetzt gerade unter die 10.000-Euro-Marke fallen. Damit dürfte der Kaufanreiz für einen top gepflegten Cruiser aus dem Hause Ducati weiter steigen. Junge Gebrauchte wie Vorführer oder Vorjahresmodelle werden mit rund 25 Prozent Abschlag angeboten. Bei geschickter Verhandlung sind weitere Nachlässe oder Dreingaben (Ausstattung, Zubehör) möglich.
Worauf Sie achten sollten
Als anfällig zeigten sich der „Hands Free“-Funkzündschlüssel, der das herkömmliche Zündschloss ersetzt, oder der Seitenständer der Ducati Diavel, der bei den Modellen der Jahrgänge 2011 bis 2013 getauscht werden musste. Sollte das Wunschmodell bei der Probefahrt zu heiß werden, sind eventuell Luftblasen im Kühlsystem eingeschlossen. Neubefüllen mit Unterdruck schafft Abhilfe. Kaum eine Lösung gibt es für das Geräusch der peitschenden Kette, die (selbst bei korrektem Durchhang) beim Schalten gegen den Schleifschutz an der Schwinge schlägt.
Wartung und Service
Dir sollte klar sein, dass sie Wartung einer Duc generell teuer ist. Da kostet eine Inspektion mit Hinterreifen schnell mal 1000 Euro. Wenn das kein Problem ist greif zu!
Der Händler hat mich darauf hingewiesen, dass die Wartungsintervalle (die kostspieligen) jeweils 12'000km sind. Jährlich wären nur kleinere Arbeiten die ausgeführten werden müssten. Ich bin mir bewusst, dass die Ducati's in der Wartung aufwändiger sind als andere Motorräder aber dies auch mit der Technik begründet werden kann. Aber da ich wohl eher weniger als 10'000km/Jahr machen sollten die Kosten auch sich in einem vernünftigen Rahmen bewegen.
Was eher ins Gewicht fällt ist der relativ hohe Reifenverschleiss, so sind Vorder- und Hinterrad meist ab 3t km (bei verhaltener Fahrweise auch erst bei ca. 5t km) fällig.
Allerding muss nach 2 Jahren der Zahnriemen gewechselt werden egal wieviel km runter sind (Gummialterungsprozess!). Also immer schön das Geld dafür mindestens beiseite legen.
Alternativen zur Ducati Diavel
Die Ducati Diavel ist nicht das einzige Powerbike auf dem Markt. Hier sind einige Alternativen, die Sie in Betracht ziehen könnten:
- Harley-Davidson Nightster
- Triumph Rocket 3
- Honda CMX 1100 Rebel
- Indian Scout Rogue
Vergleichstabelle
| Modell | Motor | Leistung | Gewicht | Preis (ungefähr) |
|---|---|---|---|---|
| Ducati Diavel | Zweizylinder (Testastretta DVT) | 162 PS | 249 kg | ab 21.790 Euro |
| Harley-Davidson Nightster | Zweizylinder (V-Twin 60°) | 90 PS | - | - |
| Triumph Rocket 3 | Dreizylinder (Reihe) | 167 PS | 317 kg | ab 23.450 Euro |
| Honda CMX 1100 Rebel | Zweizylinder (4-Takt) | 87 PS | 223 kg | ab 10.799 Euro |
| Indian Scout Rogue | Zweizylinder (V-Twin) | 94 PS | 250 kg | ab 15.590 Euro |
Fazit
Die Ducati Diavel ist ein faszinierendes Motorrad, das Cruiser-, Drag Bike- und Sportmotorrad-Elemente vereint. Sie bietet eine beeindruckende Leistung, ein agiles Handling und ein einzigartiges Design. Wenn Sie auf der Suche nach einem Powerbike mit Emotionen sind, sollten Sie die Diavel definitiv in Betracht ziehen. Achten Sie jedoch auf die höheren Wartungskosten und den Reifenverschleiß.
Verwandte Beiträge:
- Ducati Supersport 950: Leistung, Daten & Testbericht
- Ducati Supersport 950 S 35 kW: Test, Daten & Fakten
- Ducati Monster Buch: Geschichte, Modelle & Pflege
- Ducati Monster 696 Sozius: Anbau, Komfort & Sicherheit
- VW Schwinn Lebach Öffnungszeiten: Service & Werkstatt
- Motocross Aufkleber & Transporter Ideen: So Gestaltest Du Dein Fahrzeug Einzigartig!
Kommentar schreiben