E-Bike Akku laden mit Powerbank: Möglichkeiten und Tipps für unterwegs

Viele E-Bike-Fahrer kennen das Problem: Der Akku neigt sich dem Ende zu, aber weit und breit ist keine Ladestation in Sicht. Gibt es eine Möglichkeit, mit einer Powerbank den E-Bike-Akku unterwegs aufzuladen? Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.

Kann man ein E-Bike mit einer Powerbank laden?

Die Antwort ist: Jein. Normale Powerbanks, wie sie für Smartphones verwendet werden, reichen in der Regel nicht aus, um einen E-Bike-Akku zu laden. Ein E-Bike-Akku benötigt je nach Modell zwischen 150 und 500 Watt Leistung, während herkömmliche Powerbanks lediglich USB-Anschlüsse mit 5 bis 20 Watt liefern. Das reicht gerade mal für ein Smartphone oder eine Fahrradbeleuchtung, aber nicht für das Ladegerät eines E-Bikes.

Wenn von „Powerbank für E-Bike“ gesprochen wird, ist meist eine tragbare Powerstation gemeint - also ein großer Akku mit Wechselstromanschluss (230 V), wie sie z. B. Allpowers oder Jackery anbieten.

Powerstations als mobile Ladelösung

Moderne mobile Energiespeicher - wie die EcoFlow River Max oder Allpowers Solargeneratoren - bieten genug Strom, um den E-Bike-Akku zumindest teilweise aufzuladen. Wichtig ist, dass die Kapazität und Ladeleistung des mobilen Systems zum E-Bike-Ladegerät passen.

EcoFlow River Max - Der Alleskönner für unterwegs

Mit 576 Wh Kapazität, 600 W Ausgangsleistung (1200 W Peak) und zahlreichen Ladeports bietet die EcoFlow River Max eine echte Premiumlösung für E-Biker, Camper und Technikfans. Dank X-Boost-Technologie läuft sogar leistungshungriges E-Bike-Zubehör zuverlässig. Sie lädt in nur 1 Stunde zu 80 % per Netzstrom - oder autark mit Solarpanel (optional). Sie ist geeignet für alle, die hohe Leistung und flexible Ladeoptionen brauchen. Vorteilhaft sind mehrere Akkuladungen möglich, starke Leistung und vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

Allpowers S700W Powerstation mit faltbarem Solarpanel

Diese Kombination aus 700W Powerstation und 100-Watt-Solarpanel macht das Nachladen auf Tour möglich - sogar mitten im Nirgendwo. Mit 230 V-Anschluss für Standardladegeräte, integriertem Display und Gummifüßen für sicheren Stand unterwegs. Unabhängiges Solarladen und AC-Ausgang in einem System - erreicht bis zu 2/3 einer Akkuladung pro Tag. Ideal für Tagestouren und längere Pausen. Vorteilhaft sind solare Nachladbarkeit, solide Leistung und universelle Einsatzmöglichkeiten.

Allpowers S200 Solar-Kit - Der ultraleichte Kompromiss

Mit nur 154 Wh Speicherkapazität und einem 60-Watt-Solarpanel liefert dieses Set zwar keine vollständige Akkuladung, aber genügend Energie für ein paar Zusatzkilometer - perfekt für kleine Notfälle oder als Ergänzung zu größeren Systemen. Leicht, kompakt und passt in jede Packtasche - ideal für Solopausen oder Bikepacking. Geeignet für Radreisende mit minimalistischem Setup und ohne Schnellladegerät. Vorteilhaft sind die Tragbarkeit, das geringe Gewicht und die Emissionsfreiheit. Einschränkend ist, dass es nicht für vollständiges Laden eines Bosch-Akkus reicht, besonders bei hohem Ladebedarf.

Vergleichstabelle der Ladeoptionen

Produkt Energiequelle Mobilität Ladeleistung Besonderheit
EcoFlow River Max Netz, Solar, DC 🟡 Kompakt 🟢 Hoch, 600W/1200W Schnellladefähig & vielseitig
ALLPOWERS S700W + Panel Solar + Akku 🟡 Mobil 🟡 Mittel (150W AC) Solide Solarlösung für unterwegs
ALLPOWERS S200 Solar-Kit Solar, Netz 🟢 Sehr leicht 🔵 Schwach (max. 30W) Nur Teilnachladung möglich, extrem tragbar

