Was ist ein E-Rennrad? Welche Vorteile bietet es, und für wen ist ein Rennrad mit Motor geeignet? Hier finden Sie umfassende Informationen und Einblicke in die Welt der E-Rennräder.
Klassisches Rennrad vs. E-Rennrad: Was sind die Unterschiede?
Ein klassisches Rennrad ist ein reines Sportgerät. Es geht um Geschwindigkeit, Training, Freiheit und darum, die eigenen sportlichen Grenzen auszutesten. Der „Motor“ sitzt auf dem Sattel und produziert Watt und Wärme. Am wichtigsten dabei: das Gewicht. Ausgestattet mit ultraleichtem Carbon-Rahmen und leichtesten Komponenten, bringt ein Rennrad nur wenige Kilo auf die Waage. Der Zweck: Schnelligkeit.
Und beim E-Rennrad, worum geht es da? Viele würden sagen, dass ein E-Rennrad zu fahren, nichts mehr mit Sport zu tun hat. Und ja, die elektrische Unterstützung entlastet. Bergauf, bei Gegenwind, auf langen Touren … Auch das Gewicht ist eher zweitrangig. Mit verbautem Motor und Akku kommt das Rad kaum unter die 10-Kilogramm-Grenze. Und doch: Ein E-Rennrad wie etwa das Kiaro Pmax hat sehr wohl seine Daseinsberechtigung.
Ein großer Vorteil der elektrischen Variante des Rennrades ist die Beschleunigung, die man beim Antritt erfährt: ein Anschub genau dann, wenn man ihn braucht. Mit Motor lässt sich zum Beispiel ein Training viel genauer und individueller gestalten. Gerade weniger trainierte Radler stehen vor einem längeren Anstieg oder auf ausgedehnten Etappen meist vor unlösbaren Herausforderungen. Mit Motorunterstützung sind selbst steile Bergetappen kein Problem mehr. Unterschiedliche Fitnesslevels werden mit dem E-Rennrad zweitrangig. Ist der Abstand zum Vordermann zu groß, wird der Motor hinzugeschaltet.
Wichtige Aspekte beim E-Rennrad
- Die Optik: Ästhetik und aerodynamische Linienführung spielen für viele Rennradler eine große Rolle. Enorm wichtig ist daher die Integration des Akkus und der Bedieneinheit. Am Kiaro Pmax oder Inissio Pmax sind Motor und Akku so versteckt im Rahmen verbaut, dass die Bikes kaum als E-Rennräder zu erkennen sind.
- Sicherheit & Handling: Mehr Gewicht durch das Antriebssystem bedeutet natürlich auch eine insgesamt höhere Belastung auf das E-Rennrad - den Rahmen und die Komponenten. Bei SIMPLON sind Laufräder, Reifen, Gabel und Cockpit entsprechend danach ausgerichtet. Genauso wichtig: das Handling.
- Reichweite: Eine längere Reichweite kann nur ein größerer Akku liefern. Damit einhergehend: mehr Gewicht. SIMPLON ist die sportliche Performance des Fahrers wichtig, und daher wird an den E-Rennrädern von SIMPLON der 2 kg leichte Nabenmotor von Ebikemotion mit 250-Wh-Akku verbaut. Der Motor kommt nur dann zum Einsatz, wenn er wirklich gebraucht wird - ideal für steile Bergetappen und fürs Fahren mit Gegenwind.
- Motorunterstützung: Ein natürliches Fahrgefühl, auch wenn ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h der Motor nicht weiter unterstützt - das ist der Wunsch vieler E-Rennradfahrer. Und SIMPLON erfüllt ihn: mit dem minimalistischen Leichtlaufmotor von Ebikemotion.
Das Herzstück: Der Motor
Das Herz des E-Rennrades ist der Motor. Verbaut ist dieser, wie auch der Akku, meist im Rahmen. Grundsätzlich kommen sowohl Mittel- als auch Nabenmotoren in Frage. Zweitere sind einfacher zu integrieren. Und auch auf lange Sicht überzeugt der Nabenmotor, da die Kraft nicht wie beim Mittelmotor über die Kette übertragen wird. Die derzeit gängigen Mittelmotoren sind für den Einsatz am Rennrad eher ungeeignet.
