Das fragwürdige Fahrverbot in Tirol für Motorräder über 95 dB(A) Standgeräusch bleibt bestehen. Auf 6 Streckenabschnitten dürfen vom 15. April bis 31. Oktober keine Motorräder mehr fahren, die mehr als 95 dB(A) Standgeräusch eingetragen haben.
Hintergrund der Fahrverbote
Hintergrund der Fahrverbote in Tirol anhand des irrelevanten Standgeräuschwerts ist die angeblich leichtere Prüfung vor Ort.
Allerdings ist das Instrument gedacht, um verschlissene, manipulierte oder illegale Auspuffanlagen zu identifizieren. Das Messverfahren ist insbesondere dazu geeignet, Auspuffknallen zu identifizieren, das Endtöpfe je nach Zustand oder Herkunft entwickeln können.
Aber: Die Einfahrt auf die Straßen wird nicht durch die Messung gestattet, sondern über den eingetragenen Wert, der laut Regierung einfach einsehbar ist, in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) oder auf der Plakette am Fahrzeug.
Standgeräusch vs. Fahrgeräusch
Problem: Die echten Fahrgeräusche einiger dieser Modelle werden mit einer sehr hohen Lautheit - einer psycho-akustischen Größe - empfunden. Die Lautstärke ist messbar, die Lautheit nehmen wir individuell wahr.
Sprich: Die Chance, mit einem lauten Motorrad in Tirol legal zu fahren ist größer, als mit einem leisen Motorrad, dessen irrelevantes Standgeräusch - teils aus Altersgründen - über einer rechtlich nicht erhebbaren Grenze liegt.
Rechtliche Bedenken
Das geplante Fahrverbot im niedersächsischen Landkreis Holzminden brachte die treibende Kraft, die DUH, dauerhaft das Argument der Rechtssicherheit des Standgeräuschs.
Und genau das bestätigte der niedersächsische Landtag bereits im Sommer 2021 nicht und begründete wie folgt:
"…Nach dem sogenannten Tiroler Modell sind Strecken bzw. Streckenabschnitte in … bestimmten Jahreszeiten für alle Motorradfahrende gesperrt, deren Motorräder ein höheres Standgeräusch als 95 dB erreichen. Aus den Standgeräuschen der Fahrzeuge lassen sich allerdings nicht die Betriebsgeräusche belastbar ableiten. So können durchaus Motorräder mit niedrigen Standgeräuschen überproportional laute Fahrgeräusche erzeugen und auch umgekehrt. Damit ist schon die Basis dieses Modells rechtsunsicher und kann daher keine Grundlage für Modellversuche in Deutschland sein."
Wie läuft die Standgeräuschmessung ab?
Bei einer Schalldruckpegelmessung im Nahfeld, der sogenannten Standgeräuschmessung nach UN-ECE R 41.04, werden mehrere Messungen seitlich hinter der Endtopfmündung genommen.
Bei halber Nenndrehzahl muss die Drehzahl mindestens 1 Sekunde gehalten und dann abrupt der Gasgriff geschlossen werden.
Beispiel: Wenn 98 PS (72 kW) bei 10.000/min eingetragen sind, bei 5.000 Touren.
Aus mindestens drei Messungen, die nacheinander nicht weiter als 2 dB(A) voneinander abweichen dürfen, errechnet man den Mittelwert, der mathematisch gerundet das Ergebnis ergibt.
Nach UN-ECE R 41.04 ist zwar keine Toleranz vorgesehen, in der Praxis ist das regional wohl möglich.
Alternativen und Konsequenzen
Es geht wohl nicht anders, als durch voreilenden Gehorsam das Motorrad zu wechseln, um weiterhin die lärmverbotenen Gebiete Tirols besuchen zu dürfen!'
Da ich das aber nicht machen werde, halte ich das so wie Firefox und mache meine Motorradurlaube in Gegenden ohne diese diskriminierenden Verbote.
Ich bin nicht der Böse, der Lärm macht, sondern der, welcher ein zulassungsfähiges Motorrad gekauft hat.
Dafür nun Verbote? Die können mich mal!
Vergleich mit anderen Motorrädern
Der Ducati SuperSport 950 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik steht die Ducati Multistrada V2 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit gleichem Hubraum gegenüber.
