Futuristische E-Bikes – Trends und Innovationen

Blinkende Helme, mehr Technik und Ventile, die das Aufpumpen revolutionieren sollen: Auf der weltweit größten Radmesse Eurobike in Frankfurt präsentiert die Branche ihre Neuheiten. Ein Trend ist dabei unübersehbar: Das Radfahren der Zukunft ist elektrisch.

In den Ausstellungshallen der Eurobike in Frankfurt reihen sich E-Bikes an E-Bikes. Auch auf der rund dreieinhalb Kilometer langen Teststrecke überholt ein Fahrrad mit Elektro-Antrieb das andere. Ein Fahrrad, das ohne Elektro-Motor und nur noch mit Tretantrieb funktioniert, ist auf der 32. Eurobike mit rund 1.800 Ausstellern aus 60 Ländern kaum noch zu sehen.

Dabei bedienen die Hersteller mit ihren neuen E-Bikes ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Zielgruppen, wie bei einem Gang durch die Messehallen in Frankfurt deutlich wird. So werden viele E-Bikes wieder Fahrrad-ähnlicher, das heißt leichter und schmaler, während andere zunehmend von der Anmutung und Technik dem Auto ähneln.

Am Samstag und Sonntag öffnete die Eurobike auf dem Messegelände in Frankfurt für alle Interessierten. Auf dem Wochenendprogramm der sogenannten Festival Days standen verschiedene Wettbewerbe. Profi-BMX-Fahrer präsentierten ihre Kunststücke, für Kinder gab es einen eigenen Bereich, um Räder auszutesten und Tricks zu üben. Ein Eurobike-Tagesticket kostete online 16 Euro, vor Ort 22 Euro.

Preisgestaltung und Marktentwicklung

Die Preise für die E-Bikes unterschieden sich dabei deutlich. Auf der Messe starteten die neuesten Modelle bei etablierten Herstellern ab etwa 3.800 Euro. Der Brutto-Durchschnittspreis lag 2023 nach Angaben des ZIV für E-Bikes bei rund 2.950 Euro, Tendenz steigend, wobei Lastenräder mit E-Motor teurer als ein klassisches E-Bike sind. Nach oben ist der Preis offen: Je individueller und ausgestatteter, desto teurer.

Trends bei E-Bike-Designs

Die Motoren und Akkus sind wieder kleiner, die Reichweite geringer und von außen ist der im Rahmen verbaute Elektro-Motor nur noch anhand eines Ladeanschlusses zu erahnen: E-Bikes werden wieder Fahrrad-ähnlicher. "Selbst wenn die Batterie dann leer ist, kann man das E-Bike als normales Fahrrad weiterfahren", sagt ein Mitarbeiter am Stand des norddeutschen Herstellers Kalkhoff.

20 anstatt rund 30 Kilo wiege ein solches Rad - darunter gebe es auch ein Modell, das für den Alltag in der Stadt gemacht sei. "Die eignen sich dann vor allem für Leute, die ihr Rad in den Keller tragen müssen oder eine Treppe rauf." Der eigebaute Akku von 400 Wattstunden hat eine Reichweite von etwa 80 Kilometern, ein Fahrradkorb und Fahrradtaschen haben Platz am Radgestell.

Auch am Stand des südhessischen Herstellers Riese & Müller aus Mühltal (Darmstadt-Dieburg) gibt es ein Modell ab 3.999 Euro, das zwar ein E-Bike ist, aber auf den ersten Blick kaum wie eines aussieht. Der verbaute Motor ist mit nur zwei Kilogramm kleiner, leichter und leiser, wie ein Angestellter vor Ort erklärt: "Die neue Generation an Motoren verlangt, dass der Fahrer oder die Fahrerin auch selbst wieder mehr macht." Es gebe einen Trend "zurück zum klassischen Fahrradfahrgefühl".

Die einen werden leichter, die anderen legen zu - an Technik, Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten. So sind einige neue E-Bikes mit dem von Autos bekannten Antiblockiersystem (ABS) ausgestattet.

