Ducati Monster S4 916: Technische Daten und Modellübersicht

Die Ducati Monster S4 ist der "Bad Boy" der Monster-Familie.

Das Rezept war simpel: Baue die stärkste und leistungsfähigste Monster überhaupt!

Als erstes kam der 916 ccm-Superbike-Motor.

Der flüssigkeitsgekühlte Desmoquattro-L-Twin mit Benzin-Einspritzung ist direkt von den 916 cm³-WM-Superbikes abgeleitet.

Mit genügend Muskeln bepackt, liefert der S4-Motor satt Leistung und Drehmoment über einen weit gespreizten Drehzahlbereich.

Das bedeutet: der Fahrer kann früh Gas geben und muss wenig schalten.

Deutlich über 100 PS kombiniert mit gerade mal 193 kg Gewicht, ergeben ein sehr fahraktives Leistungsgewicht.

Der Dreh am Gasgriff der S4 ist äußerst aufregend und das eng gestufte Getriebe passt dazu bestens.

Das Handling der S4 ist genauso beeindruckend wie die gebotene Leistung.

Der leichte, vom Superbike abgeleitete Gitterrohrrahmen, garantiert eine hohe Kurvenstabilität.

Die Federelemente, die speziell für die Monster-Familie entwickelt wurden, sind voll einstellbar.

Und die exklusive, von den Superbikes stammende, in der Höhe einstellbare Hinterrad-Federung, arbeitet mit der edlen Aluminium-Schwinge und der verbesserten Federungs- und Dämpfungs-Steuerung optimal zusammen.

Ein fetter 180/55 ZR 17 Hinterreifen und ein 120/70 ZR 17 Vorderradpneu sitzen auf den superleichten Fünfspeichen-Felgen von Marchesini.

Die S4 besitzt viele, normalerweise sehr teure Extras serienmäßig: Leichte Kotflügel vorn und hinten, Auspuff-Schutzbleche und Zahnriemen-Abdeckunge aus Carbon sind nicht allein für das sportliche Aussehen verantwortlich, aber schmeicheln doch dem Corse-Rahmen in Metallic-Grey.

Der Blick auf das komplett neue Cockpit offenbart zahlreiche Innovationen und erinnert fast mehr an ein Flugzeug als an ein Motorrad.

Der modifizierte Seitenständer ist leicht zu bedienen und bewahrt den Monster-Piloten vorm Losfahren mit nicht eingeklapptem Ständer.

Willkommen bei der Ducati 916 Monster S4!

Dieser Klassiker von Ducati ist ein einzigartiges Motorrad, das dir eine unglaubliche Fahrleistung bietet.

Mit 101 PS und 74 KW ist es ein leistungsstarkes Fahrzeug, das nur 209 kg wiegt.

Ducati hat sich bei der 916 Monster S4 auf die Details konzentriert, um dir ein unvergessliches Fahrerlebnis zu bieten.

Es verfügt über eine Reihe von Funktionen, die deine Fahrt noch angenehmer machen.

Dazu gehören ein leistungsstarker Motor, eine robuste Rahmenkonstruktion und vieles mehr.

Mit der Ducati 916 Monster S4 erhältst du alles, was du für deine nächste Fahrt benötigst.

Ducati Monster S4R Modelle

Baujahr 2003-2006 - Ducati Monster S4RDie Ducati Monster S4R wird von Ducati offiziell in den Modelljahren 2003 bis einschließlich 2006 produziert.

Sie stellt innerhalb der Monster-Baureihe eine leistungsorientierte Variante dar und basiert auf der Monster S4, unterscheidet sich jedoch durch zahlreiche technische Komponenten, die aus der Supersport-Baureihe übernommen werden.

Der Motor stammt aus der Ducati 996 und ist ein flüssigkeitsgekühlter 90°-V2 mit Desmodromik.

Er ist mit einem Sechsganggetriebe kombiniert.

Die elektronische Einspritzung stammt von Magneti Marelli.

Im Gegensatz zu den luftgekühlten Monster-Modellen bietet die S4R damit eine deutlich sportlichere Ausrichtung.

Ab Werk ist die Monster S4R mit einer voll einstellbaren 43-mm-Upside-down-Gabel von Showa ausgestattet.

Das hintere Federbein ist ebenfalls voll einstellbar.

Die Einarmschwinge stammt nicht aus der Ducati 996, sondern ist eine eigenständige Konstruktion, die speziell für die S4R entwickelt wurde.

Sie unterscheidet sich deutlich von der Zweiarmschwinge der Monster S4.

Die Bremsanlage besteht vorne aus zwei 320-mm-Bremsscheiben mit axial montierten Brembo-Vierkolbensätteln.

