Die Ducati Monster gilt seit jeher als beliebtes Bike für dezente, oder alles andere als dezente Umbauten. Der Individualisierungsgrad jeder Monster kann durch die Auswahl des Zubehörprogramms aus dem Ducati Performance Katalog noch weiter unterstrichen werden.
Ducati Performance Zubehör für die Monster
Der Katalog von Ducati Performance wurde um eine große Auswahl an Zubehörteilen ergänzt, mit denen die neue Monster sportlicher wird und mit denen die Optik aufgewertet werden kann.
Individualisierungs-Kits
Es sind zwei grafische Individualisierungen möglich:
- Pixel-Personalisierungs-Set: Tankabdeckung, Seitenteile der Sitzbank, Sitzabdeckung, Cockpitverkleidung und vorderer Kotflügel. Damit will Ducati die Monster aggressiver und moderner wirken lassen.
- GP-Personalisierungs-Set: Tankabdeckung und Seitenteile der Sitzbank. Dieser Kit soll mit seinen Grafiken an die Welt von Ducati Corse erinnern.
Beide Versionen sind für alle drei Farben der Monster und Monster Plus erhältlich: Ducati Red, Dark Stealth und Aviator Grey.
Weitere Zubehörteile
Natürlich bietet Ducati einen auf Euro-5-Norm homologierten Termignoni Endschalldämpfer für die neue Monster an. Die Optik der neuen Monster kann durch einen Bugspoiler in der jeweiligen Verkleidungsfarbe oder durch den kurzen Racing-Kennzeichenhalter komplettiert werden. Die neuen Zubehörteile von Ducati Performance können bei allen Ducati Vertragshändlern bestellt werden.
Die Ducati Scrambler 1100: Eine Alternative?
Die neue Ducati Scrambler 1100 wird selbst den Bedürfnissen der anspruchsvollsten und erfahrensten Motorradfahrer gerecht - ohne Kompromisse bei Fahrspaß, Styling und Freigeistigkeit einzugehen, für die eine Ducati Scrambler steht. Mit ihrem exzellenten Durchzug und den herausragenden Fahrwerkseigenschaften sorgt die Ducati Scrambler 1100 nicht nur für ein atemberaubendes Fahrerlebnis, sie offeriert auch ein hohes Maß an Fahrsicherheit.
Wie jede andere Ducati Scrambler auch, bietet die 1100er größtmöglichen Spielraum für die eigene Handschrift. Inspiriert vom kultigen Modell aus den Siebzigern, bleibt sie der Idee des „Land of Joy“ treu. Das größte Modell der Ducati Scrambler Familie überzeugt durch ausgewogene Proportionen, die das Motorrad zugleich kompakt und dennoch kraftstrotzend wirken lassen.
Versionen der Scrambler 1100
- Scrambler 1100 Special: Mit ihren Anleihen aus dem CustombikeBereich tritt die Scrambler 1100 Special in einem klaren „modern classic”-Look auf, geprägt von schwarzen Speichenrädern, verchromten Auspuffkrümmern und Schutzblechen aus Aluminium. Die Farbgebung „Custom Grey” ist ausschließlich dieser Version vorbehalten, genauso wie die gebürstete Aluminiumschwinge und die einstellbare Upside-Down-Gabel mit Gold eloxierten Standrohren.
- Scrambler 1100 Sport: Wie der Name schon impliziert, setzt die Scrambler 1100 Sport auf eine sportivere Attitüde. Inspiriert von den aufregenden „Racer-Umbauten” zahlloser Scrambler Besitzer, ist dieses Modell schnell an seinen Öhlins-Komponenten in Form einer einstellbaren Upside-Down-Gabel und dem einstellbaren Federbein erkennbar. Die Scrambler 1100 Sport ist in „Viper Black” gehalten und mit gelb umrahmten Tank-Seitendeckeln sowie einem doppelten gelben Zierstreifen auf Tank und Schutzblechenden versehen.
