Ducati: Eine italienische Erfolgsgeschichte

Die Ducati Motor Holding ist ein italienischer Straßenmotorradhersteller, der für sein Streben nach Perfektion bekannt ist. Als Tochtergesellschaft gehört Ducati (seit 2012) der deutschen Audi AG an. Der Sitz des Unternehmens, das 1.243 Mitarbeiter beschäftigt, ist Bologna. In den vergangenen Jahren machte das Unternehmen einen Jahresumsatz von ca. 702 Mio. Euro.

Die Anfänge in Bologna

Ducati ist eine der bekanntesten Motorradmarken, deren Bikes sich in aller Welt einer großen Beliebtheit erfreuen. Fans wissen über die Marke bestens Bescheid, das Werk in Borgo Panigale ist ihnen ein Begriff. Allerdings hat Ducati dort nicht immer produziert, die Ursprünge der Produktion reichen nach Bologna zurück. Dort wurde im Juli 1926 die Società Scientifica Radio Brevetti Ducati gegründet.

Die Firma Ducati wurde 1926 gegründet und produziert seit 1946 Sportmotorräder, die mit Motoren nach dem desmodromischen Prinzip (zwangsweise Ventilsteuerung), innovativem Design und modernster Technologie ausgestattet sind.

Die über 90 Jahre alte Unternehmensgeschichte lebt von Anfang an von der Leidenschaft für Geschwindigkeit und besticht durch die Schönheit ihrer Motorräder und den Charme eines Unternehmens, das in Bologna zuhause ist und den Geist der Emilia Romagna in die ganze Welt trägt.

Von Radioteilen zu Fahrrädern

Der Italiener Antonio Ducati gründete 1926 sein gleichnamiges Unternehmen Ducati in Bologna. Damals produzierte die Firma noch keine Motorräder, sondern winzige Bauteile für Radios. Ab 1935 beschloss Ducati, sich auch der mechanischen Bearbeitung zu widmen und begann mit Aluminiumlegierungen. Ebenfalls in diesem Jahr zog das Unternehmen nach Borgo Panigale (Bologna) um, wo eine sehr moderne Fabrik gebaut wurde.

Leider wurde das Werk 1945 im Zweiten Weltkrieg durch einen schrecklichen Bombenangriff zerstört. Zu dieser Zeit beschäftigte Ducati weit über 9.000 Mitarbeiter. Die Produktion von Ducati war damals sehr vielfältig: vom elektrischen Rasierapparat -Reselet-, über die Gegensprechanlage -Duofono-, den Taschenrechner -Duconta-, bis hin zu Kameras, Musikboxen und Kühlschränken.

Dann beschäftigte man sich mit Fahrrädern und der Idee, diese zu motorisieren.

1946, es war die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, musste die Firma, unter Aufsicht staatlicher Verwaltung, Hilfsmotoren für Fahrräder herstellen. Durch diesen neuen Produktionszweig kam es zu der Überlegung neue Wege in der Produktion einzuschlagen.

Die Entwicklung des ersten Antriebs ließ noch ganze 20 Jahre auf sich warten, der erste Motor wurde im Jahr 1946 produziert. Wer nun an ein Motorradaggregat denkt, liegt übrigens falsch. Tatsächlich fertigte man zunächst einen Fahrradhilfsmotor. Erst in den Folgejahren wurde mit der Entwicklung eigener Fahrzeuge begonnen.

In Turin wurde am Ende des Weltkriegs die Siata-Fabrik gegründet, die unter der Leitung des Rechtsanwalts Aldo Farinelli die Cucciolo patentierte und zu produzieren begann. Leider war die Infrastruktur von Siata nicht in der Lage, die Nachfrage des Marktes zu befriedigen, so dass Ducati die Ausrüstung erwarb und die Organisation vervollständigte, die für die Produktion der Cucciolo 48 cc notwendig war. Im Jahr 1946 wurde die Produktion im Werk Borgo Panigale aufgenommen.

Sie war das erste Motorradprodukt von Ducati. Ein kleiner 4-Takt-Hilfsmotor, der mit 1 Liter Benzin fast 100 km weit fahren konnte!

