Die Ducati Panigale Modelle gehören zur Speerspitze unter den Supersportlern und Superbikes und sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch unglaublich performant. Trotzdem gibt es an einigen Bauteilen noch Spielraum, vor allem die Felgen sind ein Bauteil, dass nicht nur optisch, sondern performancetechnisch ein großes Plus bringt.
Felgenumbau
Die Ducati Panigale ist ein Motorrad, das auf Performance getrimmt ist. Trotzdem gibt es einige Punkte, die aus Kostengründen nicht immer 100% dem Anspruch von Leistungsfetischisten gerecht werden können. Bei den „normalen“ Panigale-Modellen (z.B. V2 und V4) sind die Felgen ein Punkt, den man durchaus angehen kann.
Vorteile leichterer Felgen
- Da leichtere Felgen weniger rotierende Masse haben, benötigt der Motor weniger Energie, um die Räder zu beschleunigen.
- Das reduzierte gyroskopische Moment bedeutet, dass das Motorrad schneller und leichter in Schräglage gebracht werden kann.
- Da leichtere Felgen auch die ungefederten Massen verringern, können die Federelemente des Motorrads schneller und präziser auf Bodenunebenheiten reagieren.
- Weniger rotierende Masse bedeutet, dass die Bremsen weniger Arbeit leisten müssen, um das Motorrad zu verzögern.
Leichtere Felgen verbessern also die Dynamik eines Motorrads in fast allen Bereichen - von der Beschleunigung über das Handling bis hin zur Bremsleistung. Neben dem Bonus der verbesserten Fahrdynamik spielt natürlich auch die Optik eine Rolle.
Wir haben Felgen für die Ducati Panigale in verschiedenen Ausführungen und Farben zur Verfügung, was die Erscheinung des Motorrad erheblich beeinflussen kann.
Info: Sondermodelle wie die Ducati Panigale Superleggera verfügen bereits über gewichtsoptimierte Felgen.
Eintragung von Felgen
Um Felgen auf der Ducati Panigale eingetragen zu bekommen, kommt es auf den TÜV-Prüfer an. Es ist ratsam eine Prüfstelle aufzusuchen, die sich mit Motorrädern und Custom-Umbauten auskennt. Am einfachsten ist es, die Felgen von OZ auf der Ducati Panigale eingetragen zu bekommen. Diese verfügen über ein JASO Festigkeitszertifikat, was einige Prüfer als Grundlage für die Einzelabnahme akzeptieren. Marchesini Felgen haben zum Beispiel überhaupt kein Gutachten, was die Eintragung so gut wie unmöglich macht. Wenn man also seinen Felgenumbau auch im öffentlichen Straßenverkehr einsetzen will, dann raten wir immer zu den OZ Umbausätzen zu greifen.
Die Marchesini Felgen sind nur schwer einzutragen. In unserem Shop führen wir eine breite Palette an OZ Felgen, auch für viele Ducati Panigale Modelle. Alle Felgensätze sind auf der Rennstrecke unbedenklich einsetzbar und beinhalten alle nötigen Anbauteile für die Umrüstung. Wir haben schon einige Ducati Panigale Kunden mit unseren Umbausätzen bedient und bisher nur positives Feedback erhalten.
Info: Die Piega Serie hat das gleiche Design wie die Piega R (Racing Version), ist jedoch für den Einsatz auf der Straße (Road Racing) vorgesehen. Für den Einsatz auf der Rennstrecke empfehlen wir die Piega R Serie.
Ein Umbau der Felgen bei der Ducati Panigale bringt nicht nur eine einzigartige Optik, sondern auch eine gute Gewichtsersparnis mit sich. Dieses Mindergewicht wirkt sich dabei im Rahmen der ungefederten Massen direkt auf das Fahrgefühl und unter Umständen auch auf die Rundenzeiten aus. Ob einem der relativ hohe Preis für den Umbau wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Auch wenn die Felgenumbauten primär für den Rennstreckeneinsatz entwickelt wurden, so ist unter Umständen eine Eintragung für den Straßeneinsatz über das JASO Zertifikat möglich.
Superbike-Lenkerumbau
Ein Superbike-Lenkerumbau kann die Ergonomie und das Handling verbessern. Hier sind einige Aspekte zu beachten:
- Komfort: Deutlich aufrechtere Sitzposition, der Kniewinkel passt nicht so ganz dazu, habe mir dann noch verstellbare Fußrasten angebaut.
- Handling: Der Hebel ist viel besser und damit die Kiste leichter in die Kurve zu drücken. Ob das auf die super sportliche Kawa passt, kann ich aber nicht sagen, die BMW ist ja schon eher so in Richtung Sporttourer. Agiler dürfte es auf jeden Fall werden.
- Alternativen: Ist ein Stummel Lenker, der sich ABM Multiclip nennt.
- ABM Multiclip: Geht alles mit den Originalleitungen und Zügen. Auch keine Eintragung notwendig. Hat eine E-Nummer. Ist der beste Kompromiss bei den Supersportlern!
- Superbike-Lenkerumbau: Laufend Powerwheelies und ab 200 Km/h wird das Fahrwerk total unruhig und wacklig!! War Katastrophe beim stärkeren Angasen!