Radial montierte Bremssättel kommen bei der S4R nicht zum Einsatz.

Hinten ist eine 245-mm-Scheibe mit Zweikolbensattel verbaut.

Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht extrem.

Der breite Lenker und die moderate Sitzhöhe ermöglichen eine aktive, aber alltagstaugliche Haltung.

Die Soziustauglichkeit ist gegeben, allerdings ohne serienmäßige Haltegriffe.

Eine Soziusabdeckung ist als Zubehör erhältlich.

Die Instrumentierung besteht aus einem analogen Drehzahlmesser und einem digitalen Tachometer mit Basisfunktionen wie Kilometerzähler, Tageskilometerzähler und Uhrzeit.

Ein LC-Display ist nicht vorhanden.

Ein kleiner Windschild ist serienmäßig montiert, jedoch nicht verstellbar.

Ab Werk ist die Ducati Monster S4R mit Pirelli Diablo Corsa bereift.

Die Reifendimensionen betragen vorne 120/70 ZR17 und hinten 180/55 ZR17.

Die Felgen sind aus Leichtmetall gefertigt.

Koffer oder Topcases sind nicht serienmäßig vorgesehen, Ducati bietet jedoch passendes Zubehör über das Ducati Performance Programm an.

Der Tankinhalt beträgt 15 Liter.

Bei einem vom Hersteller angegebenen Durchschnittsverbrauch von 6,5 l/100 km ergibt sich eine theoretische Reichweite von rund 230 Kilometern.

Die Werksgarantie beträgt zwei Jahre ohne Kilometerbegrenzung.

Eignung und Ausstattung der S4R

Die Ducati Monster S4R richtet sich aufgrund ihrer Leistung, des sportlichen Fahrwerks und der anspruchsvollen Fahrdynamik nicht an Fahranfänger.

Sie ist für erfahrene Fahrer konzipiert.

Nein, die Ducati Monster S4R ist in den Baujahren 2003 bis 2006 serienmäßig nicht mit ABS ausgestattet.

Ducati bietet für dieses Modell in diesem Zeitraum kein ABS an.

Unterschiede zwischen Monster S4R und S4

Die Monster S4R verwendet den stärkeren 996-Motor, eine Einarmschwinge, eine hochgelegte Doppelauspuffanlage und ein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk.

Die Monster S4 hingegen nutzt den 916-Motor, eine Zweiarmschwinge und eine konventionellere Auspuffführung.

Tankinhalt und Reichweite der Ducati Monster S4R

Der Tankinhalt beträgt 15 Liter.

Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,5 l/100 km ergibt sich eine Reichweite von etwa 230 Kilometern.

Ducati Monster S4R Testastretta und S4RS

Um die Chronisten vollends in den Wahnsinn zu treiben, erhöht Ducati für 2007 die Neuheiten-Schlagzahl und ersetzte die S4R durch die „S4R Testastretta” - womit wir endlich beim eigentlichen Gegenstand dieses Fahrberichts angelangt wären.

Es gibt nun also zwei Monster mit dem Engkopf-Motor.

Den Unterschied machen nur noch die Federelemente.

Edle Öhlins-Teile und Kohlefaser am vorderen Kotflügel, an Zahnriemenabdeckung und Kühlereinfassung sowie als Seitendeckel bei der 15385 Euro teuren S4RS.

Showa-Upside-down-Gabel, Sachs-Federbein und Kunststoff bzw. Aluminium (am Kühler) bei der 12550 Euro kostenden S4R, Jahrgang 2007.

Auch auf der Testrastretta-Monster ist man wie auf fast allen Monstern untergebracht: Sehr speziell und für Monster-Neulinge anfangs eher etwas ungewohnt.

Der Fahrer muß sich schon mächtig über den 15-Liter-Tank spannen, um an den niedrigen, nach unten gekröpften Alulenker zu kommen.

Die Beine sind derweil - zumindest bei Ü-Eins-achtzig-Menschen - recht dynamisch gefaltet.

Eins muß klar sein: Die S4R ist kein saubequemer Landstraßenhobel vom Schlage BMW R 1200 R.

Die Monster ist nichts anderes als ein gestripptes Superbike mit allen Vor- und Nachteilen.

Die Sache mit dem Sport beginnt schon beim Griff zur Kupplung.

Da darf, nein - da muß beherzt zugelangt werden, damit die hydraulisch betätigte Trockenkupplung trennt.

Die Sache mit dem kräftigen Zupacken erledigen die prestigeträchtigen Brembo-Stopper dagegen praktisch von allein.

