Die Ducati Scrambler hat sich seit ihrer Einführung als ein beliebtes Motorrad etabliert, das sowohl neue als auch erfahrene Fahrer anspricht. Besonders die Scrambler Sixty2 sticht dabei als einsteigerfreundliches Modell hervor.
Vergleich der Ducati Scrambler Modelle
Der Ducati Scrambler Icon mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 803 Kubik steht die Ducati Scrambler Sixty2 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit 399 Kubik gegenüber. Das maximale Drehmoment der Scrambler Icon von 67 Newtonmeter bei 5.750 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 34 Nm Drehmoment bei 8.000 Umdrehungen bei der Scrambler Sixty2.
Fahrwerk und Bremsen
Bei der Scrambler Icon federt vorne eine Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein von Kayaba. Die Scrambler Sixty2 setzt vorne auf eine Telegabel konventionell von Showa mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein von Kayaba. Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Scrambler Icon vorne eine Einzelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und Einkolben-Zange. Die Scrambler Sixty2 vertraut vorne auf eine Einzelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 245 mm Durchmesser und Einkolben-Zange verbaut.
Reifen und Abmessungen
Bei der Bereifung setzt Scrambler Icon auf Schlappen mit den Maßen 110 / 80 - 18 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Scrambler Sixty2 Reifen in den Größen 110/80-18 vorne und 160/60-17 hinten. Der Radstand der Ducati Scrambler Icon misst 1.445 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 790 Millimeter. Die Ducati Scrambler Sixty2 ist von Radachse zu Radachse 1.460 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 790 Millimeter. Mit einem fahrfertigen Gewicht von 189 kg ist die Scrambler Icon etwas schwerer als die Scrambler Sixty2 mit 183 kg. In den Tank der Scrambler Icon passen 13,5 Liter Sprit. Bei der Scrambler Sixty2 sind es 14 Liter Tankvolumen.
Marktanteil und Zielgruppe
Die Zahlen sprechen dafür: Im Jahr 2015 war jede vierte in Deutschland verkaufte Ducati eine Scrambler; weltweit liegt ihr Anteil an den gesamten Stückzahlen sogar noch etwas höher. Die Scrambler-Kunden sind zudem neu: "Die Scrambler bringt uns Leute in den Laden, die wir sonst nie gesehen hätten - junge Einsteiger, die sich etwas Schickes leisten wollen," sagt der Hamburger Ducati-Händler Sascha Marmull.
Design und Ausstattung
Puristisches Design, mit stilistischen Anleihen bei der verspielten Surfer- und Hippiekultur der Sechziger- und Siebzigerjahre - mit der Scrambler hat Ducati den Zeitgeist voll getroffen. Alles liegt offen; der Motor voll im Blick, dominante Auspuffrohre und -tüten. So ist die Sitzbank inzwischen auch auf langen Strecken erträglich. Die Bologneser Designer machen aus dem Basis-Fahrzeug neben der Flat Track Pro unter anderem die Icon, die Classic und die Urban Enduro. Die seit 2016 angebotene Sixty2 ist das erste Derivat mit dem 399-Kubik-Motor.
Bravo, die Designer aus Bologna haben der Scrambler ein kleines Fach und eine USB-Steckdose für das Smartphone gegönnt. Das braucht man als entspannt im Post-Heritage-Modus fahrender Hipster, um in den sozialen Netzwerken Hashtags wie #scramblerducati zu füttern. Blöd nur, dass der Anschluss unter der Sitzbank verbaut ist und damit in der Praxis völlig sinnfrei wird.
Fahrgefühl und Leistung
Auf der Straße ist die Flat Track Pro ausgesprochen gutmütig und stellt auch Fahranfänger vor keine unlösbaren Aufgaben. Die Liebe zur Flat Track Pro lebt vom Zusammenspiel des genialen Motors mit der Termignoni-Auspuffanlage. Die coole Combo erzeugt einen Klangteppich, der das Herz erwärmt. Mit dem 400 Kubik Aggregat ist den Italienern ein ganz großer Wurf gelungen. Eine praktisch gerade verlaufende Leistungskurve und nahezu keine Lastwechsel verstehen sich nicht immer von selbst.
Hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch die Einsteigerfreundlichkeit des Motors. So kann man Standgas einkuppeln und losfahren. Andersrum hat man aber auch kein Problem damit, wenn man zuviel Gas erwischt oder die Kupplung schnalzen lässt.
Fahrverhalten in der Stadt und auf Landstraßen
Kein Zweifel, die Stadt ist ihr Zuhause, hier fühlt sie sich mit ihrem leichten Handling und der schmalen Linie richtig wohl. Da spielt auch die mindere Leistung keine Rolle. Insbesondere die Mädels übten am breiten und etwas hohen Lenker sanfte Kritik. Mit ihrem Trockengewicht von nur 167 kg ist die Sixty2 auch von zierlicheren Geschöpfen leicht zu handeln und überfordert in fast keiner Situation.
In den engen Radien funktioniert die Kleine hervorragend, handlich wie eine Supermoto fetzt sie überall innen vorbei. Die 62er liebt auch die langgezogenen, schnellen Kurven. Wie eine Große cruist sie über die Straßen. Kein Schwimmen, kein Ruckeln, kein nervöses Gehabe.
Motorleistung und Fahrspaß
Ganz ehrlich Antwort Nein! Ich war schon lange nicht mehr so stressfrei unterwegs wie mit der Sixty2. Nicht falsch verstehen, wir waren schon richtig flott unterwegs, aber man kommt einfach entspannter in die Kurve und selbst, wenn man etwas zu schnell dran ist, reicht ein kleiner Zug mit dem rechten Zeigefinger und alles ist wieder im grünen Bereich. Aus der Kurve einfach voll umdrehen und die Scrambler findet genau die richtige Beschleunigung. Auch wenns jetzt sehr kitschig und aufgesetzt wirkt, doch irgendwie schafft es die Scrambler, dir dieses lockere und entspannte Lebensgefühl einzuhauchen.
Preis und Qualität
Die Sixty2 ist ein Premiumprodukt, das in Italien gefertigt wird. Keine Komponenten von unaussprechbaren Herstellern. Qualität und Top-Verarbeitung an jeder Stelle. Die Ducati Scrambler Sixty2 ist definity mehr als nur ein Lifestyleprodukt. Sie ist ein vollwertiges Motorrad mit hochwertigen Komponenten und einer mörderischen Optik.
Technische Daten im Überblick
Die maßgebenden Konstruktionsmerkmale der 800er wurden beibehalten, doch die 1100er ist klar das erwachsenere Motorrad. Sie ist größer, die Sitzposition ist um 20 Millimeter höher (810 mm) und der Radstand um 69 Millimeter länger (1.514 mm). Und mit 211 Kilogramm bringt sie 25 Kilogramm mehr auf die Waage als beispielsweise das 800er-Basismodell Icon.
Der Stahlgitterrahmen nimmt den L2-Motor ebenfalls als tragendes Element in die Pflicht, wobei der Heckrahmen nun aus Aluguss gefertigt und angeschraubt ist, was allfälliges Customizing erleichtert. Die Marzocchi Upside-down-Gabel und das Kayaba-Monofederbein sind stärker dimensioniert, wobei letzteres wie bei den kleinen Modellen direkt angelenkt und auf der linken Fahrzeugseite positioniert ist.
Die Scrambler Familie
Die Ducati Scrambler Sixty2 ist eines der legendärsten Modelle von Ducati - die Scrambler. In den frühen 1960er-Jahren für den amerikanischen Markt entwickelt, wurde das leichte, geländegängige Bike erst später auch in Europa angeboten. Vor drei Jahren hat Ducati nun dieses legendäre Bike erstmals komplett neu aufgelegt und mit der neuen Scrambler so etwas wie eine kleine Revolution im eigenen Haus ausgelöst.
Mittlerweile wurde die Scrambler-Baureihe um die 400er-Variante Sixty2 erweitert und auf insgesamt acht verschiedene Modelle ausgebaut. Bis heute entschieden sich weltweit über 46.000 Kunden für eines dieser trendigen Lifestyle-Bikes. Damit ist die Scrambler derzeit das mit Abstand beliebteste Motorrad der Marke - ein guter Grund, die Modellreihe weiter auszubauen.