Technische Details der Scrambler 1100
Die hochwertigen Federelemente sind wie die 320 mm Doppelscheibenbremsanlage deutliche Zeichen des großen Schritts, den die Scrambler 1100 in Richtung Performance und erwachsenem Styling macht. Die prägnante Schwinge harmoniert ausgezeichnet mit den Fußrasten-Halteplatten und unterstreicht den aufs Wesentliche reduzierten Stil der Scrambler 1100. Detailliebe und das Streben nach Schlichtheit haben die Anzahl der Bauteile minimiert, so besitzt die neue Scrambler weniger Abdeckungen und Kunststoffteile. Um eine weitreichende Individualisierung zu vereinfachen - von Beginn an eines der Hauptmerkmale einer Scrambler -, ist der Heckrahmen angeschraubt. Das aus Aluminium gefertigte Bauteil wird von einer Aluminiumleiste abgedeckt. Der Vorderradkotflügel wird von zwei Halterungen aus Leichtmetallguss fixiert, während der hintere die LEDBlinker galant integriert.
Scheinwerfer und Instrumententafel
Ein weiteres typisches Scrambler Merkmal ist der runde Hauptscheinwerfer. Er besitzt die gleiche Glaslinse wie alle Ducati Scrambler Modelle, wird aber durch eine neue Aluminiumfassung aufgewertet. Im Inneren beherbergt er eine X-förmige Struktur aus Aluminium mit deutlich erkennbarem Ducati Logo. Eine vorsichtige und sorgfältige Überarbeitung des Cockpits brachte eine zweiteilige Lösung hervor: ein klassisches Rundelement, wie man es von allen Scrambler Modellen kennt, das durch ein ovales Instrument, welches zusätzliche Informationen anzeigt, ergänzt wird.
Jedes einzelne Bauteil der neuen Ducati Scrambler 1100 ist bis ins letzte Detail durchdacht: Ein lackiertes Aluminium-Logo verleiht dem Styling einen edlen Touch, die gefrästen Lenkerendkappen aus Aluminium sind auf die Scheinwerferhalterung genauso abgestimmt wie die Zündkerzenstecker mit Logo. Der Fußbremshebel ist wie der Ganghebel aus Aluminium gefertigt, die intelligente Montage erleichtert den Austausch zur weiteren Individualisierung.
Einzigartiger Scheinwerfer
Beim Frontscheinwerfer übernimmt die Ducati Scrambler 1100 die Ideen der anderen Modelle der Baureihe. Der als Positionslicht ausgeführte LED-Ring um die Scheinwerfereinfassung fungiert hier als Tagfahrlicht DRL (Daytime Running Light) und verschafft der Scrambler 1100 auch bei Tag eine äußerst gute Sichtbarkeit. Der Scrambler Tradition entspricht auch das „X“ aus grauem Metall innerhalb des Scheinwerfers, es erinnert an das aufgeklebte Tape der Offroad-Modelle aus den Siebzigern, das den Scheinwerfer schützen sollte. Das verleiht dem Motorrad selbst bei ausgeschaltetem Scheinwerfer einen einmaligen Look.
Das Abblendlicht nutzt eine „Blue Vision“-Glühlampe, die ein weißes Licht ähnlich dem DRL emittiert. Am Heck verströmt die Komplett-LED-Einheit ein weiches Licht dank einer im Motorradbereich einzigartigen Technologie: Der „gedämpfte“ Effekt wird durch einen mattierten Diffuser über dem 12-LED-Panel erzielt (das Bremslicht besteht aus 18 LEDs). LED-Blinker seitlich am Hauptscheinwerfer und am hinteren Kotflügel geben dem stylischen Auftritt der Ducati Scrambler 1100 den letzten Schliff. LED-Technologie dient auch zur Beleuchtung des Kennzeichens.
Instrumententafel
Die Instrumententafel der Ducati Scrambler 1100 besteht aus zwei Hauptelementen. Wie bei den übrigen Modellen der Baureihe übernimmt ein Rundinstrument die Hauptfunktionen. Oberhalb rechts vom Scheinwerfer angebracht, bietet es seine Informationen komplett digital dar. Die Skala des Drehzahlmessers gleicht derjenigen des Tachometers, der bei den Modellen aus den Siebzigern verwendet wurde - wie damals befindet er sich am unteren Ende des Instruments. Mit zunehmender Drehzahl leuchten die Ziffern im Uhrzeigersinn auf. Weitere Anzeigen im Rundinstrument informieren über den Tankfüllstand, den ausgewählten Riding Mode und die gewählte Stufe der Traktionskontrolle. Dazu werden Trip 1, Trip 2, Restreichweite und die Umgebungstemperatur angezeigt sowie die Aktivität der Griffheizung (als Zubehör bei der Scrambler 1100 erhältlich).
