Ducati Monster: Geeignet für Anfänger?

Die Ducati Monster hat wie nur wenige andere die Geschichte von Ducati geprägt. Die neue Monster repräsentiert die ganze Essenz von Ducati in der leichtesten, kompaktesten und wesentlichsten Form, die möglich ist.

Die neue Monster basiert auf den gleichen Konzepten, die sie mit der unvergesslichen Monster 900 verbinden, des ersten, wirklich sportlichen Naked-Bikes, jedoch neu interpretiert und weiterentwickelt. Das Ergebnis ist ein Motorrad mit einem fortschrittlichen, einfachen und effizienten Fahrwerk, das in der Lage ist, dem Fahrer sofort das perfekte Gefühl zu vermitteln. Um die neue Monster zu erschaffen, begannen die Ingenieure und Designer bei Null, aber mit einer klaren Vorstellung von den wichtigsten Punkten, um die herum das neue Motorrad gebaut werden sollte.

Die Ausdrucksweise ist jedoch neu und modern. Die Formen haben sich in eine Richtung entwickelt, in der das Wesentliche und die Technologie durch das Design aufgewertet werden. Und so sieht die neue Monster von vorne aus.

Ducati Monster 797: Einsteigerfreundlich?

Ducati besann sich auf das alte Baukastenprinzip, das die Monster-Baureihe schon immer ausgezeichnet hat, und präsentierte just die Ducati Monster 797 - mit dem fahrtwindgekühlten Antrieb der Scrambler-Baureihe. Mit der Monster 797 hat Ducati ein flotten Landstraßenfeger geschaffen. Die 73 Pferdestärke seines luftgekühlten Herzens sind zwar nicht dafür geschaffen Rundenrekorde zu brechen, Anfänger werden sie aber mehr als begeistern. Und genau die hat die Ducati Monster 797 im Visier.

Als Überzeugungsargument führt der Antrieb piekfeine Umgangsformen ins Feld, angefangen von Ansprechverhalten bis hin zum starken Drehmoment-Hügel in der Drehzahlmitte. Alle 73 Pferde versammelt der Motor dann bei 8.250/min. Dazu bekam die Ducati Monster 797 ein sehr ordentliches Fahrwerk mit auf den Weg. An der Front werkelt eine 43er-Upside-down-Gabel von Kayaba, hinten kommt ein Sachs-Federbein zum Einsatz, das sich in der Federvorspannung und in der Zugstufe an persönliche Vorlieben anpassen lässt. Gabel und Dämpfer erledigen ihren Job sehr ordentlich, vereinen tolle Fahrstabilität mit gutem Handling. Und wenn es doch mal enger werden sollte, sorgen Brembos M32-Monoblocks an der Front für kurze Anhaltewege.

Die gute Ausstattung macht auch vor den Reifen nicht halt: Einmal auf Temperatur gebracht, spielen Pirellis Diablo Rosso II gekonnt mit im Kurvendickicht.

Ducati Monster: Weitere Modelle und Alternativen für Anfänger

Für Fahranfänger scheinen das Handling des leichten Bikes und die verfügbare 35-kW-Variante wie gemacht. Auf der Monster fühlt man sich sofort zu Hause. Das gilt insbesondere für kleine Fahrer. Mit Fahrwerkstieferlegung und niedriger Sitzbank sinkt die Sitzhöhe bei Bedarf auf 775 Millimeter. Vollgetankt 188 Kilogramm leicht, ist die Monster damit nicht nur preislich der Einstieg in die Welt von Ducati.

Die Monster wird vom Testastretta 11° 937 ccm Zweizylinder-Motor in L-Form mit desmodromischer Ventilsteuerung und Euro 5-Homologation angetrieben. Sie leistet nun 111 PS bei 9.250 U/min mit einem Drehmoment von 9,5 kgm (93 Nm) bei 6.500 U/min und erweist sich als effizient und reaktionsschnell in der Gasannahme. Dank des vergrößerten Hubraums hat sich das Drehmoment in allen Drehzahlbereichen verbessert, insbesondere im unteren bis mittleren Drehzahlbereich, den wichtigsten Drehzahlen im Straßenverkehr.

Einige weitere empfehlenswerte Motorräder für Einsteiger sind:

  • Kawasaki Z 650
  • KTM 390 Duke
  • Suzuki SV 650
  • Yamaha MT-07

Aspekte zur Eignung der Ducati Monster für Anfänger

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob eine Ducati Monster für Anfänger geeignet ist. Einige Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, sind:

  • Leistung: Die Monster 1200 ist nicht unbedingt wegen der Leistung anfängerfreundlich. Es bedarf deutlich mehr Arbeit vom Fahrer in Kurven.
  • Gewicht: Sie ist relativ schwer für eine Anfängermaschine. Das merkt man nicht nur in dem Fall, wenn man im Stand droht sie umzulegen, sondern auch beim Fahren.
  • Motorcharakteristik: Der 1200er V2 hat so eine Eigenheiten. Insgesamt ist es ein recht ruppiger und nicht so einfach zu dosierender Motor.
  • Wartung: Eine Ducati ist keine Honda, also schon pflegeintensiver. Als Alltagsfahrzeug bestimmt brauchbar, aber im Vergleich zu Japanern teurer bei entsprechenden Inspektionen.

Die Anfälligkeit und Wartungsintensivität der Ducatis sind Ammenmärchen, die immer wieder von selbsternannten Spezialisten verbreitet werden. Die Ventilsteuerung per Zahnriemen ist eine Besonderheit, deren Wartung sollte tatsächlich nicht vernachlässigt werden.

Fazit

Im Endeffekt gibt es aber wenig zu meckern, am Neuentwurf der Ducati Monster. Ihr Mix aus Superbike-Technologie und typischer Monster-Designsprache ist gelungen. Mit handlichem, stabilem Fahrwerk, kräftigem Motor, brillanten Bremsen und jeder Menge italienischem Charme ist sie ein fantastisches Naked Bike geworden.

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