Modellvarianten
Die Ducati Scrambler Café Racer sorgt für Aufsehen, wo immer sie auch auftaucht. Es reichte, auf die Basis der Scrambler ein knackiges Heck mit Höckersitzbank aus gesteppten, braunen Kunstleder und einer Sitzbankabdeckung zu packen, an die Vorderradgabel Stummellenker zu platzieren, kurze Spiegel an die Lenkerenden zu schrauben und eine kleine Lampenabdeckung zu verbauen. Schon war ein hübscher Café Racer entstanden, wie ihn sich die Biker in den 1960er-Jahren vor dem legendären Ace Café in London gewünscht hätten.
Fahrbericht Ducati Scrambler Sixty2
Mit diesen Attributen will die Ducati Scrambler Sixty2 junge, hippe und solvente Kunden begeistern. Sie bildet ab sofort den Einstieg in die Ducati-Welt. Schließlich fährt der Scrambler-Fahrer ja ohnehin nur vom Strand zum Café, von der Altstadt zum Skaterpark, vom Theater ins Büro. Dafür sollten 400 Kubik doch locker langen, oder? Die Ducati Scrambler Sixty2 soll die neue Einstiegsdroge in die Ducati-Welt bilden.
Ergonomie und Komfort
Ergonomisch überzeugt die Kleine mit einer erwachsenen Sitzposition. Kein Wunder, denn technisch basiert die Ducati Scrambler Sixty2 auf der 800er. So hockt man in 790 Millimeter Höhe aufrecht sitzend und sehr entspannt auf der bequemen Sitzbank. Der stark gekröpfte Lenker streckt sich den Händen entgegen, der schmale 14-Liter-Stahltank spreizt die Beine kaum. Die Füße finden in relaxtem Winkel auf den Rasten Halt. Nichts zwickt, nichts zwackt, Große wie Kleine finden eine lässige Sitzposition für den ersten Ausritt durch Barcelona.
Motor und Getriebe
Wer nun bei 400 Kubik den nervigen Klang einer Nähmaschine erwartet, wird glücklicherweise enttäuscht. Stellt man sich hinter den Stummeltopf der Ducati Scrambler Sixty2, würde man im Vergleich zur japanischen oder österreichischen Konkurrenz auf ein stattliches Mittelklasse-Motorrad tippen. Auch wenn die kleine Scrambler tönt wie eine große: Es sind eben doch nur 400 cm3, allzu viel Druck aus dem Keller darf man halt nicht erwarten. Also neue Ampel, neues Glück. Und eine neue Taktik: Dieses Mal wird erst bei höherer Drehzahl eingekuppelt. Und siehe da: Ab 4000 Touren entwickelt der V2 der Ducati Scrambler Sixty2 einen Ansatz von Lebensfreude, ab 6000 Umdrehungen wechselt er gar seinen Charakter.
Das Getriebe macht ebenfalls einen guten Eindruck. Zumindest wenn der Fahrer die Gänge nicht allzu zögerlich wechselt, rasten diese sauber und exakt ein. Dieses Gefühl von anspruchsloser Leichtigkeit hat die Ducati Scrambler Sixty2 von ihrer großen Schwester geerbt.
Fahrwerk und Bremsen
Die Pirelli MT 60 bieten selbst im Nassen viel Vertrauen und Grip. Bis auf die Hinterraddimension - die Ducati Scrambler Sixty2 rollt hinten auf einem schmaleren 160er-Reifen - entsprechen die Pneus denen der 800er-Scrambler. Geändert wurden die Bremsen: Statt fettem Vierkolben-Festsattel muss die 400er vorn mit einem einfachen, schwimmend gelagerten Doppelkolben-Sattel auskommen.
Die nicht einstellbare Telegabel und das prinzipiell aus der 800er übernommene, aber modifizierte Federbein mit justierbarer Federbasis harmonieren prima mit dem Bike. Mit klarem Fokus auf Komfort überzeugt das Fahrwerk mit neutralem Einlenkverhalten und leichtfüßigem Handling. Zu keinem Zeitpunkt hat der Fahrer das Gefühl, das Motorrad überfordere ihn. Jederzeit lässt sich die Ducati Scrambler Sixty2 präzise auf Linie halten.