Die Ära der Motorräder beginnt

Im Jahr 1953 kam es daraufhin zur Teilung von Ducati. Ducati Elettronica produzierte weiterhin kleinteilige Elektronik für Radios und andere Produkte. Die neu gegründete Ducati Meccanica verschrieb sich hingegen fortan der Produktion von Motorrädern für den Straßenverkehr.

Schon damals gab es unterschiedliche Versionen, die von touristisch bis sportlich reichten. Wir sprechen von Motoren, die gut 1,5 PS bei 5500 Umdrehungen pro Minute leisten und Geschwindigkeiten von bis zu 65 km/h erreichen. 1948, die ersten Siege bei Wettbewerben mit kleinen Ducatis. Im Jahr 1951 fährt Il Cucciolo 48 Stunden lang Rennen und gewinnt 27 Weltrekorde und 24-Stunden-Rekorde in der 100er-Klasse.

1954 historisches Jahr: Der Ingenieur Fabio Taglioni kommt zu Ducati und führt das Desmodromic-Verteilungssystem für Ein- und Zweizylinder-Viertaktmotoren ein.

Die Ducati-Werke im Laufe der Zeit

Damals wurde zunächst in den Kellerräumen der familieneigenen Villa produziert. Der verfügbare Raum galt jedoch als begrenzt, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis die Entscheidung fiel, ein Werk in Bologna zu eröffnen. Es ist die Rede von einem richtig großen Werk, denn bereits im Jahr 1935 beschäftige Ducati mehr als 3.500 Arbeiter, sodass schlussendlich ein großes Areal besiedelt wurde.

Die Ducati Brüder, die das Unternehmen gemeinsam leiteten, trugen dafür Sorge, dass sich das Werk unmittelbar an der Via Emilia befand - die damals einzige durchgehend Straße, die Nord- und Mittelitalien miteinander verband. Aufgrund des enormen Wachstums und der Erweiterung der Geschäftsfelder - 1938 wurde eine ergänzende Fertigung im Optiksektor begonnen - beschloss die Unternehmensleitung die Eröffnung zweier zusätzlicher Werke.

Die Unternehmensleistung betrachtete die eigenen Mitarbeiter keinesfalls nur als Arbeitskräfte, sondern als Menschen. Als Folge wurde dafür gesorgt, dass sich die Mitarbeiter wohl fühlen - und zwar indem man unter anderem ein eigenes Kino errichtete und sogar eine Kinderbetreuung anbot.

Den zweiten Weltkrieg haben die Ducati Werke nicht unbeschadet überstanden, einige waren sogar schwer beschädigt. Erschwerend kam für das Unternehmen hinzu, dass die Nachfrage am Markt eingebrochen war und es teilweise auch an Arbeitskräften mangelte. Als Folge wurde das Unternehmen neu ausgerichtet und die beiden jüngsten Werke in Bazzano und Crespellano abgetreten. Damals unterlag das Unternehmen einer staatlichen Verwaltung, die ihrerseits eine Aufspaltung beschloss.

Neue Werkshallen wurden auf demselben Gelände von 1969 bis 1973 errichtet, die auch heute noch genutzt werden. Seinerzeit entstand auch ein großer Parkplatz für die Mitarbeiter, der von einer eigenen Teststrecke umgeben war.

Das Design, die Konstruktion und Fertigung findet bis heute am Stammsitz im Werk von Ducati, in Bologna, statt.

Die Ära nach Antonio Ducati

Massimo Bordi, Ducati-Chefkonstrukteur, entwickelte in den darauffolgenden Jahren unter anderem die Erfolgsmodelle Paso und 851. Sie wurden weltweit zum Verkaufsschlager der Firma. Doch durchlief die Produktion auch schwierige Jahre. Es kam immer wieder zu wirtschaftlichen Flauten und finanziellen Schieflagen. Firmenanteile wechselten die Besitzer - bis zum 18. April 2012. An diesem Tag wurde eine wegweisende Pressemitteilung von Ducati veröffentlicht. Audi übernahm 100 % der Firmenanteile der Ducati Motor Holding.

So kam es, dass Ducati nach der Freigabe durch europäische Kartellbehörden erfolgreich in den Audi-Konzern überführt wurde. Und diesem gehört Ducati bis heute an.

