Die Ducati Multistrada 1200, 1200 S und Multistrada 1200 S D|air sind serienmäßig mit dem SCORPION Trail II in den Größen 120/70 ZR17 (vorne) und 190/55 ZR17 (hinten) ausgestattet.
Der innovative Enduro-Street-Reifen SCORPION Trail II von Pirelli ist der direkte Nachfolger des SCORPION Trail und gehört bei der neuen Ducati Multistrada 1200 zur serienmäßigen Ausstattung.
Pirelli arbeitet seit Beginn des Multistrada-Projektes im Jahr 2003 eng mit Ducati zusammen, um die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Motorräder des Unternehmens aus Borgo Panigale mit stetig verbesserten Reifenmodellen zu unterstützen.
Die erste Version der Ducati Multistrada war 2003 mit dem Pirelli SCORPION Sync ausgerüstet, das Modell von 2010 mit dem Pirelli SCORPION Trail. Der neue SCORPION Trail II verbindet zwei Welten in sich: Offroad-Wettbewerbe und lange Touren auf der Straße.
Er soll sich durch hohe Laufleistung, konstante Performance über die ganze Lebensdauer und insbesondere durch bestes Verhalten auf nasser Fahrbahn auszeichnen. Der SCORPION Trail II wurde entwickelt, um höchste Erwartungen der Kunden zu erfüllen.
SCORPION steht für die gesamte Pirelli Offroad-Produktpalette. Nicht nur für Zweiräder, auch bei den Autos. SCORPION Reifen werden in Offroad-Autorennen verwendet, bei Enduro- und Cross-Country Rallye Weltmeisterschaften und in der Motocross Weltmeisterschaft.
Hier führt Pirelli das Feld der Reifenlieferanten mit 62 Weltmeisterschaftstiteln in 30 Jahren klar an. Der Reifen ist geeignet für die neueste Generation von Adventure Touring sowie Enduro Street Bikes und für lange Reisen mit leichten Offroad-Anteilen.
Der SCORPION Trail II bietet sehr gute Straßen-Performance und kommt auch mit nicht-asphaltierten Wegen gut zurecht. Die innovative Profilgestaltung des SCORPION Trail II basiert gleichermaßen auf der großen Offroad-Erfahrung von Pirelli wie auch der Entwicklung des Sport-Touring-Referenzreifens ANGEL GT.
Das Profil verbindet eine aggressive Offroad-Optik mit der Performance eines straßenorientierten Enduro-Reifens. Pirelli war der erste Hersteller, der in ausgewählten Hinterraddmensionen beim SCORPION Trail im Enduro Street Segment eine Bi-Compound-Mischung auf den Markt brachte.
Beim neuen SCORPION Trail II ist diese nun auf allen Hinterradgrößen zu finden. Im Vergleich zu seinem Vorgänger bieten diese neu entwickelten Mischungen eine höhere Laufleistung, ohne Kompromisse beim schon bislang hervorragenden Trockengrip zu machen.
Die Konturen des SCORPION Trail II wurden direkt vom mehrfachen Testsieger ANGEL GT abgeleitet. Dank einer kürzeren und breiteren Aufstandsfläche unterstützen die Reifenkonturen das Ziel eines reduzierten und gleichmäßigeren Abriebverhaltens.
Die Struktur wurde darauf optimiert, die mittleren und seitlichen Mischungsbereiche optimal zu unterstützen. Daher bietet der neue SCORPION Trail II beste Allround-Performance, auch bei hoher Beladung ober bei schwereren Motorrädern.
Es gibt teils je nach Reifenhersteller weitere Typen (ältere Modelle/Sonderkennungen/Mischbereifungen), deshalb dient diese Umfrage lediglich der Übersicht, welcher aktuelle Reifentyp von den Nutzern des Forums persönlich bevorzugt bzw. empfohlen wird.
Zudem gibt es je Motorradmodell Multistrada 1200 (A2, A3, DVT, GT, Enduro Pikes Peak) unterschiedliche Freigaben, die beachtet werden sollten.
Wir empfehlen, dass sich der Interessent vor dem Kauf informiert, ob andere Reifentypen und Marken für ihn die geeignetere Wahl sind.
