Ducati Monster 900 Auspuff Test Vergleich

Die Ducati Monster 900 i.e., Moto Guzzi V11 Sport Scura und Yamaha BT 1100 Bulldog sind drei ganz unterschiedliche Twins mit bewegter Vergangenheit, die tolerante Liebhaber suchen und finden werden.

Der Ducati Monster mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik steht die Yamaha XSR900 mit ihrem 4-Takt Reihe 3-Zylinder-Motor mit 889 Kubik gegenüber. Die Yamaha bietet mit 119 PS bei 10.000 Umdrehungen eine vergleichbare Leistung im Vergleich zur Ducati mit 111 PS bei 9.250 U / min. Mit einem fahrfertigen Gewicht von 193 kg ist die Yamaha ähnlich schwer wie die Ducati mit 188 kg. In den Tank der Monster passen 14 Liter Sprit. Bei der XSR900 sind es 15 Liter Tankvolumen.

Die Yamaha XSR900 ist von Radachse zu Radachse 1.495 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 810 Millimeter. Der Radstand der Ducati Monster misst 1.474 Millimeter, die Sitzhöhe reicht von 775 bis 840 Millimeter. Bei der Bereifung setzt Monster auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der XSR900 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.

Bei der Monster federt vorne eine Telegabel Upside-Down von Marzocchi mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Federvorspannung verstellbares Monofederbein. Die XSR900 setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba und hinten arbeitet ein Monofederbein von Kayaba. Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Ducati vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Die Yamaha vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 298 Millimeter Durchmesser und. Hinten ist eine Scheibe mit 245 mm Durchmesser und verbaut.

Von der Ducati Monster gibt es aktuell 18 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Yamaha XSR900 sind derzeit 50 Modelle verfügbar. Für die Ducati gibt es aktuell 49 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Yamaha wurde derzeit 10 Mal pro Monat gesucht. Damit hast du gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden.

Bravo Yamaha, mit der XSR 900 ist Euch ein großer Wurf gelungen. Niemand wird nach einer Probefahrt mit diesem Bike absteigen und behaupten können, kein Spaß gehabt zu haben! Die XSR ist ein feines Motorrad, sehr sportlich, dabei dennoch gut zu handeln und sowohl technisch als auch von der Leistung her sehr potent. Insofern ist der Preis aus unserer Sicht echt mehr als okay.

Das Testbike wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers von Yamaha Zentrum Hamburg. Dort steht eine von derzeit lediglich zwei Vorführern in ganz Deutschland. Aber glaubt uns: Eine Probefahrt lohnt sich auch dann, wenn ihr weiter weg wohnt. Aber bitte vorher einen Termin mit Joachim vereinbaren, denn der Andrang ist groß! Geiles Maschinchen!

Ducati Monster SP im Vergleich

Der Ducati Monster SP mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik steht die BMW F 900 R mit ihrem 4-Takt Reihe 2-Zylinder-Motor mit 895 Kubik gegenüber. Die Ducati bietet mit 111 PS bei 9.250 Umdrehungen eine vergleichbare Leistung im Vergleich zur BMW mit 105 PS bei 8.500 U / min. Das maximale Drehmoment der Monster SP von 93 Newtonmeter bei 6.500 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 92 Nm Drehmoment bei 6.500 Umdrehungen bei der F 900 R.

Die Ducati Monster SP bietet mit 140 mm vorne und 150 mm hinten einen vergleichbaren Federwerg als die BMW F 900 R mit 135 mm vorne und 142 mm hinten. Mit einem fahrfertigen Gewicht von 211 kg ist die BMW viel schwerer als die Ducati mit 186 kg. In den Tank der Monster SP passen 14 Liter Sprit. Bei der F 900 R sind es 13 Liter Tankvolumen.

Der Radstand der Ducati Monster SP misst 1.472 Millimeter, die Sitzhöhe reicht von 810 bis 850 Millimeter. Die BMW F 900 R ist von Radachse zu Radachse 1.518 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 815 Millimeter. Bei der Bereifung setzt Monster SP auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der F 900 R Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.

Bei der Monster SP federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Öhlins mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Öhlins. Die F 900 R setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein. Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Ducati vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Die BMW vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe Einkolben-Zange verbaut.

