Die Ducati Monster 1100 wurde im Herbst 2008 auf der Intermot vorgestellt und war ab dem Modelljahr 2009 erhältlich. Sie ersetzte die Monster S2R 1000 und basierte auf dem klassischen Monster-Design mit Gitterrohrrahmen, brachte jedoch zahlreiche technische Neuerungen mit sich.
Ab Modelljahr 2011 ersetzte die Ducati Monster 1100 EVO das Basismodell. Sie war das erste Monster-Modell mit serienmäßigem Ducati Safety Pack (DSP), bestehend aus ABS und Ducati Traction Control (DTC).
Sitzhöhe und Ergonomie
Die Sitzposition ist sportlich-aufrecht mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper. Die Sitzhöhe liegt bei 810 mm. Die Monster 1100 ist serienmäßig mit Soziussitz ausgestattet. Die Soziusfußrasten sind abnehmbar, eine optionale Soziusabdeckung ist über Ducati Performance erhältlich. Die Soziustauglichkeit ist gegeben, jedoch durch die sportliche Geometrie eingeschränkt.
Die Sitzhöhe bleibt mit 810 mm unverändert, jedoch wird die Sitzbank überarbeitet und bietet laut Ducati verbesserten Komfort. Die Soziustauglichkeit bleibt erhalten, inklusive abnehmbarer Soziusfußrasten.
Für kleinere Fahrer gibt es Tieferlegungen, mit denen das Fahrwerk des Motorrades so weit absenken lässt, dass sich die Sitzhöhe um den angegebenen Wert verringert. Somit erreichen auch kleinere Fahrer viel sicherer den Boden mit beiden Füßen und können ihr Fahrzeug dadurch besser beherrschen.
20 Millimeter höhere Lenkerböcke und eine neu konturierte Sitzbank verbessern die Ergonomie. Beides lässt sich am Vorgängermodell nachrüsten, um die Nörgelei an der bislang sehr vorderradorientierten Sitzposition abzustellen.
Entschärft wurde die allzu sportliche Ergonomie über einen höheren Lenker und eine neu konturierte Sitzbank, dennoch stellt sich beim Aufsitzen das bekannte Monster-Feeling mit starker Vorlage und leicht ausgestellten Ellbogen ein. Die Duc ist und bleibt eben ein puristischer Landstraßenfeger für sportlich Ambitionierte.
Motor und Leistung
Der luftgekühlte Desmodue-Zweiventil-L-Twin stammt in überarbeiteter Form aus der Multistrada 1100, angepasst für das Naked-Bike-Konzept.
Der überarbeitete Desmodue Evoluzione-Motor leistet 100 PS bei 7500 U/min.
Im Grunde handelt es sich um das Aggregat aus der Hypermotard 1100 Evo. Besitzt also im Gegensatz zum bisherigen Monster-Antrieb Kolben, die die Verdichtung von 10,7 auf 11,3:1 erhöhen. Optimierte Einlasskanäle und Brennräume, die die Doppelzündung überflüssig machen, und schärfere Nockenwellen. Das Schwungrad der 848, Lichtmaschinendeckel aus Magnesium-Legierung und das Vacuralguss-Gehäuse sparen 2,5 Kilogramm Gewicht.
Vielmehr sorgen die neue, auffällig geschwungene Auspuffanlage und die Ansaugluftführungen dafür, dass der luftgekühlte Zweizylinder erstmals maximal 100 PS bei 7 500 U/min und ein beeindruckendes Drehmoment von 103 Nm bei 6 000 Touren bereitstellt.
Abgesehen von deutlichen Lastwechseln beim Gasanlegen im unteren Drehzahlbereich erfreut der 1100er-Triebling mit guter Gasannahme und fröhlicher Drehfreude. Ab 3 000 Touren liefert der V2 angemessenen Vortrieb, satter Druck stellt sich dann ab 4 500 Umdrehungen ein und hält bis an den Drehzahlgipfel von 8 000 U/min an.
Die Monster Evo zelebriert nicht den wuchtigen Antritt aus dem Drehzahlparterre, sie baut vielmehr auf eine kräftige Mitte und Temperament oben raus.
Fahrwerk und Bremsen
Die Vorderradführung übernimmt eine voll einstellbare 43-mm-Showa-Upside-Down-Gabel, hinten arbeitet ein Sachs-Federbein mit einstellbarer Zugstufe und Federvorspannung.
Die Vorderradgabel stammt nun von Marzocchi, ist jedoch nicht mehr einstellbar. Das hintere Sachs-Federbein bleibt erhalten.
Die Bremsanlage stammt von Brembo: vorne zwei 320-mm-Scheiben mit radial montierten Vierkolben-Monoblockzangen.
Mit dieser Tieferlegung lässt sich das Fahrwerk des Motorrades so weit absenken, dass sich die Sitzhöhe um den angegeben Wert verringert. Somit erreichen auch kleinere Fahrer viel sicherer den Boden mit beiden Füßen und können ihr Fahrzeug dadurch besser beherrschen.
Die Gabel verarbeitet die Flicken erstaunlich sensibel, mehr Härte lässt das direkt angelenkte Federbein walten.
Ausstattung und Besonderheiten
Das Cockpit besteht aus einer digitalen LC-Anzeige mit Informationen zu Geschwindigkeit, Drehzahl, Uhrzeit, Gesamtkilometerstand, zwei Tageskilometern sowie Wartungsintervallanzeige. Ein Schaltblitz ist nicht vorhanden.
Ab Werk ist kein Windschild montiert. Ducati bietet ein optionales, nicht verstellbares Windschild über das Zubehörprogramm an. Koffer oder Topcases sind nicht serienmäßig vorgesehen, können jedoch über Ducati Performance nachgerüstet werden.
Ab Werk ist die Monster 1100 EVO mit Pirelli Diablo Rosso bereift.
Wirklich neu ist dagegen die von den Superbikes abgeleitete vierstufige Traktionskontrolle, wie das abschaltbare ABS ab Werk dabei.
Das Standgeräusch der Ducati Monster 1100 EVO beträgt laut Zulassungsbescheinigung 94 dB(A).
Ducati Monster 1100 vs. 1100 EVO - Unterschiede
Die Monster 1100 EVO bietet mehr Leistung (100 PS statt 95 PS), serienmäßiges ABS und DTC, eine neue Auspuffführung, eine überarbeitete Sitzbank sowie eine nicht einstellbare Marzocchi-Gabel. Das Basismodell hat eine einstellbare Showa-Gabel.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Ducati Monster 1100 | Ducati Monster 1100 EVO |
|---|---|---|
| Leistung | 95 PS | 100 PS |
| ABS | Nein (optional) | Serienmäßig |
| DTC | Nein | Serienmäßig |
| Gabel | Showa, einstellbar | Marzocchi, nicht einstellbar |
| Tankinhalt | 13,5 Liter | 13,5 Liter |
| Sitzhöhe | 810 mm | 810 mm |
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