Ducati Multistrada V2 vs. 950 S: Ein Vergleich

Die Ducati Multistrada 950 wurde bis 2021 gebaut und ist nur noch gebraucht erhältlich. Nachfolger ist die Multistrada V2. Der Ducati Multistrada V2 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik steht die Ducati Multistrada 950 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit gleichem Hubraum gegenüber.

Die Ducati Multistrada 950 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik steht die Ducati Multistrada V2 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit 890 Kubik gegenüber.

Motor und Leistung

Das maximale Drehmoment der Multistrada 950 S von 96 Newtonmeter bei 7.750 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 94 Nm Drehmoment bei 6.750 Umdrehungen bei der Multistrada V2. Das maximale Drehmoment der Multistrada 950 S von 96 Newtonmeter bei 7.750 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 92 Nm Drehmoment bei 8.250 Umdrehungen bei der Multistrada V2 S.

Der Desmo-L-Twin stammt eins zu eins aus der wassergekühlten Hypermotard und wird auch die neue Supersport befeuern. Er ist ein sehr feiner Motor mit allerbesten Manieren und linearer Leistungs- wie Drehmomentkurve.

Bis 7000/min läuft er schön geschmeidig, hämmert darüber mit beeindruckender Soundkulisse ans Drehzahllimit bei 10.000/min. Vibrationen? Bis in die Mitte kaum, oben ganz ordentlich, aber nie nervig.

Sicher, was Schub und Explosivität angeht, kommt der 950er natürlich lange nicht an den urgewaltigen 1200er ran. Aber wer braucht schon 160 PS auf der Landstraße? Womit wir wieder beim Thema Vernunft wären.

Mit 113 PS aus 937 ccm liegt die Duc leistungsmäßig auf deren Niveau. Die 950 kann aber auch anders: Sanfte Gasannahme, kommodes Federn - der „Touring“-Modus wird bei Fahrern, die Wert auf Komfort legen, vermutlich zur Dauereinstellung.

Es sei denn, sie bevorzugen es, mit abgespeckter Leistung im „Urban“-Modus durch die Stadt zu cruisen oder sich im Enduro-Fahrprogramm abseits befestigter Straßen zu vergnügen, was mit 170 mm Federweg und nur in diesem Modus abschaltbarem ABS durchaus drin ist.

Fahrwerk und Bremsen

Bei der Multistrada V2 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs. Die Multistrada 950 S setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs.

Bei der Multistrada 950 S federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs. Die Multistrada V2 S setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 45 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Multistrada V2 vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Die Multistrada 950 S vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Multistrada 950 S vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Die Multistrada V2 S vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo verbaut.

Bei der Bereifung setzt Multistrada V2 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 19 vorne und 170 / 60 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Multistrada 950 S Reifen in den Größen 120/70-19 vorne und 170/60-17 hinten.

Bei der Bereifung setzt Multistrada 950 S auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 19 vorne und 170 / 60 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Multistrada V2 S Reifen in den Größen 120/70-19 vorne und 170/60-17 hinten.

Der Radstand der Ducati Multistrada V2 misst 1.594 Millimeter, die Sitzhöhe reicht von 810 bis 850 Millimeter. Die Ducati Multistrada 950 S ist von Radachse zu Radachse 1.594 mm lang und ihre Sitzhöhe reicht von 820 bis 760 Millimeter.

Der Radstand der Ducati Multistrada 950 S misst 1.594 Millimeter, die Sitzhöhe reicht von 820 bis 760 Millimeter. Die Ducati Multistrada V2 S ist von Radachse zu Radachse 1.572 mm lang und ihre Sitzhöhe reicht von 830 bis 850 Millimeter.

Das sauber ansprechende Fahrwerk der 950er absorbiert selbst tiefe Aufbrüche drittklassiger Nebenstraßen. Wer von einer BMW oder Triumph umsteigt, würde sicher sehr zufrieden mit dem gebotenen Komfort sein.

In ABS-Stufe 2 des Sport-Modus gibt es keine Abhebe-Erkennung. So sind selbst und gerade mit Sozius hohe Stoppies möglich. ABS-Stufe 1 deaktiviert das ABS am Hinterrad, gut für Offroad-Einsatz im Enduro-Modus.

Gewicht und Abmessungen

Mit einem fahrfertigen Gewicht von 230 kg ist die Multistrada 950 S ähnlich schwer wie die Multistrada V2 mit 225 kg.

Mit einem fahrfertigen Gewicht von 230 kg ist die Multistrada 950 S viel schwerer als die Multistrada V2 S mit 202 kg.

In den Tank der Multistrada V2 passen 20 Liter Sprit. Bei der Multistrada 950 S sind es ebenfalls 20 Liter Tankvolumen.

