Die Herkunft und Entwicklung der Ducati Monster Schriftzüge

Die Ducati Monster ist seit zwei Jahrzehnten ein Topseller und hat seit ihrem Debüt Anfang 1993 eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Als Ikone unter den unverkleideten Motorrädern hat sie ganze Generationen von Zweirad-Enthusiasten inspiriert.

Die Geburt einer Legende

Miguel Angel Galluzzi, der Designer der ersten Monster, verfolgte einen pragmatischen Ansatz: "Alles, was man braucht, ist eine Sitzbank, einen Tank, einen Motor, zwei Räder und einen Lenker." So entstand ein preisgünstiges Modell im Baukastenprinzip, das den Motor der 900 SS und den Rahmen sowie das Fahrwerk der Superbike-Baureihe nutzte.

Die M900 revolutionierte die Motorradwelt mit ihrem kompakten Äußeren, dem rundlichen Tank über dem freiliegenden Gitterrohrrahmen und dem luftgekühlten 904 ccm Desmodue-Motor mit Vergasern. Monika Schulz von der Zeitschrift MOTORRAD beschrieb das neue Geschöpf aus der Ducati-Familie treffend: "Mit seinen 53 Cavalli reißt der italienische Zweiventiler freilich keine Löcher in den Asphalt."

Die Monster-Familie wächst

Die fleißige Vermehrung der Monster-Familie verlief folgendermaßen: Die M900 wurde 1992 ausgeliefert, gefolgt von der M600 im Jahr 1994 und der M750 im Jahr 1996. Geschichte wurde geschrieben, und die Monster-Familie entwickelte sich mit ungebrochener Leidenschaft ihrer Fangemeinde weiter.

Technische Details der Ur-Monster

Die erste Monster M900 verfügte über einen V2-Motor mit 90 Grad Zylinderwinkel und querliegender Kurbelwelle. Der luftgekühlte Ducati-Antrieb mit klassischer Verrippung war ein Kind der siebziger Jahre. Ein leichter Zahnriemenantrieb steuerte die obenliegende Nockenwelle, die via Desmodromik (Zwangssteuerung) nur zwei Ventile pro Zylinder betätigte. Der luft-/ölgekühlte Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor hatte zwei Mikuni-Gleichdruckvergaser (38 mm) und eine kontaktlose Transistorzündung. Der Hubraum betrug 904 cm³, die Nennleistung 49,0 kW / 67 PS bei 75 Nm (Vergaser), es gab auch Versionen mit 54 und 57 kW - 54 kW (74 PS) bei 7000/min.

Besondere Modelle und ihre Schriftzüge

Die Ducati Monster S4R S Tricolore

Die Ducati Monster S4R S Tricolore erschien 2008 als limitiertes Sondermodell innerhalb der Monster-Baureihe. Sie basierte technisch auf der regulären Monster S4R S Testastretta, unterschied sich jedoch durch ihre spezielle Lackierung in den italienischen Nationalfarben Grün, Weiß und Rot. Diese Tricolore-Lackierung war eine Hommage an die italienische Herkunft der Marke und blieb exklusiv diesem Modelljahr vorbehalten.

Die technische Basis bildete der flüssigkeitsgekühlte Testastretta-V2-Motor, der aus der Superbiketechnologie von Ducati stammte. Das Fahrwerk übernahm hochwertige Komponenten: Vorne arbeitete eine voll einstellbare Öhlins-Upside-Down-Gabel, hinten ein Öhlins-Federbein. Auch die Lenkungsdämpfung stammte von Öhlins. Die Bremsanlage bestand aus radial montierten Brembo-Monoblockzangen mit 320-mm-Doppelscheiben vorne. Diese Ausstattung entsprach der der regulären S4R S Testastretta.

Die Ducati Monster S4R S Tricolore wurde ausschließlich im Modelljahr 2008 produziert. Eine Stückzahlbegrenzung wurde offiziell nicht angegeben, jedoch blieb sie aufgrund der Sonderlackierung ein einmaliges Modell innerhalb der Monster-Baureihe.