Du willst mehr über die unterschiedlichen Motoren für E-Bikes erfahren? Im Beitrag „Mittelmotor vs. Nabenmotor“ findest Du alle Informationen.
Reichweite und Faktoren
Die Reichweite eines Elektro-Rades hängt von zahlreichen Faktoren ab. Darunter zum Beispiel: Fahrergewicht, Trittfrequenz, Rollwiderstand, Fahrweise, Höhenprofil, Temperatur uvm. Neben dem Akku selbst, spielen auch der Mensch und der Umgang mit dem Rad jeweils eine große Rolle.
Klar, ein großer Akku mit hoher Kapazität kann dem Motor viel Energie zur Verfügung stellen und für große Reichweiten sorgen. Hier finden sich derzeit Akkus mit 250 Wh wie bei FAZUA oder Ebikemotion, 504 Wh bei Shimano und zwischen 300 Wh und 625 Wh bei Bosch. Außerdem bieten Hersteller wie Ebikemotion oder Specialized zusätzliche Range-Extender-Akkus, welche im Flaschenhalter Platz finden und mit bis zu 250-Wh-Kapazität für zusätzliche Reichweite sorgen.
Wichtig ist dabei: Die Reichweite hängt nicht nur von der Größe eures „Tanks“ ab! Auch Stromverbrauch, Effizienzgrad und Leistung eures Motors, sowie rund 20 weitere externe Faktoren sind entscheidend - u. a. die Fahrweise, das Fahrergewicht und die gefahrenen Kilometer oberhalb der 25 km/h-Grenze. Deshalb kann man keine allgemeingültige Aussage über die Reichweite bzw. Reichhöhe treffen.
Spezialist oder Allrounder?
Ob ein E-Rennrad die passende Wahl ist, beantwortet am besten jeder für sich. Für Biker, die gerne auf unterschiedlichen Untergründen fahren, empfiehlt sich das E-Gravelbike Inissio Pmax. Mit dem Kiaro Pmax schickt SIMPLON ein Leichtgewicht ins Rennen. Gerade einmal 10,7 Kilogramm wiegt das E-Rennrad. Gegenwind, Anstiege und unterschiedliche Leistungsniveaus stellen nicht länger Herausforderungen dar - dank dem Leichtlaufmotor von Ebikemotion.
Welches Antriebssystem ist das beste für E-Rennräder?
Große Unterschiede in Sachen Leistung, Drehmoment, Akku-Reichweite, Geräuschkulisse, Usability und Handling zeigen, dass die Hersteller das ideale E-Rennrad vollkommen unterschiedlich interpretieren. Dennoch gibt es klare Tendenzen.
Watt soll dat?
E-Rennrad-Antriebe werden anhand bestimmter Kennzahlen beschrieben. Den Charakter und das Fahrverhalten des Motors auf der Straße kann man aus diesen Werten aber nur bedingt herauslesen. Sie geben vielmehr einen groben Richtwert vor. Eine Übersicht aller relevanten Kennzahlen haben wir euch bereits im E-Rennrad-Einmaleins gegeben, weshalb wir darauf hier nicht weiter eingehen.
Motorposition und ihre Auswirkungen
Dabei hat die Größe des Motors einen signifikanten Einfluss auf die Fahr-Performance. Kompakte Motoren lassen den Designern mehr Spielraum beim Entwickeln ihrer Rahmen. Nicht nur das Gewicht, sondern auch die Lage von Motor und Akku beeinflussen das Handling des Bikes enorm. Liegt der Schwerpunkt möglichst tief und zentral unter dem Fahrer, lässt sich ein Bike natürlicher handeln.