In den Tank der Multistrada 950 S passen 20 Liter Sprit. Bei der Multistrada V2 S sind es 19 Liter Tankvolumen.

Max. Reifen 120/70 R 19; 170/60 R 17. Radstand 1594 mm, Lenkkopfwinkel 64,8 Grad, Nachlauf 106 mm, Federweg vorn/hinten 170/170 mm, Sitzhöhe 840 mm, Leergewicht 227 kg, Tankinhalt 20,0 Liter.

Ausstattung und Besonderheiten

Von der Ducati Multistrada V2 gibt es aktuell 14 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati Multistrada 950 S sind derzeit 4 Modelle verfügbar. Für die Multistrada V2 gibt es aktuell 83 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Multistrada 950 S wurde derzeit 76 Mal pro Monat gesucht.

Von der Ducati Multistrada 950 S gibt es aktuell 4 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati Multistrada V2 S sind derzeit 58 Modelle verfügbar. Für die Multistrada 950 S gibt es aktuell 76 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Multistrada V2 S wurde derzeit 73 Mal pro Monat gesucht.

Sie wirkt edel und fein verarbeitet, optisch sportiv sowieso, eben typisch italienisch. Bei den meisten Zutaten wurden die Konstrukteure im großen Ducati-Baukasten fündig.

Das gilt etwa für die Zweiarmschwinge und den schmalen Endschalldämpfer der Enduro-Multi. Die Federung arbeitet natürlich nicht elektronisch und semiaktiv, sondern ganz konventionell und voll einstellbar.

Und das Display verzichtet auf Farbspielereien, liefert schlicht monochrom eine nicht minder umfängliche Informationsflut. Abgesehen von der Antriebseinheit bilden die Räder den substanziellen Unterschied zur großen Schwester.

Während jene auf breiten 17-Zöllern rennt, bekam die 950er die Radkombination 19/17 Zoll von der großem Multistrada 1200. Wichtiger ist, dass die Rad-Reifen-Kombination ein absoluter Volltreffer ist, das zeigen schon die ersten Kilometer auf der kargen Kanareninsel Fuerteventura mit ihren raugriffigen Asphaltbelägen.

Völlig easy lässt sich die 950er hier manövrieren, umrundet in sanften Schwüngen praktisch ohne jegliches Zutun des Fahrers Kurven in allen vorstellbaren Radien. Sicher wirkt sie bei angriffslustiger Fahrweise nicht so knackig direkt in der Lenkung wie die 17-Zoll-1200er, bleibt dafür aber jederzeit schön berechenbar und völlig neutral auf Linie, selbst bei grob onduliertem Untergrund.

Und man fragt sich unwillkürlich, ob 19 Zoll vorn nicht auch für die große Multistrada eine Option wären. Überhaupt erscheint das Gesamtpaket sehr gelungen, was das Leben mit der kleinen Multi in jeder Hinsicht so easy macht.

Die 950er versteht sich als Konkurrent in der Liga von Honda Africa Twin, Suzuki V-Strom 1000 oder KTM 1090 Adventure.

Urban und Enduro reduzieren die Leistung und passen ABS und Traktionskontrolle an. Sport und Touring sind unkastriert, allerdings mit unterschiedlichem Ansprechverhalten des Motors.

Fein ist jedoch, dass sich jeder Modus individuell konfigurieren und dauerhaft speichern lässt. Also etwa ein zugegeben etwas eigenwillig zusammengebastelter Sportmodus mit sanfter Gasannahme, ABS hinten aus, Traktionskontrolle ganz, ganz spät regelnd, Leistung natürlich volles Programm.

Die große Modellpflege verleiht der kleinen Multi Flügel. Die 950 S steht für großartigen Fahrspaß: Das Elektronikpaket hebt die S-Version technologisch fast auf ein Niveau mit der 1260 S.

Trotz der um 45 PS geringeren Leistung bietet die Multistrada 950 S letztlich vergleichbaren Fahrspaß für kleineres Geld. Und bewahrt Ducati davor, die elektronisch aufgerüsteten Premium-Mittelklasse-Wettbewerber technologisch vorbeiziehen lassen zu müssen.

Die elektronische Federung stimmt die Dämpfung von Gabel und Federbein situ­ativ auf die Beschaffenheit der Fahr­bahnoberfläche ab. Das verleiht der dynamischen 950 S etwas von einem fliegenden Teppich mit Expresszuschlag und hebt sie technologisch auf ein Fahrwerks-niveau mit Wettbewerbern wie der BMW F 850 GS mit Dynamic ESA und der neuen Kawasaki Versys 1000 SE.

