Die Showa-Gabeln sind ein wichtiger Bestandteil vieler Ducati-Modelle. Sie beeinflussen maßgeblich das Fahrverhalten und die Performance des Motorrads. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte der Showa-Gabeln, von technischen Details bis hin zu Modifikationsmöglichkeiten.
Progressive Gabelfedern
Der progressive Gabelfedersatz von Hyperpro wurde speziell für den Einbau in die Originalgabel des Fahrrads entwickelt. Federn sind das Hauptelement der Federung: Sie müssen weich genug sein, um Komfort zu gewährleisten, aber auch hart genug, um das Gewicht des Fahrrads zu tragen und gleichzeitig zu verhindern, dass es zu stark absinkt. Lineare Federn sind immer ein Kompromiss: Sie eignen sich vielleicht gut für die Rennstrecke, wo der Komfort zugunsten der Leistung geopfert wird, aber nicht für die Straße, wo mehr Flexibilität erforderlich ist, um sich allen Bedingungen anzupassen und maximale Sicherheit zu gewährleisten.
Bei progressiven Federn nimmt der Abstand zwischen den Windungen progressiv zu. Beim Zusammendrücken einer linearen Gabelfeder erreichen die meisten Windungen das Ende des Hubs, berühren sich und hören auf, ihre Funktion zu erfüllen: Bei progressiven Federn wird die Druckbewegung moduliert, so dass die Windungen nie das Ende des Hubs erreichen. Auf diese Weise ist es immer die Feder, die den Aufprall absorbiert und nicht der Reifen, was eine bessere Kontrolle über das Fahrrad ermöglicht und den Reifenverschleiß verringert.
Der erste Teil der Feder ist der weichere, um den Komfort und das Fahrgefühl zu verbessern und ein präziseres Fahrverhalten zu ermöglichen. Der mittlere Teil der Feder absorbiert die Unebenheiten der Fahrbahn, während der verstärkte letzte Teil das Fahrwerk beim Bremsen und Beschleunigen kontrolliert und die Stabilität des Fahrrads erhöht.
Einstellmöglichkeiten und Setup
Bei Gabeln mit Druckstufeneinstellung unten (wie bei der 748 / 996) sind es bei der Druckstufe meist 17 Klicks +/- 1. Bei der Zugstufe kommt es darauf an, wie der Gabelholm zusammengebaut wurde. Maximal kann es 26 bis 28 sein, weiter nach unten gibt es keine "Rasterspuren" an der Einstellschraube. Auch das ist nicht bis auf der letze Rille wichtig, da det Funktion sozusagen von voll zu wichtig ist. Ob die eine Seite dann bis 21 geht, und die andere bis 19 macht kein Unterschied in der Praxis.
Die Anzahl der Klicks bei der Zugstufe hängt davon ab, wie man das Gabelholm zusammenbaut, maximal kann es normalerweise 25 bis 28 Klicks sein. Wichtig ist, beide Seiten gleich einzustellen. Na ja, da hast du im Prinzip Recht, kommt aber darauf an welche Teile drin sind (Standard, oder andre Shimstack und / oder eine wenige stumpfe Nadel). Ja die 20 Klicks habe ich mir auch schon überlegt, schadet ja auch nicht.
Alternativen und Modifikationen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Performance der Showa-Gabeln zu verbessern. Eine Option ist der Einbau eines 25 oder 30mm Cartridge von Öhlins. Alternativ kann man eine gut erhaltene 996'er Showa-Gabel und passende Brücke kaufen und sie passend "friemeln". Dies ist eine gute Basis, die man dann gut pimpen lassen kann. Eine weitere Option ist der Einbau von Öhlins-Dämpfer-Kit-Kolben (Stage 3), wobei sich die Frage stellt, ob sich dies lohnt.
999S/R Gabeln sind ebenfalls eine gute Wahl, insbesondere wenn man Radialzangen fahren möchte. Es gibt auch günstigere Alternativen von der 04er> Mille, die jedoch eine andere Klemmung als die Duc Gabeln haben.
Ich habe die Showa Gabel damals bei Twenty Suspension in Xanten machen lassen für schmale 250,-€. Die Duc war nachher ein anderes Motorrad.
Erfahrungen und Feedback
Einige Fahrer sind von der Serien-FG 511 der 1198S enttäuscht, da das Feedback relativ unspektakulär und die Dämpfung insgesamt recht soft ist. Andere Fahrer bevorzugen Gabeln mit absolutem Feedback, um richtig "reinzuhalten".
Meiner Meinung nach ist die Öhlins dieses Modells serienmäßig deutlich schlechter als die der 999S. Ich bin die 1098S ein paar mal gefahren.
Teile und Kompatibilität
Grundsätzlich sind die Gabeln von 916 bis 999 sehr ähnlich/gleich. Die Länge der SBK Gabeln sollte gleich sein, Achse ebenfalls. Offset immer 36mm bei Serienbrücken der SBKs, Klemmung immer 53/53. 916 gabs mit 40er Bremszangenaufnahme, dann mit 65mm.
Monster/ST/SS keine Ahnung, die alten Monstergabeln waren Müll weil nicht einstellbar bei einigen Modellen. ST hatte ein Bekannter mal, der hat geschimpft.
Umbau auf Radialbremssättel
Eine weitere Modifikation ist der Umbau auf Radialbremssättel von Brembo, indem man Gabelfüße der 1098 an die Gabel montiert. Dies ermöglicht die Verwendung aktueller Hypersportreifen und bietet eine verbesserte Bremsleistung.
Weitere Modifikationen und Anpassungen
Es gibt auch die Möglichkeit, eine Gabel einer Ducati 999 zu verwenden und sie an ein anderes Motorrad anzupassen. Erforderlich sind dann ein Satz gefräste Gabelbrücken und ein neues Lenkrohr inkl. Lager. Der Versatz der Monolever beträgt laut DB 38mm. Dann könnte ich den Versatz auf die original BMW Maße ändern. Des hört sich nicht viel an wenn man den Versatz von 38mm auf 36mm ändert.
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