E-Bike Akku als Powerbank nutzen

Die meisten E-Bikes haben inzwischen abnehmbare Akkus. Beim Kauf solltet ihr darauf achten, dass diese sich auch als Powerbank nutzen lassen. Wenn der E-Bike-Akku gleichzeitig auch Powerbank ist - das geht! Der Gedanke liegt nahe: Moderne E-Bike-Akkus bieten eine Kapazität von mindestens 500 Wattstunden. Ihr fahrt also stets ein kleines Kraftwerk, eine Powerstation oder zumindest eine Powerbank durch die Gegend. So nahe der Gedanke auch liegt, oft scheitert die Umsetzung. Es gibt im Netz ein paar Bastellösungen, die den Umbau eines E-Bike-Akkus samt Wechselrichter erklären. Von derartigen Experimenten raten wir aber strikt ab. Die meisten E-Bike-Akkus sind schlicht und ergreifend nicht auf die Nutzung als Powerbank ausgelegt und laden bestenfalls kleinere Gadgets über den am Lenker eingebauten Bordcomputer.

Lemmo hat sein so genanntes Smartpac von Anfang an auch als Powerbank konzipiert, weil ihr das Pedelec dank "Dual Mode Hub" als ganz normales Fahrrad nutzen könnt. Das Smartpac kann nun als externe Powerstation genutzt werden. Smartphones, Kamera oder GPS-Gerät können ganz einfach per USB-C- oder USB-A-Anschluss verbunden und mit maximal 65 Watt geladen werden. Das Laden eines leeren iPhones gelingt so binnen weniger Stunden. Wir mögen den Ansatz des Berliner Startups, denn der Lemmo-Akku ist nicht nur ein extern nutzbarer Stromspeicher.

Alternativen zur Powerbank

Neben Powerstations gibt es noch weitere Möglichkeiten, den E-Bike-Akku unterwegs aufzuladen:

  • Öffentliche E-Bike-Ladestationen: Diese finden sich vor allem in touristischen Regionen, an Bahnhöfen, Restaurants, Campingplätzen oder an Radwegen.
  • Zweitakku: Der Akku von einem Ebike hat typischerweise etwa 500 Wattstunden. Eine einfache Möglichkeit ist die Mitnahme eines zweiten Akkus.
  • Aufladen im Auto: Mit dem richtigen Ladegerät (2x) kann man im Auto gleichzeitig 2 Akkus laden ( 2 Kfz-Steckdosen getrennt abgesichert, Gesamtleistung ca.
  • Campingplatz: Überlegung ist jetzt ggf auf einen Campingplatz zu fahren um Feststrom zu bekommen.

Das richtige Ladegerät für das E-Bike finden

Um den passenden Charger für das eigene Fahrrad zu finden, gibt es einiges zu beachten. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Ist das neue E-Bike Ladegerät mit dem Hersteller Ihres E-Bikes kompatibel?
  • Wie hoch ist die Eingangsspannung am E-Bike? Es gibt beispielsweise 36-Volt- und 48-Volt-Antriebe.
  • Wie lang ist die Ladezeit des E-Bike Akkus mit dem jeweiligen neuen Ladegerät beziehungsweise wie viel Zeit müssen Sie für den Ladevorgang einrechnen?
  • Welche Art von Akku soll das E-Bike Ladegerät laden und was ist beim Ladevorgang zu beachten?

Die verschiedenen Akkuarten und wie sie zu laden sind

Es ist nicht nur wichtig, das korrekte E-Bike Ladegerät zu finden, sondern auch genau zu wissen, welche Art von Akku im eigenen Fahrrad verbaut ist. Die richtige Akkupflege unterscheidet sich bei den verschiedenen Typen - um so lange wie möglich Freude am neuen E-Bike zu haben, gilt es folgende Dinge beim Laden zu beachten:

  • Akkus, die auf Lithium-Ionen basieren: Heutzutage sind Lithium-Ionen-Akkus häufig vertreten und lassen sich beispielsweise auch in Smartphones finden. Bei diesen Akkus ist das E-Bike Ladegerät immer anzuschließen, bevor der Akku vollständig leer ist. Ansonsten kann es zu einer Tiefenentladung kommen, die den Akku des Geräts irreversibel schädigt. Der Akku ist regelmäßig zu kontrollieren, da auch während der Lagerung Energie verloren geht.
  • Akkus, die aufNickel-Cadmium basieren: In diesem Fall ist das Ladegerät des E-Bikes anzuschließen, wenn der Akku fast vollständig leer ist. Wird der Akku häufig nur teilentladen, kann es zu einem Kapazitätsverlust kommen, eine Tiefenentladung ist jedoch zu vermeiden. Nickel-Cadmium-Akkus haben einen Memory-Effekt und sind meist nicht schnellladefähig, weswegen es genug Zeit zum Laden einzuplanen gilt.
  • Akkus, die aufNickel-Metallhydrid basieren: Wie beim Nickel-Cadmium-Akku ist das E-Bike Ladegerät erst anzuschließen, wenn der Akku fast vollkommen entladen ist. Auch hier kann es bei häufiger Teilentladung zu Kapazitätsverlusten kommen - eine Tiefenentladung ist jedoch zu vermeiden.

