Ducati Monster 600 Umbau Ideen: Individualisierung und Leistungssteigerung

Die Ducati Monster 600 ist ein dankbares Motorrad für viele Umbauten, ideal für alle, die sich von der Masse abheben möchten. Gerne stellen wir zu den Erbauern der einzelnen kleinen Unikaten einen Kontakt her. Wer seinen Umbau hier vorstellen möchte ist dazu recht herzlich eingeladen.

Inspirationen und Projekte

Alles begann in den dunklen Zeiten am Anfang diesen Jahres. Auf einer der üblichen Plattformen tauchte eine Motorrad für kleines Geld auf.. so gehen glaube jede Menge Geschichten los. Es handelte sich um eine verunfallte Ducati Monster 600 der ersten Generation.

Irgendwo las ich mal den Satz, die günstig gekauften Ducatis sind die teuersten. Jedenfalls machten wir uns zu zweit im Van nach einem kleinen Telefonat mit dem Verkäufer auf den Weg. Geht doch nichts über einen Road-Trip! Auch um sich von dem anbahnenden Unheil da draussen in der Welt abzulenken. Beim Verkäufer angekommen schauten wir uns das gute Stück etwas näher an und erfuhren auch den Grund des Sturzes. Auch sonst war das Motorrad in so einem naja Zustand. Jemand hatte den Rahmen in eingebautem Zustand mit der Spraydose lackiert, die Bremssättel vorne wie hinten auf die gleiche Art in rot und der Lack des Tanks war auch von fragwürdiger Qualität. Aber gut, das floss halt in die Preisverhandlungen ein und so wurde man sich einig, das Motorrad in den Van verladen und wir fuhren in die Abenddämmerung davon…

Über das restliche Jahr zog sich das zerlegen, säubern, reparieren und vor allem das Neuanschaffen von Teilen hin. Ums mal klar zu stellen, das sollte keine Concourse-Restaurierung werden. Bambi ist einfach nur zum Fahren da und sollte ganz klar ein gemeinschaftlich beschraubtes und dann gefahrenes Projekt werden. Egal ob Stadt zu oller Jahreszeit oder zum mal einen Nachmittag über Brandenburger Landstraßen bollern. Ich selbst will damit mal wieder ein bisschen auf der Straße fahren.. Leider stellte sich raus das der Rahmen doch einen Hau am Lenkanschlag hatte, was zwar gefixt werden konnte, aber leider war die Lackierung so scheisse das wir nicht mal aufs einigermaßen ansehnlich machen keine Lust hatten. Der Motor hat das übliche Kolbenkippen der alten 600er Motoren, war mal Randvoll mit Sprit vollgelaufen weil der Unterdruckbenzinhahn hinüber ist und war auch sonst nicht so… aber moment, da steht ja noch der alte 600er von Krümel unterm Tisch! Die Gabel war natürlich eh leicht Krumm, aber Axel hatte in seine Shyster eine 848 Gabel gesteckt, wodurch wir noch eine voll einstellbare 900SS Gabel da hatten. Die wanderte also nebst zweiter Bremsscheibe und zwei Bremssätteln in die Gabelbrücken. Die Delle im Tank spachtelte Axel zu, zur Kaschierung kam Folie oben drauf.

Ich muss sagen, das Ding macht total Spaß! Man denkt bei 50 PS wäre das vielleicht nervig und elend, aber ich weiss gerade gar nicht so recht ob es mehr braucht!? Klar, Axel zog auf der 1100er Hyper schnell davon, aber die meiste Zeit ist man auf der Landstraße hinter einem Auto oder kurz vor einem, damit man wieder hinter einem ist.. oder es ist eh 60-70-80. Also, geht schon. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem was wir da gebaut haben und der Weg dorthin war auch lehrreich und interessant.

da ich aus anderen Umbauprojekten hier im Forum schon sehr viel gelernt habe, möchte ich Euch nun gerne mein Projekt vorstellen. Ich hoffe mit meinen (Not-) Lösungen andere inspirieren zu können und gleichzeitig bitte ich um Eure Anregungen und Tipps. Ausgangslage ist also eine 94er 600SS - für mich die perfekte DUCATI für den Umbau.

Design und Ästhetik

Design selbst entworfen, Aufkleber wurden dann von meinem Freund auf Folie gebracht und dann ging es zum Lackierer.

Hab mal provisorisch mit dem Lampenhalter von 'ner Monster den neuen Scheinwerfer angeheftet. Um Geld zu sparen werde ich die beiden Original-Uhren übernehmen, die Platzierung oberhalb des Scheinwerfers gefällt mir aber noch nicht so.

Optimierung der Elektrik

H4 ausgetauscht mit LED, dazu mußte ich die hintere Lampenaußenhaut aufflexen damit der Kühlkörper der LED Platz hat. Der Hauptgrund für diese Aktion war nicht das hellere Licht (H4 war nicht schlecht) sondern die Tatsache daß man selber bei Tageslicht von den anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen wird weil das Licht sehr hellweis ist im Gegensatz zu dem matteren gelblichen H4-Licht. Die Scheinwerferposition mußte ich nicht verändern, die Höhe vom Abblendlicht passte auch beim TÜV. Dies war das einzige was ich dem TÜV verschwiegen hatte, er hat es nicht bemerkt, die Einstellung passte nämlich.

