E-Bikes haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. In immer mehr Haushalten ist ein elektrisches Fahrrad zu finden. Elektrofahrräder sind in der Regel mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet. Lithium-Ionen-Akkus sind wiederaufladbare Batterien. Sie haben eine hohe Energiedichte und sind besonders leicht. Die Akkus sind sehr leistungsstark, können bei unsachgemäßer Verwendung jedoch auch gefährlich werden und in Brand geraten. Bei richtiger Nutzung und Lagerung haben sie eine lange Lebensdauer.
Genau wie jeder andere Akku unterliegt auch der E-Bike Akku einer natürlichen Alterung. Eine generelle Aussage zur Lebensdauer eines Akkus gibt es nicht. Äußere Einflüsse, die Pflege und die richtige Lagerung spielen für die Lebensdauer eine große Rolle.
Die Lebensdauer von E-Bike Akkus
Die Hersteller von E-Bike Akkus geben in den Informationen eine Zyklenzahl an, die verdeutlichen soll wie lang ein Akku halten kann. Einmal pro Woche aufgeladen bedeutet das eine Lebensdauer von über 10 Jahren. Die Alterung setzt sich zusammen aus der Zyklenzahl, und der kalendarischen Lebensdauer. Diese ist abhängig von der Anzahl der Lade- und Entladezyklen, die der Zellenhersteller angibt, sowie von den Lade- und Entladeströmen und der Temperatur.
Akkus werden aber selten von 0% auf 100% aufgeladen. Läd man seinen E-Bike Akku zum Beispiel von 20% auf 80% auf, nennt man das Teilladung. Ein Ladezyklus ist mit dieser Teilladung nicht erreicht. Mehrere Teilladungen addieren sich zu einem vollen Ladezyklus auf. Bei dem Ladezyklus spricht man von auf- und entladen. Die kalendarische Lebensdauer bezieht sich auf Alterung eines Akkus allein durch die Lagerung. Auch bei nicht Nutzung eines Akkus verliert der Akku Kapazität.
Wenn man von einer Nutzung des Akkus vollständig absehen würde, könnte man meinen dass ein Akku dann 25 Jahre braucht bis ein kompletter Kapazitätsverlust erreicht ist. Auch das ist nicht der Fall. Äußere Einflüsse spielen für die Zellalterung ebenso eine Rolle wie die richtige Lagerung und Pflege.
Sicherheitsvorkehrungen bei der Lagerung von E-Bike Akkus
Bei unsachgemäßer Handhabung stellen E-Bike Akkus ein Sicherheitsrisiko dar. Insbesondere bei Beschädigung oder Überhitzung können sie Feuer fangen oder explodieren. Beachten Sie folgende Tipps für maximale Sicherheit:
- Lagern Sie Ihren E-Bike Akkus an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort, fern von direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit
- Idealerweise entladen Sie ihn auf etwa 50 % seiner Kapazität
- Nutzen Sie einen Raum mit Rauchmelder
- Halten Sie kleine Metallgegenstände (Münzen, Schlüssel, Schrauben oder Nägel) vom E-Bike-Akku fern
- Nutzen Sie einen feuerfesten Behälter wie die ZARGES Akku Safe Feuerfeste Aufbewahrungsbox
Die richtige Temperatur bei der Lagerung
Die Temperatur spielt bei der Lagerung von E-Bike Akkus eine wichtige Rolle. Der Akku sollte weder zu kalt noch zu warm gelagert werden. Zu niedrige Temperaturen können sich negativ auf die Kapazität des Akkus auswirken. Wird das E-Bike im Winter nicht häufig verwendet, sollte man den Akku entnehmen und im Haus lagern. Im besten Fall wird der Akku dann erst kurz vor einer Fahrt wieder eingesetzt.
Optimalerweise werden E-Bike Akkus bei einer Raumtemperatur von +10°C bis +20°C aufbewahrt.
