Ducati Monster Modelle: Eine Übersicht

Seit nunmehr 27 Jahren begeistert die Monster von Ducati Naked-Bike Fans.

Als einerseits massentaugliches, andererseits aber auch sehr emotionales Bike etabliert sie sich innerhalb kürzester Zeit unter den erfolgreichsten Modellen von Ducati.

Doch die Monster-Reihe hat sich im Laufe der Jahre ordentlich verändert.

Die Ursprünge der Ducati Monster

1992 erblickt die Ur-Monster, genannt M900, auf der IFMA das Licht der Welt.

Günstig per Baukastenprinzip hergestellt, soll sie Ducati aus der finanziellen Krise führen.

Und das tut sie auch.

76 PS aus 904 ccm machen zwar heute nicht mehr viel her, doch vor knapp 30 Jahren begeistert die Monster mit ihrem rundlichen Tank über dem frei zur Schau stehenden Gitterrohrrahmen und dem luftgekühlten Desmodue-V2-Motor mit Vergaser.

Bald bildet sich eine Anhängerschaft, die auf das puristische und charakterstarke Wesen der Monster steht.

In dieser Dreier-Konstellation und ohne große technische Neuheiten bleibt die Monster-Familie sich selbst und ihren Fans treu.

Die Evolution der Monster-Reihe

Erst mit der Jahrtausendwende kommt das technische Upgrade.

Der M900 wird im Jahr 2000 eine Saugrohreinspritzung spendiert, während die schwächeren Monster noch Vergaser behalten.

2001 folgen dann gleich mehrere Erneuerungen.

Mit der Monster 620i.e. bekommt auch die Einsteiger-Monster eine elektronische Einspritzung.

Das große Novum kommt aber in Form der Monster S4, der ersten Monster mit Vierventilmotor.

Mit voll einstellbarem Fahrwerk und einer Leistung von 101 PS aus dem erstmals wassergekühlten Motor ist sie und ganz besonders dann die S4R ab 2004 der neue Platzhirsch.

Auch sonst legen die anderen Monster zu.

Die M750 wird zur M800 und die M900 zur M1000.

Die verkaufsschwache M800 wird aber bald zur M800 S2R, bei der edlere Komponenten wie Carbon-Teile und Einarmschwinge für zusätzlichen Kaufanreize sorgen sollen.

Die Monster im Vergleich: M620, S2R und S4R (2005)

2005 gilt die Monster schon als italienischer Naked-Bike Klassiker, oder zumindest nennt sie so K.Ot im ersten 1000 PS Vergleichstest der drei Monster-Schwestern M620, S2R und S4R.

"Die 620er Monster ist das "08/15" Eisen in der Monster Modellpalette.

Keine unvernünftigen Details, seit Jahren das gleiche klassische Design und seit Jahren treue Käufer.

[...] Die 620er wird gerne als City-Flitzer verwendet, und in diese Umgebung passt sie auch perfekt.

Kupplung, Bremserei und Schaltung funktionieren sehr geschmeidig.

Gerade die Leichtgängigkeit der Kupplung ist im Vergleich zur Racing-Monster S4R ein Gedicht.

Das Bike kann auch problemlos von zierlichen Frauen bewegt werden.", so K.Ot zur 620er Monster.

Gegenüber dem mittleren Modell, der S2R, herrscht anfangs Skepsis.

"Die S2R wurde zu Saisonbeginn vom gesamten 1000PS Team schwer unterschätzt.

77 PS und 800ccm klingen nicht gerade spektakulär und das scharfe Design wird dies auch nicht kompensieren können - oder doch?

Nachdem unser dicker Keiler mit der S2R dann des Öfteren seinen täglichen Weg in die Arbeit antrat und ständig von seinem Bock schwärmte, wurden wir hellhörig.

Tatsächlich!

Die Monster S4R ist die Königin der 2005er Serie.

Zu ihr heißt es von K.Ot: "Als City-Flitzer und Cafe-Racer muss man bei der S4R einige Racer-Details in Kauf nehmen.

Die Trockenkupplung muss die 117 echten PS klarerweise schlupffrei übertragen.

Dementsprechend hart dimensioniert sind auch die Kupplungsfedern.

Mädels und damenhafte Männer werden mit der strengen Kupplung ein Problem haben.

V2-Neueinsteiger werden vom etwas rauen Motor mit recht aggressivem Set-up evtl. überfordert werden.

Die Monster S4R ist insgesamt eher ein Männer Bike für echte Jungs.

Aktuelle Entwicklungen und Modelle

Der Trend nach mehr Hubraum und mehr PS geht auch an der Ducati Monster nicht spurlos vorüber.

Die M620i.e. wird zuerst zur Monster 695, dann 696 und heute ist das kleinste Modell der aktuellen Monster-Reihe schon die 797.