Das maximale Drehmoment der Multistrada V2 S von 94 Newtonmeter bei 6.750 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 93 Nm Drehmoment bei 6.500 Umdrehungen bei der SuperSport 950 S.
Bei der SuperSport 950 S federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Öhlins mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Öhlins.
Die Multistrada V2 S setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs.
Die Ducati Multistrada V2 S hat mit 170 mm vorne und 170 mm hinten ein einen deutlich längeren Federweg als die Ducati SuperSport 950 S mit 130 mm vorne und 144 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der SuperSport 950 S vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange.
Die Multistrada V2 S vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt SuperSport 950 S auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten.
Für Bodenkontakt sorgen auf der Multistrada V2 S Reifen in den Größen 120/70-19 vorne und 170/60-17 hinten.
Der Radstand der Ducati SuperSport 950 S misst 1.478 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 810 Millimeter.
Die Ducati Multistrada V2 S ist von Radachse zu Radachse 1.594 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 830 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 225 kg ist die Multistrada V2 S etwas schwerer als die SuperSport 950 S mit 218 kg.
In den Tank der SuperSport 950 S passen 16 Liter Sprit. Bei der Multistrada V2 S sind es 20 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Ducati SuperSport 950 S beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 14.799 Euro und ist damit preislich ähnlich wie der Preis der Ducati Multistrada V2 S mit 16.220 Euro im Durchschnitt.
Von der Ducati SuperSport 950 S gibt es aktuell 15 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati Multistrada V2 S sind derzeit 58 Modelle verfügbar.
Für die SuperSport 950 S gibt es aktuell 76 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Multistrada V2 S wurde derzeit 73 Mal pro Monat gesucht.
Ducati Multistrada 950 S vs. Yamaha Tracer 9
Der Ducati Multistrada 950 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik steht die Yamaha Tracer 9 mit ihrem 4-Takt Reihe 3-Zylinder-Motor mit 890 Kubik gegenüber.
Die Yamaha bietet mit 119 PS bei 10.000 Umdrehungen eine vergleichbare Leistung im Vergleich zur Ducati mit 113 PS bei 9.000 U / min.
Das maximale Drehmoment der Multistrada 950 S von 96 Newtonmeter bei 7.750 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 93 Nm Drehmoment bei 7.000 Umdrehungen bei der Tracer 9.
Bei der Multistrada 950 S federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs.
Die Tracer 9 setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung verstellbares Monofederbein.
Die Ducati Multistrada 950 S hat mit 170 mm vorne und 170 mm hinten ein einen deutlich längeren Federweg als die Yamaha Tracer 9 mit 130 mm vorne und 122 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Ducati vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange.
Die Yamaha vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 298 Millimeter Durchmesser.
Hinten ist eine Scheibe mit 245 mm Durchmesser und verbaut.
Bei der Bereifung setzt Multistrada 950 S auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 19 vorne und 170 / 60 - 17 hinten.
Für Bodenkontakt sorgen auf der Tracer 9 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.
Der Radstand der Ducati Multistrada 950 S misst 1.594 Millimeter, die Sitzhöhe reicht von 820 bis 760 Millimeter.
Die Yamaha Tracer 9 ist von Radachse zu Radachse 1.500 mm lang und ihre Sitzhöhe reicht von 810 bis 815 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 230 kg ist die Ducati deutlich schwerer als die Yamaha mit 213 kg.
In den Tank der Multistrada 950 S passen 20 Liter Sprit.
Bei der Tracer 9 sind es 19 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Ducati Multistrada 950 S beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 10.409 Euro und ist damit preislich ähnlich wie der Preis der Yamaha Tracer 9 mit 10.689 Euro im Durchschnitt.
Von der Ducati Multistrada 950 S gibt es aktuell 4 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Yamaha Tracer 9 sind derzeit 3 Modelle verfügbar.
Für die Ducati gibt es aktuell 76 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Yamaha wurde derzeit 143 Mal pro Monat gesucht.
Ducati Multistrada 950 S: Modelljahre
Baujahr 2019-2021
Die Ducati Multistrada 950 S wird zur EICMA 2018 offiziell vorgestellt und ist ab Modelljahr 2019 erhältlich.
Sie ergänzt die bestehende Multistrada 950 um umfangreiche elektronische Assistenzsysteme und Komfortfunktionen.