Von der Ducati Monster SP gibt es aktuell 12 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der BMW F 900 R sind derzeit 72 Modelle verfügbar. Für die Ducati gibt es aktuell 17 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, BMW wurde derzeit 262 Mal pro Monat gesucht. Damit hast du gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden.

Auspuffanlagen im Test

Viele Fahrer rüsten ihre Ducati Monster mit Zubehör-Auspuffanlagen aus. Hier sind einige Erfahrungen:

  • An eine 900 SS sind BOS-Rohre angebaut worden, die auf Anhieb passten und einen megageilen Klang lieferten.
  • Ein BOS Carbon-Endtopf hatte ich mal an 'ner 1150GS. Schön dumpf, schön laut! Die Paßform war ok!
  • Eine Spark habe ich aktuell an der Monster S2R! Sound, Verarbeitung und Paßform sind genial (allerdings komplett mit Tangentialkrümmer).
  • Fast by Ferracci-USA Carbon, offen, auf 748S: Klang gut, Passform sehr gut, im oberen Drehzahlbereich war der Klang eher Durchschnitt, ist aber laut wie die Hölle!
  • Spark, Carbon, offen, auf 996S: Klang sehr gut, Passform Durchschnitt, auch höllenmässig laut, fast schon zu laut, weil "aufdringlich"!

Beim Kauf von Termignoni-Auspuffanlagen ist das Prüfzeichen sehr gut sichtbar, meistens an den Endtüllen zu finden. Wenn man einen Race Termi (ohne Prüfnummer) kauft und dann einen DB-Eater reinsetzt, ist er dann zugelassen? Vermutlich ja, weiss ich aber nicht genau!

Bei Originalanlagen, z.B. für die ZDM 04 bis ZDM 11 (900 SS 851 888.....), steht meines Wissens nach keine E-Nummer drauf. Ich denke ab ZDM 13 schon. Sind diese dann (wenn keine E-Nummer auf dem Topf), in den Motorradpapieren (Brief, Schein) eindeutig identifiziert bzw. gelistet?

Vergleichstest: Cagiva Raptor, Ducati Monster M 900, Triumph Speed Triple

Die Nackten - eine stark besetzte Szene, voller japanischer Protagonisten und schillernder Stars aus europäischen Zweiradschmieden, etwa Ducati Monster M 900 und Triumph Speed Triple. Aber aufgepasst! Eine Neue ist gekommen, um den bisherigen Publikumslieblingen einzuheizen: die Cagiva Raptor, Derivat aus japanischem Herz und italienischem Fahrwerks-Chic. Im Preis kann sie mit 18297 Mark die Monster einen Hunderter, die Speed Triple gar über 2000 Mark unterbieten. Dabei macht die Cagiva alles andere als eine schlechte Figur.

Im Design verkörpert sie ganz klar die Postmoderne, schwimmt ganz oben auf der Zeitgeistwelle. Letztlich stellt sich die eigentlich etwas zerklüftete Cagiva mit ihrem markanten, kantigen Kunststofftank doch als elegante, dynamische Erscheinung dar. Da wirkt die Monster, Jahre zuvor ebenfalls vom Argentinier Miguel Galluzzi gezeichnet, schon ein bisschen altbackener, erfreut indes nach wie vor durch ihre Formen. Sie fällt angesichts der augenscheinlich muskulöseren Raptor als äußerst zierliches Motorrad auf, erst recht neben der Speed Triple. Die wirkt wie ein maßstäblich vergrößertes Motorrad, strahlt ein klein bisschen den Eroberer-Nimbus des britischen Imperialismus aus.

Ein Naked Bike lebt vom Charakter seines Triebwerks. Die Ducati backt kleinere Brötchen, muss Drehzahlen setzen, um dran zu bleiben. Da hilft ihr die kurze Gesamtübersetzung sowie die fast rennmäßige Stufung des leicht knochigen Sechsganggetriebes, auch aus der 748 bekannt. Der altgediente, dank Motormanagement deutlich erstarkte Desmo-Twin drückt beachtlich, seine heißblütigen Pferde gallopieren spontan los. Somit folgt die leistungsmäßig deutlich unterlegene Duc den beiden anderen wacker, freilich mit stets höherer Drehzahl bei größerem Vollgasanteil. Das stresst Monster wie Reiter ein bisschen, während die anderen Nerven sparen.