Display und Remote
Beim Display und bei der Remote reicht das Spektrum von minimalistischen und voll-integrierten Lösungen bis hin zu großen Bedienelement mit App-Features. Bei sämtlichen Cockpit-Systemen im Test müssen die Bike-Hersteller eine der vorgefertigten Lösungen der Motorenhersteller verwenden.
Shimano und Specialized bieten die Option, vollkommen ohne Bedienelement am Lenker auszukommen, sofern man eine Bluetooth-Schnittstelle und das eigene Smartphone einsetzt. Auch als Kunde hat man hier zusätzlich die Möglichkeit, das Cockpit mit den Plug-and-Play-Komponenten an die persönlichen Vorlieben anzupassen.
Trotz der Vielfalt an Display-Lösungen kämpft man als E-Rennradfahrer immer wieder mit einigen Problemen: Die Remote ist oft nicht gut zu erreichen oder so klobig, dass die gesamte Linienführung des Cockpits darunter leidet. Bei manchen System muss man sogar die Hand vom Lenker nehmen, um den Modus zu wechseln - ein, je nach Fahrsituation, gefährliches und wenig ergonomisches Unterfangen!
Zudem finden sich die Displays mancher Systeme an Stellen wieder, wo normalerweise der Fahrradcomputer angebracht ist - der Kampf um die besten Plätze am Rennlenker scheint somit eröffnet. Und auch die Ablesbarkeit des Displays ist bei starker Sonneneinstrahlung oft erschwert.
Mit dem System von Specialized werden bereits Informationen zur Tretleistung des Fahrers, Kadenz und Geschwindigkeit an zahlreiche Fahrradcomputer übermittelt. Gleichzeitig liefert das enthaltene Turbo-Connect-Display sämtliche Daten übersichtlich an den Fahrer, zur Navigation kann man es jedoch derzeit noch nicht nutzen.
Unser Wunsch ist es, zukünftig ein Display für sämtliche Systeme zu haben, das die Funktionen eines GPS-Computers (sprich Navigation) mit der Anzeige der wichtigsten Fahrdaten des Motors kombiniert.
Antriebssysteme im Detail
Der Ebikemotion-Antrieb setzt auf einen Nabenmotor. Dabei kommt ein herkömmliches Tretlager zum Einsatz, während sich der Akku im geschlossenen Unterrohr und der Motor in der Hinterradnabe befinden. Diese Bauart ermöglicht Bike-Herstellern Rahmen mit einer schlanken Silhouette, ähnlich der normaler Rennräder zu entwerfen. Weitere Vorteile sind der Q-Faktor im Standardmaß und das geringe Gewicht, durch das E-Rennräder mit Ebikemotion-Antrieb häufig unter der 12 kg-Marke bleiben.
Der Akku ist außerdem fest in das geschlossene Unterrohr integriert und verbleibt zum Laden im Bike - Steckdosen im Bikekeller sind also Pflicht.
Im Test offenbaren sich weitere Aspekte, über die man vor der Anschaffung nachdenken sollte: Die Motordrehzahl eines Nabenmotors ist abhängig von der Winkelgeschwindigkeit des Hinterrades. Einfacher gesagt: Wenn sich das Hinterrad im steilen Anstieg nur langsam dreht und man die Unterstützung des Motors am meisten benötigt, hat er am wenigsten Bumms!
Die Mittelmotoren sind die Muskelprotze des Vergleichstest. Das höhere Drehmoment und die größeren Akkus mögen auf dem Papier ihre Überlegenheit verdeutlichen, gehen aber gleichzeitig mit einem höheren Gesamtgewicht einher. Auch sie zeigen in der Praxis ihre Tücken.
Bei Specialized muss der Akku zum Laden im Rahmen verbleiben, während er bei Shimano und Bosch entnommen werden kann. Maßgeblich ist hier natürlich die vom Hersteller gewählte Integration des Akkus: Einzelne Bike-Modelle sehen beispielsweise auch bei Shimano-Antrieben eine Akkuentnahme nicht vor.