Die 950 S basiert auf dem gleichen Gitterrohrrahmen wie die Standardversion, bietet jedoch serienmäßig das semiaktive Ducati Skyhook Suspension Evo Fahrwerk.
Dieses passt die Dämpfung kontinuierlich an Fahrbahnbedingungen und Fahrstil an.
Weitere serienmäßige Ausstattungsmerkmale der Multistrada 950 S sind ein 6,5 Zoll großes TFT-Farbdisplay mit Ducati Multimedia System (DMS), ein Quickshifter für kupplungsloses Hoch- und Runterschalten, ein schlüsselloses Startsystem (Keyless) sowie Kurven-ABS (Bosch Cornering ABS) und Kurvenlicht (Ducati Cornering Lights).
Die Sitzposition ist aufrecht und langstreckentauglich, mit einem breiten Lenker und einer Sitzhöhe von 840 mm.
Eine niedrigere Sitzbank (820 mm) ist als Zubehör erhältlich.
Der Windschild ist manuell höhenverstellbar.
Die Multistrada 950 S ist ab Werk mit Pirelli Scorpion Trail II Bereifung ausgestattet. Das Vorderrad misst 19 Zoll, das Hinterrad 17 Zoll.
Die Soziustauglichkeit ist durch einen breiten Soziussitz und stabile Haltegriffe gegeben. Optional sind Seitenkoffer und ein Topcase aus dem Ducati-Zubehörprogramm erhältlich.
Der Tankinhalt beträgt 20 Liter.
Ducati gibt keinen offiziellen Durchschnittsverbrauch an. Laut Typgenehmigung liegt der kombinierte Verbrauch bei 5,5 l/100 km (nach WMTC), was eine rechnerische Reichweite von rund 360 km ermöglicht.
Baujahr 2022-2023
Ab Modelljahr 2022 wird die Multistrada 950 S gemäß Euro-5-Norm homologiert. Die Motorleistung und das Drehmoment bleiben unverändert. Die technische Ausstattung entspricht weiterhin der Version von 2019, inklusive Skyhook-Fahrwerk, TFT-Display, Quickshifter, Keyless-System und Kurven-ABS.
Neu ist die Farbvariante "GP White", die das bisherige Farbspektrum ergänzt.
Die Ducati 4Ever-Garantie gilt ab Werk für vier Jahre ohne Kilometerbegrenzung, sofern die Wartung gemäß den Ducati-Vorgaben durchgeführt wird. Die Wartungsintervalle betragen 15.000 km bzw. einmal jährlich. Der Desmo-Service ist alle 30.000 km fällig.
Weitere Fragen zur Ducati Multistrada 950 S
- Ist die Ducati Multistrada 950 S für Anfänger geeignet?
Die Multistrada 950 S richtet sich primär an erfahrene Fahrer. Sie bietet umfangreiche Assistenzsysteme, ist jedoch aufgrund von Gewicht und Leistungscharakteristik nicht als typisches Einsteigermotorrad konzipiert.
- Hat die Multistrada 950 S ABS?
Ja, serienmäßig ist ein Bosch Kurven-ABS (Cornering ABS) verbaut, das auch in Schräglage aktiv ist.
- Multistrada 950 S vs. Multistrada 950 - Unterschiede?
Die 950 S bietet zusätzlich ein semiaktives Fahrwerk, ein 6,5 Zoll TFT-Display, Quickshifter, Kurvenlicht, Keyless-System und das Ducati Multimedia System. Die Basisversion verfügt über ein LCD-Display und konventionelle Fahrwerkskomponenten.
- Multistrada 950 S Tankinhalt und Reichweite?
Der Tank fasst 20 Liter. Bei einem homologierten Verbrauch von 5,5 l/100 km ergibt sich eine rechnerische Reichweite von etwa 360 km.
- Darf man mit der Multistrada 950 S nach Tirol fahren?
Das Standgeräusch beträgt laut EU-Typgenehmigung 93 dB(A).
Übersicht relevanter Daten
| Merkmal | Ducati Multistrada 950 S |
|---|---|
| Standgeräusch | 93 dB(A) |
| Tankinhalt | 20 Liter |
| Reichweite | ca. 360 km |
| Sitzhöhe | 820 - 760 mm |
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