Bereits als "E-Bike-SUV" bekannt, Kalkhoff nennt es den "Allrounder": Das vollgefederte E-Bike mit Antiblockiersystem soll nicht nur für den Sport genutzt werden. Es gilt als der "SUV" unter den E-Bikes, es soll nicht nur als Mountainbike oder als Tourenrad genutzt werden, sondern als Allrounder, erklärt ein Mitarbeiter.

E-Lastenräder und urbane Logistik

Im E-Bike-Handel ist der Verkauf von E-Lastenrädern im vergangenen Jahr laut ZIV am stärksten gestiegen. Dazu zählen Lastenräder mit Elektro-Antrieb, die Sitzmöglichkeiten für Kinder bieten oder größere Einkäufe, Instrumente oder andere Gegenstände transportieren können.

"Wir sehen, dass immer mehr Familien damit ihr Zweitauto oder ihr Auto komplett ersetzen", sagt ein Mitarbeiter von Riese & Müller. Wochenendeinkäufe und zwei Kinder könnten damit transportiert werden. Die kompakteren E-Lastenräder bräuchten wenig Platz, böten aber viel Platz für den Transport, was zum Beispiel im urbanen Raum gebraucht werde.

Was auf der Messe futuristisch wirkt, ist in anderen europäischen Ländern mit einer Vorreiter-Infrastruktur fürs Fahrradfahren schon Realität. Das DHL- oder FedEx-Paket kommt mit dem E-Lastenrad zur Haustür. Die Auslieferung sei in der Innenstadt oder in engen Altstädten viel schneller als mit dem Transporter. Logistikdienste würden dazu Lager in Innenstadt-Nähe errichten, von dort würden die Pakete mit E-Lastenrädern verteilt. Mit bis zu 25 Kilometer pro Stunde wird das Lieferdienst-Lastenrad elektronisch unterstützt - wie ein normales E-Bike.

Weil es in Amsterdam ein Tempolimit von 30 km/h gebe, fährt der Lastenrad-Lieferwagen dort auf der regulären Straße, berichtet ein Mitarbeiter. Sonst sei das Fulpra-Rad in anderen Städten aber auf dem Radweg unterwegs.

Smarte Technologien und Zubehör

Nicht nur die Räder werden smarter (Stichwort: ABS-System), sondern auch das Radzubehör. Bei einem neuen Modell von Abus, steuert der Fahrer das Blinken an einer am Lenker befestigten Fernbedienung. Wenn man abbiegt, drückt man rechtzeitig den entsprechenden Knopf für die jeweilige Richtung.

Wie Smartphones können auch Fahrradschlösser per Fingerabdruck entsperrt werden. Schon jetzt sind solche Schlösser im Handel, die sich per App oder mit dem Finger öffnen lassen. Auch Marktführer Abus stellt auf der Eurobike sein neues Touch-ID-Schloss vor, das auf bis zu 20 Fingerabdrücke konfiguriert werden kann.

Das alte Ventil ausschrauben, das neue Klick-Ventil draufsetzen - und einfacher das Rad aufpumpen. Kein Abrutschen, kein Festhalten am Ventil beim Pumpen und keine Luft, die zwischen Ventil und Luftpumpe entweicht. Das verspricht das neue Klick-Ventil vom deutschen Hersteller Schwalbe, der vor allem Reifen und Schläuche für Fahrräder produziert. Entworfen hat es ein US-Amerikaner, Schwalbe hat es zunächst für den europäischen Markt lizenziert. Das Klick-Ventil gebe es zum Aufrüsten für alle gängigen drei Ventile: Dunlop-Ventil, Autoventil und Sclaverand-Ventil. Kosten soll das neue Produkt unter 20 Euro, ab Ende August soll es in den Handel gehen.

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Lange hat sich die Fahrradbranche laut einiger Aussteller darauf ausgeruht, dass das Transportmittel an sich umweltfreundlich ist und CO2-Emissionen einspart. Viele Fahrradhersteller setzen inzwischen aber auch auf recycelbares oder recyceltes Material: So stellt ein Unternehmen aus Köln, das aus der Lagertechnik stammt, ein zu 50 Prozent aus Fischernetzen produziertes Vollkunststofffahrrad aus.

