E-Bike Tipps für Anfänger: So gelingt der Einstieg

Etwas Neues auszuprobieren, kann sich gerade am Anfang ein bisschen überwältigend anfühlen. So geht es vielen Leuten auch beim ersten Mal E-Bike fahren. Das ist völlig normal und verständlich, aber wir sind davon überzeugt, dass E-Bike fahren für Anfänger ebenso gut möglich ist wie für Fortgeschrittene. Zeit also, das Auto öfter stehen zu lassen und die Vorteile des E-Bikes zu nutzen.

Grundlagen und Unterschiede

E-Bike oder (S-)Pedelec? Der Unterschied

Die wichtigste Frage zuerst: Willst du ein E-Bike oder (S-)Pedelec? Was ist da überhaupt der Unterschied? Die Unterscheidung ist ganz einfach, wird aber im Alltag meist nicht gemacht. Der Oberbegriff E-Bike hat sich anstelle von Pedelec eingebürgert, aber eigentlich ist nicht jedes Zweirad mit Elektro-Antrieb gleich ein „E-Bike“.

  • Pedelec: Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten, Motorleistung bis zu 250 Watt, Antriebsunterstützung bis zu 25 km/h. Pedelecs machen mit 95% den größten Anteil an elektrischen Fahrrädern aus. Du benötigst keinen Führerschein, es besteht keine Helmpflicht, Fahrradanhänger sind erlaubt und du darfst auf Fahrradwegen fahren.
  • S-Pedelec: Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten, Motorleistung bis 450 Watt, Antriebsunterstützung bis 45 km/h. Du brauchst einen Führerschein, Mindestalter 16 Jahre, Helmpflicht. Darf in Städten nicht auf Fahrradwegen gefahren werden, Anhänger sind verboten!
  • E-Bike: Zweirad mit Motor. Ein E-Bike ist also im ursprünglichen Sinne kein Fahrrad, sondern ein Mofa. Trotzdem hat sich der Begriff als Synonym zum Pedelec eingebürgert.

Die Wahl des richtigen E-Bike Typs

Die wichtigste Frage gleich am Anfang: Welches E-Bike ist das richtige für mich? Die gute Nachricht: E-Bikes gibt es viele und es ist für jeden das Passende dabei! Klick dich einfach durch die unterschiedlichen Kategorien - auf jeder Seite findest du weitere Informationen zum Einsatzzweck, Vorteilen und Nachteilen sowie weitere wichtige Infos.

Unser Tipp: Wenn du noch nicht sicher bist, welche Strecken du hauptsächlich mit deinem neuen E-Bike fahren möchtest und dazu nicht so viel Geld ausgeben möchtest, sind Cross-E-Bikes und Einsteiger-Hardtail-E-Bikes die beste Wahl. Hier ist die Modellauswahl groß und das Preisniveau niedrig, da hier häufig hohe Stückzahlen produziert werden.

Motor und Akku: Worauf achten?

Mittelmotor, Heckmotor oder Frontantrieb?

Motoren findest du an E-Bikes vorne an der Gabel, in der Mitte am Tretlager oder hinten an der Nabe. Heckmotoren haben ihre Vor-, und Nachteile und überzeugen vor allem durch die direkte Kraftübertragung auf das Hinterrad. Wir empfehlen allerdings E-Bikes mit Mittelmotoren, da sie sich als leise, zuverlässig und verschleißarm erwiesen haben und das Fahrverhalten kaum beeinflussen.

Von E-Bikes mit Frontmotoren solltest du lieber die Finger lassen, denn sie verlagern den Schwerpunkt des Bikes ungünstig, außerdem sind sie störanfällig. Generell empfehlen wir Technik aus bewährter Produktion.

Hersteller wie Bosch, Yamaha, Shimano, Brose, Panasonic, TranzX, BionX oder Impulse haben zwar ihren Preis, unter dem Strich erweisen die Komponenten allesamt als leistungsstärker und haltbarer als Billig-Importe. Du solltest auf keinen Fall ein teures E-Bike mit günstigen Fernost-Ersatzteilen bestücken, Fehlfunktionen wären vorprogrammiert! Alle Infos zu E-Bike-Motoren und auch zu E-Bike-Akkus findest du in unserem großen Akku- und Motor-Guide.