Bedienelemente und Riding Modes
Die Ducati Scrambler 1100 verfügt über neue multifunktionale Bedienelemente, mit denen sich die Riding Modes einstellen lassen. Passende Pendants zum Ride-by-WireGasgriff sind die hydraulische Betätigung von Kupplung und Bremse, die eine moderne und zuverlässige Bedienung sicherstellen und gleichzeitig den typischen klassischen Scrambler Stil bewahren. Handbrems- wie Kupplungshebel sind einstellbar ausgeführt.
Die Scrambler 1100 ist ein größeres, potenteres Motorrad, das dennoch mit der bekannten leichtfüßigen Unkompliziertheit einer Scrambler aufwartet.
Sicherheit und Bremsen
Die Ducati Scrambler 1100 ist mit einer Brembo Bremsanlage ausgerüstet, die zusammen mit dem von einem Gyrosensor (IMU) gesteuerten Bosch 9.1 MP Kurven-ABS in jeder Fahrsituation für beste Sicherheit sorgt. Zur Optimierung des Bremsvermögens weist die Scrambler 1100 vorne zwei Scheibenbremsen mit 320 mm Durchmesser auf, bewehrt mit zwei radial montierten Vierkolben-Festsattelzangen (Brembo M 4.32B). Am Hinterrad assistiert ein Einkolben-Schwimmsattel mit 34 mm Kolben, der auf die 245 mm große Bremsscheibe wirkt.
Ducati Traction Control (DTC) und Riding Modes
Als erstes Motorrad der Familie kommt die Ducati Scrambler 1100 in den Genuss der Ducati Traction Control (DTC). Dieses speziell für die Scrambler entwickelte aktive Sicherheitssystem bietet vier verschiedene Sensibilitätsstufen: Level 1 interveniert am wenigsten, während Level 4 für höchste Sicherheit am stärksten eingreift. Der kinderleichten Bedienung steht eine ausgezeichnete Funktionsweise gegenüber.
Die Ducati Scrambler 1100 bietet drei Riding Modes: Active, Journey und City. Der Active Riding Mode liefert die volle Motorleistung von 86 PS, ein direktes Ansprechverhalten und stellt die Traktionskontrolle auf sportliches Fahren. Der Journey Riding Mode eignet sich für alle Tage: die volle Desmo-Power (86 PS), eine geschmeidigere Gasannahme als im Active Mode bei früherem Eingriff der Traktionskontrolle, was für ein sorgenfreies Fahrvergnügen bürgt.
Motor und Antrieb
Die Ducati Scrambler 1100 wird von einem Euro 4-konformen, luft-/ölgekühlten 1079 cm³ großen Zweiventil-L-Twin-Motor angetrieben. Die Weiterentwicklung des Monster 1100 Aggregats weist in bester Scrambler-Eignung 98 mm Bohrung und einen Hub von 71,5 mm auf. Modifikationen sorgen für eine gleichmäßige Beschleunigung über das gesamte Drehzahlband bei bester Dosierbarkeit. Der Desmodue Antrieb verfügt über leichte überfräste Aluminiumdeckel beispielsweise für Kupplung und Lichtmaschine. Ebenso sind die beiden Zahnriemenabdeckungen aus Aluminium gefertigt und für einen wertigeren Auftritt überfräst.
Der Desmodue-Zweizylinder der Ducati Scrambler 1100 wird über eine einzige 55 mm durchmessende, Ride-by-Wiregesteuerte Drosselklappe und zwei dahinter liegende Einspritzdüsen mit Frischgas versorgt. Diese Konstruktion sichert zusammen mit einer voluminösen Airbox eine geschmeidige Leistungsabgabe bei bester Dosierbarkeit. Aus dem gleichen Grund verfügt jeder Zylinder über eine Doppelzündung sowie ein Sekundärluftsystem. Exzellente Zugkraft generiert das Triebwerk nicht zuletzt auch durch die Ventilüberschneidung von 16°. Ein Sechsganggetriebe sowie eine Mehrscheiben-Ölbadkupplung mit hydraulischer Betätigung komplettieren den Antriebsstrang.
