Nur wenige Motorräder bieten einen solchen Erlebniswert wie die Ducati Diavel. Von Anfang an, seit 2011, ist die Ducati Diavel ein Motorrad, das Akzente setzt. Weil es Schubladendenken sprengt: martialisches Macho-Bike oder potenter Power-Cruiser? Oder doch verdammt agiles, nonkonformistisches Naked Bike? Auch, aber mehr als das. Vom Start weg unverwechselbar, schuf sich die Diavel ihre eigene, erfolgreiche Nische.
Nach drei erfolgreichen Jahren erhält das potente wie individuelle Dragster-Konzept nun ein Update mit modifiziertem Motor, frischem Styling und moderner Leuchttechnik. Damit der Käuferstrom nicht abreißt, gibt es mit der Ducati Diavel Carbon nun ein umfangreiches Update.
Zielgruppen der Ducati Diavel
Ducati kennt drei Zielgruppen für dieses unkonventionelle Modell:
- „progressive Cruiser-Fahrer“
- „Crossover-Kunden“, die wegen 162 PS Spitzenleistung und bequemer Sitzposition auf dieses Konzept abfahren
- „urban Extrovertierte“, die Lifestyle auf zwei Rädern ausleben. Sie feiern sich mit der Diavel selbst.
Ducati Diavel Carbon: Details und Technik
Die Ducati Diavel Carbon ist alles, außer gewöhnlich. Nun trägt der „Teufel“, das heißt Diavel ja im Bologneser Dialekt, immer noch kein Prada. Wohl aber den Doppelzündungs-Testastretta, wie er bereits die Multistrada 1200 befeuert. Er versteckt sich dezent hinter den modifizierten Abdeckungen über den seitlichen Wasserkühlern und dem im Bugspoiler versteckten Ölkühler. Cleaner wurden die neuen, dominanten Lufteinlässe aus gebürstetem, schwarz eloxiertem Aluminium. Gilt auch für die armdicken Krümmer-Schlangen. Sie züngeln aus den im 90-Grad-Winkel angeordneten, desmodromisch zwangsgesteuerten Zylindern.
In einem Radius von rund zwei Metern erkennt die Bordelektronik den Funkzündschlüssel in der Tasche, deaktiviert die Lenkersperre, lässt die Zündung aktivieren. Start! Dutzendfaches V2-Stakkato lässt den Boden im Epizentrum der Schickeria beben. Aus den nun knubbelig-kurzen Schalldämpfer-Tröten mit Auspuffklappe prustet und trompetet es im Chor. Leisetreter klingen anders. Mit einem harten Klacken rastet der erste Gang ein. Ganz easy setzt sich die Ducati Diavel Carbon in Bewegung. „Smoother“, weicher soll der modifizierte Hightech-Motor untenherum sein. Trotzdem können seine gewaltigen 106er-Kolben ihre supersportliche Herkunft nicht verleugnen. Sie haben bloß kurze 67,9 Millimeter Hub vor sich, brauchen etwas Drehzahl.
Fahrverhalten und Leistung
In den Gängen eins bis drei geht’s auf der Ducati Diavel Carbon ab 2000 Touren ruckelfrei vorwärts, in den Fahrstufen vier bis sechs erst ab der 3000er-Marke. Stadtverkehr geht maximal im vierten Gang ohne zu hacken. Im Urban-Modus, einem der drei Fahrmodi, setzt das Ride-by-Wire Gasbefehle sanft um, bleibt die Spitzenleistung auf 100 PS begrenzt. Immer noch mehr, als wir gerade galoppieren lassen können. Dafür gefällt das direktere Ansprechverhalten, das spontan-progressive Öffnen der ovalen Drosselklappen.
Immer wieder begeisternd: kurze Zwischenspurts, in denen das Kraftpaket seine Muskeln spielen lässt. Einen tollen Schlag hat dieser feine V2, hängt gierig am E-Gas. Trotz Leichtbaus bleibt das Vorderrad auch beim heftigen Beschleunigen stets am Boden. Wow, das geht ab jenseits der 5000 Touren! Sind das jetzt versprochene 4,5 Prozent mehr Drehmoment bei 6000/min, eine minimal fülligere Leistungskurve? Egal. Denn wie die Ducati Diavel Carbon grollt und wie sie rollt, das ist einfach unnachahmlich. So exakt präzise, so unbeirrbar neutral und so behände. Frech und verwegen. All das trotz optisch vermeintlicher zwei Meter Radstand (real sind es „nur“ 1,59 Meter). Das Hinterland der Côte d’Azur ist eine reiche Gegend. Reich an Kurven. Lässig meistert der Satansbraten Kehre nach Kehre.