Ducati-Park: Museum und Werksbesichtigungen

Der Ducati-Park in Bologna bietet interessierten Besuchern die Möglichkeit, die Produktion der Motorräder hautnah mitzuerleben. Im angegliederten Museum wird die Ducati-Geschichte anschaulich dargestellt. Hier lernen Sie die Gesichter hinter Ducati kennen, die die Geschichte von Ducati geprägt haben.

Besuchen Sie beispielsweise die Ducati-Galerie und erleben Sie die Fortentwicklung der Produktion in ihren einzelnen Epochen. Zudem werden verschiedene Motorradmodelle, die von 1946 bis heute produziert wurden, ausgestellt. Die Motorräder haben zum heutigen Erfolg der Firma entscheidend beigetragen und werden aufgrund des einzigartigen Stils der Firma von Liebhabern hoch geschätzt. Darunter befinden sich auch bekannte Designklassiker wie die 851.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ducati-Ausstellung widmet sich der Geschichte des Rennsports. Sie berichtet über große Siege. Ausgestellt werden nicht nur die damaligen Rennmaschinen, sondern auch alle Trophäen und einige Rennanzüge bekannter Fahrer.

Sicherlich ist das Highlight bei einem Besuch im Ducati-Park die geführten Touren durch die Produktionshallen. Die Werksbesichtigungen dauern in der Regel eine Stunde und müssen vorab angemeldet werden. Sie finden in englischer Sprache statt. Je nach Verfügbarkeit können Werksbesichtigungen auch in anderen Sprachen angeboten werden. Jedes Ticket beinhaltet den Besuch im Museum und den Produktionshallen. Das Museum kann vor oder nach dem Werksbesuch besichtigt werden.

Der Besuch im Ducati-Museum in Bologna ist ein Muss für alle Fans von Nervenkitzel auf zwei Rädern!

Im Ducati-Werk kann man sich die heutigen Herstellungsprozesse aus nächster Nähe ansehen. Die Besucher werden durch die verschiedenen Abteilungen geführt und haben dabei die Gelegenheit, die Ducati-Techniker bei ihrer Arbeit zu beobachten, während sie an den berühmten Motorrädern die Feineinstellungen vornehmen.

Danach geht es weiter zum Museum. Entdecken Sie, wie sich die Ducati von einem erfolgreichen Radiohersteller zu einer Hochleistungs-Rennlegende entwickelte und wie das Unternehmen in den ersten Nachkriegsjahren einen Massenmarkt für erschwingliche, aber durchaus innovative Maschinen wie der berühmten Cucciolo belieferte.

Einer der Höhepunkte des Museums ist die Ehrenhalle.

Eine großartige italienische Erfolgsgeschichte und eine Inspiration für alle Superbike-Fans oder Alltagsbiker.

Für das Museum ist keine Reservierung erforderlich.

Wenn Sie eine ultimative „Pilgerreise“ zur Wiege des Motorradsports unternehmen möchten, ist Bologna bequem für Sie erreichbar.

Es gibt zahlreiche Bücher, die die gesamte Geschichte von Ducati im Detail erzählen.

Wie Sie sehen ist der Besuch im Ducati-Park eine spannende Reise durch die 90-jährige Geschichte des Unternehmens, das weltweit für seinen Stil und dem Streben nach Perfektion bekannt ist.

Vergangenheit und Zukunft, Herausforderungen und Erfolge, Vision und Entschlossenheit - all das begegnet Ihnen bei einem Besuch im Ducati-Park in Bologna.

Ein erstklassiger Ausflugstag für Berufsschulklassen!

Ducati heute

Ducati-Motorräder werden mittlerweile weltweit exportiert und machen jedes Jahr einen dreistelligen Millionenumsatz.

Alle Piloten, die Erfolge der Weltmeisterschaft errungen haben, waren und sind immer noch wichtig für DUCATI. Wenn die Piloten Ducati-Geschichte geschrieben haben, dann haben die Motorräder, mit denen sie an Rennen teilnehmen konnten, die Geschichte der Marke geschrieben.

Mit einer so reichen Palette an Siegen in der Rennkategorie hat sich DUCATI im Laufe der Jahre einen Ruf als Supersportmotorrad erworben. Dieser prestigeträchtige Ruf der Sportmotorräder ging jedoch zu Lasten der anderen Motorradsegmente, die für den Markt interessant waren. Auch die Supersportmotorräder mussten von Modellen flankiert werden, die eher dem Geschmack des modernen Motorradfahrers entsprachen.