Ladezustand bei längerer Lagerung
Wird das E-Bike über einen längeren Zeitraum nicht genutzt, sollte der Akku weder vollständig geladen noch vollständig entladen gelagert werden. Der Akku wird optimalerweise mit einer Ladekapazität von 30% bis 60% eingelagert. Wird ein Akku über einen längeren Zeitraum gelagert, ohne verwendet zu werden, entlädt er sich langsam von selbst. Kommt es dabei zu einer sogenannten Tiefenentladung, werden die Akkuzellen geschädigt.
Lithium-Ionen-Akkus sollten mindestens alle drei Monate aufgeladen werden. Dafür ist ausschließlich das Ladegerät zu verwenden, welches bei dem Produkt mitgeliefert wurde. Der Akku sollte während des Ladevorgangs stabil und frei an einem nicht brennbaren Ort stehen. Es ist ratsam die Aufladung am Tag durchzuführen, um den Ladevorgang besser überwachen zu können. Am besten lädt man den E-Bike Akku in der Nähe eines Feuermelders auf. Nach vollständiger Aufladung sollte der Akku vom Netzkabel entfernt werden.
Weitere Tipps für die Lagerung
E-Bike Akkus sollten immer trocken und bei einer geringen Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist dabei zu vermeiden. Außerdem ist es ratsam, einen E-Bike Akku nicht in der Nähe von entflammbaren Materialien zu lagern. Im Winter sollte man den E-Bike Akku mit in die Wohnung nehmen und ihn bei Zimmertemperatur aufbewahren. Auch die Aufladung findet optimalerweise bei Zimmertemperatur statt.
Winterlagerung des E-Bike Akkus
Wenn im Winter die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, landen viele E-Bikes für die kalten Monate im Keller. Gehört Deins auch dazu? Dann solltest Du besonders bei der Lagerung des Akkus ein paar Dinge beachten, damit Du im Frühjahr wieder voll durchstarten kannst. Wir verraten Dir, wie Du Dein E-Bike-Akku gut durch den Winter bringst.
Stell Dir vor, es ist Frühling: Nach dem langen, kalten Winter, freust Du Dich darauf, endlich wieder aufs E-Bike zu steigen und durch die Landschaft zu sausen. Klar, dass die Reifen aufgepumpt werden müssen und die Kette vielleicht ein bisschen Pflege braucht, aber wieso lässt sich der Akku nicht mehr richtig laden? Die Ursache dafür kann eine Tiefenentladung sein. Zu der kann es kommen, wenn der Akku über längere Zeit falsch gelagert wird. Wie alle Batterien mögen auch E-Bike-Akkus weder große Hitze noch sehr niedrige Temperaturen. Der ADFC rät zur Lagerung zwischen zehn und fünfzehn Grad Celsius. In jedem Fall sollte die Temperatur, bei der Du den Akku lagerst, aber nicht unter null Grad liegen. Die Garage, in der Du Dein E-Bike parkst, könnte also in den Wintermonaten zu kalt sein, sodass Du den Akku für den Winter herausnehmen und gesondert lagern solltest.
Akku leerfahren und dann für die nächsten Monate ab in die Abstellkammer damit? Das ist keine gute Idee, denn bei längerer Lagerung entlädt sich der Akku nach und nach von selbst. Das bedeutet, wenn die Batterie schon zu Beginn des Winters leer ist, besteht die Gefahr einer Tiefenentladung und die bedeutet das Aus für Deinen E-Bike-Akku. Doch auch randvoll geladen sollte er nicht sein. Geeignet ist ein mittleres Ladungsniveau zwischen 30 und 70 Prozent. Wenn der Winter lang und kalt ist und Du Dein E-Bike währenddessen nicht nutzt, kannst Du den Akku mehrere Monate an einem geeigneten Ort lagern. Wichtig ist dann allerdings, dass Du den Ladestand ab und zu überprüfst und den Akku bei Bedarf etwas auflädst.
Dein E-Bike macht keine Winterpause, weil Du bei jedem Wetter auf Deinem Dienstrad mit Tretunterstützung unterwegs bist? Auch dann solltest Du in den kalten Monaten den Akku mit ins Warme nehmen, wenn Du nicht fährst und darauf achten, dass er immer gut geladen ist, weil die Leistungsfähigkeit und damit auch die Reichweite bei Kälte geringer sein kann.