Worauf du beim Akku achten solltest

Den Akku eines E-Bikes findest du entweder in den Gepäckträger eingebaut, am Rahmen montiert oder in den Rahmen integriert, wobei die vollintegrierten Akkus wie z.B. der PowerTube von Bosch aktuell am häufigsten verbaut werden. Sie fallen optisch nicht weiter auf, sind durch das Rohr vor äußeren Einflüssen geschützt und beeinflussen den Schwerpunkt des Fahrrads und somit die Fahreigenschaften weniger.

Die Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Akku-Kapazität (von 400Wh bis 750Wh, mit Range Extender oder Dual Akku auch gerne bis zu 1500Wh), das Alter des Akkus, das Gewicht des Fahrrads und auch die Qualität des Akkus und des Motors spielen eine Rolle. Da aber auch Faktoren wie Gegenwind, gewählte Unterstützungsstufe oder Steigungen die Reichweite beeinflussen, können die Hersteller nur ungefähre Angaben machen.

Versuche deswegen nicht nur die angegebene Reichweite zu vergleichen, sondern auch das Gesamtgewicht des E-Bikes, den Motor und natürlich die effektive Akku-Kapazität mit in deine Entscheidung einfließen zu lassen. Faustregel ist aber: Je mehr Qualität du dir hier leistest, desto weiter wirst du damit kommen.

Kosten und Nachrüstung

Wer billig kauft, kauft zweimal

E-Bikes haben ihren Preis, ganz klar. Gute Qualität und die nachhaltige Entwicklungsarbeit, die in den Elektrorädern steckt, bekommst du natürlich nicht umsonst. Wie viel du investieren solltest, hängt vor allem von der Nutzungsintensität ab.

Wenn du nur gelegentlich aufs E-Bike steigen willst und nicht verzweifelst, wenn die Reichweite nicht besonders groß oder der Rahmen doch etwas schwerer ist, bist du mit einem E-Bike für etwa 1.750 Euro gut bedient. E-Bikes die weniger kosten, bereiten ihren Besitzen erfahrungsgemäß wenig Freude, vor allem dann nicht, wenn sie aus dem nächsten Baumarkt oder dem Discounter stammen.

Ordentliche und zuverlässige Qualität in den Bereichen Antrieb und Rahmen bekommst du eben erst im Bereich von 1.700 bis 2.000 Euro UVP aufwärts. Wenn du im Alltag auf dein E-Bike angewiesen bist, ist das der Mindestbetrag, den du investieren musst.

Nachrüsten? Lass es bleiben!

Ganz ehrlich? Lieber nicht. Die Rechnung „altes, billiges Fahrrad + Nachrüstmotor = günstiges E-Bike“ geht selten auf. Die wenigsten Fahrräder eignen sich für den Umbau, diesen selbst vorzunehmen empfiehlt sich meist nicht, denn schließlich willst du mit einem sicheren Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen.

Ein gutes Fahrrad + Nachrüstmotor + Mechanikerkosten = lohnt sich nicht! Kauf dir lieber gleich ein richtiges E-Bike, dessen Rahmen und Komponenten auf den Antrieb abgestimmt wurden.

Zusätzliche Power und Schnäppchen

Du willst mehr Power? Dann hol dir was extra

Wenn du weitere Touren planst, gibt es die Möglichkeit mehrere Akkus zu koppeln und somit deine Reichweite zu erhöhen. Vor allem in den Bereichen E-Mountainbike und Touren-E-Bike ist die Nachfrage nach größerer Reichweite allgegenwärtig und Bestandteil der meisten Verkaufsgespräche.

Um dieses Problem zu lösen hat der deutsche Hersteller Haibike den Range Extender entwickelt, der es den Haibike Hardtail E-Bikes der neuesten Generation ermöglicht, die Wattstunden auf 1.000 (2x 500Wh) zu verdoppeln: Dazu wird auf einer Schiene über dem Unterrohr, in das der reguläre Akku integriert wurde, ein weiterer Akku platziert.

Bosch hat hier mit der Dual Battery ebenfalls eine Möglichkeit gefunden, die Reichweite zu verdoppeln. Die bekannteste Marke, die das Dual Battery System verbaut, ist Riese & Müller. Bulls nutzt ein ähnliches Doppel-Akku System im E-Core Dual Battery E-Mountainbike, allerdings mit dem Shimano-Antrieb.

Warte auf Schnäppchen - es lohnt sich!