Zum Laden des FAZUA-Akkus kann dieser in der sogenannten Ladestellung, also zur Hälfte geöffnet, verbleiben oder alternativ ganz herausgenommen werden; im Rahmen kann der FAZUA-Akku leider nicht geladen werden.
Außerdem wird klar, dass die Mittelmotoren durch ihre Lage Geräusche stärker an den Rahmen des Bikes übertragen und ihn so als Resonanzkörper nutzen. In der Praxis nimmt der Fahrer somit einen Nabenmotor, der u. U. lauter ist, als leiser wahr, da dieser weiter von seinem Ohr entfernt und dazu noch überdeckt vom Windgeräusch in den Hintergrund tritt.
Die Position des Mittelmotors hat jedoch auch seine guten Seiten: Trotz des i. d. R. höheren Gewichts, ist der Schwerpunkt des Bikes zentral ausbalanciert und weit unten angeordnet. Somit muss der Einfluss des Mittelmotors nicht kategorisch schlechter oder besser sein, sondern hängt stark von der Umsetzung des Bike-Herstellers ab.
Bei Mittelmotor-Systemen müssen die zum Teil recht großen Akkus Platz finden. Hersteller wie FAZUA und Bosch mit der In-Tube-Bauweise integrieren ihre Akkus, doch sind dafür zum Teil drastische Eingriffe in die Rohrsätze der Bikes nötig. Logische Konsequenz eines geöffneten Rahmens ist: Die torsionale Rahmensteifigkeit leidet und entsprechend stärker müssen die Rohre konzipiert werden.
Bei Specialized und Ebikemotion sind die Batterien ins geschlossene Unterrohr integriert. Zwar kann der Akku dabei nur durch Mechaniker im Fachhandel ausgebaut werden, aber die Stabilität der Rahmenkonzepte profitiert von dieser Bauweise deutlich.
Um eine gute Handling-Performance bei allen Systemen zu gewährleisten, sind Rahmenhersteller hinsichtlich der Akku-Integration nicht selten vor neue Herausforderungen gestellt.
Der Test: Worauf es ankommt
Bei unserer Suche nach dem E-Rennrad-Motor mit den besten Allround-Eigenschaften, haben wir auf das geballte E-Know-how unserer Kollegen vom E-MOUNTAINBIKE Magazin zurückgegriffen. Nachdem wir die behaarten Beine der Mountainbiker endlich in die Bibs bekommen hatten, ging es im schönen Baiersbronn im Schwarzwald zur Sache.
Dabei haben wir nicht nur auf die Stärke der Tretkraftunterstützung geachtet, sondern auch darauf, in welchen Trittfrequenz- bzw. Geschwindigkeitsbereichen die Systeme optimal funktionieren. Schließlich entscheidet die richtige Trittfrequenz nicht nur über die maximale Leistungsentfaltung, sondern auch über die Effizienz - sowohl beim Motor als auch beim Mensch, und diese beiden wollen synchronisiert werden.
Wichtig war uns außerdem das Verhalten der Systeme an der 25-km/h-Schwelle: Wie geschmeidig ist der Übergang zwischen Unterstützung und Abschalten des Motors? Die Geräuschkulisse der Antriebe war ebenso bedeutend wie die Integration der Systeme und deren intuitive Bedienbarkeit. Zusätzlich haben wir das natürliche Fahrgefühl getestet: Wie breit ist der Q-Faktor? Wie beeinflusst das System die Fahreigenschaften?
Last, but not least waren neben der Einfachheit des Ladevorgangs auch die Integrationsmöglichkeiten und das Design der Systeme von Bedeutung.
Fazit: Der Markt ist in Bewegung
Fakt ist: der Markt für E-Rennräder ist gerade in der Findungs- und Definitionsphase. Die großen Unterschiede der Systeme in Sachen in Sachen Leistung, Drehmoment, Akku-Reichweite, Geräuschkulisse, Usability und Handling erlauben es, vollkommen unterschiedliche Typen an E-Rennrädern zu erschaffen. Wie gut oder schlecht ein E-Rennrad-Antriebssystem ist, hängt stark davon ab, welche Art von E-Rennrad man sich als Kunde wünscht und wie der Hersteller die Integration realisiert.