Fraglich ist, ob der Trend zum E-Bike auch Menschen überzeugt, das Auto stehen zu lassen und alternativ aufs Rad zu steigen. Dass Potenzial im E-Bike-Boom steckt, zeigt eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts: Legt man die Strecken von bis zu 30 Kilometern zukünftig mit dem (E-)Bike zurück, könnten 19 Millionen Tonnen CO2-Emissionen im Verkehr pro Jahr eingespart werden.

Überdachte E-Bikes und Wetterschutz

Wer etwas für die Umwelt und die eigene Gesundheit tun möchte, fährt E-Bike. Aber gilt das auch für den Großeinkauf im Supermarkt oder den Weg zur Kita? Und was, wenn es regnet? Dann setzen viele Menschen trotz passender E-Bike-Bekleidung doch lieber auf den PKW.

Mit den neuen, überdachten E-Bike-Konzepten muss es künftig vielleicht gar kein Entweder-oder-Szenario mehr geben. Denn auf drei oder vier Rädern, mit gutem Wetterschutz, hoher Reichweite und Platz für Einkäufe oder einen Kindersitz, verbinden sie das Beste aus beiden Welten. Aber wie zukunftsfähig sind die Fahrräder mit Regendach wirklich und welche Infrastruktur brauchen sie?

Dass Elektrofahrräder ein erhebliches Potenzial haben, das Auto im Alltag bzw. bei Fahrten zum Arbeitsweg zu ersetzen ist längst bekannt - ein großangelegter Berliner Praxistest, der bereits 2015 durchgeführt wurde, belegt dies sogar. Die Teilnehmer haben acht Wochen lang E-Bikes im Alltag getestet. Der PKW wurde bei fast 60 Prozent der Wege durch ein E-Bike ersetzt. Im Entfernungsbereich bis 15 Kilometer war letzteres sogar attraktiver für die Teilnehmer. Was diese jedoch vom E-Bike-Pendeln abhielt: Regen und Schnee.

Auch wenn einige der neuen E-Bike-Modelle im Gewand eines Miniautos daherkommen - rechtlich gesehen handelt es sich um Fahrräder bzw. Pedelecs, mit denen man legal auf Fahrradwegen in Deutschland fahren darf. Sofern der Motor nur bis zu einer Geschwindigkeit bis 25 km/h unterstützt und Tretbewegungen erforderlich sind, benötigt das Gefährt auch kein Versicherungskennzeichen wie Elektro-Scooter. Auch ein Führerschein ist nicht notwendig.

Generell werden Fahrräder mit Zusatzantrieb in drei Klassen unterteilt, nur eine davon gilt aus rechtlicher Sicht als ganz normales Fahrrad.

  • Pedelec: Elektrisches Fahrrad mit einer Motorunterstützung bis 25 km/h.
  • S-Pedelec: Elektrisches Fahrrad mit einer Motorunterstützung bis 45 km/h. Hierfür wird eine Zulassung in Form eines Versicherungskennzeichens benötigt sowie eine Haftpflichtversicherung und die Fahrerlaubnis der Klasse AM (Roller). Und: Es gilt Helmpflicht.
  • E-Bikes: Das E-Bike fährt auch ohne Pedalunterstützung auf Knopfdruck. Bei einer Geschwindigkeit über 6 km/h gilt es als Kraftfahrzeug und ist zulassungspflichtig.

Das überdachte Elektro-Dreirad des Herstellers Hopper Mobility aus Augsburg ist maximal 25 km/h schnell, gilt daher rechtlich als E-Bike bzw. Pedelec und darf auf Radwegen fahren. Die Bedienkonzepte ähneln stark denen eines Autos. Trotz seiner vielen Funktionen ist er sehr kompakt: Auf einen Autoparkplatz passen vier Hopper, was ihn zum perfekten Stadt-Fahrzeug für Privatpersonen oder kleine Auslieferungen/Transporte macht. Mit einem Stauraum von bis zu 290 Litern kann man Einkäufe entspannt transportieren. Konzipiert wurde der Hopper für zwei Erwachsene oder einen Erwachsenen, der bis zu zwei Kinder mitnehmen kann.