Seine 240er-Heckwalze gebietet beim Parken Respekt. Doch in Fahrt segelt der Black Bomber trotzdem leichtfüßig-handlich um die Ecken. Den Reifen entwickelte Pirelli eigens für die Ducati Diavel Carbon. Seine extrem runde Kontur macht ihn besonders kurvenfreundlich, ohne dass es je an Grip mangelt. Und das Komplett-Rad aus Acht-Zoll-Felge und Pirelli-Pneu wiegt gerade mal 13,2 Kilogramm. Das senkt die Kreiselkräfte. Lustvoll-sportlich und dabei ganz neutral-homogen trägt einen die Hammer-Duc von Meereshöhe bis auf 1000 Meter empor. Und wenn dabei selten mal die Fußrasten kratzen, ist man schon ziemlich schräg unterwegs.
Fahrwerk und Bremsen
Auf schlechten Passagen offenbart das Fahrwerk seine straffe Grundabstimmung. Ein knackiges Motorrad wie die Ducati Diavel Carbon kann und will keine Komfortsänfte sein. Gutes Feedback liefern die Federelemente, bieten reichlich Reserven. Das Sachs-Federbein hat ein praktisches Handrad zur Anpassung der Federbasis an die Zuladung. Und die Marzocchi-Gabel trägt mächtige 50er-Standrohre, nun auch bei der Basisversion mit reibungsmindernder Kohlenstoffbeschichtung. Wenn’s mal rutschig wird oder die immense Power kurz mal die Haftung überfordert, tritt die Traktionskontrolle auf den Plan. Sie ist an den Fahrmodus gekoppelt, aber zusatzlich individuell einstellbar. Sie greift im Urban-Modus früher ein, lässt im Sport-Modus am meisten Schlupf zu. Bei dem ist zudem die Gasannahme aggressiv.
Famos ankern die Bremsen der Ducati Diavel Carbon. Brembos Monoblocks beißen höllisch kräftig und himmlisch fein dosierbar in die Scheiben. Und diesmal ist es das Hinterrad, das wie hingedübelt am Boden bleibt, beeindruckend kurze Bremswege in bester Stabilität bedingt. Als i-Tüpfelchen gibt’s praktisch überhaupt kein Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage, nicht einmal, wenn man nur den breiten Hinterreifen verzögert.
Ergonomie und Instrumente
Besser denn je passt die Ergonomie zur ganzen Spannbreite von Promenieren bis Angreifen. Die verlängerte Sitzmulde der Ducati Diavel Carbon gewährt dem Fahrer nun mehr Platz in Längsrichtung. Und gibt sich komfortabel gepolstert. Der Kniewinkel ist selbst bei langen Kerls erstaunlich offen. Kleine Fahrer hingegen freuen sich über moderate 77 Zentimeter Sitzhöhe, bekommen locker beide Fußsohlen auf den Boden. So kann man den leichtesten aller Power-Cruiser (Trockengewicht laut Ducati nur 205 Kilogramm) auch im Stand sicher beherrschen. Kaum gekröpft, kommt einem die Lenkstange wenig, doch dabei weit genug entgegen.
Die Sitzposition ist irgendwo zwischen Cruiser, Dragster und Muscle Bike. Ein Projektil, das mit seinem Reiter verschmilzt. Das passt so, gehört zum martialischen Konzept, zur Macho-Attitüde. Zweigeteilt arbeiten die Instrumente. Am Lenker der Ducati Diavel Carbon signalisiert ein LCD Geschwindigkeit, Drehzahl, Temperatur und Uhrzeit. Das farbige TFT-Display auf dem Tank vermeldet Fahrmodus, eingelegten Gang und Sensibilität der Traktionskontrolle. Zudem seit 2014 auch den Benzinstand - und warnt vor dem noch ausgeklappten Seitenständer. In Tunneln und bei Nacht schaltet die Anzeige auf inversen Nachtmodus.
Bei Tag geben die LED-Positionslampen und die neu gestaltete Front der Ducati Diavel Carbon eine auffällige Aura. Bei Nacht leuchten die aus zwei Teilen bestehenden LED-Scheinwerfer der Machtgestalt taghell voraus. Optisch sprengt die Diavel Konventionen, technisch überzeugt sie voll. Gerade erst kürten die Leser unserer Zeitschrift die Ducati Diavel zum „Motorrad des Jahres" in der Kategorie „Cruiser". Der Nervenkitzler ist ein Fahrspaß-Statement auf zwei Rädern: Ich fahre, also bin ich!
Was ist neu?
