E-Rennrad: Vor- und Nachteile im Überblick

Das E-Rennrad ist ein hervorragendes Beispiel für die aktuelle technologische Entwicklung.

Klassische E-Bikes waren die ersten, die den Fahrradmarkt eroberten, gefolgt von E-Mountainbikes.

Diese ermöglichen es dem Fahrer, auch abseits der Straße zu fahren.

In den Jahren 2011 und 2012 dominierten die ersten E-Rennräder den Markt. Allerdings war der Bekanntheitsgrad zu dieser Zeit noch relativ gering.

Das E-Rennrad konnte den Markt nicht erobern, weil es an modernen technischen Elementen fehlte.

Seit 2016 haben viele Hersteller jedes Jahr neue und genauere Versionen entwickelt.

Inzwischen gibt es mehrere E-Rennrad-Events, auch wenn es sich nicht um anerkannte Wettbewerbe handelt.

Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch?

Was ist ein E-Rennrad?

Ein klassisches Rennrad ist ein reines Sportgerät.

Es geht um Geschwindigkeit, Training, Freiheit und darum, die eigenen sportlichen Grenzen auszutesten.

Der „Motor“ sitzt auf dem Sattel und produziert Watt und Wärme.

Am wichtigsten dabei: das Gewicht.

Ausgestattet mit ultraleichtem Carbon-Rahmen und leichtesten Komponenten, bringt ein Rennrad nur wenige Kilo auf die Waage.

Der Zweck: Schnelligkeit.

Viele würden sagen, dass ein E-Rennrad zu fahren, nichts mehr mit Sport zu tun hat.

Und ja, die elektrische Unterstützung entlastet.

Bergauf, bei Gegenwind, auf langen Touren … Auch das Gewicht ist eher zweitrangig.

Mit verbautem Motor und Akku kommt das Rad kaum unter die 10-Kilogramm-Grenze.

Ein großer Vorteil der elektrischen Variante des Rennrades ist die Beschleunigung, die man beim Antritt erfährt: ein Anschub genau dann, wenn man ihn braucht.

Mit Motor lässt sich zum Beispiel ein Training viel genauer und individueller gestalten.

Gerade weniger trainierte Radler stehen vor einem längeren Anstieg oder auf ausgedehnten Etappen meist vor unlösbaren Herausforderungen.

Mit Motorunterstützung sind selbst steile Bergetappen kein Problem mehr.

Unterschiedliche Fitnesslevels werden mit dem E-Rennrad zweitrangig.

Ist der Abstand zum Vordermann zu groß, wird der Motor hinzugeschaltet.

Für wen ist ein E-Rennrad geeignet?

Auf die Frage, für wen das Rennrad mit E-Motor geeignet ist, erhält man unterschiedliche Antworten.

Andere sind der Meinung, dass ein E-Rennrad ideal für Rennradfahrer - egal ob Amateur oder Profi - ist, die aus verschiedenen Gründen Probleme mit herkömmlichen Rennrädern haben.

Viele Freizeitsportler fragen sich, ob sie ein E-Mountainbike anstelle eines E-Rennrads kaufen sollen.

Dieses Fahrrad ist anpassungsfähig und kann auf unterschiedlichem Terrain eingesetzt werden.

Mit dem Design des Mountainbikes lassen sich auch verschlungene Waldwege einfach befahren.

Bei Radrennen geht es grundsätzlich um Geschwindigkeit.

Genau hier liegt das Problem bei E-Rennrädern: Manche E-Rennräder unterstützen den Fahrer beim Treten mit bis zu 45 km/h.

Dabei geht es immer um die technische Geschwindigkeit und nicht um die Geschwindigkeit, die man z.B. beim Bergabfahren erreicht.

Die rechtliche Grundlage wird also durch die Klasse bestimmt, in die das E-Rennrad eingestuft ist.

Beim Treten in die Pedale wird der Radfahrer von den S-Pedelecs unterstützt.

Ein Radweg ist nicht erlaubt, ein Helm ist erforderlich, und ein AM-Führerschein ist erforderlich.

“E-Bikes” bieten Unterstützung auf Knopfdruck, was bedeutet, dass der Motor auch dann Unterstützung leistet, wenn der Benutzer nicht in die Pedale tritt.