  • Kosten: Zum Start kostet das überdachte E-Bike 12.900 Euro, die Auslieferung soll 2024 erfolgen.
  • Reichweite: bis ca.

Vier Räder sorgen bei dem futuristisch anmutenden E-Bike für Stabilität in Kurven oder auf dem Kopfsteinpflaster. Ein Überollbügel und Knautschzonen zur Verteilung der Aufprallenergie bieten den Insassen zusätzliche Sicherheit im Falle eines Unfalls. Es lässt sich mit einer Glashaube (schwingt zum Einsteigen auf) komplett verschließen und schützt die Insassen vor schlechtem Wetter. An heißen Tagen lässt sich die Haube jedoch auch komplett abnehmen. Optional kann man sich das Kapsel-E-Bike auch mit einer Heizung, einem Luftfilter für die Kabine und einem manuellen Scheibenwischer konfigurieren lassen.

Das Podbike Frikar gilt innerhalb Europas als Fahrrad, es ist kein Führerschein oder Versicherungskennzeichen nötig.

  • Reichweite: bis ca.
  • Gewicht: ca.

CityQ nimmt für sich in Anspruch, Autos in High-Tech-E-Bikes mit einem PKW-Gefühl zu verkleinern. Der norwegische und deutsche Hersteller hat eine Reihe von 4-Rad-E-Bikes entwickelt - einschließlich E-Cargo-Bikes. Demnächst kommt ein Passagier-E-Bike auf den Markt, mit dem bis zu 3 Personen oder 1,4 m3 Fracht transportiert werden können. Die Fahrräder werden in Nürnberg hergestellt und sind derzeit in 4 europäischen Ländern erhältlich.

CityQ bietet ein autoähnliches Fahrgefühl mit Sicherheit und Komfort - obwohl es immer noch als E-Bike gilt. Dank der fortschrittlichen Konnektivität ist bei den E-Bikes auch das exakte Tracking und ein Flottenmanagement möglich.

Auf der Eurobike-Messe 2023 zeigte Bergamont mit seinem neuen Konzept, wie E-Lastenräder künftig aussehen könnten. Das abnehmbare Dach passt auf die bestehenden E-Cargoville LJ-Modelle des Hamburger Fahrradherstellers und macht diese somit noch flexibler.

  • Kosten: ca. 8.500 Euro.
  • Geschwindigkeit: bis > 25 km/h max.
  • Batterie/Akku: Je nach gewählter Konfiguration.
  • Gewicht: ca.
  • Maximale Zuladung: 90 kg, unter Einhaltung des max. zulässigen Gesamtgewichtes (220 kg).

Neben Schutz vor Wind und Wetter - das Quadvelo kann durch zwei optionale Türen komplett verschlossen werden - punktet das Gefährt des belgischen Unternehmens Eurocircuits NV mit einer Ladefläche hinter dem Fahrersitz. Außerdem ist es möglich, in diesem Bereich einen Kindersitz anzubringen. Dank seines leichten Rahmens aus Aluminium, bringt das E-Bike trotz großzügiger Ausstattung nur 85 Kilogramm auf die Waage. Besonders im Stadtverkehr könnte ein Fahrzeug dieser Art Entlastung schaffen.

  • Kosten: Ab ca.
  • Reichweite: 75 km (es besteht die Option, einen 2.
  • Stauraum: bis 120 kg auf der Ladefläche hinten.
  • Maximal 230 kg Gesamtgewicht inkl.

Zu diesem Zeitpunkt ist das Canyon E-Bike mit Dach noch ein Prototyp, eine Vision. Es ist schnell und stabil genug für den Straßenverkehr und dennoch leicht und wendig genug für den Radweg, wenn man am nächsten Stau vorbeifahren möchte. Das E-Bike bietet einen vollständig verschließbareren Fahrgastraum, der von einer innovativen Panorama-Kapsel umgeben ist. Wenn die Kapsel nicht zum Schutz vor Wind und Wetter geschlossen ist, kann sie zum Öffnen des Cockpits auf zwei Schienen nach vorne geschoben werden. Außerdem bietet sie hinter dem Fahrer genügend Platz für ein Kind, den Einkauf oder etwas Gepäck.