- ABM Kit: Da ist sogar ne Halterung für den Lenkungsdämpfer dran. Ich muss sagen das die echt Human ist und sehr gleichmäßig beschleunigt, ohne Kupplung geht die fasst nicht Hoch, deswegen habe ich mich ja für das Baujahr entschieden.
Ducati 900 SS Gebrauchtberatung
Klaus Mayerhofer kümmert sich seit Anfang der Achtziger um das Wohlbefinden von Ducati-Motorrädern. Bevor der Händler und Tuner aus Geislingen an der Steige eine gebrauchte 900 SS anbietet, muss diese eine gründliche Untersuchung über sich ergehen lassen.
Die rote Maschine sieht edel aus. Eine echte Augenweide. Keine Kratzer, alles glänzt. Mayerhofer lässt sich vom guten Aussehen jedoch nicht blenden. Will er ein Motorrad weiterverkaufen, muss es topp in Schuss sein, sonst hat er als gewerblicher Verkäufer aufgrund der Gewährleistungspflicht im Schadensfall später den Ärger an den Hacken. Und einen guten Ruf zu verlieren. Also lieber Zeit und die typischen Schwachstellen der Ducati genau unter die Lupe nehmen.
Mayerhofers erster Eindruck von der 900er ist gut. Das Fahrzeug wurde im April 1997 erstmals zugelassen, hat zwei Vorbesitzer und rund 27000 Kilometer auf der Uhr. Keine übermäßige Laufleistung für den Twin, zumal das Serviceheft lückenlos alle Inspektionen dokumentiert. Einzige Änderung des Originalzustands sind Keihin-Flachschieber- statt der serien- mäßigen Mikuni-Gleichdruckvergaser ein in Szenekreisen beliebter Umbau.
»Die SS als klassische Sportlerin erhält ab einem bestimmten Zeitpunkt ihren Wert, wenn der Pflegezustand einwandfrei ist. Das Baujahr ist für mich deshalb nicht so entscheidend, denn aus technisch-mechanischer Sicht gabs ab 1991 keine Quantensprünge mehr«, erklärt der Händler. Selbst zehn Jahre alte Fahrzeuge stünden immer noch hoch im Kurs und seien selten unter 3000 Euro zu haben. An der hübschen Roten auf der Hebebühne findet der Ducati-Experte nach einem peniblen Check keine gravierenden Mängel. Lediglich die Zahnriemen sind zu locker gespannt und außerdem zu alt. Sie werden getauscht.
Mayerhofer kann die Duc nun in der Internet-Annonce als eine Gebrauchte in »sehr gutem Allgemeinzustand« beschreiben und sie für 4400 Euro anbieten. »Vielleicht geht sie nicht auf Anhieb weg, aber ein Kenner weiß, dass sie das Geld wert ist.« Die wichtigsten modellspezifischen Prüfpunkte für die 900 SS , empfohlen vom Profi Mayerhofer, sehen Sie auf der folgenden Seite.
Technische Daten: Typ SC2, Baujahr 1995
- Motor Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor, je eine oben liegende, zahnriemengetriebene Nockenwelle, zwei Ventile pro Zylinder, desmodromisch betätigt, Nasssumpfschmierung, Mikuni-Gleichdruckvergaser, Ø 38 mm, Transistorzündung, keine Abgasreinigung, Lichtmaschine 350 Watt, Batterie 12 V/16 Ah, hydraulisch betätigte Mehrscheiben-Trockenkupplung, Sechsganggetriebe, O-Ring-Kette.
- Bohrung x Hub 92 x 68 mm
- Hubraum 904 cm3
- Verdichtungsverhältnis 9,2:1
- Nennleistung 57 kW (78 PS) bei 7300/min
- Max. Alu-Gussräder 3.50 x 17; 5.50 x 17
- Reifen 120/70 V 17, 170/60 V 17
- Radstand 1410 mm, Lenkkopfwinkel 64 Grad, Nachlauf 103 mm, Federweg v/h 120/125 mm, Sitzhöhe 810 mm, Gewicht vollgetankt 199 kg, Zuladung 201 kg, Tankinhalt/Reserve 17,5 Liter.
Modellpflege - Ducati 900 SS
- 1990 Die Modelle des ersten Baujahrs 1990 werden schon zum Jahresende 1989 verkauft. Die ersten Ducati 900 Supersport sind mit Weber-Doppelvergasern, einer Marelli-Digiplex-Zündung und Federelementen von Marzocchi bestückt
- 1991 Gabel und Federbein (Showa) sowie Zündung (Kokusan) und 38er-Vergaser (Mikuni) stammen nun aus Japan. Kupplung verbessert. Weißer statt roter Rahmen. Verkleidung jetzt komplett rot
- 1992 Abdeckung für Soziusplatz, schwarze Räder
- 1993 Lichtmaschine mit mehr Leistung, goldene statt schwarze Bremszangen mit unterschiedlichen Kolben-Durchmessern. Rahmen jetzt silberfarben und mit Klarlack überzogen, für das Modell 1994 werden die Felgen in Rahmenfarbe lackiert
- 1995 Rahmenfarbe Mattbronze
- 1996 Neues Cockpit mit Öl-Temperaturanzeige
- 1997 Externe Armaturen, Seitenverkleidung mit Aussparungen zur Belüftung des stehenden Zylinders, Bremsmomentabstützung am Rahmen
- 1998 Mit der »Final Edition« endet die Vergaser-Modellreihe der 900 SS
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