Die Geschichte von Witten und Weber: Ältester Ducati-Vertragshändler Deutschlands

Eine lange Geschichte wurde seit 1976 geschrieben...

Los ging es 1976, als Rolf Weber und Bernd Witten die Firma Witten und Weber gründeten.

In den Anfängen wurde unter anderem noch Yamaha und Kreidler verkauft.

1977 wurde der bis heute bestehende Ducati Händlervertrag geschlossen.

Heute ist man stolz, Deutschlands ältester Ducati Vertragshändler zu sein.

Darauf folgten 1979 der Kawasaki Vertrag und 1980 Moto Guzzi und Piaggio. Auch für diese Marken sind wir bis heute Vertragshändler.

Nach den Anfängen in der Astenbergstraße wurde in den 80er Jahren in der Ederstraße geschraubt und verkauft.

Seit 1991 sind wir in unserem Geschäft in der Herrenwiese ansässig. Hier wurden über die 90er Jahre auch Fahrräder verkauft und gewartet.

Doch das stetig gewachsene Motorradsegment führte schließlich zur Trennung von der Fahrradsparte.

Neben dem reinen Motorradgeschäft findet man bei uns natürlich auch Zubehör, Bekleidung, Navis, Helme, usw.

Nachdem Frank in 2015 seine Meisterprüfung mit Erfolg bestanden hatte, durften wir in 2017 unseren ersten Auszubildenden zum Zweiradmechaniker begrüßen.

In 2016/2017 entstand unsere neue Servicewelt auf rund 400m².

Ducati: Mehr als nur ein Motorrad

Eine Ducati ohne einem Hauch Leidenschaft zu beschreiben fällt schwer.

Die charakteristischen V2 und V4 Motoren versprühen bei jedem Gasstoß Amore.

Sucht man elegantes Design im Wörterbuch, wird man es unter dem Buchstaben P wie Panigale finden, eine Diva im kurzen roten Kleid.

Bevorzugt man einen sportlichen Cruiser, empfiehlt es sich, Bekanntschaft mit ihrer großen Schwester der Diavel zu machen - eine gewaltige Italienerin mit viel Durchzug.

Aber das Hause Ducati kann auch praktisch, denn die Multistrada lädt gerne auf lange Touren.

Sowohl Asphalt, als auch Offroad macht sie gerne mit, sogar den Pikes Peak hat sie mit Bravur erklimmt.

Die Ducati 851/888: Ein Wendepunkt

Mit Vierventil-Desmodromik und Wasserkühlung läutete Ducati 1988 eine neue Ära im Motorradbau ein.

Zumindest was Zweizylindermotoren betrifft.

Für Ducati war die 851 die Rettung.

Zweizylindermotoren waren viele Jahre lang das Maß aller Dinge.

Triumph mit dem Reihen-Twin, Moto Guzzi mit dem luftgekühlten V2, BMW mit dem Boxer - Leistung und Gewicht passten jeweils.

Das änderte sich schlagartig, als die japanischen Vierzylinder die Welt eroberten.

Plötzlich lagen die Twins meilenweit zurück.

Kein Druck (höchstens 80 PS), keine Drehzahl (höchstens 7500/min), wie sollte man da gegen die inzwischen 100 PS starke Japan-Armada bestehen?

Ducati, ab Mitte der 80er-Jahre im Besitz des Motorrad-Enthusiasten Claudio Castiglioni, nahm die Herausforderung an.

Chefingenieur Massimo Bordi (heute bei MV Agusta) konstruierte einen völlig neuen, völlig abgedrehten Motor.

90-Grad-V2, wassergekühlt - und als Clou Vierventil-Zylinderköpfe mit desmodromisch gesteuerten Ventilen.

Dazu bohrte er in die Zylinder ein ziemlich großes Loch und ließ die Kolben darin nur wenig auf- und aboszillieren.

Voilà! Ein hochdrehender Sportmotor war geboren, ein V2, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte, der bis zu 10000/min drehte und aus dem Stand 91 PS lieferte.

Entsprechend bahnbrechend war das Fahrerlebnis auf der 851.

Der vergleichsweise schwungmassenlose Motor brauchte eine gefühlvolle Kupplungshand zum Anfahren, zeigte ab 4000/min ein bisschen Vorwärtsdrang und drehte ab 7000/min mit unglaublichem Temperament Richtung rote Linie.

Wobei man sich das zunächst gar nicht getraute.

Ab 8000/min flogen gewöhnliche Twins auseinander.

Die Ducati nicht.

Die schlürfte gierig nach mehr und immer noch mehr, lieferte dazu eine sensationelle Klangkulisse aus den damals noch kernig klingenden Auspufftöpfen.

Mit der 888 baute Ducati gleich noch eine Basisversion für die neu entstandene Superbike-Rennserie und dominierte diese mit der 888 und ihren Nachfolgern oft nach Belieben.

Doug Polen, Carl Fogarty und Raymond Roche waren damals die Ducati-Helden - und natürlich der unvergessene Giancarlo Falappa.

Für Ducati bedeutete der mutige Schritt von Claudio Castiglioni die Rettung.

Plötzlich war man wieder wer, spielte gekonnt das kleine gallische Dorf im großen Römischen Reich, das sich mit technisch intelligenten Lösungen gegen die brachiale japanische Übermacht stellte.

Zusammen mit einem wunderschönen Design und viel roter Farbe blühte die Firma auf.

Marktsituation der Ducati 851/888

Originale Ducati 851 oder 888 sind schon recht rar.

Das große Angebot an Zubehör und eine vitale Tuningszene sorgten dafür, dass viele Ducatis immer wieder umgebaut wurden.

Auch setzte man die Ducs gerne auf Rennstrecken ein, deswegen immer auf Sturzschäden prüfen.

Gut -erhaltene Exemplare der ersten Serie gehen kaum unter 10 000 Euro über den Tisch.

  • Umgebaute Rennstrecken-Mulis schon ab 4000 Euro
  • Club/IG/Internet: www.ducati851and888.com (großes internationales Forum mit vielen Techniktipps), Ducati-Clubs in vielen großen Städten

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