Dafür hat das kleine Untier aus Bologna im 2000er-Jahrgang fahrwerksseitig zugelegt. Noch ein bisschen flinker – dank leichterer Felgen – jagt sie durchs Kurvenrevier, besitzt eine eindeutig verbesserte, viel sensibler ansprechende Gabel, bremst jetzt auch – modifiziert mit Stahlflexleitungen und günstigerer hydraulischer Übersetzung – angemessen knackig. Das ergonomische Feintuning – höherer Lenker, besserer Knieschluss, schmalere Sitzbank – zeigt positive Wirkung, die Monster M 900 ist bequem, bietet Spielraum für Fahraktivismus, bevorzugt allerdings kleinere Fahrer.

Schrägfahrer müssen jedoch auch beim aktuellen Modell die eher mäßige Schräglagenfreiheit kalkulieren, hart setzen rechtsherum der Auspuff und linksherum der Seitenständer auf. Werden die Kurven schneller oder geht’s ganz schnell geradeaus, wird die Monster zusehends nervöser – was bei einem Naked Bike schon mal vorkommen darf.

Die Cagiva Raptor fährt einfach noch ein bisschen lässiger. Die Monster ist handlich, die Cagiva noch handlicher, geradezu unglaublich spielerisch. Die Triple nagelt wie auf Schienen durch die Kurven, die Raptor noch einen Tick stabiler. Die Raptor, ein gelungener Mix aus zwar nicht einstellbaren, dafür gut abgestimmten, sensibel ansprechenden Federelementen, einer gelungenen Fahrwerksgeometrie und den passend gewählten Reifen, hier Bridgestone BT 56, hinten wohlweislich in völlig ausreichender 180/55-Dimension auf einer heutzutage »schmalen« 5,50-Zoll-Felge.

Fazit

Cagiva Raptor 1000 - 1. Platz: Die im Aufwind befindliche italienische Zweiradschmiede schafft es, dem Suzuki TL 1000-Motor ein angemessenes Fahrwerk zu geben. Prompt entsteht ein Zweirad, wie es launiger kaum sein kann: stark, wendig, spurstabil, dazu gut verarbeitet und ein kultiges Design. Schade nur, dass die Raptor eher kleineren Leuten passt.

Ducati Monster - 3. Platz: Auch die schönsten Dinge kommen einmal in die Jahre. Dies gilt für den Kölner Dom genauso wie für das Kult-Monster von Ducati. Dabei haben die Bologneser ihrem Naked Bike erfolgreich Modellpflege angedeihen lassen. Der Motor kräftiger, die Bremsen bissiger, die Gabel sensibler, die Sitzposition entspannter.

Triumph Speed Triple - 2. Platz: Die Triumph Speed Triple verkörpert die britische Persönlichkeit mit stolz geschwellter Brust. Zwar erreicht die Hinckley-Sound-Machine nach Punkten »nur« den zweiten Platz, aber vor allem für große Fahrer ist sie die erste Wahl. Sportlich, knackig, direkt und stark, wurde sie nicht umsonst von den MOTORRAD-Lesern zum »Motorrad des Jahres« unter den Allroundern gewählt.

Technische Daten im Vergleich

Merkmal Ducati Monster 900 Yamaha XSR900 BMW F 900 R
Motor 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder 4-Takt Reihe 3-Zylinder 4-Takt Reihe 2-Zylinder
Hubraum 937 Kubik 889 Kubik 895 Kubik
Leistung 111 PS bei 9.250 U / min 119 PS bei 10.000 U / min 105 PS bei 8.500 U / min
Drehmoment 93 Nm bei 6.500 U / min N/A 92 Nm bei 6.500 U / min
Gewicht (fahrfertig) 188 kg 193 kg 211 kg
Tankvolumen 14 Liter 15 Liter 13 Liter
Sitzhöhe 775 - 840 mm 810 mm 815 mm

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