Der Ölfilter ist für die Funktion des gesamten Motors von entscheidender Bedeutung. Er hält das Motoröl sauber, indem er kontinuierlich verschiedene Schmutzpartikel oder Metalle aus dem Öl entfernt. Ein verschmutzter Ölfilter kann die Leistung des Antriebsaggregats beeinträchtigen und zu Reibung, Überhitzung und im schlimmsten Fall zur Zerstörung des Motors führen.
Wann sollte der Ölfilter gewechselt werden?
Der Ölfilter sollte nicht nur bei Anzeichen von Verschleiß oder Beschädigungen gewechselt werden, sondern auch vorbeugend. Auch der beste Filter verliert nach einiger Zeit seine Eigenschaften. Bei einem Standardfilter und normaler Fahrweise sollte er nach 5-10.000 gefahrenen Kilometern oder nach einem Jahr gewechselt werden. Bei aggressiver Fahrweise oder im Gelände sollte er häufiger gewechselt werden.
Die Wahl des richtigen Ölfilters
Grundsätzlich hat die Art des Öls keinen Einfluss auf die Wahl des Filters. Das Öl wird auf der Grundlage der Motordaten ausgewählt, und der für ein bestimmtes Motorrad vorgesehene Filter sollte mit jedem dort zugelassenen Öl zurechtkommen. Auf dem Markt gibt es sowohl spezielle Originalprodukte (OEM) als auch eine Reihe von Ersatzprodukten. Ihre Eigenschaften und Preise hängen vom verwendeten Filtermaterial, seiner Festigkeit und Schmutzbeständigkeit ab.
Ein originaler Ölfilter schützt den Motor bei normalen Fahrten. Bei stärkerer Beanspruchung des Motors sollten Sie sich nach hochwertigeren Filtern umsehen, die zwar teurer sind, aber auch aus besseren Materialien bestehen. Ein besserer Filter reinigt das Öl effektiver, was dazu führt, dass die ursprünglichen Eigenschaften des Öls länger erhalten bleiben.
Bekannte Hersteller von Ölfiltern
Ein guter Filter von einem bekannten Hersteller, zum Beispiel HifloFiltro, Mahle oder Athena, ist eine gute Wahl. Auch Erstausrüster- oder weiter entwickelte Filter von K&N sind erhältlich. Teurer sind Ölfilter mit einem speziellen Zweck, einzigartigen Eigenschaften oder einem sehr unterschiedlichen Gehäuse.
Ölfiltertypen und ihre Eigenschaften
Es gibt verschiedene Arten von Ölfiltern, darunter:
- Originalfilter (OEM): Diese Filter sind auf die spezifischen Anforderungen des Motorradmodells zugeschnitten und bieten einen guten Schutz bei normaler Fahrweise.
- Ersatzfilter: Diese Filter sind in der Regel kostengünstiger als Originalfilter und bieten eine ähnliche Leistung.
- Hochleistungsfilter: Diese Filter sind für den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen konzipiert und bieten einen verbesserten Schutz des Motors.
Ölfilterwechsel: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wie man einen Filter wechselt, hängt weitgehend von seiner Konstruktion ab. Bei manchen muss der gesamte Filter, die so genannte Kanne, ausgetauscht werden, bei anderen nur die Patrone.
Wichtig: Beim Auswechseln des Ölfilters kann etwas Flüssigkeit aus dem Filter fließen. Diese sollte dann nachgefüllt werden. Wenn der Hersteller vorschreibt, dass der Filter mit Öl vorgefüllt wird, muss die gleiche Menge Öl aus dem Motorrad entnommen werden, damit sich die Ölmenge im System nach dem Wechsel nicht verändert.
Weitere Hinweise zur Motorradwartung
Viele Fahrer stellen sich die Frage, ob ein Ölwechsel vor dem Winter notwendig ist. Die Meinungen gehen hier auseinander. Einige Experten empfehlen, den Ölwechsel gemäß dem Wartungsplan durchzuführen, auch wenn das Motorrad im Winter nicht genutzt wird. Andere sind der Ansicht, dass ein Ölwechsel nicht erforderlich ist, da das Öl im Winter ohnehin nicht beansprucht wird.
Es ist wichtig, die Empfehlungen des Herstellers zu beachten und den Zustand des Öls regelmäßig zu überprüfen. Wenn das Öl stark verschmutzt ist oder Anzeichen von Alterung aufweist, sollte es unabhängig von der Jahreszeit gewechselt werden.
Ölfilter auf der Saugseite der Ölpumpe
Der SD-Ölfilter sitzt auf der Saugseite der Ölpumpe. Auf der Saugseite der Ölpumpe gibt es im Idealfall ein maximales Druckgefälle von 1 bar - das ist die Druckdifferenz zw.
Im klassischen Motorenbau sitzt der Ölfilter auf der Druckseite der Pumpe. Auf der Druckseite kann im Gegensatz zur Saugseite von der Pumpe eine Druckdifferenz mit etlichen bar Leistungsreserve erzeugt werden. Der Druckregler ist diesem Filter nachgeschaltet. Falls der Ölfilter zusitzt, wird je nach Filtertyp ab 1 bar Druckunterschied oder auch mehr ein im Filter eingebautes Bypass-Ventil wirksam.
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