Einige dieser fabelhaften Modelle können Sie auf den fantastischen Straßen Mallorcas ausprobieren, indem Sie sie bei uns von MMR22 anmieten.

Modellpalette von Ducati

  • Die Scrambler: Ein vielseitiges, leicht zu bedienendes und komfortables Motorrad für jede Gelegenheit, von der Stadt bis zur mehrtägigen Reise. Ausgestattet mit einem L-Twin-Motor mit Desmo-Steuer-System. Erhältlich in 2 verschiedenen Motorversionen.
  • Die Multistrada: Echte Kilometerfresser. Mit verschiedenen Motoren und Ausstattungen, von den 950 ccm des V2 bis zu den 1.158 ccm der Vierzylinder-V4-Versionen. Bequeme, wendige Motorräder, die sowohl in der Stadt als auch auf gemischten Strecken leicht zu fahren sind. Auch für den Beifahrer sehr komfortabel.
  • Die Monster: Sportlich ja, aber nackt. Eine Reihe von Motorrädern, die sehr sportlich, aber auch sehr einfach zu handhaben sind, kompakt und per Definition spaßig. Sie werden mit einem einzigen 937-cm³-Motor angeboten, der in mehreren Varianten beeindruckende 113 PS leistet.
  • Die Diavel: Von Ducati als Maxi Sport naked Muscle Cruiser definiert. Was gibt es zu dieser Beschreibung hinzuzufügen? Sehe Sie dich einfach an und du wirst alles verstehen. V4-Motor mit 1.158 cm³ und 168 PS.
  • Die Hypermotard: Synonym für pures Adrenalin. Geboren für extremen Spaß, Fun-Bikes. Es gibt sie mit zwei 950-cm³-Motoren und dem brandneuen Mono Superquadro 698, einem 659-cm³-Desmo-Motor, der beeindruckende 84,5 PS bei 10.250 U/min leistet. Rekordverdächtige Leistung.
  • Die Desert X: Ein echter Durchbruch für den Hersteller aus Borgo Panigale. Sie sind die Motorräder für große Abenteuer. Motorräder, die in der Lage sind, jeden Ort mit Komfort, Spaß und Leistung zu erreichen. Sie gelten als Motorräder für viele, aber nicht für alle.
  • Die SuperSport: Sportliche Straßenmotorräder mit einem 950er Testastretta-Motor. Leicht und sicher, erinnern sie an Rennstreckenmotorräder. Spaß und Komfort zugleich.
  • Die Panigale: Diese Motorräder, die in verschiedenen Motoren, Leistungsstufen und Versionen angeboten werden, repräsentieren die Essenz von Ducati. Sie verkörpern die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Ducati. Diese Motorräder werden von allen Enthusiasten in diesem Segment als die besten auf dem Markt angesehen, und alle Erfolge bei Wettbewerben beweisen dies. Wunderwerke der Technik, des Stils, der Leistung und der Raffinesse.

Firmenporträt Ducati

Geliebt und bewundert, aber auch beneidet und belächelt – die roten Renner aus Bologna lassen kaum jemanden kalt. Eigenwillige Bosse, visionäre Entwickler und umstrittene Entscheidungen trugen und tragen zu diesem einzigartigen Image bei.

Sie sind ein echtes Phänomen, die Roten aus Bologna. Noch nicht mal 40000 Motorräder baut Ducati im Jahr, steht damit im Vergleich zu Kolossen wie Honda und Yamaha als kleine Klitsche da. Und polarisiert doch immer wieder die Motorradfahrer auf der ganzen Welt.

Ducati setzt sich seit Jahrzehnten stets aufs Neue absichtsvoll selbst in Szene. Mit aufregender Technik, begnadetem Design und aufwühlenden Rennerfolgen. Vor allem jedoch mit den Menschen, die die Marke auf ihrem dramatischen Weg durch fast acht Jahrzehnte begleiteten. Kein anderer Hersteller lässt sich so stark über seine jeweiligen Protagonisten definieren wie Ducati.

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