- Gekürzte, nun schräg gekappte Schalldämpfer geben den Blick frei aufs federleichte Schmiederad mit der 240er-Pirelli-Walze.
- Testastretta-11°-Motor der neuesten Generation mit geänderten Zylinderköpfen, Nockenwellen und Kolben; Verdichtung von 11,5:1 auf 12,5:1 erhöht
- Doppelzündung und neue Software für Zündung/Einspritzung - für runderen Motorlauf bei niedrigen Drehzahlen
- Einspritzdüsen anders positioniert: zielen nun direkt auf die heiße Rückseite der Einlassventile statt auf die kältere Wandung des Einlasstrakts
- Leicht fülligerer Drehmomentverlauf: nun maximal 130,5 statt 128 Newtonmeter bei 8000/min
- Neues Sekundärluftsystem zur Abgasnachverbrennung
- Kürzere, schräg gekappte Endschalldämpfer
- Neue Frontscheinwerfer: Voll-LED-Abblend- und Fernlicht
- Bequemere, längere Sitzbank
- Geänderte, geschmiedete Marchesini-Felgen mit überfrästen Rändern
- Kühlerabdeckungen und Lufteinlässe neu designt
- Windabweiser, Scheinwerfer-Abdeckung und -Befestigung modifiziert
- Benzinuhr (Balken) und Seitenständer-Warnanzeige im TFT-Display
Ducati Diavel-Versionen: Teuflische Geschwister
Die Standard-Diavel ist tatsächlich monochrom, nämlich schlicht diabolisch in Schwarz gehalten. Es muss ja nicht immer Highend sein: Neben der Ducati Diavel Carbon gibt es ja noch die 3500 Euro günstigere Standardversion. Sie erhält 2014 ebenfalls eine kohlenstoffbeschichtete Gabel und die gleichen technischen Änderungen an Motor, Sitz, Beleuchtung und Auspuff. Allerdings kommt bei ihr Kunststoff statt Karbon zum Einsatz: für Tank, Front-Kotflügel und Soziussitz-Abdeckung. Komplett dunkel ist die Standard-Diaval gehalten: Schalldämpfer, „Bodywork“, Rahmen, Räder - alles monochromschwarz.
Bei der Ducati Diavel Carbon hingegen ist der 9,5 Kilogramm leichte Gitterrohrrahmen farbig lackiert, glänzen gefräste Felgenhörner und polierte Edelstahl-Endtöpfe. Die Gussräder der Standard-Diavel mit 14 Speichen sind 2,5 Kilogramm schwerer als die Neun-Speichen-Schmiederäder der Carbon, ein deutliches Mehr an ungefederten Massen. Insgesamt soll die Basis-Diavel fünf Kilogramm schwerer sein, ihr Trockengewicht beträgt laut Ducati 205 statt 210 Kilogramm. 17.490 Euro kostet die Standardversion - plus 345 Euro Nebenkosten. Für die Carbon sind stolze 20.990 Euro fällig. Lobenswert sind lang gestreckte, kostengünstige Service-Intervalle: 15.000 Kilometer für Ölwechsel, nur noch alle 30.000 Kilometer zur aufwendigen Ventilspielkontrolle.
Technische Daten
Ducati Diavel Carbon
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Motor | Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor |
| Hubraum | 1198 cm³ |
| Verdichtungsverhältnis | 12,5:1 |
| Nennleistung | 119,0 kW (162 PS) bei 9500/min |
Ducati Diavel V4
Die Ducati XDiavel V4 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 4-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.158 Kubik steht die Ducati Diavel V4 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 4-Zylinder-Motor mit gleichem Hubraum gegenüber. Bei der XDiavel V4 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 50 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs. Die Diavel V4 setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 50 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der XDiavel V4 vorne eine Doppelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Die Diavel V4 vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo verbaut.
Bei der Bereifung setzt XDiavel V4 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 240 / 45 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Diavel V4 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 240/45-17 hinten.
Der Radstand der Ducati XDiavel V4 misst 1.620 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 770 Millimeter. Die Ducati Diavel V4 ist von Radachse zu Radachse 1.593 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 790 Millimeter.
Mit einem Trockengewicht von 229 kg ist die XDiavel V4 deutlich schwerer als die Diavel V4 mit 211 kg. In den Tank der XDiavel V4 passen 20 Liter Sprit. Bei der Diavel V4 sind es ebenfalls 20 Liter Tankvolumen.