Unter dem Heck habe ich ein nach unten aufklappbares Alublech montiert, in diesem Stauraum befindet sich eine LifePo-Batterie mit nur 800g Gewicht. Das fette längere Pluskabel muss dazu natürlich neu verlegt werden. Achtung: wer eine LifePo einbaut bitte die Ladespannung kontrollieren, manche herkömmlichen Regler laden eventuell mit über 15V und das tötet die LifePo!! Mir persönlich gefällt es nicht wenn durch entfernen der originalen Batterie dann ein großes „Loch“ entsteht wo dann ganz offensichtlich einfach was fehlt. Darum habe ich mich als bayrischer Motorradfan mit Vorliebe für italienische Grazien dazu entschlossen die B-B-B, Bayrische Bier-Batterie zu entwerfen und einzubauen.

Fahrwerk und Ergonomie

Die Gabel wurde 40mm nach oben durch die Halter durchgesteckt damit die Feeling-Stummellenker höher (Ü50-konform) montiert werden können.

Einer meiner „Vorbauer“ hatte Glück und ist über die Honda XBR 500 gestolpert. Die Speichenräder haben die gleich Größe wie dir Originalen. Die original Tachoschnecke passt einwandfrei. allerdings vergrößert sich der Durchmesser auf 300mm bzw.

Motor und Leistung

Inkl. Motor ist neuaufgebaut Lager ,Köpfe etc. von Ducati SD/GTV 500 mit unten mittig eingeschweißtem Verbindungsblech von den beiden Tankhälften damit der Raum vom nicht verwendeten LUFI-Kasten für zusätzlichen Sprit verwendet werden kann, zuvor hatte der Tank ca. von 350er Pantah mit orig. 2 in 1 Conti Keramikbeschichtet (noch ohne TÜV) beim TÜV hatte ich einen neueren „zugestopften“ Topf dran aber damit hat die Duc deutlichen Leistungsverlust - bei Halbgas bis 4000 Umdr.

Der 620er Motor bringt von Hause aus die größeren Ventile (41/35 I/E) und die Kurbelwelle aus dem 750 Motor, sowie ein überarbeitetes Kopfdesign mit. Das alles bringt ein bisschen mehr Leistung (zumindest mit Einspritzung) aber vor allem dreht der Motor problemlos höher und ist dabei noch stabiler gebaut. Der unsinnige Plan formte sich also in meinem Kopf, den 620 Motor in Krümel zu pflanzen und dort statt mit der Einspritzung mit Vergasern zu betreiben.

Kosten und Budget

Projektgesamtkosten 7300€ incl. 270€ Vollgutachten (kein Bestechungsgeld, kpl. regulär!) natürlich ohne Kosten für die eigene Arbeit (lt.

Gewichtsreduzierung

Hi leute bei mir gehen im bereich gewicht reduzierung langsam die ideen aus hättet ihr tipps?... wo ich noch gewicht sparen könnte wäre das entfernen der vergaser heizung... das ganzen hin und her von öl - leitung ca. Kettenrades aus Alu ( z. B. von Sitta ) noch ca. doch meiner ist aus stahl der wiegt ca.

Wenn du wirklich Gewicht sparen willst, schau dich nach anderen Felgen um. Die sind wirkliche Schwergewichte.

Problembehebung und Lösungen

Folgendes Problem, mein LIMA Regler meiner 94er Monster war defekt. Jetzt habe ich den neuen LIMA REgler erhalten, und der ist leider nicht 1:1 baugleich. Zum einen hat er ein anders Maß so das nur eine statt zwei Schrauben zw. LIMA REgler und Rahmen verbaut werden können. Alles verbaut, Problem ist, das wenn man die Zündung einschaltet, das Batterie Symbol im Tacho nicht leuchtet. Denke dann lädt die LIMA auch nicht. Evtl. kennt sich jemand damit aus oder kommt aus der Nähe von Bochum und kann mir dabei helfen.

Wir haben es durchgemessen und die LIMA hatte nicht geladen. Dann ist mir aufgefallen, das die große 30 Apmere Sicherung defekt ist, neue besorgt und eingesetzt, danach hat die LIMA geladen, perfekt. Neues Problem, es lief Benzin aus, was vorher nicht der Fall war, habe ich aber wieder hinbekommen und wollte eine Probefahrt machen, da ließ sich die Kupplung plötzlich nicht mehr betätigen, ahhhhhh. Also mal wieder einen neuen Kupplungszylinder bestellt, dieses mal kein Ducati Original Teil sondern Ersatz direkt aus Italien, mit Lebenslanger Garantie.

Wenn der Zylinder ständig defekt ist, sollte man das Lager in der Kupplungsdruckplatte prüfen.

TÜV konform habe ich mir eine relais dazwichen gebaut. Die M600 hat ja das rote Warndreieck für den ausgeklappten Seitenständer im Tacho. Der Schalter unten an der Einheit schaltet gegen Masse. Habe mir nun ein Relais zwischen das Zündungskabel gelötet. Das Relais trennt die Zündung wenn der Ständer ausgeklappt ist. Fahre ich los geht der Motor bei der ersten Bodenwelle aus. Ich vermute das es an dem originalen Schalter liegt. Der ist einfach zu grob bzw. empfindlich, das Relais trennt sofort bei kleinster Bewegung. Hab ich irgendwas übersehen? Irgendwas falsch gemacht?

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