Die gute Nachricht ist: Der Markt für Rennrad-Elektromotoren bietet derzeit einige gute Lösungen, die wir guten Gewissens empfehlen können. Dennoch gibt es aufgrund der noch jungen Entwicklung im E-Rennrad-Bereich noch kein perfektes Produkt.
Die meisten Motoren, die nun im E-Rennrad-Segment zum Einsatz kommen, sind zwar schon eine Weile auf dem Markt, doch befinden sich Rennrad-Integrationslösungen noch in ihrer ersten Generationsstufe. Während einige Systeme aus dem E-Mountainbike-Bereich übernommen und entsprechend angepasst wurden, sind nur die wenigsten spezifisch für die Bedürfnisse eines E-Road-Bikes maßgeschneidert. Aus diesem Grund ist es zu früh, in diesem Kontext einen Testsieger zu küren.
E-Rennrad: Definition und Einsatzbereich
E-Rennräder sind für den sportlichen Einsatz auf asphaltiertem Untergrund bestimmt. Sie zeichnen sich in erster Linie durch ihre aerodynamische Konstruktion und ihr geringes Gewicht aus. Das Ziel: Schnelligkeit.
Der Trend zum motorisierten Rennrad entfachte unter passionierten Rennradfahrern bereits hitzige Diskussionen. Ein E-Rennrad ist nichts für gemächliche Fahrten durch die Innenstadt, sondern richtet sich an Fahrradfahrer, die mit hohem Tempo über den Asphalt rollen möchten. Das E-Rennrad ist ein Sportgerät und erfordert eine aerodynamische Körperhaltung.
Die Ausstattung eines Rennrads ist auf das Notwendigste reduziert. In der Regel sind an einem E-Rennrad keine Schutzbleche oder Gepäckträger angebracht. Ebenso fehlt eine fest installierte Fahrradbeleuchtung.
Rahmenmaterialien: Aluminium vs. Carbon
Ein Rennradrahmen besteht meistens aus einem sehr leichten und stabilen Material wie Aluminium oder Carbon.
- Aluminium: Aluminiumrohre werden im sogenannten Hydroforming-Verfahren hergestellt. Das Material wird durch hydraulischen Druck in bestimmte Formen gepresst. Dieses Verfahren ermöglicht es allerdings kaum, variable Wandstärken an unterschiedlichen Stellen zu erreichen. Das bedeutet, dass an Stellen mit geringer Belastung unnötig viel Material und damit auch Gewicht am Rahmen bleibt.
- Carbon: Carbon besteht aus Kohlenstoffasern, die in ein Kunstharz eingebettet werden. Dieser Faserverbund ist sehr leicht und kann die Fahrdynamik positiv beeinflussen. In Faserrichtung ist das Material steif und zugfest, während es in Querrichtung flext. Der Nachteil: Carbon ist druckempfindlich. Bei einer Überbelastung kann das Material quer zur Fasserrichtung brechen. Deshalb wird vorsorglich eine widerstandsfähige Deckschicht aufgebracht.
Reifen und Luftdruck
Rennradreifen unterschieden sich bereits auf den ersten Blick von Citybike- oder Trekkingreifen. Ein hoher Luftdruck hält die Reibung so gering wie möglich, sorgt aber auch dafür, dass die dünnen Gummiwände besonders anfällig für Löcher sind. Du solltest deshalb ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Strapazierfähigkeit suchen.
Unser Experte Marvin Nüsken rät: „Wer Bestzeiten erreichen will, der sollte auf einen dünnen Reifen ohne Profil setzen. Je weniger Profil der Reifen hat, desto sanfter läuft er.