Die Ducati Diavel 1260 S im Test
Die Strecke ist ein Hammer und das Wetter wird super sein.“ Doch „erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt“ … Hilfreicher Urban-Modus Anderntags kündigt ein herrlicher Sonnenaufgang über dem Meer zunächst tatsächlich feinste Testbedingungen an. Doch beim Blick in Richtung Berge lassen dunkle Regenwolken vermuten, dass es bald wie aus Kübeln gießen wird. Also rein in die unbequeme Plastikhaut und los. Auf der doppelspurigen Schnellstraße zuckelt der Morgenverkehr Richtung Ortszentrum Marbella. Um zwischen den teilweise stehenden Autokolonnen durchzuschlängeln, passt der Urban-Modus perfekt. Der L2 geht sanft und gut dosierbar ans Gas, und die auf 100 PS reduzierte Leistung ist für diese Situation mehr als ausreichend.
Test der Pirelli-Reifen im Regen
Die Wettersituation verschlechtert sich dramatisch. Durch die düsteren Lichtverhältnisse stellt das TFT-Display automatisch auf Nachtbildschirm um. Die Hoffnung, dass es bei ein paar vereinzelten Regentropfen bleiben möge, wird kurz danach vom heftig prasselnden Regen erstickt. Dabei wäre doch die Strecke zwischen Marbella und Ronda mit den weiten, schnellen Bögen das eigentliche Filetstück der Testrunde. Nachdem die Traktionskontrolle beim Rausbeschleunigen aus den ersten vermeintlich schnellen Kurven mehrfach kurze Rutscher eingefangen hat, bleibt nur das Tempo zu drosseln und wie auf Eiern durch die tollsten Kehren bergan zu zuckeln. Die Pirelli Diablo Rosso III überraschen in dieser schwierigen Situation dennoch mit ordentlichem Grip und gutem Feedback.
Praktischer Quickshifter
Auf der Passhöhe, kurz vor Ronda, signalisiert das Thermometer kühle drei Grad. Die Suche nach dem Schalter für die Griffheizung bleibt erfolglos. Dafür hört es auf zu regnen, und bereits kurz nach dem Abzweig Richtung El Burgo ist die Straße trocken. Zeit, die weiteren Motormodi zu checken. „Sport“ und „Touring“ offerieren beide die volle Leistung von 159 PS, wobei das Ansprechverhalten von Letzterem in den nun engeren Kehren bestens passt. Kuppeln mutiert zur Nebensache. Mit dem Quickshifter „Ducati Quick Shift up/down“ flutschen die Gänge, ohne zu kuppeln, rauf und runter präzise und mit nahtlosem Kraftschluss rein.
Hervorragendes Design
Beim Mittagshalt im Cortijo Capellania bei El Burgo bleibt Zeit, das neue Teufelsding genauer unter die Lupe zu nehmen. Langer Tank, breite Ansaugnüstern, tiefe Sitzkuhle, Einarmschwinge, monströses Hinterrad - die markanten Diavel-Designmerkmale sind weiterhin da, jedoch neu und schärfer gezeichnet. Die Frontmaske ist knapper geschnitten, der Motorspoiler schmiegt sich näher ans Vorderrad und die Blinkerleisten leuchten vorne jetzt mit 3D-Effekt. Dazu kommt, dass der unter dem Motor versteckte Schalldämpfer mit den ultrakurz gestutzten Endrohren das von der rechten Seite führungslos erscheinende Hinterrad nun noch brillanter in Szene setzt.
Umfangreiche elektronische Ausstattung
Bezüglich der Elektronikausstattung stehen die neuen Diavels anderen Modellen von Ducati in nichts nach - im Gegenteil. Tempomat, Traktions- und Wheelie Control sind ebenso an Bord wie die sogenannte Power Launch für blitzschnelle Starts ohne durchdrehendes Hinterrad. Aufgrund der neuesten Bosch IMU funktionieren ABS und Traktionskontrolle selbst in Kurven zuverlässig und sicher. Die Einstellungen erfolgen mit logischer Menüführung über das neue TFT-Display, welches nach den Präferenzen des Fahrers drei verschiedene Layouts darstellen kann.
Optimierter Fahrkomfort
Angetrieben werden die neuen Diavels vom 1.262 ccm großen Testastretta-Motor der bereits die Multistrada und die XDiavel befeuert. Desmodromisch angesteuerte Ventile und die Eigenentwicklung DVT für variable Steuerzeiten sind die markantesten Besonderheiten des 159 PS starken L-Twins. Das Motorgehäuse übernimmt zudem die zentrale Funktion des Rahmens. Sowohl die kurze Gitterrohr-Konstruktion an der Front als auch der Heckrahmen und die Schwinge sind am Motor verankert. Mehr Federweg vorne, längerer Radstand, flacherer Lenkkopfwinkel und das voll einstellbare Öhlins-Fahrwerk der „S“ optimieren Ergonomie und Komfort sowie Stabilität und Handling.
