Die Ducati Hypermotard wurde einer Generalsanierung unterzogen. Mit wassergekühltem 821-cm³-Motor, vollkommen überarbeitetem Fahrwerk und serienmäßigem ABS soll das Supermoto-Bike die Nase vorn und die Front oben behalten. Erstaunlich, wie sehr sich die Ducati Hypermotard trotz dieser Neukonstruktion in ihrer Anmutung treu geblieben ist. Filigran, schlank, kein Teil zu viel.
Die neue Ducati Hypermotard ist ihren Vorgängermodellen in jeder Beziehung überlegen. Der 821er-Motor vereint Charakter, Laufkultur und Universalität, die Optik wirkt noch gefälliger, das ABS regelt erstklassig und das Fahrverhalten fällt deutlich neutraler aus.
Ducati traut sich immer wieder Neues, von dem kaum jemand erwartet hätte, dass es von den „Roten“ kommt. Umso schöner, dass sich Ducati bei den großen Supermotos selbst die Treue hält, die neue Hypermotard 950 und ihre noch edlere SP-Schwester werden einerseits moderner, schlagen aber auch optisch die Brücke zur Ur-Hypermotard.
Nur ein Hersteller hielt von Anfang an diesem Segment die Treue und viele Fans hielten wiederum der Ducati Hypermotard die Treue. Der Erfolg gab den Italienern Recht, es wurde eine Hypermotard 796 mit 804 Kubik nachgereicht, ab 2013 wuchsen die beiden Versionen zusammen, es gab nur noch eine Motorisierung für die Hypermotard 821 mit ebenso viel Hubraum wie der Name verspricht aus einem wassergekühlten Testastretta-11°-V2.
Dieser Motor dafür ab da in drei Versionen als Hypermotard 821 und Hypermotard 821 SP mit besserem Fahrwerk und einigen anderen edleren Gimmicks. Die dritte Version Hyperstrada als Touring-Variante mit hoher Scheibe kam wohl nicht so gut an und wurde daher auch nicht verlängert. Die beiden anderen Versionen aber sehr wohl, ab 2016 wurden sie durch eine ordentliche Hubraumspritze zu Hypermotard 939 und Hypermotard 939 SP und nun steht die brandneue Hypermotard 950 in den Startlöchern.
Genau genommen wurde an allen Ecken und Enden ein bisschen gefeilt, insgesamt kommt dabei ein völlig neues Motorrad heraus. Das gesamte Chassis wurde neu konstruiert und zusammen mit neuen Felgen, neuer Bremsanlage und leichterer Marzocchi-Gabel werden insgesamt ganze 4 Kilo Gewicht gegenüber der Vorgängerin eingespart.
Die Elektronik umfasst nun eine Sechs-Achsen-IMU und spielt daher sprichwörtlich "alle Stückeln", die ein modernes Motorrad spielen muss. Damit einher gehen elektronische Helferlein wie das Bosch Kurven-ABS, die DTC Evo (Ducati Traction Control) und die Ducati Wheelie Control (DWC).
Während also schon die normale Hypermotard 950 mit ihrem (fast) voll verstellbaren Fahrwerk (vorne voll verstellbare 45er Marzocchi-Gabel, hinten Sachs-Federbein in Federvorspannung und Zugstufe justierbar), hydraulischer Kupplung, Brembo-Bremsen mit radialen Monoblock-Bremssätteln und TFT-Farbdisplay (von der Panigale V4 inspiriertes Design) ordentlich auftrumpfen kann, setzt die neue Hypermotard 950 SP noch eins drauf: Edles Öhlins-Fahrwerk mit mehr Federweg (+15 mm vorne, +25 mm hinten), leichtere, geschmiedete Marchesini-Felgen, Ducati Quick Shift (DQS) rauf/runter in Serie (bei der normalen Hyper 950 nur gegen Aufpreis) und mehr Carbon statt Plastik, was zusammen mit der cooleren Corse-Lackierung zwangsläufig zu einer besseren Optik führt.
Auf der kleinen aber feinen Rennstrecke in Maspalomas durfte ich die SP auskosten und kann sie allen, die ihre Hypermotard vorrangig auf der Piste bewegen wollen, wärmstens ans Herz legen. Den Vorteil der leichteren Marchesini-Felgen, des sensibleren Öhlins-Fahrwerks und des serienmäßigen Quickshifters DQS (Ducati Quick Shift) kann man dort wohl am besten herausfahren.
Die Ducati Hypermotard bleibt trotz Namensänderung in allen Belangen ihrer Linie treu. Eine absolute Spaßmaschine, die vor allem auf kurvigen Straßen ihre Stärken ausspielt. Bei Ducati gibt es keine Baureihe, in der es nicht ein Topmodell gäbe, das sich über mindestens ein Basismodell stellt.
Die Schönheit des Designs bleibt erhalten, die ästhetische Wirkung ist weiterhin ansprechend und einzigartig.
Erfahrungen mit Lenkerendenspiegeln
Einige Nutzer haben ihre Erfahrungen mit Lenkerendenspiegeln an der Ducati Hypermotard 950 geteilt. Dabei wurden verschiedene Aspekte wie Design, Funktionalität und Montage diskutiert.
Ein Nutzer berichtet, dass er die originalen Spiegel abgebaut und Highsider View Flight Spiegel montiert hat, diese aber wieder zurückgeschickt hat, da sie ihm zu teuer waren und optisch nicht zusagten. Stattdessen entschied er sich für eine günstigere Alternative mit Adaptern von Desmoworld und Highsider.
Ein anderer Nutzer fragte, warum jemand die Spiegel nach unten hängt, da dies komisch aussehe. Er selbst bevorzugt die Montage nach innen.
Es gab auch Diskussionen über die Montage von Adaptern für die Lenkerendenspiegel, wobei ein Nutzer erwähnte, dass er Adapter gedruckt hat, während ein anderer sich Adapter gedreht hat, da in der Firma gerade wenig los war.
Ein Nutzer hat die Gegenstücke der Klemmung von CNC-Racing verbaut und war sehr zufrieden mit der Arbeit. Er berichtete, dass er die Adapter und Spiegel auf dem Weg zum TÜV getestet hat und sie genial findet, auch wenn er sich noch daran gewöhnen muss, den Blick etwas weiter zu werfen.
Alternativen und Zubehör
Es wurden auch verschiedene Alternativen und Zubehörteile für die Montage von Lenkerendenspiegeln diskutiert. Dazu gehören:
- Adapter von Desmoworld
- Highsider Spiegel
- Kellermann Lenkerendenblinker
- CNC-Racing Klemmstücke
Technische Daten der Ducati Hypermotard 950 (2020)
Hier eine Übersicht der technischen Daten der Ducati Hypermotard 950 (2020):
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Sitzhöhe | 870 mm |
| Gewicht | 200 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | über 200 km/h |
| Kraftstoffverbrauch | ca. 5,1 Liter auf 100 km |
| Neupreis (Österreich) | 15.295 Euro |
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