Ducati Ladegerät Adapter Test: Ein umfassender Überblick

Moderne Motorrad-Starterbatterien brauchen moderne Ladetechnik. Wer mit einem modernen Ladegerät über den Winter die Spannung aufrechterhält, sorgt nicht nur für einen problemlosen Start, wenn es losgehen soll, sondern senkt auch die Ersatzteilkosten.

Denn gepflegte Batterien halten schlicht länger als häufig tiefentladene und gestresste Leidensgenossen. Aus diesem Grund hat MOTORRAD zusammen mit der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen.

Testkriterien und -verfahren

Zu Batterieladegeräten, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen, gehört vor allem die Eigenschaft, sich mit der Leistung an Batterien mit weniger Amperestunden (Ah) als beim Auto üblich anpassen zu können, um das Laden der Akkus so schonend wie möglich zu gestalten. Rund 20 Einzelbeurteilungen in sechs großen Kapiteln haben die Testkandidaten zu durchlaufen.

Die GTÜ-Ingenieure unterziehen die Batterielader dabei aufwendigen elektrischen und qualitativen Prüfungen. Außerdem erfolgen eine Sichtprüfung, die Bewertung der Bedienung und des Funktionsumfangs sowie eine Preis-Leistungs-Beurteilung. Zusammen ergibt sich daraus der umfassende Leistungsvergleich.

Die wichtigsten Testkriterien

  • Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens
  • Anpassung der Ladekennlinie an gängige Akkutypen (Nass-, Gel- und AGM-Batterien)
  • Regenerierungsfunktion für bereits angeschlagene Batterien
  • Anpassung der Ladeleistung an unterschiedliche Akkugrößen
  • Falltest aus einem Meter Höhe auf Betonboden

Testergebnisse und Empfehlungen

Im Testlabor mussten sich die 15 Kandidaten harten Prüfungen aussetzen. Das wichtigste Einzelkriterium betrifft dabei die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens der Geräte.

Dabei geht es unter anderem darum, die Akkus behutsam bis zur Ladeschlussspannung aufzuladen, eine Nachladephase einzuleiten und dann in einen Erhaltungsmodus zu wechseln, welcher die Batterie stets bei optimaler Leistungsfähigkeit hält. Techniker sprechen in diesem Zusammenhang vom IUoU-Ladeverfahren. In dieser Kategorie holen nur die Geräte der Hersteller CTEK und Dino die maximale Punktzahl.

Nur die als sehr gut und gut bewerteten Batterielader von CTEK, Gys, Bosch und Dino beherrschen daneben auch die Anpassung der Ladekennlinie an gängige Akkutypen wie Nass-, Gel- und AGM-Batterien in Perfektion und eignen sich obendrein mit ihrer wahlweise erhöhten Ladespannung von 14,7 Volt zur vollständigen Aufladung von AGM-Akkus.

Noch einen Schritt weiter gehen CTEK und Dino mit der speziellen Regenerierungsfunktion, mit welcher bereits angeschlagene Batterien unter Umständen zu einem zweiten Leben verholfen werden kann. Dabei wird über eine zeitlich limitierte Spannungserhöhung auf maximal 15,8 Volt die Batterie kurzfristig zum Gasen gebracht. Auf diese Weise kann eine mögliche Säureschichtung aufgebrochen und dadurch die Kapazität der Batterie wieder erhöht werden.

Die Anpassung der Ladeleistung an unterschiedliche Akkugrößen und somit auch die unbedingte Eignung für Motorradbatterien stellen hingegen alle getesteten Lader unter Beweis. Fast alle Testgeräte sind in der Lage, selbst auf bis zu drei Volt tiefentladene Batterien wieder mit neuem Saft zu versorgen. Nur bei hi-Q, der Eigenmarke von Polo, und dem Ladegerät Dino liegen diese Grenzen mit 4,5 bzw. sechs Volt etwas höher.