Die Monster 695

Die Schriftzüge der 695 waren ebenfalls neu. Die 695 profitierte von einem leichteren Ansprechverhalten, einer weiter gestiegenen Zuverlässigkeit und einem noch umgänglicheren, sichereren und komfortableren Fahrgefühl. Sie war mit neuen technischen Merkmalen ausgestattet, die ein verbessertes Verhältnis unter allen Betriebsbedingungen ermöglichten und die strenge Schadstoffstufe EURO3 erfüllten.

Moderne Monster Modelle im Vergleich

Obwohl die Streetfighter V2 und Monster SP zwei Naked-Bikes mit V2-Motoren aus dem gleichen Hause sind, unterscheiden sie sich recht unterschiedlich. Die Monster-Modelle waren schon seit jeher auf der Landstraße Zuhause. Die neueste Generation bricht zwar mit der Tradition der Monster-Baureihe und verärgerte mit dem fehlenden Gitterrohrrahmen und anderen abhanden gekommenen Merkmalen die Monster-Puristen, doch der anvisierte Einsatzbereich ist bis heute gleich geblieben: Attacke auf der Landstraße.

Im Herzen der Monster SP schlägt der 937 cm³ Testastretta 90°-V2, der inzwischen schon ein alter Bekannter im Ducati Segment ist. Auch die Hypermotard und Multistrada V2 setzen auf diesen Motor, der in der Monster SP 111 PS bei 9.250 U/min und 93 Nm Drehmoment bei 6.500 U/min leistet, ident zur normalen Monster.

200 kg bringt die Straßenkämpferin auf die Waage, während die seit der Generalüberholung sehr schlanke Monster nur mehr 188 kg fahrfertig auf die Waage bringt. Aufgrund einer Lithium-Ionen-Batterie, edler Öhlins Federelemente und verbesserte Bremsen sparen bei der Sport-Production-Monster noch zwei Kilogramm ein und so kommt die Monster SP fahrfertig auf nur 186 kg.

Auf der Monster sitzt man sehr aufrecht, die Hände ruhen ohne Druck am breiten Lenker und die Beine umschließen die enge Taille eng, um dann einen leicht sportlichen, aber nicht übertrieben spitzen Kniewinkel einzunehmen. Die Monster SP bietet auch drei Fahrmodi, wobei der Wet-Modus ein Alleinstellungsmerkmal der SP-Variante ist. Weiters sind noch ein Quickshifter mit Blipper-Funktion, ein dreistufiges Kurven-ABS, eine achtfach-einstellbare Traktionskontrolle, eine Wheelie Kontrolle und ein Launch-Control-System für rasante Starts serienmäßig auf der Monster SP vorhanden.

Vor allem der Fokus auf die Landstraße hat bei unserem Vergleich recht schnell eine Testsiegerin herauskristallisiert: Die Ducati Monster SP. Das liegt vor allem an zwei Faktoren. Erstens ist die Ergonomie und damit auch das Handling der Monster wesentlich besser für enge Landstraßen geeignet. Sie ist agiler und müheloser im schnellen Radienwechsel und dadurch schlussendlich auch schneller zu bewegen. Der zweite Faktor, der auf öffentlicher Straße gegen die Streetfighter V2 arbeitet, ist der Motor selbst. Das Aggregat ist einfach spürbar auf Maximalleistung im letzten Drittel des Drehzahlbandes getrimmt und fühlt sich untenrum sogar relativ schwach an, wenn man die 153 PS Leistung bedenkt.

Die Ducati Monster SP ist ein scharfes Naked Bike, das auf der richtigen Strecke maximalen Fahrspaß bieten kann. Vor allem Landstraßenräuber, die in engen Winkelwerken und auf verschlungenen Strecken auf die Jagd gehen, werden die extreme Agilität und die tolle sportliche Performance von Motor, Fahrwerk und Bremsen genießen. Abseits der sportlichen Gangart ist die Monster SP aber weniger zufrieden und zeigt das auch dem Fahrer.

Reifenauswahl für die Ducati Monster

Hier eine Übersicht von Reifen verschiedener Hersteller, die für die Ducati Monster geeignet sind:

Reifenart Hersteller Modell
Supersport Bridgestone S22
Tourensport Continental Road Attack 4
Sport Dunlop Sportsmart MK4
Rennsport Metzeler Racetec RR K3
Sport Pirelli Diablo Rosso IV

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