Desmodromik
Mindestens genauso kultig wie die Ducati Scrambler ist die Ducati Desmodromik, die Ventilbetätigung, die Ducati auf der ganzen Welt berühmt gemacht hat. Dieses System öffnet und schließt die Einlass- und Auslassventile aktiv und besonders präzise. Das Öffnen und Schließen übernimmt ein Mechanismus wie jener, der üblicherweise nur zum Öffnen der Ventile genutzt wird. Der Begriff desmodromisch geht auf die griechischen Wörter „desmos“ (Verbindung) und „dromos“ (Rennen, Strecke) zurück.
Gleichwohl ist das desmodromische Konzept keine neue Erfindung, Motorrad- und Automobilindustrie wenden es schon seit geraumer Zeit an. Erstmals kam es in verschiedenen Formen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Einsatz. 1956 führte der renommierte Ingenieur Fabio Taglioni Ducati auf den Weg der desmodromischen Ventilsteuerung: Das erste Motorrad mit Desmodromik war die Grand Prix 125 mit drei obenliegenden Nockenwellen, die von einer Königswelle angetrieben wurden. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Desmodromik zu einem exklusiven Ducati System, doch erst 1968 brachte Ducati die Desmodromik mit der Mark 3 Desmo 350 in den Serienbau. Dieser Motorrad-Meilenstein wies im Prinzip die gleiche Ventilbetätigung auf, wie sie die heutigen Zweiventil-Twins der Ducati Scrambler nutzen. Ein klarer Beweis für die Genialität des Konzepts.
Fahrwerk und Rahmen
Die Ducati Scrambler 1100 ist mit einem neuen Stahl-Gitterrohrrahmen ausgestattet. So klar und einfach ausgeführt wie die Ducati Scrambler selbst, nimmt der Rahmen den Motor auf und bietet einem Aluminium-Heckrahmen Halt. Mit einem Lenkkopfwinkel von 24.5° und 111 mm Nachlauf lässt sich die Scrambler 1100 ebenso leichtfüßig durch die Stadt manövrieren wie durch alpine Haarnadelkurven zirkeln. Dank des breiten Lenkers lässt sich die Scrambler kinderleicht durch den innerstädtischen Hindernisparcours dirigieren, während der Radstand von 1514 mm eine gute Hochgeschwindigkeitsstabilität sicherstellt.
Mit dem Upgrade der Scrambler 1100 ist eine neue Fahrerpositionierung verbunden. Verglichen mit der 800er-Version fällt der Abstand zwischen Sitzbank und Fußrasten spürbar größer aus, dazu ist der Lenker weiter vorne und etwas tiefer angebracht. Der Stahltank mit der markanten Tropfenform fasst 15 Liter. Mit ihrem typischen Rahmen und der ausgesuchten Geometrie ermöglicht die Ducati Scrambler 1100 ein entspanntes Fahren, ebenso unkompliziert wie unterhaltsam.
Federung und Räder
Die Sport-Version der Ducati Scrambler 1100 besitzt volleinstellbare Öhlins-Federelemente, die Upside-Down-Gabel einen Standrohrdurchmesser von 48 mm. Scrambler 1100 und Scrambler 1100 Special verfügen über eine 45 mm Upside-Down-Gabel von Marzocchi sowie ein Kayaba-Federbein hinten mit einstellbarer Vorspannung und Zugstufendämpfung. Beiden stehen 150 mm Federweg zur Verfügung, die auf jedem Terrain - sei es innerstädtisches Kopfsteinpflaster oder unbefestigte Feldwege - für besten Bodenkontakt der Pirelli-Pneus sorgen.