Akkukapazität und Antriebssysteme
Rennradakkus sind, anders als bei weniger sportlichen E-Bikes, eher auf eine partielle Unterstützung am Berg als auf eine dauerhafte Unterstützung ausgerichtet. Bei einer Akkukapazität von 250 Wattstunden wiegt das Paket aus Motor und Akku zwischen drei und vier Kilogramm.
- Fazua: Im Rennradsektor ist das Antriebssystem des Münchener Herstellers Fazua der Marktführer. In einem knapp 3,3 Kilogramm schweren Modul sind Getriebe, Motor und Akku vereint. Die gesamte Einheit kann auch entnommen werden - damit ist dein E-Rennrad auch als herkömmliches Rennrad verwendbar.
- Mahle ebikemotion: Ein Hinterradnabenmotor verleiht dem E-Rennrad eine besonders schlanke Silhouette. Die spanische Firma Mahle ebikemotion hat sich auf diese Bauweise konzentriert. Sie setzt auch auf eine Akkukapazität von 250 Wattstunden und hält das Gewicht mit 3,5 Kilogramm sehr gering.
Pedale und Bremsen
Um ein E-Bike mit Rennradpedalen zu fahren, brauchst du einen speziellen Radschuh, auf dessen Unterseite eine Platte, das Cleat, montiert ist. Im Rennradpedal sitzt ein Klickmechanismus mit einer Spannfeder. Das Cleat rastet ins Pedal ein. Damit kannst du dir die Zugbewegung in der zweiten Hälfte der Pedalumdrehung zu Nutze machen. Es spricht aber grundsätzlich auch nichts dagegen, herkömmliche Pedale am E-Rennrad zu montieren. Gerade Anfänger können sich so besser an das neue Fahrgefühl gewöhnen.
Für Schönwetterfahrer ist die Bremsleistung von Felgenbremsen in den allermeisten Fällen ausreichend. Eine unterschätzte Gefahr ist die Hitzeentwicklung bei langen Abfahrten. Scheibenbremsen haben wesentlich mehr Bremskraft und lassen sich besser dosieren als Felgenbremsen.
Wir haben unseren Bike-Experten nach dem aktuellen Trend gefragt. Marvin Nüsken: „Der Trend geht klar zu hydraulischen Scheibenbremsen.
Eignung für den Stadtverkehr
Für den täglichen Einsatz im Stadtverkehr sind E-Rennräder eher nicht geeignet. Die schmalen Reifen bieten kaum Grip, du hast keine Möglichkeit Gepäck zu transportieren und auch der Komfort steht weit hinten an.
Für wen ist ein E-Rennrad geeignet?
Ob man beim Rennradfahren auf elektronische Hilfe zurückgreifen möchte, sollte jeder Fahrer selbst entscheiden. Der Elektroantrieb ermöglicht esuntrainierten Fahrern, bequemer bergauf zu fahren und sportlicheren Fahrern, ihren ersten langen Pass leichter zu bewältigen.
E-Bike vs. E-Rennrad: Ein Vergleich
E-Bikes sind vielseitige Fahrräder, die für eine breite Palette von Aktivitäten und Zwecken konzipiert sind. Sie eignen sich für den täglichen Pendelverkehr, Freizeitfahrten, Einkaufen, Ausflüge ins Grüne und vieles mehr. E-Bikes sind auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt und bieten eine bequeme aufrechte Sitzposition. E-Mountainbikes haben breite Reifen und unterstützen auf sportlichen Pfaden abseits der Straße. Trekking-E-Bikes eignen sich hervorragend für Wochenendausflüge ins Grüne.
E-Rennräder sind speziell für sportliches und schnelles Fahren auf asphaltierten Straßen entwickelt. Ihr Hauptzweck besteht darin, hohe Geschwindigkeiten zu unterstützen und sportliche Leistungen zu erzielen.
Elektrobikes haben oft einen komfortableren und aufrechteren Rahmen. E-Rennrad: Diese Modelle haben ein sportlicheres Design mit einem leichten und aerodynamischen Rahmen, der oft steifer und auf eine gestreckte Fahrerposition ausgelegt ist.