Die Auswahl der Typen an dieser Umfrage obliegt alleine dem Forum. Aber man darf zumindest diese Reifen auf allen o.g.
Mein hoch geschätzter Avon Spirit ST fehlt, hat auch eine Freigabe für alle Multis. Ich habs vor 6 monaten gemacht und hätte den HR Trail2 noch locker 4-5Tkm fahren können.
Wenn mir ein Reifen nicht passt, fliegt er runter. Ich ärgere mich nicht mehr über Reifen, dafür macht mir das Fahren mit guten Reifen zuviel Spaß.
Meine Kumpels sind mit Reifen extrem zufrieden, mit denen ich überhaupt nicht klarkomme. Deswegen sind Reifen immer Subjektiv.
Reifentest Übersicht
Besitzer von Reiseenduros, neuerdings Adventurebikes genannt, sind nie zu stoppen. Kaum hat die Frühlingssonne kleine Löcher in die Schneedecke gefressen, starten sie durch.
Wie sich die Wartezeit fürs Stilfser Joch verkürzen? Jagt man doch als Fingerübung Superbikes über die Hausstrecke, bis die Rasten glühen.
Das muss sich inzwischen auch bei den Reifenentwicklern rumgesprochen haben. Wenn sie sich an die Konzeption neuer Gummis für GS und Co machen, stehen inzwischen andere Dinge als Schotter, Staub und Geröll in ihren Lastenheften.
Die Fahrertypen
Echte Enduropiloten kennen kein Saisonkennzeichen. Das Motorrad steht jederzeit abfahrbereit in der Garage und muss an einem frostigen Dezembermorgen genauso perfekt funktionieren wie in heißen Sommernächten.
Unser Heinz Musterfahrer ist zudem extrem anspruchsvoll. Vor allem beim Kauf neuer Reifen. Hat im Laufe seiner Zweiradkarriere viel ausprobiert, ist manches Mal auf die Klappe gefallen und lässt nun Vorsicht walten.
Die Bikes
Nehmen wir als Beispiel Deutschlands Topseller - die BMW R 1200 GS. Ein Alleskönner. Perfekt ausbalanciert. Kraftvoll.
Zusammen mit 125 PS und 246 Kilo Lebendgewicht bedeutet das für die Bereifung Stress ohne Ende. Mit der Dimension 120/70 R 19 und 170/60 R 17 hat man sich inzwischen endgültig von ernsthaften Geländeambitionen verabschiedet und zielt auf maximale Straßenperformance.
Auch Ducati Multistrada 1200 Enduro, KTM 1290 Super Adventure, Triumph Tiger Explorer und Aprilia Caponord rücken inzwischen mit diesen Breitreifen aus.
Die Straßen
Das Traumrevier für unsere Big Size-Adventurepiloten sind natürlich Kurven in allen Facetten und Formen. Aber nicht immer befindet sich das Kurvenwunder in perfektem Zustand.
Wer seine Hochbeinige nicht auf einen Anhänger schnallt, rödelt das Gepäck auf, fragt die Holde, ob sie zusteigen will und pfeift dann voll beladen mit Tempo 200 plus über die Autobahn.
Das Wetter
Satte Haftung im Sommer? Schnell abgehakt. Wie aber lässt sich ein sattes Maß an Sicherheit bei widrigen Wetterbedingungen realisieren?
Die Regenperformance ist der kritische Faktor, wenn es um die Auswahl neuer Reifen geht.
Die Reifen
Fassen wir an dieser Stelle zusammen: Gesucht ist der perfekte Reifen für ein modernes Adventurebike, vulgo Großenduro, im Format 120/70 R 19 vorne und 170/60 R 17 hinten - handlich, stabil, regentauglich, langlebig.
Geländetauglich? Nein, das muss bei Bedarf das Bordprogramm übernehmen.
Bridgestone A 40
Bridgestone A 40: stabil, neutral, wirtschaftlich. Im letzten Jahr, als wir diese Reifengattung im „alten“ Großenduro-Format 110/80 R 19 und 150/ 70 R 17 unter die Lupe nahmen (Heft 13/ 2015), war der Bridgestone A 40 noch nicht lieferbar. Nun aber: Willkommen im Test!