Interview mit Federico Sabbioni (Ducati Produktmanager)
Federico Sabbioni ist Produktmanager der Scrambler-Familie von Ducati. Mit einem Preisunterschied von lediglich 1000 Euro zu der 800er stellt sich die Frage, warum man überhaupt zur 400er greifen soll? Federico Sabbioni: Das ist richtig, die Preisdifferenz ist nicht sehr groß. Aber man muss beachten, dass wir ein Premium-Bike anbieten, das nicht mit den günstigen Einsteigerbikes anderer Hersteller in Konkurrenz treten will.
Mit der 400er erweitern wir unser Portfolio so, dass wir neue Kundenkreise erst mal erschließen können. Die Sixty2 ist eine echte Ducati und hat genug Power, um Spaß zu haben. Aber auch nicht zu viel, um sich darüber Sorgen machen zu müssen. Die Euro 4-Homologation ist für jeden Motor eine Herausforderung. Es ist grundsätzlich aber nicht schwieriger, ein luftgekühltes Aggregat gegenüber einem wassergekühlten zu homologieren. Einen Zweiventiler mit kleinem Hubraum für die Euro 4-Norm fit zu machen, ist auf jeden Fall leichter als einen größeren Motor mit vier Ventilen.
Wir denken, dass die Scrambler-Familie ein geeignetes Produkt ist, um neue Sachen auszuprobieren. Dennoch glauben wir derzeit nicht, dass der 400er-Motor in anderen Modellfamilien zum Einsatz kommen wird. Eine größere Scrambler als die 800er können wir uns durchaus vorstellen. In Europa vor allem in Italien und Spanien. In Deutschland vermutlich eher nicht, da hier größere Motoren eine wichtigere Rolle spielen. Für den asiatischen Markt haben wir mit der Ducati Scrambler Sixty2 nun ein Motorrad, das das 400-Kubik-Limit einhält.
Gebrauchtmarkt
Die Scrambler Sixty2 gilt als einsteigerfreundlicher Einstieg in die Ducati Familie und dementsprechend ist sie auch am Gebrauchtmarkt platziert. Für ein Motorrad des italienischen Traditionshersteller sind die Preise vergleichsweise niedrig, die Verfügbarkeit ist aber nicht sehr hoch.
Weitere Aspekte
Da liegt der Verdacht nahe, die Techniker aus Bologna hätten kurzer Hand ihrem V2 einen Zylinder weggenommen und fertig ist der neue Motor. Erstens wäre die Sache technisch natürlich nicht ganz so einfach, und zweitens fühlt sich Ducati auch bei der Sixty2 dem Markengedanken und -image verpflichtet. Wie beispielsweise die G 310 bei BMW spielt die Sixty2 auch bei Ducati die Rolle des Markeneinstiegs. Hier wie dort richtet sich das Interesse an eine junge und vor allem urbane Kundschaft. Das Marketing spricht eine klare Sprache, bewirbt die kleine Italienerin bildlich im Umfeld einer Skateanlage und textlich sogar als „Pop-Ikone“.
Mit dem runden Scheinwerfer und dem schönen Schriftzug auf dem lang gestreckten Tank (wahlweise in Orange, Grau oder Schwarz) katapultiert sich die Sixty2 äußerlich tatsächlich etliche Jährchen zurück - auch wenn der Auspuff (wie bei der 800er) nicht artgerecht verlegt wurde und unten bleibt. Dazu gibt es eine ebenfalls klassische „Segelstange“ und eine gerippte Sitzbank sowie die gute alte Luftkühlung.
Instrumente und Bedienung
Auch der Tacho ist nostalgisch rund, bringt den Fahrer dann aber nach dem Druck auf den Startknopf schnell wieder aus seinen Träumen zurück auf den Boden der Tatsachen des 21. Jahrhunderts. Und das informiert nun einmal digital. Die Kontrollleuchten sind in der schwarzen Umrandung des LCD-Instruments untergebracht. Neu-Ducatisti müssen sich auch erst einmal an die unorthodoxe Auslegung des Drehzahlmessers gewöhnen. Sein Band verläuft nicht nur im unteren statt oberen Rand des Rundinstruments, sondern die Striche wandern auch noch von rechts nach links. Da fällt es zunächst schwer, den Überblick zu behalten. Aber irgendwann hat sich der 62er-Reiter natürlich daran gewöhnt. Gleiches gilt für das Einschalten des Fernlichts.