Die Scrambler 1100 steht auf neuen 10-Speichen-Leichtmetallgussrädern mit überfrästen Speichen. Ihr Design geht zurück auf die Tage der dünnen Kreuzspeichenräder ganz im Stile des Flat Track. Auf die leichten Felgen im Format 3.50″ x 18″ vorn und 5.50″ x 17″ hinten sind im Enduro-Stil gehaltene Pirelli MT60 RS-Reifen in den Dimensionen 120/80 ZR18 vorn und 180/55 ZR17 hinten montiert.
Ducati Monster Diesel: Eine Sonderedition
Seit der Moto GP 2011 sind Ducati und das italienische Modelabel Diesel Partner. Diese Zusammenarbeit setzen die Unternehmen mit der Sonderedition „Monster Diesel“ in Szene: die Naked-Bike-Ikone im Military-Look à la „Authenic Italian Style“. Verstanden werden soll die Monster Diesel als die moderne Interpretation des Lifestyles von Ducatisti und Fashion-Victims.
Basis des ausgefallenen Gemeinschaftswerks ist die Monster 1100 EVO, deren Design im Ducati Design Center zusammen mit Diesel-Geschäftsführer Renzo Rosso weiterentwickelt wurde. Die schwarzen Elemente wie Gitterrohrrahmen, Felgen, Motorabdeckung, Auspuff, Cockpitverkleidung und Gabel im Diesel-Style in Kombination mit der „Diesel Brave Green“-Lackierung sorgen für das außergewöhnliche Äußere der neuen robust und militärisch anmutenden Monster. Die gelb lackierten Bremssätteln sind ein Fingerzeig auf die Performance der Monster 1100EVO. Diesel-typisch die Nähte der Sitzbank. Das „Mohikaner“-Logo der Modemarke findet sich auf den Alu-Lufteinlässen.
Die Monster 1100 EVO, das Flaggschiff der Monster-Familie, wird von dem legendären, luftgekühlten, 100 PS starken Desmo-L-Twin angetrieben. Das Ducati Safety Pack (DSP) mit ABS und einer vierstufigen Traktionskontrolle (DTC) komplettiert das Bike. Neu sind das Marzocchi-Front-Federbein, eine komfortablere Ergonomie und das Heck.
Erfahrungen mit der Ducati Monster 1100
Die Monster 1100S ist in meinen Augen voll alltagstauglich. Selbst bei 1,91m Größe habe ich auf der Monster keine Probleme mit der Haltung, auch nach 6h non-stop Landstraßen-Gekurve im Mittelgebirge nicht. Auch pendeln zur Arbeit kein Problem, allerdings will die Duc gut warmgefahren werden (ca. 15km). Autobahnfahrten sind gut möglich, aber für 'nen ganzen Tag auf der Bahn würde ich was anderes nehmen - vorzugsweise mit 4 Rädern und aus Zuffenhausen ;-)
Zuerst einmal ist es ja ein naked-Bike, das wird auf Dauer auf der Autobahn einfach nervig. Dann ist sie sehr leicht und hat einen vergleichsweise kurzen Radstand (im vgl. zur BMW), d.h. auf der Autobahn fühlt sie sich prinzipbedingt nervöser an als ein Koloss wie die K1300R. Ansonsten: Zuladung ist angemessen und Sitzposition bequem, Fahrwerk sensationell, Tank/Reichweite etwas mickrig (real ca. 12l bzw. So richtig in ihrem Element ist die Monster 1100S auf der Landstraße. Für mich gibt's nichts vergleichbares. Kein mir bekanntes Bike ist so agil, mit sattem Drehmoment vor allem im Keller und der Mitte (wo man's braucht), und mit einem Wahnsinns-Fahrwerk (bei der S). Die Reserven bzw. Schräglagegrenze wird niemand je wirklich ausnutzen. Dazu kommt dann noch der emotionale Faktor, den haben die Jungs aus Bologna einfach 'raus. Der L-Twin brodelt, bollert und faucht, dass es nur eine Pracht ist. Der Spaßfaktor ist enorm. Im 2. Gang kommt beim Beschleunigen gern noch das Vorderrad (sanft) hoch, aber nicht übermäßig aggressiv und jederzeit easy beherrschbar. Die Bremsen sind super fein dosierbar und äußerst Standfest.