Als letzte Prüfung unterwerfen die GTÜ-Ingenieure alle Kandidaten einem potenziell zerstörerischen Falltest aus einem Meter Höhe auf knallharten Betonboden. Nur wenn keine Beschädigungen auftreten und das Gerät anschließend noch uneingeschränkt funktioniert, gibt es hier volle Punktzahl. Immerhin acht Geräte haben diese Härteprüfung ohne jegliche Einschränkungen überstanden.

Nur zwei Akku-Lader, nämlich AEG und Shido, waren danach gar nicht mehr zu gebrauchen. Aber wer wirft schon freiwillig elektronisches Gerät auf harten Beton? Nun ja, die Tester von MOTORRAD und GTÜ haben es im Dienste der Qualitätssicherung getan. Und so ein Malheur kann ja durchaus mal in der eigenen Werkstatt passieren.

Top-Platzierungen im Test

  1. CTEK CT5 Powersport
  2. Gys Gysflash 6.12
  3. Bosch C3 6V/12V

Spezialfall: Optimate 4 und CAN-Bus

TecMate beschreibt sein Optimate4 Ladegerät als ein Diagonose-Entsulfatierungslade- und Testgerät für Blei-Säure-Batterien. Außerdem steht Dual Program für einen zweiten Modus, der die sonst kaum über Bordsteckdosen zu ladenden Batterien in CAN-bus Motorrädern lädt. Das ist nicht unbedingt nötig, aber im Zweifel sehr komfortabel.

Man muss nur wissen, dass in diesem Falle das Ladegerät einen Code des Herstellers entschlüsseln muss und dann am Ende mit gedrosselter Leistung lädt. Das Gerät funktioniert vollautomatisch und erkennt alle erforderlichen Einstellungen selbst.

Um in den CAN-Bus Modus zu wechseln, werden die Ladeklemmen kurzgeschlossen (!) und unter Strom gesetzt. Nach dem Wiedereinschalten signalisiert das Display durch eine Blinkkombination den gewechselten Modus. In diesem Modus ist z. B. die ‚Turbo-Entsulfatierung‘ (bis zu 22 V) zum Schutz der Elektronik deaktiviert.

Der CAN-Bus-Modus weist also nur 5 vereinfachte Pflegeschritte auf. Weitere LEDs geben Informationen über Verpolung und Ladung sowie ‚Test‘. Im Test hatten wir nichts zu beanstanden. Positiv fällt auch das umfangreiche Zubehör auf.

Wichtige Hinweise zur Ladung

Vorsichtig sollte man hingegen bei Ladeversuchen an anderen als Säure-Blei- oder AGM/GEL-Batterien sein. Für Lithiumionen- oder LFP-Batterien ist eine andere Technik und eine andere Ladekennlinie erforderlich. Dafür gibt es z. B. spezielle Ladegeräte.

Der Akku wird zunächst mit konstantem Strom geladen (I-Phase), bis die Ladeschlussspannung (14,3 V) erreicht ist. Je voller der Akku, desto geringer der Ladestrom. wird die Batterie mit einem definierten Strom belastet.

Hinweis N1: Eine tiefentladene 12 V-Batterie wird grundsätzlich mit einem Strom bis max. Hinweis N3: Wenn die Batterie einen altersbedingten Leckstrom hat, der größer als 100 mA ist, bzw. wenn die Batterie eine angeschlossene Last hat (z.B.)

Zusammenfassung der Testergebnisse

Hier ist eine Zusammenfassung der getesteten Ladegeräte mit ihren jeweiligen Eigenschaften:

Platz Anbieter Produkt Preis Besonderheiten MOTORRAD-Urteil
1 CTEK CT5 Powersport 89,99 Euro CAN-Bus kompatibel, Rekonditionierungsfunktion sehr gut
2 Gystech Gys Gysflash 6.12 85,79 Euro CAN-Bus-kompatibel, Erhaltungsladung bis 170 Ah gut
3 Bosch C3 6V/12V 48,97 Euro Leuchtdioden, separater Haken zur Befestigung gut
7 Tecmate Optimate 4 69,99 Euro CAN-Bus-kompatibel, integrierte Befestigungslaschen gut

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