Allgemein lässt sich sagen, dass die Akkus der E-Bikes mit allen gewöhnlichen 230-Volt-Steckdosen kompatibel sind - somit ist es ohne Probleme möglich, den E-Bike Akku an einer regulären Haushaltssteckdose zu laden.

E-Bike Schnellladegerät: Ja oder nein?

Es ist immer gut, die Bedienungsanleitung des E-Bike Herstellers sorgfältig durchzulesen. Hier finden Sie beispielsweise Fakten zum Ladegerät des E-Bikes oder ob Schnellladegeräte für Ihr E-Bike genehmigt sind. Gut zu wissen: Bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus steht einem Schnellladekabel nichts im Weg.

E-Bike unterwegs aufladen: Tipps und Tricks

Unbeschwert mit dem E-Bike unterwegs sein macht enorm viel Spaß. Wären da nicht ab und zu die Gedanken an den Akku. Wie weit komme mit der aktuellen Ladung noch? Wo kann ich ihn am besten aufladen? Auf diese Fragen gibt es heutzutage ganz verschiedene Antworten. Meist spielt es eine Rolle, wo ihr euch gerade befindet, welchen Anlass eure aktuelle Fahrt hat und wie weit euer Ziel entfernt ist.

  • Komfortabler als an einer gut gewarteten Ladestation ladet ihr euer E-Bike wahrscheinlich nur zuhause auf. Kein Ladegerät, höchstens ein passendes Ladekabel oder einen Adapter - mehr braucht es dafür nicht.
  • Sowohl in touristischen Regionen als auch im urbanen Raum an zentralen Orten wie Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Einkaufscentern oder so manchen öffentlichen Einrichtungen finden sich solche Ladestationen. In Gegenden, in den viele Menschen ihren Urlaub verbringen, sind Restaurants, Hotels oder Museen die jeweiligen Anlaufstellen.
  • Errichtet haben die Ladesäulen unterschiedlichste Anbieter. Habt daher zur Sicherheit das Ladekabel für euer E-Bike lieber griffbereit.
  • Mithilfe gängiger Internetdienste wie Google Maps könnte ihr euch Ladestationen auf dem Smartphone anzeigen lassen. Noch bequemer lösen das mitunter spezielle Apps.
  • Alternativ zu den genannten Apps könnt ihr Apps zum Anzeigen von Ladestation für E-Autos nutzen. Oftmals erlauben diese ein Filtern der Suchergebnisse nach „Schuko-Stecker“.
  • Je nach Gegend findet ihr eher eine Tankstelle als per App eine Ladestation zum Laden des Akkus. Wer dort höflich nach einer Erlaubnis zum Aufladen fragt, wird wohl nur selten abgelehnt. Und wenn ihr bei der Gelegenheit noch etwas zu trinken oder essen bestellt, gibt’s den Strom am Ende vielleicht sogar gratis.
  • Trotz Ladestationen kommt die Sprache beim Laden des E-Bikes unterwegs schnell auf das Ladegerät. Sein Mitführen versetzt euch schnell in die Lage, flexibel auf verschiedene Gegebenheiten reagieren zu können.
  • Zugegeben, das Ladegerät von DJI ist verdammt fix. Noch schneller seid ihr jedoch, wenn ihr unterwegs einfach den ursprünglichen Akku gegen einen Zweitakku tauscht. Nachteil dieser Lösung ist verständlicherweise ein größeres Gewicht während der Fahrt.
  • Wollt ihr zwei Akkus nutzen, liegt es nahe, sie von Anfang an im beziehungsweise am Rahmen zu montieren. Alle, die ein E-Bike mit Bosch-Antrieb fahren, können dafür theoretisch auf die Option Bosch DualBattery zurückgreifen.

Rekuperation: E-Bike-Akku während der Fahrt aufladen

Vollkommen überflüssig wäre das Laden des E-Bikes unterwegs, wenn sich der Akku während der Fahrt wie von selbst aufladen könnte. Einige E-Bike-Antriebe, etwa von Cixi oder Opium, ermöglichen genau dies. Das entsprechende Prinzip heißt Rekuperation. Sie sorgt dafür, dass ein sich bewegendes E-Bike einen Teil der dabei entstehenden Energie zurückgewinnt. Dieser fließt dann zurück in den Akku. Je nach System geschieht dies beim Pedalieren, beim Bremsen oder beim Fahren im Leerlauf zum Beispiel während einer Abfahrt. Auf diese Weise kann sich die Reichweite erheblich verlängern.

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