Also Fazit Monster: 100km Autobahn sind problemlos machbar, aber keine wahre Freude. Für Spaß am Wochenende gibt's in meinen Augen nix besseres. Das hängt natürlich ein bisschen von deiner Definition von Spaß ab. Wenn Spaß > 200km/h auf der Autobahn, dann nicht. Was du auch im Auge haben solltest, sind Wartungskosten. Ducs sind vergleichsweise teuer und die Ersatzteilversorgung hat sich zwar gebessert (angeblich sind 97% aller Teile innerhalb eines Tages verfügbar), aber ich habe trotzdem 3 Wochen auf meine Reparatur gewartet.
Die BMW dagegen ist deutlich besser für die Autobahn geeignet. Längerer Radstand, schwerer, mehr Gesamtleistung, d.h. bei Zuladung und höheren Geschwindigkeiten geht noch etwas mehr. Ob man das mit der ebenfalls unverkleideten Maschine aber will, sei dahingestellt. Auf der Landstraße ist die BMW ok, fährt sich aber im direkten Vergleich zur Monster wie ein Leopard Panzer der ersten Generation. Immerhin wiegt die 50kg mehr als die Duc. Auch wenn ich dafür jetzt von einigen gesteinigt werde - die BMW hat (optional) ABS, was ein riesen-Sicherheitsgewinn ist, gerade auf der Autobahn.
Ducati Monster 1100 EVO: Technische Daten
Hier eine Übersicht der technischen Daten der Ducati Monster 1100 EVO:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Motor | Luft-/ölgekühlter 1079 cm³ Zweiventil-L-Twin |
| Leistung | 100 PS bei 7500 U/min |
| Drehmoment | 105 Nm |
| Trockengewicht | 169 kg |
| Tankinhalt | 13,5 Liter |
Sitzbankmodifikationen und Erfahrungen
Einige Fahrer haben ihre Sitzbänke individuell anpassen lassen, um den Komfort zu erhöhen. Hier einige Beispiele:
- Umbau bei SW-Motech mit flacherer Form, höherer Sitzposition und Steißbeinaussparung.
- Komfortbezug von Brixiamoto und Gelkissen für mehr Komfort und eine optische Aufwertung.
- Anpassung der Polsterung und Härte, um den Sitzknochen entgegenzukommen und eine straffere Sitzfläche zu erreichen.
Es ist wichtig, die richtige Kombination aus Polsterung, Härte und Sitzposition zu finden, um Knieprobleme auf längeren Touren zu vermeiden. Eine gute Sattlerei kann hier beratend zur Seite stehen.
Ducati Monster 1100: Modelljahre und Unterschiede
- Baujahr 2009-2010 - Ducati Monster 1100: Ersetzt die Monster S2R 1000, basiert auf dem klassischen Monster-Design mit Gitterrohrrahmen. Die Sitzposition ist sportlich-aufrecht mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper. Das Cockpit besteht aus einer digitalen LC-Anzeige. Die Vorderradführung übernimmt eine voll einstellbare 43-mm-Showa-Upside-Down-Gabel, hinten arbeitet ein Sachs-Federbein mit einstellbarer Zugstufe und Federvorspannung.
- Baujahr 2011 - Ducati Monster 1100 EVO: Ersetzt das Basismodell. Sie ist das erste Monster-Modell mit serienmäßigem Ducati Safety Pack (DSP), bestehend aus ABS und Ducati Traction Control (DTC). Der überarbeitete Desmodue Evoluzione-Motor leistet 100 PS bei 7500 U/min. Die Auspuffanlage wird neu gestaltet und mündet in zwei übereinander liegende Endschalldämpfer auf der rechten Seite. Die Vorderradgabel stammt nun von Marzocchi, ist jedoch nicht mehr einstellbar.
Ist die Ducati Monster 1100 für Anfänger geeignet? Die Monster 1100 richtet sich an erfahrene Fahrer. Die direkte Gasannahme, das geringe Gewicht und die sportlich-straffe Sitzposition erfordern fahrerisches Können.
Hat die Ducati Monster 1100 ABS? Das Basismodell der Monster 1100 (2009-2010) ist nicht mit ABS ausgestattet. Erst die Monster 1100 EVO ab Modelljahr 2011 verfügt serienmäßig über ABS und Traktionskontrolle.
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