Fahrleistungen
Jenseits der 5000 Umdrehungen ändert sich die Tonlage und der V2 fängt leicht heiser an zu bellen. Auch nach der Warmlaufphase werden die Befehle der rechten Hand eher hart als geschmeidig umgesetzt und von entsprechenden Lastwechselreaktionen begleitet. Das fällt unter das Kapitel Charakter und der wird von einer echten Ducati auch erwartet. Damit bewegt sich die Ducati klar am oberen Ende im Segment und zeigt, dass untere Mittelklasse nicht heißt, im Verkehrsalltag auf der Strecke zu bleiben.
Im Gegenteil: Die Sixty2 schlägt sich auch auf der Autobahn überraschend tapfer, wo man mit ihr durchaus eine ganze Weile ausreichend flott und ohne zu ermüden unterwegs sein kann. Um die 6000 Touren schnurrt der Motor wie ein Kätzchen, wenn in den oberen Gängen auf der Landstraße 80, 90 oder 100 km/h anliegen. Aber auch bei 130 km/h und 7600 Touren auf der Autostrada läuft der Twin noch erfreulich geschmeidig. Erst ab 8000 Umdrehungen und jenseits von Tempo 140 beginnt vor allem in den Fußrasten das große Kribbeln. Bei 155 Sachen ist dann übrigens Schluss mit noch schneller vorwärts.
Weitere Details
Das Getriebe lässt sich angenehm und dennoch präzise schalten. Der hohe und sich weit nach hinten streckende Lenker sowie der flache lange Tank schieben den Fahrer recht weit gen Heck. Apropos Heck: Die bumerangförmige Schwinge mit schwung- bis kunstvoll ausgeführter Drei-Punkt-Versteifung auf beiden Seiten ist ein Augenschmaus. Sie sind dann aber auch der einzige kleine Störfaktor im ansonsten stimmigen Gesamtbild der Schöpfung aus Bologna. Ungummierte Alu-Fußrasten folgen dem Scrambler-Anspruch.
Fahrwerkseigenschaften
Einstellbare Hebel gibt es nicht. Hüben wie drüben bietet die Scrambler 150 Millimeter Federweg, wobei die ebenfalls nicht einstellbare 41-Millimeter-Gabel von Showa beim Verzögern des 18-Zöllers recht tief eintaucht. Auch die hintere Ein-Kolben-Bremse mit ihrer 245-Millimeter-Scheibe ist aber gut dosierbar. Mit der Sixty2 lässt sich prima durch den Großstadtdschungel wieseln, da die Lenkbefehle rasch und zielgenau umgesetzt werden.
Nicht zuletzt Old-School-Biker fühlen sich auf der kleinen Scrambler pudelwohl und beinahe schon an ihre ersten Ausritte auf einer SR 500 oder ähnlichen Zwei-Rad-Pferden ihrer Sturm- und Drangzeit erinnert. Während Kontrahenten wie BMW oder KTM ihre kleineren Baureihen in Fernost fertigen lassen, hält Ducati bei der Sixty2 dem Heimatland die Treue.
Technische Daten Ducati Scrambler Sixty2
Optisch unterscheidet sich die Sixty2 von der großen Scambler vor allem durch ihre veränderte Krümmerführung, den Endtopf und die Telegabel.
Tabelle: Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Ducati Scrambler Icon | Ducati Scrambler Sixty2 |
|---|---|---|
| Motor | 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder, 803 Kubik | 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder, 399 Kubik |
| Max. Drehmoment | 67 Nm bei 5.750 U/min | 34 Nm bei 8.000 U/min |
| Vorderradaufhängung | Telegabel Upside-Down von Kayaba, 41 mm | Telegabel konventionell von Showa, 41 mm |
| Vorderradbremse | Einzelscheibe, 330 mm, Vierkolben-Zange | Einzelscheibe, 320 mm, Zweikolben-Zange von Brembo |
| Reifengröße vorne | 110 / 80 - 18 | 110/80-18 |
| Reifengröße hinten | 180 / 55 - 17 | 160/60-17 |
| Radstand | 1.445 mm | 1.460 mm |
| Sitzhöhe | 790 mm | 790 mm |
| Gewicht (fahrfertig) | 189 kg | 183 kg |
| Tankvolumen | 13,5 Liter | 14 Liter |
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