Auch der 1000er-Motor ist bald nicht mehr groß genug, so wird zuerst eine 1100er-Monster und ab 2013 sogar eine 1200er Motor angeboten.

Neuerungen durch die Bank sind: mehr Leistung, ab 2013 Wasserkühlung bei allen Modellen, ein neuer Monster-Rahmen, edlere Komponenten als auch Aufrüstung mit elektronischen Assistenzsystemen wie Fahrmodi, einstellbare Traktionskontrolle und mehr.

Heute ist die 1200R die Chef-Monster und mit 152 PS und feinster Ausstattung ein richtig heißes Gerät.

Top 5 Ducati Monster Modelle der 1000PS Crew

Die 1000PS Crew fährt seit 15 Jahren sämtliche neuen Motorräder aller Kategorie und Leistungsklassen.

Die Erfahrungen geben wir gerne in unseren Tests und Videos weiter.

Um unseren Userinnen und Usern bei der Suche nach einem neuen Motorrad oder einen neuen Roller einen einfachen Überblick geben zu können, bieten wir seit 2017 die Top 5 Listen der 1000PS Crew an.

Diese Top 5 Listen erstellen wir für die wichtigsten Anforderungen und beinhalten aktuelle Neue- und gebrauchte Motorräder und Roller.

Die Listen haben keinen absolutistischen Anspruch und sind auch nicht vollständig.

Aber sie bieten in jedem Fall eine großartige Unterstützung bei dem Beginn einer Suche nach einem neuen Bike.

Platz 1: Ducati Monster 1200 S (2017)

Die Krone der Top 5 Ducati Monster Modelle nimmt die Monster 1200 S 2017 mit nach Hause.

Als aktuellste Evolutionsstufe der Monster kommt sie mit allen technischen Features, die man sich nur wünschen kann, unter anderem auch Kurven ABS.

Die 150 PS reichen vollkommen aus, vor allem in solch einer harmonischen Abstimmung.

Vergleicht man sie mit älteren Monster Modellen, liegen Welten im Ansprechverhalten.

Die 1200 S liefert einen schönen Punch, trotzdem ist die Leistung sehr angenehm zu dosieren.

Außerdem behält sich Ducati den Anspruch, sich nicht mit Geräten wie der KTM 1290 Super Duke oder BMW S1000R vergleichen zu müssen, die Monster ist eine Klasse für sich.

Betrachtet man die Monster 1200 S aber pragmatisch, ist sie die performanteste Maschine mit dem modernsten Gesamtpacket, für einen Preis der gerade noch in akzeptabel ist.

Billig ist der Spaß aber leider nicht, mit einem Einstiegspreis über 16.000 Euro.

Platz 2: Ducati Monster 1200 R

Auf Platz 2 geht es teuer weiter mit der Ducati Monster 1200 R.

Wenn man das Geld hat, bekommt man hier ein wahres Hightech Gerät.

160 PS und 131 Nm leistet die Maschine auf ein Gewicht von 207 Kilogramm.

Dazu kommen Bremsen und Felgen der Panigale, womit die Monster zu einem erstklassigen Rennstrecken Naked Bike wird.

Einzig ein Schaltautomat fehlt bei all den Features, für den optimalen Einsatz auf einer Rundstrecke.

Die 1200 R ist also schnell, stark und potent, behält aber trotzdem Stil und eine gewisse Eleganz in ihrem Auftritt.

Dazu kommen die vorbildlichen Serviceintervalle, an denen sich sogar japanische Hersteller eine Scheibe abschneiden könnten.

Alle 30.000 Km muss ein Service gemacht werden, das Öl muss alle 15.000 Km gewechselt werden.

Von unzuverlässigen Italienern ist hier kein Anzeichen mehr.

Leider hat dieses eigentlich unglaubliche Paket auch einen relativ hohen Preis.

Angebote starten in der 1000PS Gebrauchtbörse zwischen 15.000 und 16.000 Euro.

Platz 3: Ducati Monster 1100 Evo

Bronze geht an die erste neue Ducati Monster die man guten Herzens empfehlen kann.

Die Monster 1100 Evo bildet nämlich die beste Schnittmenge aus einer modernen Monster, die richtig leiwand fährt, aber noch nicht zu teuer ist.

Die technischen Daten lassen sich auch sehen.

Der luftgekühlte V-Zweizylinder produziert 100 PS und 105 Nm Drehmoment, was in brachialem Vortrieb endet.

Insbesondere, weil die 1100 Evo vollgetankt unter 200 Kilogramm wiegt absoluter Wahnsinn.

Eingefangen wird all diese Power von serienmäßiger Traktionskontrolle und ABS.