Ein Rennrad dieser Klasse darf auf einem Radweg benutzt werden, sofern E-Bikes zugelassen sind und die Geschwindigkeit 25 km/h nicht überschreitet.

Da E-Bike-Nutzer oft schneller unterwegs sind, als sie es aus eigener Kraft könnten, steigt das Unfallrisiko.

Vor- und Nachteile eines E-Rennrads

Fairerweise muss man sagen, dass die Defizite des E-Rennrads jetzt angegangen werden müssen.

Vorteile:

  • Beschleunigung beim Antritt
  • Individuell gestaltbares Training
  • Überwindung von steilen Bergetappen
  • Ausgleich unterschiedlicher Fitnesslevels

Nachteile:

  • Höheres Gewicht
  • Teuer in der Anschaffung
  • Mehr Verschleißteile und höhere Reparaturkosten

E-Bike-Motoren: Mittel-, Heck- oder Frontmotor?

Der Motor ist zentrales Bauteil am E-Bike oder Pedelec.

Die Motorposition bestimmt maßgeblich seinen Charakter.

Die E-Bike-Motoren auf dem Markt unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Leistungsdaten, ihres Gewichts und anderer technischer Merkmale.

Der Mittelmotor ist am oder im Rahmen montiert, der Radnabenmotor in der Nabe eines der beiden Laufräder.

Man spricht entsprechend dieser Platzierung von einem Frontmotor oder von einem Heckmotor.

Der Hinterradmotor am E-Bike hat seine Vor- und Nachteile, gleiches gilt für den Frontmotor und den Mittelmotor.

Andere Mittelmotoren am E-Bike greifen über eine spezielle Verzahnung auf die Achse des eigens dafür konzipierten Innenlagers zu.

Diese Modelle sind teilweise von außen nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Alle Mittelmotoren übertragen die Kraft über die Kette des E-Bikes ans Hinterrad.

E-Bike ist zwar ein gängiger Begriff für alle Fahrräder mit Elektromotor, meist wird damit aber ein Pedelec bezeichnet.

Beim Pedelec unterstützt der Motor den Menschen im Sattel, der selbst in die Pedale treten muss, um in den Genuss dieser Unterstützung zu kommen.

Lediglich bei den sogenannten schnellen Pedelecs oder S-Pedelecs funktioniert dieses System bis zu 45 km/h.

Den Grad der Motorunterstützung bestimmt einerseits die gewählte Fahrstufe, andererseits eine Software, die viele Informationen und Parameter berücksichtigt.

Neben der Geschwindigkeit sind das etwa die Trittfrequenz und die aufgebrachte Tretkraft.

“Durch die mittige und recht tiefe Position des Mittelmotors ist eine bestmögliche Gewichtsverteilung gewährleistet, was sich in einer sehr guten Fahrdynamik niederschlägt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Motor nahezu sofort auf den Pedaldruck des Fahrers reagiert.

Der E-Bike-Mittelmotor hat sich als die gängigste Bauweise herauskristallisiert.

Vorteile des Mittelmotors am E-Bike sind neben der genannten Kompatibilität mit unterschiedlichen Schaltungen, der durch seine Position bedingte zentrale und tiefe Schwerpunkt des E-Bikes sowie die direkte Verbindung zu den Kurbeln.

Größter Nachteil dieser Motorposition am E-Bike ist der schnellere Verschleiß von Kette, Kettenblättern und Ritzeln - schließlich verstärkt der Motor die vom Menschen aufgebrachte Leistung um ein Vielfaches.

Dieser stärkere Kettenzug erfordert für einen sauberen Schaltvorgang beim Gangwechsel viel Gefühl von der Fahrerin oder dem Fahrer.

Das gilt vor allem dann, wenn der Motor etwas „nachläuft“, nachdem man die Tretkraft reduziert hat.

Der Frontmotor ist ein Radnabenmotor an bzw. in der Nabe des Vorderrads.

Man kann ihn mit geringem Aufwand am Fahrrad platzieren, einer der Gründe, warum er lange vor allem an günstigen E-Bikes zu finden war.