Ein scharfer Blick oder ein leichtes Zucken in Richtung Bremshebel genügen eigentlich schon, damit die Vierkolben-Festsättel mit einer Vehemenz zupacken, die im öffentlichen Straßenverkehr fast schon eine Nummer zu heftig ist.

Wer vermeintlich „ganz normal” reinlangt, sollte sich sehr, sehr gut festhalten, um den Kontakt zur vollgetankt 206 Kilo wiegenden Ducati zu behalten.

Die Monster-Bremsen bremsen wirklich monstermäßig - und daran muß man sich erst einmal gewöhnen.

Was da von einer elektronisch gesteuerten Marelli-Einspritzanlage befeuert wird, ist jeden Euro, jede Unannehmlichkeit und jede Sünde wert.

Dieses wohllüstig röhrende Vauzwo-Luder ist ein (ziemlich unanständiges) Gedicht.

Unter 3000 U/min braucht der Kurzhuber (Bohrung/Hub 100/63 mm) ein sensibles Gashändchen.

Darüber darf dann schon deutlich beherzter an der Kordel gezogen werden, die Ducati hängt millimetergenau am Gas.

Was dann ab 7000 U/min passiert, ist das ganz große Finale eines Films, der garantiert nicht jugendfrei ist - ganz, ganz großes Kino!

Es röhrt, es faucht, der Twin legt wie entfesselt los und macht eindeutig klar, warum 998 ccm, 130 PS und maximal 104 Nm perfekt zu genau zwei Zylindern passen.

Das nutzbare Drehzahlband fällt herrlich groß aus, der durchzugsstarke Twin läßt erst oberhalb der Nenndrehzahl von 9500 U/min in seinem unbändigen Vorwärtsdrang nach.

Wenn es einen Grund gibt, diese und keine andere Monster zu kaufen, dann ist es der famose, seidenweiche und dabei doch messerscharfe Testastretta-Motor.

Alles andere rundherum verblaßt dagegen.

Die etwas zu weiche Showa-Gabel spricht bestenfalls durchschnittlich an.

Geschenkt!

Das Sachs-Federbein erledigt seinen Job deutlich straffer, die ganz pralle Kombination ist das aber alles nicht.

Na und?

Das Gitterrohr-Fahrwerk sorgt für ordentliche Steifigkeit und Präzision.

Handlichkeit und Zielgenauigkeit gehen unterm Strich völlig in Ordnung, das Gerät ist schließlich eine Italienerin und etwas anderes als ordentliches Zusammenfügen von Stahlrohren hätte uns schon sehr gewundert.

Bissige Bremsen, durchwachsene Federelemente, solider Rahmenbau - und ein oberaffengeiler Motor.

Das Ganze ausgesprochen sauber verarbeitet und wirklich sehr hübsch anzusehen.

Allein vor der bildschönen Gitterrohr-Einarmschwinge aus Aluminium kann man Stunden der stillen Andacht verbringen.

Ein schönes Gläschen vom Roten in der Hand und einfach nur in der Garage um das titanfarben oder im klassischen Rot lackierte Schätzchen herumschleichen - so lassen sich selbst im tiefsten Winter wunderbare Feierabende verbringen.

Und wenn es dann im Frühling ins Revier geht, glänzt die maximal 245 km/h schnelle Duc nicht nur mit gefühlten Qualitäten, sondern auch mit gemessenen.

Der Twin geizt nämlich beim Spritverbrauch.

Mehr als gute fünf Liter Super auf 100 Kilometern fackelt die S4R eigentlich nie ab.

Noch erfreulicher: Ab dem 2007er-Jahrgang gelten verlängerte Inspektions-Intervalle, die Monster muß nur noch alle 12000 Kilometer zum Service.

Der Schrauber des Vertrauens benötigt dann weniger Ersatzteile und auch weniger Zeit als bisher, Ducati verspricht eine Senkung der Wartungskosten um bis zu 50 Prozent.

Es gibt mittlerweile also auch ganz rationale Gründe, sich den vielleicht feinsten aktuellen Zweizylinder-Motor zu gönnen.

Technische Daten im Überblick

Modell kW/PS Hubraum Drehmoment Leergewicht Maximales Gewicht Sitzhöhe Preis
Ducati Monster S4R (2007) 89 kW / 121 PS 997 cm³ 104 Nm 0 kg 390 kg k.A. mm - k.A. mm k.A. €
Ducati Monster S4RS (2008) 89 kW / 121 PS 997 cm³ 104 Nm 0 kg 390 kg k.A. mm - k.A. mm 15.130 €
Ducati Monster S4 (2002) 74 kW / 100 PS 916 cm³ 92 Nm 0 kg 390 kg k.A. mm - k.A. mm k.A. €

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