Brandschutz bei der Lagerung in der Wohnung
Nicht jeder verfügt über eine Garage, einen Keller oder einen anderen Raum, wo man den E-Bike-Akkus lagern kann, wenn er nicht am E-Bike oder Pedelec montiert ist. Gleichzeitig sollte man hier unterschiedliche Dinge beachten, denn gerade in der Wohnung können Probleme mit dem Akku schnell schwerwiegende Folgen haben.
Sollen Akkus innerhalb einer Wohnung gelagert werden, sollte man hier ganz besondere Vorsicht walten lassen und immer versuchen, alle notwendigen und empfehlenswerten Maßnahmen zu ergreifen, um selbst bei Problemen mit dem Akku das Risiko für gefährliche Folgen zu minimieren. Dafür sind sowohl der Lagerort, aber ebenso der Lagerbehälter entscheidend: E-Bike-Akkus sollte man immer nur in dafür geeigneten Behältern, sogenannten Akku-Boxen oder Akku-Taschen, aufbewahren. Diese bieten einen Schutz für die Umgebung und können so im Fall eines Akkubrands häufig Schlimmeres verhindern, indem der Brand sich nicht ausbreiten kann. Akkutaschen werden dafür aus feuerfestem Gewebe gefertigt, Akku-Boxen sind meistens eine Kombination aus robuster Kiste, in denen bspw. Pyrobubbles oder Cirrux-Kissen integriert werden, worin dann die E-Bike-Akkus gelagert werden.
Kommt es innerhalb der Wohnung zu einem Akku-Brand, muss auf jeden Fall professionelle Hilfe durch die Feuerwehr gerufen werden - dies ist immer die erste Maßnahme bei einem Akkubrand. Gleichzeitig kann man mit schnellen Gegenmaßnahmen den Schaden häufig reduzieren. Spezielle Akku-Feuerlöscher und Löschdecken für Li-Ionen-Akkus können auch für E-Bike-Batterien eingesetzt werden und so die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr überbrücken und erste Löschmaßnahmen einleiten.
Umgang mit defekten Akkus
Wie man an den vorhergehenden Ausführungen bereits gut erkennen kann, geht selbst von augenscheinlich intakten E-Bike-Akkus immer eine inhärente Gefahr aus, gegen die man entsprechende Maßnahmen zur Sicherung ergreifen sollte. Ungleich größer ist die Gefahr bei defekten Akkus: Diese sollten niemals und unter keinen Umständen innerhalb einer Wohnung gelagert werden, denn hier sind die Risiken für einen Akkubrand oder einen Thermal Runway signifikant höher und diesem Risiko sollte sich niemand aussetzen. Ist ein E-Bike-Akku defekt - egal ob der sich nicht mehr laden lässt, einen mechanischen Schaden hat oder aufgebläht ist - muss dieser fachgerecht entsorgt werden.
Versicherungsschutz bei Schäden durch Akkus
Kommt es durch einen innerhalb der Wohnung gelagerten E-Bike-Akku zum Brand, stellt sich schnell die Frage nach dem Versicherungsschutz bzw. welche Versicherung für die entstandenen Schäden aufkommt. In der Regel greifen dann die Hausratversicherung (bei Schäden an eigenem Hausrat), die Wohngebäudeversicherung (bei Schäden an der Immobilie / der Wohnung) oder die Haftpflichtversicherung, wenn fremdes Eigentum zu Schaden kommt. Dabei ist darauf zu achten, dass keine grobe Fahrlässigkeit bei der Lagerung bzw. beim Laden vorliegt.