Gleichzeitig verkleinert es den Prestige-Abstand zum Power-Tourer Multistrada 1260 merklich. Weitere serienmäßige S-Zutaten aus dem Geschwister-Regal sind unter anderem das vollfarbige, fünf Zoll große TFT-Display, Voll-LED-Scheinwerfer, Tempomat, Funkschlüssel (Hands-Free System), hinterleuchtete Lenkerarmaturen und der Quickshifter, den es für die Standardversion immerhin als aufpreispflichtiges Extra gibt.

Schon nach den ersten Abzweigungen zeigt sich: Eine zeitgemäße und segensreiche Verbesserung ist die neue automatische Abschaltfunktion der Blinker. Endlich auch hier, möchte man jauchzen: Ewig blinkende Vordermänner nerven gewaltig - und irritieren den ein oder anderen Verkehrsteilnehmer nachhaltig.

Das Management fürs Blinker-Aus übernimmt ein Gyrosensor: Je nach Schräglage beziehungsweise gefahrener Strecke (abhängig vom Tempo beim Einschalten des Blinkers) stoppt er das Fahrtrichtungs-Stroboskop.

Über die neuen großen Bedientasten links am Lenker wird die Fahrlaune der Ducati bestimmt. Vier Fahrmodi stehen zur Wahl. Übers Bordmenü kann man sie auch selbst komponieren und beispielsweise dreistufig die Leistungsentfaltung voreinstellen. Insgesamt gibt es mehr als 400 Konfigurationsmöglichkeiten bei der 950 S.

Wer den „Sport“-Modus aufruft, erlebt das ungestüme, fast krawallige Temperament, das Ducati groß gemacht hat. Die charakteristische desmodromische Ventilbetätigung kratzt die Leistung in jedem Winkel des Brennraums zusammen. Das merkt und hört man in allen Drehzahllagen. Sound und Performance machen einfach Laune.

Auch nachts lässt sich die Multistrada 950 S souverän bewegen: Die serienmäßigen LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht leuchten die Einflugschneise vertrauens­voll und sehr gleichmäßig aus. Das ist schon großes Kino, was die Duc da auf die Straße wirft.

Die Zuladung bei Serienausstattung gibt BMW Motorrad mit 211 Kilogramm an, bei der Ducati Multistrada 950 S sind es 235 kg.

Ducati spendiert der 950 S aufpreisfrei ein dreistufiges Kurven-ABS von Bosch, eine achtstufige Traktionskontrolle (DTS), Berganfahrhilfe und vier Fahrmodi (Sport, Touring, Enduro und Urban). Dieser Punkt geht dank 6-achsiger Bosch-IMU (Inertial Measurement Unit) nach Italien.

Preisgestaltung

Der aktuelle Durchschnittspreis der Ducati Multistrada 950 S beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 10.409 Euro und ist damit deutlich günstiger als der Preis der Ducati Multistrada V2 S mit 16.220 Euro im Durchschnitt.

Die nur in Rot lieferbare Multistrada 950 kostet ab 13.345,-- Euro, die 950 S gibt es ab 15.395,-- Euro (rot) bzw. 15.590,-- Euro (grau).

16.990 Euro kostet, die überarbeitete Multistrada V2 2022, 1.000 mehr als bisher, nicht eben wenig.

Vergleichstabelle

Merkmal Ducati Multistrada V2 Ducati Multistrada 950 S Ducati Multistrada V2 S
Motor 937 Kubik 937 Kubik 890 Kubik
Maximales Drehmoment 94 Nm bei 6.750 U/min 96 Nm bei 7.750 U/min 92 Nm bei 8.250 U/min
Vorderradaufhängung Kayaba Telegabel Upside-Down, 48 mm Kayaba Telegabel Upside-Down, 48 mm Telegabel Upside-Down, 45 mm
Hinterradaufhängung Sachs Monofederbein Sachs Monofederbein Monofederbein
Vorderradbremse Doppelscheibe, 320 mm, Brembo Vierkolben-Zange Doppelscheibe, 320 mm, Brembo Vierkolben-Zange Doppelscheibe, 320 mm, Brembo Vierkolben-Zange
Hinterradbremse Scheibe, 265 mm, Zweikolben-Zange Scheibe, 265 mm, Zweikolben-Zange Scheibe, 265 mm, Brembo Zweikolben-Zange
Reifengröße vorne 120/70-19 120/70-19 120/70-19
Reifengröße hinten 170/60-17 170/60-17 170/60-17
Radstand 1.594 mm 1.594 mm 1.572 mm
Sitzhöhe 810-850 mm 820-760 mm 830-850 mm
Gewicht (fahrbereit) 225 kg 230 kg 202 kg
Tankvolumen 20 Liter 20 Liter 19 Liter

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0