  • Kosten: ca.

Infrastruktur und Akzeptanz

Herr Thill, ist der deutsche Straßenverkehr bereit für wettergeschützte E-Bikes mit Dach? Ja und nein - es gibt solche und solche Städte. Nehmen wir beispielsweise Hamburg oder Berlin: Sogenannte „Protected Bike Lanes“, also Fahrradspuren, die durch eine bürgersteighohe Kante vom Fahrstreifen der Autos getrennt sind, gibt es bereits an mehreren Stellen in der Stadt. Solche Konzepte haben sich jedoch noch nicht überall etabliert, denn der Radverkehr braucht schlichtweg mehr Platz und Schutz.

Dennoch blickt Bergamont optimistisch in die Zukunft und konzipiert mit dem „E-Cargoville Rooftop Concept“ sein erstes E-Bike mit Dach. Wir als Fahrradhersteller möchten den urbanen Mobilitätswandel mit unseren neuen Modellen vorantreiben. Menschen, die ihr Fahrrad bei ungünstigen Wetterbedingungen bislang noch stehengelassen haben, könnten von den Vorzügen des überdachten E-Lastenrades profitieren - das war der Grundgedanke.

Kann ein überdachtes E-Bike das Auto als Alltagsgefährt ersetzen? Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie viele Kilometer man bereit ist pro Tag oder Arbeitsweg zu fahren. Dass die Niederlande und Dänemark zu den Vorreitern für eine gelingende Verkehrswende gelten, ist kein Geheimnis. Längst nutzen Berufspendler dort das E-Bike als Auto-Ersatz. Noch ist derzeit wenig darüber bekannt, wie viele überdachte E-Bikes dort tatsächlich unterwegs sind. Das E-Dreirad LEF gehört in den Niederlanden allerdings schon zum Alltag. Es wird durch einen 1.000 Watt starken Hinterradmotor betrieben und gilt in Deutschland daher als versicherungspflichtiges Kleinstfahrzeug. In den Niederlanden ist es jedoch einem Fahrrad gleichgestellt und darf dort ohne Führerschein gefahren werden.

Fazit

Fahrrad oder Auto? Personen oder Pakete? Elektrisch oder sportlich? Die neuen Konzepte der Fahrradindustrie erfüllen beinahe jeden Wunsch und die Differenzierung der Produktpalette scheint gerade erst begonnen zu haben.

„Neue Cargo-Konzepte stehen im Mittelpunkt des zukünftigen Wachstumspfades, jedoch hat auch hier das Wachstum Grenzen“, meint der Berliner Zukunftsforscher Dr. Stefan Carsten auf Nachfrage von Focus E-Bike. „Allzu starr und unflexibel - das wird beim Kunden nicht gut ankommen, wie Citkar und Bio-Hybrid-Pleiten in der jüngeren Vergangenheit beweisen. Flexible Rooftop-Konzepte versprechen Anpassungsfähigkeit an das Wetter und die Transportaufgabe - sie werden in Zukunft den Markt dominieren“, so die Prognose des Experten. Ein fixes Dach sei jedoch nur für Spezialanwendungen sinnvoll, beispielsweise im Gewerbe, für Events oder in geeigneten Räumen.

Auch wenn sich die Infrastrukturen kontinuierlich in die richtige, sprich: separierte, breite, geschützte Radwege, entwickeln, gehe es doch nur langsam voran. Ein E-Bike mit Dach bringt viele Vorteile mit sich und kann ein kleines Auto in der Stadt voll ersetzen. Sicherlich müssen die neuen Modelle einen hohen Nutzwert und viel Komfort mitbringen, um Autofahrer vom Umstieg aufs E-Bike zu überzeugen. Einige Hersteller haben sich bereits gut positioniert, bei anderen ist es noch unklar, ob die überdachten Pedelecs tatsächlich in Serie gehen. Nicht zuletzt braucht es für eine gelingende Mobilitätswende aber auch noch mehr gute Radwege und diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen und anderen Verkehrsknotenpunkten.

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