E-Bike: Die Hauptfunktion des E-Motors beim Elektrofahrrad besteht darin, den Fahrer beim Treten zu unterstützen und die Anstrengung zu reduzieren. Der Motor in E-Rennrädern ist darauf ausgerichtet, dem Fahrer ein zusätzliches Paket an Leistung für schnelles und sportliches Fahren zu bieten. Die Motorleistung kann höher sein als bei anderen E-Bikes.
Vorteile von E-Rennrädern
- E-Rennräder sind ideal für Langstreckenfahrten, bei denen Du auch größere Entfernungen problemlos zurücklegen kannst.
- Das E-Rennrad ist perfekt für Fahrten in hügeligen oder bergigen Gebieten.
- Ein E-Rennrad kann auch für das Training verwendet werden.
- Gruppenfahrten: E-Rennräder ermöglichen es Menschen unterschiedlicher Fitnessniveaus, gemeinsam zu fahren.
- Komfort: E-Rennräder können eine komfortablere Fahrerfahrung bieten, da der Elektromotor Unebenheiten auf der Straße abmildern kann.
- Erweiterung des Aktionsradius: Mit einem E-Rennrad kannst Du weitere Strecken erkunden, ohne Dich um die Entfernung oder das Gelände sorgen zu müssen.
- Individualisierung: Moderne E-Rennräder bieten oft verschiedene Unterstützungsstufen und Einstellungen, die es Dir ermöglichen, die Intensität der motorisierten Unterstützung nach Deinen Bedürfnissen anzupassen.
Sicherheit und Schutz
Jetzt weißt Du schon ziemlich viel über die Vorteile Deines neuen E-Rennrades. Was wir nicht vergessen dürfen: Schütze Dich und Dein Rennrad!
Du solltest stets einen Helm tragen! Auch kannst Du natürlich Protektoren verwenden, wenn es ein bisschen mehr Schutz sein soll. Dein Bike schützt Du am besten durch ein sicheres Fahrradschloss (alle Informationen hierzu findest Du hier.). Wenn Dir das noch nicht genug sein sollte: Wie wäre es mit einer Fahrrad-/E-Bike-Versicherung unseres Partners Barmenia?
Historische Entwicklung des Rennrads
Sie kamen im 19. Jahrhundert als erste Rennrad-Modelle auf den Markt, hatten ein hohes Vorderrad und kleines Hinterrad. Mit der Verbreitung von Sicherheitsfahrrädern wurden auch Fahrradrennen populär. 1868 fand das erste dokumentierte Fahrradrennen in Frankreich statt.
Im 20. Jahrhundert wurden Rennräder kontinuierlich verbessert, mit leichteren Rahmen, aerodynamischem Design, Schaltsystemen und leistungsstarken Bremsen. In den 1980er Jahren wurden hochwertige Schaltungs- und Bremskomponenten speziell für Rennräder entwickelt.
Im 21. Jahrhundert wurden E-Rennräder mit elektrischem Antrieb immer beliebter.
Die Haltung auf dem Rennrad
Die Haltung auf dem Rennrad oder E Rennrad ist für pure Schnelligkeit optimiert: Der Fahrer sitzt in einer waagerechten Haltung die möglichst geringen Luftwiderstand bietet und für eine günstige Kraftübersetzung sorgt. Der Lenker eines Rennrads ist nach unten geschwungen, der Sattel meist höher als der Lenker. Das Rennrad oder das E-Rennrad zeichnet sich zudem durch eine sehr leichte Bauweise aus, meist ohne zusätzliche Teile wie Schutzbleche, Gepäckträger oder Beleuchtung.
Worauf beim Kauf achten?
Für Rennräder gelten Besonderheiten: achten Sie darauf, dass Rahmengröße, Pedallänge, Bereifung optimal zu Ihnen passen. Bei dem Kauf eines Rennrads ist es wichtig auf einen Fahrradhändler Ihres Vertrauens zu setzen.
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