Dank dem niedrigen Gewicht bleibt die Monster wendig, wodurch sie nicht nur in der Geraden, sondern auch im Winkelwerk ein richtig schnelles Motorrad ist.

Die 1000PS Community empfiehlt eine Anlage von Termignoni, um der scharfen Italienerin noch mehr Leben einzuhauchen.

Mit der Monster 1100 Evo kauft man also jede Menge Motorrad im schicken Kleid und das ab einem Preis von 8000 bis 9000 Euro.

Platz 4: Ducati Monster S2R 800

Platz 4 belegt eine Ducati, die den Begriff Monster definiert, nämlich die Monster S2R 800.

Der luftgekühlte Motor mit 800ccm leistet 77 PS und ist eine wahre Freude zu fahren, dank hohem Drehmoment.

Das bedeutet viel Druck auch aus dem Drehzahlkeller, auch wenn sie bei niedriger Drehzahl etwas rauer ans Werk geht.

Die Monster S2R ist sehr einfach und geil zu fahren, einzig das Fahrwerk ist verbesserungswürdig.

Hier wechseln Besitzer gerne auf die Gabel der Monster S4R.

Das Design spricht auch für sich.

Klassische Monster Formen und die Gitterrohr Einarmschwinge machen die S2R zu einem wunderschönen Motorrad, das in der 1000PS Gebrauchtbörse relativ günstig zu finden ist.

Platz 5: Ducati Monster S4R

Auf Platz 5 ein Motorrad, das sich perfekt als Landstraßen Racer eignet und ein echtes Männermotorrad ist.

Die Ducati Monster S4R.

Modelle ab 2007 sind schon gut kaufbar, denn diese haben schon den kraftvollen Testastretta Motor mit 130 PS verbaut.

Das Schöne an der S4R ist, dass sie das Thema Motorrad glasklar definiert.

Zwei Räder, ein temperamentvoller Zweizylinder und homogenes Handling ist alles, was ein Motorrad wirklich braucht.

Leider hat das wassergekühlte Aggregat nicht den Punch aus dem Keller, wie man es von luftgekühlten Ducatis gewohnt ist.

Aus Spitzkehren hinaus fehlt einfach der Druck.

Dafür bietet die S4R ein neutrales Handling, wie kein zweites Motorrad.

Egal ob man bremst oder beschleunigt, ist der Radius einmal angepeilt, zieht man ihn bis an den Kurvenausgang leiwand!

Natürlich gibt es neben der S4R noch die S4RS.

Der Aufpreis der S4RS lohnt sich aber erst, wenn es auf die Rennstrecke gehen soll.

Sonst bekommt man mit der S4R ein einen echten Landstraßen-Killer, den man zuerst noch bändigen muss.

Die Ducati Monster im Jahr 2021 und 2023

Die Ducati Monster wurde 2021 komplett neu konzipiert und überzeugte auf Anhieb.

Zwar bleibt der aktuellen Monster-Generation die eigenwillige Monster-Silhouette erhalten, doch wurde das Design stark verändert.

Das Modell wirkt mainstreamig, betont modern, luftig-leicht und wieselflink.

Letzteres liegt unter anderem am leicht reduzierten Radstand, und dem um 18 auf 188 Kilogramm fahrfertig reduziertem Gewicht.

Die 17-Zoll-Räder sind vorne mit 120/70er- und hinten mit 180/55er-Pneus bestückt.

Vorne gibt es eine Upside-down-Gabel mit 43er-Rohren, hinten eine Alu-Zweiarmschwinge.

Die Bremsscheiben von Brembo mit radial montierten Vierkolben-Bremssätteln kommen auf 32 beziehungsweise 24,5 Zentimeter Durchmesser.

Ganz traditionell wird die Monster von einem V2 angetrieben.

In diesem Fall kommt der aus Multistrada oder Hypermotard bekannte Testastretta 11 in nurmehr einer Hubraumvariante mit 937 Kubikzentimeter zum Einsatz.

Dazu wurden die Assistenzsysteme verfeinert.

Die Elektronik wurde speziell auf das neue Fahrwerk abgestimmt.

Die Monster SP ist mit voll einstellbaren Federelementen von Öhlins ausgestattet, der Federweg wurde vorne und hinten leicht erhöht.

Drei individualisierbare Fahrmodi sollen für entsprechend mehr Fahrspaß sorgen.

Die neue, rote Lackierung wurde von der MotoGP inspiriert.

Eine der charakteristischsten Eigenschaften der seit 1993 über 350.000-mal gebauten Ducati Monster war ihr gut sichtbarer Gitterrohrrahmen aus Stahl.

2021 war damit allerdings Schluss.

Ducati Monster: Naked-Bike mit 111-PS-Motor1 von 4

Modellvariante 2023: Monster SP

Sportliches Design

Ausreichend motorisiert

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