Der A 40 löst endlich den abgehalfterten Battle Wing ab, der sich schon einige Jahre nicht mehr auf Höhe der Konkurrenz zeigte. Neu ist auch das Kürzel im Modellcode, womit man einerseits der internen Modell-Logik folgt (T 30 wie Tour, S 21 wie Sport), andererseits mit dem Buchstaben A wie Adventure aber ganz bewusst nicht E wie Enduro aufgreift.
Der Battle Wing galt als stabil und haltbar, das soll der Bridgestone A 40 fortsetzen. Mit Profildesign, Karkasskonstruktion und neuer Gummimischung will man bei Handling, Kurvengrip und Nasshaftung deutlich nachgelegt haben.Am Ende unserer Tour kann sich der Japaner mit ausgewogener Handlichkeit, toller Stabilität, gutmütiger Nassperformance und geringem Verschleiß auf Platz drei positionieren.
Bewertung Bridgestone A 40:
- Landstraße/Alltag: Klare Stärke des neuen Bridgestone A 40 ist seine gute Geradeauslaufstabilität.
- Nasstest: Beim Beschleunigen punktet der Bridgestone A 40 mit sattem Grip, die Werte bei der Vollbremsung aus 100 km/h sind ohne Fehl und Tadel.
- Verschleiß: Moderate Abriebswerte vorne und hinten machen den Bridgestone A 40 interessant für Vielfahrer.
Fazit: stabil, neutral, wirtschaftlich. Wer mit seiner Reiseenduro auf der Suche nach einem ausgewogenen Allrounder ist, wird mit dem Bridgestone A 40 zufrieden sein. Seine Unauffälligkeit ist aber nicht jedermanns Geschmack.
MOTORRAD-Wertung: 429 Punkte, Platz 3
Continental Trail Attack 2
Continental Trail Attack 2: knickt bei Nässe schnell ein. Das Statement der Hannoveraner Reifenbäcker in der Produktbeschreibung ist unmissverständlich: „speziell entwickelter Straßen-Enduroreifen für die großen und leistungsstarken Reiseenduros“.
Immerhin: Als Erstausrüstungsreifen für die KTM Adventure-Familie (1190 Adventure, Adventure R und 1290 Super Adventure) war der Continental Trail Attack 2 von Anfang an (2013) als ZR-Reifen verfügbar und somit auch für Geschwindigkeiten jenseits der 240 km/h zugelassen.
Mit Null-Grad-Stahlgürtel will man genügend Stabilität bei hohem Tempo bieten, per speziellem Backverfahren („Multigrip“) eine mittig abriebfestere Gummimischung zu den Schultern hin weicher auslaufen lassen. Das Wort Gelände greift man in der Produktbeschreibung konsequenterweise nicht auf.
Bewertung Continental Trail Attack 2:
- Landstraße/Alltag: Leichtfüßig, handlich, präzise - und das bereits ab den ersten Metern.
- Nasstest: Auf regennassen Fahrbahnen muss sich der Continental Trail Attack 2 trotz aller Dynamik den deutlich stärkeren Konkurrenten geschlagen geben.
- Verschleiß: Leistung frisst Gummi. Nach 4000 Kilometern hat der Vorderreifen deutlich Profil verloren.
Fazit: Nichts wie hinein in die Kurvenparadiese dieser Welt - das ist die Paradedisziplin des Continental Trail Attack 2. Problematisch wird es aber, wenn der Weg dahin zu lang oder gar nass ist. Denn dann knickt der Conti allzu schnell ein.
MOTORRAD-Wertung: 425 Punkte, Platz 4
Dunlop Trailsmart
Dunlop Trailsmart: hat in der 110/150er beim letztjährigen Reifentest besser überzeugt.
Seit einem Jahr ist das der Dunlop Trailsmart, der auf einen höchst erfolgreichen, inzwischen aber nicht mehr erhältlichen Vorgänger aufsattelt.
Vor allem überzeugte der TR 91 in der Landstraßenwertung (punktgleich mit Pirelli Scorpion Trail auf Platz 1) und fuhr bei Nässe (Platz 2) zusammen mit dem Metzeler Tourance Next (Platz 1) dem Verfolgerfeld weit davon. Sein großes Manko: der Verschleiß (Platz 5).