Fahrspaß und Alltagstauglichkeit der Ducati Diavel V4
Die Ducati Diavel V4 vereint Performance mit Alltagstauglichkeit und überraschend hoher Zugänglichkeit. Die Ausstattung ist komplett, die Verarbeitung hochwertig und der Auftritt einmalig.
Mit ihren wuchtigen Ausmaßen und dem Radstand von 1.593 mm wirkt die Ducati Diavel auf den ersten Blick wie ein gewaltiges Motorrad. Doch erstmal im 790 mm hohen Sattel Platz genommen, relativiert sich dieser Eindruck schnell. In der tief integrierten Position baut sich der 20 Liter große Tank hoch vor dem Fahrer auf und präsentiert den breiten Lenker in perfekter Griffweite. Damit fällt nicht nur das Rangieren im Alltag leicht, da auch der Lenkeinschlag hervorragend ist, auch während der Fahrt lässt sich die Diavel V4 mit festem Knieschluss und minimalem Impuls am Lenker kinderleicht dirigieren. Denn trotz des in der Naked Bike Klasse hohen Gewichts von 236 Kilogramm fahrbereit, lässt sich die Ducati zielgenau in den Radius bewegen. Dafür sorgen nicht nur die hochwertigen Fahwerkskomponenten und der Pirelli Diablo Rosso 3, sondern auch die zugängliche Ergonomie.
Motor und Leistung der Diavel V4
Mit dem 1.158 ccm großen V4, der auf den Namen Granturismo V4 hört, verbaut Ducati das Aggregat, das wir bereits aus der Multistrada V4 kennen. Mit überarbeiteter Abstimmung bringt er im Vergleich zur V2-Diavel deutlich mehr Laufkultur in das Naked Bike. Außerdem stattet Ducati den Motor mit einer Abschaltung der hinteren Zylinderbank aus, wenn sich die Diavel im Leerlauf oder im Schubbetrieb befindet. Besonders in der Stadt bringt dieses Feature Vorteile, da eine unangenehme Hitzeentwicklung kaum zu spüren ist.
Mit einem Drehzahlbegrenzer bei knapp 12.000 Umdrehungen lädt der Granturismo V4 dazu ein, ihm die Sporen zu geben. Erfüllt man diesen Wunsch wird man reichlich belohnt: 168 PS bei 10.750 U/min und 126 Nm bei 7.500 U/min zerren an der Kette und sorgen für unpackbare Beschleunigung. Mit genügend Gefühl im rechten Handgelenkt lässt sich der Motor aber schön dosieren fast schon zahm bewegen. Dennoch: Auf Wunsch kann die Diavel V4 mithilfe der Ducati Power Launch (DPL) in unter 3 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.
| Modell | Leistung | Drehmoment |
|---|---|---|
| Ducati Diavel V4 | 168 PS bei 10.750 U/min | 126 Nm bei 7.500 U/min |
Wartung und Verbrauch
Ölwechsel werden erst nach 15.000 Kilometer durchgeführt, die Ventilspielkontrolle ist erst alle 60.000 Kilometer fällig. Trotz des Hubraums und der Leistung verbraucht die Ducati Diavel V4 nur zwischen 5,5 und 6,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Ein hervorragender Wert, den wir im Mix aus Stadt, Landstraße und Autobahn erreichen konnten.
Elektronik und Fahrmodi
Ducati-typisch ist nämlich auch die Diavel ab Werk mit einem eigentlich vollständigen Elektronikpaket ausgestattet. Die voll einstellbaren Fahrmodi Rain-Urban-Touring-Sport sind bereits ab Werk gut gewählt und abgestimmt. Im Rain-Modus wird die Leistung auf "nur" 115 PS limitiert und die Sicherheitssysteme greifen sehr früh ein. Urban und Touring bringen die Leistung auf eine mittlere Stufe und variieren bei den Sicherheitseingriffen, während der Sport-Modus die volle und brachiale Leistung des Granturismo V4 freigibt und die spätesten Regelintervalle innehält.
Fazit zur Ducati Diavel V4
Mit der neuen Diavel V4 bringt Ducati ein absolutes Premium Naked Bike auf den Markt, auf das seine Besitzer sehr stolz sein werden. In allen Aspekten vereint sie Performance mit Alltagstauglichkeit und überraschend hoher Zugänglichkeit. Die Ausstattung zeigt sich komplett, die Verarbeitung hochwertig und der Auftritt einmalig.
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