Wintereinlagerung des Akkus
Im Winter werde E-Bike häufig über einen langen Zeitraum nicht mehr genutzt, so dass der Akku über Monate gelagert werden kann. Umso wichtiger ist dann die richtige Lagerung, so dass der Akku während der Wintermonate keinen Schaden nimmt und man im Frühjahr direkt wieder durchstarten kann. Steht das Pedelec oder E-Bike über die Wintermonate in der Garage bzw. wird nicht genutzt, sollte der Akku abgenommen werden, soweit das möglich ist. Nach der letzten Verwendung im Herbst sollte der Akku am besten - falls notwendig - gereinigt werden, so dass er sauber und trocken für den Winter eingelagert werden kann. Der optimale Lagerort für den E-Bike-Akku schützt diese vor Feuchtigkeit und bietet eine Temperatur zwischen 0° C und 20°C. So eignen sich bspw. Bei der Wintereinlagerung des Akkus sollte diese weder komplett entladen sein, noch sollte er vorher noch einmal aufgeladen werden. Der optimale Ladezustand für den E-Bike-Akku ist im Bereich von 30 bis 60%, was bei vielen Modellen über eine entsprechende Anzeige ablesbar ist.
Risikopotenzial und Brandschutz
Ein unbeaufsichtigter Lithium-Ionen-Akku birgt immer ein gewisses Risikopotenzial. Selbst wenn man alle vorher genannten Tipps berücksichtigt, kann es zu Problemen bei der Lagerung kommen und es kann zum Defekt, Brand oder im schlimmsten Fall zur Explosion des Akkus kommen. Zwar ist der Fall, dass ein gelagerter Akku „einfach so“ zum Brandherd wird oder explodiert ausgesprochen selten, aber ein Restrisiko bleibt bestehen. Daher ist es empfehlenswert, den Akku in einer dafür geeigneten und feuerfesten Akku-Box über die Wintermonate einzulagern.
Die Psychologie des Ladens: Ladeangst vermeiden
Das Paradoxe dabei: Viele Fahrer leiden unter "Ladeangst" - der Befürchtung, mit leerem Akku liegen zu bleiben. Diese Angst führt sie zu genau jenen Ladeverhaltensweisen, die die Lebensdauer ihres Akkus dramatisch verkürzen.
Hier kommen wir zum psychologischen Kern vieler Ladeprobleme: die "Ladeangst". Viele E-Bike-Fahrer laden ihren Akku täglich auf 100%, aus Angst, unterwegs mit leerem Akku dazustehen. Lithium-Ionen-Akkus altern schneller, wenn sie permanent bei 100% gehalten werden. Die hohe Zellspannung bei Vollladung erzeugt Stress in der Batteriechemie. Berechne Deine tatsächliche Tagesreichweite und plane einen großzügigen Puffer ein. Die meisten Pendler benötigen nur 30-50% der E-Bike Reichweite ihres Akkus pro Tag. Trainiere Dein Vertrauen schrittweise: Beginne mit kurzen Fahrten bei 80% Ladung und steigere allmählich die Distanzen. Du wirst schnell feststellen, dass Deine Reichweitenangst unbegründet war.
Regeln für optimale E-Bike Akku-Pflege
Du lernst die 7 wichtigsten Regeln für optimale E-Bike Akkupflege kennen und erfährst, wie Du die psychologischen Fallen vermeidest, die zu kostspieligen Akkuschäden führen.
- Temperaturmanagement: Die Temperatur während des Ladevorgangs hat enormen Einfluss auf die Lebensdauer Deines E-Bike-Akkus. Lithium-Ionen-Akkus arbeiten am effizientesten und schonendsten bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius.
- Original-Ladegerät verwenden: Die Verlockung ist groß: Ein günstiges Ersatz-Ladegerät für 30 Euro statt 120 Euro für das Original. Doch diese Sparsamkeit kann Dich teuer zu stehen kommen. Billige Nachbauten haben oft ungenaue Spannungsregelung, unzureichende Sicherheitsschaltungen und falsche Ladekurven.
- Tiefentladung vermeiden: Einer der häufigsten und kostspielichsten Fehler beim E-Bike Akku richtig laden ist die komplette Entladung. Moderne E-Bike-Akkus haben keinen Memory-Effekt, leiden aber erheblich unter Tiefentladung. Bereits eine einzige komplette Entladung kann die Kapazität dauerhaft um 5-10% reduzieren. Lade Deinen Akku, sobald er 20% Restkapazität erreicht. Diese Regel schützt die Batteriezellen vor schädlicher Spannung und erhält die volle Kapazität über Jahre hinweg.