Bewertung Dunlop Trailsmart:
- Landstraße/Alltag: Im kurvenreichen Revier verlangt der Trailsmart nach deutlich mehr Druck als die Konkurrenz, auch enge Bögen sind nicht seine Welt.
- Nasstest: Mit einem tollen Grip-Polster zieht der Dunlop Trailsmart bei Regen wiederum an manchen Konkurrenten vorbei. Auf der Bremse punktet er mit dem kürzesten Anhalteweg aus 100 km/h.
- Verschleiß: Der wunde Punkt: Vorne wie hinten hat der Dunlop Trailsmart nach 4000 km am stärksten abgebaut.
Fazit: In der schmalen 110/150er-Ausführung konnte der Dunlop Trailsmart beim letztjährigen Reifentest deutlich besser überzeugen. Im Breitformat zeigt er sich dagegen sehr träge. Top: die Nassperformance! Flop: der Verschleiß!
MOTORRAD-Wertung: 414 Punkte, Platz 5
Metzeler Tourance Next
Metzeler Tourance Next: zeigt auch wirtschaftlich betrachtet Bestwerte.
Ursprünglich der Erstausrüstungsreifen für die neue R 1200 GS, war seine Entwicklungsarbeit auch eng mit der des Wasserboxers verzahnt. Von diesem intensiven Austausch mit BMW profitiert der Tourance Next anscheinend bis heute.
Bewertung Metzeler Tourance Next:
- Landstraße/Alltag: In puncto Agilität sind dem Metzeler Tourance Next sowohl der Conti wie auch der Pirelli überlegen. Dafür gefällt der Metzeler bereits ab den ersten Metern durch seine herausragende Souveränität.
- Nasstest: Dank seiner guten Handlichkeit und hoher Lenkpräzision sorgt der Metzeler Tourance Next auch auf nassem Terrain für ein zufriedenes Grinsen bei der Besatzung.
- Verschleiß: Der Metzeler Tourance Next könnte die Tour noch mal stemmen.
Fazit: Auch wenn der Metzeler Tourance Next inzwischen viele Jahre auf dem Buckel hat - auf der R 1200 GS (für die er einst mitentwickelt wurde) zeigt der Metzeler weiterhin Bestwerte. Auch wirtschaftlich betrachtet.
MOTORRAD-Wertung: 446 Punkte, Platz 2
Michelin Anakee III
Michelin Anakee III: auf Landstraßen zu träge. Aktuell rollen alle Geländeboxer mit dem Michelin Anakee III, der ebenfalls seit 2013 erhältlich ist, vom Band.
Verfügbare Reifenmodelle
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der verfügbaren Reifenmodelle für die Ducati Multistrada 1200, basierend auf den bereitgestellten Daten:
| Reifenmodell | Typ | Besonderheiten |
|---|---|---|
| AVON SPIRIT ST AV75 / AV76 | Sport Touring | 3D Lamellentechnologie, schneller Warm-up |
| Continental ROAD ATTACK 4 | Tourenreifen | Neu interpretiertes Segment für Supertourer |
| Continental TRAIL ATTACK 3 | Semi-Enduro | Für mittlere und große Enduros |
| DUNLOP MUTANT | Crossover | Extrem leistungsstark und vielseitig |
| HEIDENAU K60 RANGER | Offroad | Weiterentwickelter K60 Scout |
| METZELER KAROO 4 | 50/50 Reifen | Revolutionäres Profilmuster |
| METZELER ROADTEC 01 SE | Sport-Touring | Besonders leistungsstarke Variante |
| METZELER ROADTEC 02 | Straßenreifen | Für hubraumstarke Straßenmotorräder |
| MICHELIN ANAKEE ROAD | Abenteuer-Tourenreifen | Straßenperformance im „Trail-Look“ |
| MICHELIN ROAD 6 | Sporttouring | Neuestes Mitglied der Michelin Familie |
| MITAS ENDURO TRAIL XT+ | Offroad | Ultimativer Offroad-Reifen |
| MITAS TERRA FORCE-R | Maxi-Enduro/Trail | 90% Straße, 10% Gelände |
| Pirelli SCORPION RALLY | Rallye | Für Wüstenrennen und Rallyes |
| Pirelli SCORPION TRAIL III | Sporttouring | Für Straße und leichtes Gelände |
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