Eine sinnvolle Nutzung des Frontmotors an E-Bikes ist allerdings auf ein enges Einsatzfeld begrenzt - idealerweise asphaltierter Untergrund.

Die Erfahrung mit E-Bike-Frontmotoren zeigt nämlich, dass diese ein Weg- oder Durchrutschen des Vorderrads begünstigen.

Ein Vorteil des Vorderradmotors ist seine Kompatibilität mit allen Schaltungstypen.

Eine Kettenschaltung kann am E-Bike mit Frontmotor genauso genutzt werden wie eine Nabenschaltung, auch in Form einer Automatikschaltung.

Die Kombination mit einer Rücktrittbremse ist ohne Probleme ebenfalls möglich.

Nachteil ist, neben dem möglichen Wegrutschen des Vorderrads, die fehlende Abstimmung mit dem Tretimpuls der Fahrerin oder des Fahrers im Sattel des Rads.

Frontmotoren stehen in der Regel nicht in Verbindung mit einem Antriebssystem.

Diese fehlende Abstimmung führt zu einem unharmonischen, wenig „natürlichen“ Fahrgefühl.

Der E-Bike-Heckmotor ist an der Nabe des Hinterrads platziert und treibt dieses direkt an.

Diese Konstruktion schont die Kette.

Außerdem bringt der Heckmotor mehr Gewicht ans Hinterrad, wodurch dieses besonders gute Traktion bietet.

Ein Nachteil des E-Bike-Hinterradmotors: Er verlagert den Schwerpunkt des gesamten Bikes nach hinten.

Zusätzlich fördert die Position des Hinterradmotors samt Schwerpunktverlagerung an einem E-Bike das unerwünschte Aufbäumen des Vorderrads in steilen Anstiegen - auch hier sind besonders E-Mountainbikes betroffen.

Ein Vorteil von E-Bike-Heckmotoren ist die geringe Geräuschentwicklung, außerdem sind sie optisch sehr unauffällig in die Silhouette des Rads zu integrieren und deswegen bei Anbietern von schnellen, stylischen Urbanbikes sehr beliebt.

Wollen diese ihr E-Bike allerdings mit einer Naben- oder Automatikschaltung ausstatten, wählen sie als Alternative meistens einen Frontmotor.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Motorpositionen

Motorposition Vorteile Nachteile
Mittelmotor
  • Optimale Gewichtsverteilung
  • Direkte Reaktion auf Pedaldruck
  • Kompatibilität mit verschiedenen Schaltungen
  • Schnellerer Verschleiß von Kette, Kettenblättern und Ritzeln
  • Feingefühl beim Schalten erforderlich
Frontmotor
  • Kompatibilität mit allen Schaltungsarten
  • Einfache Montage
  • Mögliches Durchrutschen des Vorderrads
  • Unharmonisches Fahrgefühl
Heckmotor
  • Schont die Kette
  • Gute Traktion am Hinterrad
  • Geringe Geräuschentwicklung
  • Verlagerung des Schwerpunkts nach hinten
  • Mögliches Aufbäumen des Vorderrads bei Anstiegen

E-Rennrad der Zukunft

Das E-Rennrad der Zukunft wird im Zuge des technischen Fortschritts immer leichter und schneller werden.

Das bedeutet höhere Geschwindigkeiten sowie leichtere Batterien und Motoren mit höherer Kapazität und Leistung.

E-Rennrad-Modelle aus Carbon sind auf dem Vormarsch, wobei die neuesten Versionen bereits rund 10 kg wiegen.

Die Erhöhung der Reichweite wird durch die Optimierung der Batterieleistung erreicht.

Regelmäßig wird auch die Frage aufgeworfen, ob E-Rennräder zu offiziellen Wettbewerben zugelassen werden sollen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Motoren noch nicht bei Veranstaltungen wie der Tour de France eingesetzt werden.

In der Vergangenheit gab es verschiedene Kontroversen und Behauptungen über die unrechtmäßige Verwendung von Mikromotoren.

Die UCI setzte 2010 sogar einen Scanner ein, um manipulierte Fahrräder zu identifizieren.

Werden E-Rennräder einen offiziellen Rennstart haben?

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