- Richtige Lagerung: Besonders im Winter, wenn viele E-Bikes monatelang nicht genutzt werden, entscheidet die richtige Lagerung über die Gesundheit Deines Akkus. Die optimale E-Bike Akku Wartung bei längerer Lagerung erfordert einen Ladezustand zwischen 50-70%. Zu volle Akkus leiden unter Selbstentladung und Zellenspannung, zu leere Akkus können in kritische Tiefentladung fallen. Lade den Akku auf 60-70% und entnimm ihn aus dem E-Bike. Bewahre ihn bei Raumtemperatur (15-20°C) an einem trockenen Ort auf. Prüfe alle 2-3 Monate den Ladezustand und lade bei Bedarf nach. Niemals den Akku im eiskalten Schuppen oder Keller lagern, aber auch nicht in der Nähe von Heizkörpern oder in direkter Sonneneinstrahlung.
Häufige Fehler beim Laden und Lagern
Nach jahrelanger Erfahrung mit E-Bike-Reparaturen sehe ich immer wieder dieselben vermeidbaren Fehler, die Akkus vorzeitig zerstören.
- Fehler Nr. 1: Viele lassen ihren Akku die ganze Nacht am Ladegerät - das ist unnötig und schädlich. Moderne Akkus sind nach 3-6 Stunden vollgeladen.
- Fehler Nr. 2: Egal ob Hitze im Sommer oder Kälte im Winter - extreme Temperaturen beim Laden schädigen die Batteriezellen nachhaltig.
Merklich verkürzte Reichweite trotz Vollladung deutet auf Akkuschäden hin. Ungewöhnlich lange Ladezeiten oder sehr heiß werdende Akkus sind weitere Alarmsignale. Die rechtzeitige Wartung durch Experten kann oft noch größere Schäden verhindern.
FAQ zur E-Bike Akku Lagerung und Pflege
Darf ich den Akku teilweise laden?
Ja, Teilladungen sind beim Lithium-Ionen-Akku problemlos möglich und gelten als schonender für den Akku als häufige vollständige Leerungen.
Darf ich ein fremdes Ladegerät nutzen?
Prinzipiell muss die Kombination von Ladegerät und Akku vom Hersteller freigegeben sein. Bei den namhaften Herstellern wie Bosch, Yamaha oder Panasonic lässt sich dies leicht in der Bedienungsanleitung nachlesen.
Lebensdauer beeinflussen: Interview mit einem Experten
E-MTB: Herr Dr. Mähliß, was können E-Bikerinnen und E-Biker tun, um die Lebensdauer ihres E-Bike Akkus möglichst auszureizen?
Dr. Jochen Mähliß: Radfahrer sollten ihren Akku so selten wie möglich komplett entladen. Und wenn man nicht die maximale Reichhöhe braucht, ist es sinnvoll, den Akku nicht komplett aufzuladen. Das Batterie-Management-System passt beim Laden auf, dass kein sicherheitskritischer Bereich erreicht wird - die Batterie also weder tief- noch überladen wird. Wenn man aber regelmäßig den obersten und untersten Spannungsbereich vermeidet, schafft der Akku deutlich mehr Zyklen.
Was heißt das konkret?
Wer seinen Akku schonen möchte, sollte ihn möglichst nicht unter 10 Prozent entladen und nicht über 90 Prozent aufladen. Dadurch kann man die Lebensdauer eines Akkus verdoppeln. Das gilt übrigens für alle Lithium-Ionen-Batterien. Auch Schnellladegeräte sind problematisch. Je höher der Ladestrom, desto mehr erwärmt sich der Akku, und umso schädlicher ist das für die Zellen.
Was sollte man bei der Lagerung der Batterie beachten?
Ein Akku mag es gerne kühl und trocken. Temperaturen über 30 Grad sind zu vermeiden. Die Batterie sollte also nicht bei Sonne im Auto liegen oder hinter der Fensterscheibe in der Garage. Auch wenn das Rad unter einem Wellblechdach parkt oder es in einer Holzhütte steht, kann es dem Akku schon zu warm werden. Dann sollte man ihn lieber ins Haus mitnehmen.
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