Es geht aber auch günstiger. Jedes Jahr bringen Hersteller wie Cube, Haibike, Specialized, Ghost und viele mehr neue Modelle auf den Markt. Die Fahrradhändler müssen dann in ihren Lagern Platz für die Neuware schaffen und verkaufen die Vorjahresmodelle zum reduzierten Sparpreis. In diesem Zeitraum, häufig von Ende August bis zum Anfang der Saison im Mai, kannst du bei BikeExchange extrem günstige Schnäppchen machen.

Um die 400 Fahrrad-Fachhändler bieten auf dem Marktplatz ihr Sortiment an, sodass mit Sicherheit auch dein Lieblingsmodell zum Spitzenpreis im Shop erhältlich sein wird. Schau regelmäßig im ständig aktualisierten E-Bike Sale vorbei, um kein neues Angebot zu verpassen!

Bedienung und erste Fahrt

Brauche ich eine Einweisung oder krieg ich das mit der Bedienung hin?

Ein E-Bike wird grundsätzlich angetrieben wie jedes andere Fahrrad auch. Du kannst E-Bikes mit Kettenschaltung und vielen Gängen bekommen oder mit Nabenschaltung und wenigen Gängen. Es gibt auch E-Bikes mit Rücktrittbremse. Ganz simpel.

Den Antriebsassistenten bedienst du in der Regel über ein Display am Lenker, dort stellst du dein Unterstützungslevel ein. Viele dieser Displays sind richtige Bordcomputer, die dir zahlreiche Informationen liefern wie verbleibende Akkureichweite, Geschwindigkeit, verbrauchte Kalorien und vieles mehr.

Die Unterstützungslevel bestimmen, wie viel Schubkraft der Motor deiner Tretbewegung beisteuert. Die meisten E-Bikes haben drei oder fünf Assistenzlevel, sie reichen von „Du musst fast nichts selber machen“ bis hin zu „Puh - Workout ist angesagt!“. Ansonsten musst nur noch den Akku über das mitgelieferte Ladegerät an der Steckdose aufladen, wenn er schlapp macht. Das war’s auch schon.

Einfach draufsetzen und losfahren?

Ja, eigentlich schon! Ein E-Bike wird grundsätzlich angetrieben wie jedes andere Fahrrad auch. Einfach in die Pedale treten und los geht die Fahrt. Du kannst E-Bikes mit Kettenschaltung und vielen Gängen bekommen oder mit Nabenschaltung und wenigen Gängen. Es gibt auch E-Bikes mit Rücktrittbremse. Ganz simpel.

Den Antriebsassistenten bedienst du in der Regel über ein Display am Lenker, dort stellst du dein Unterstützungslevel ein. Viele dieser Displays sind richtige Bordcomputer, die dir zahlreiche Informationen liefern wie verbleibende Akkureichweite, Geschwindigkeit, verbrauchte Kalorien und vieles mehr.

Die Unterstützungslevel bestimmen, wie viel Schubkraft der Motor deiner Tretbewegung beisteuert. Die meisten E-Bikes haben drei oder fünf Assistenzlevel, sie reichen von „Du musst fast nichts selber machen“ bis hin zu „Puh - Workout ist angesagt!“ Ansonsten musst nur noch den Akku über das mitgelieferte Ladegerät an der Steckdose aufladen, wenn er schlapp macht.

Weitere Tipps für E-Bike Anfänger

Worauf muss ich beim E-Bike fahren achten? Um ein E-Bike richtig fahren zu können, haben wir hier einige E-Bike Tipps für Anfänger zusammengefasst, um den Einstieg zu erleichtern:

  • Tipp 1: Zuallererst ist es wichtig, dass du dich für ein E-Bike entscheidest, auf dem du dich wohl fühlst. Um auf ein E-Bike richtig aufsteigen zu können, sollte der Rahmen nicht zu groß und der Sattel nicht zu hoch eingestellt sein. Wichtig ist außerdem, dass dein Fuß nicht von den Pedalen rutscht, sodass du einen guten Halt hast.
  • Tipp 2: Wenn du das erste Mal dein E-Bike richtig fahren möchtest, raten wir dir auf ruhigen, abgelegenen Straßen zu radeln, sodass du dich voll auf dein Rad konzentrieren kannst und nicht vom Verkehr abgelenkt wirst. Damit das erste Mal E-Bike fahren sich nicht nur sicherer anfühlt, sondern auch mehr Spaß macht, empfehlen wir, die ersten Male mit jemandem zusammen zu radeln.
  • Tipp 3: Wähle eine Geschwindigkeit, bei der du dich wohl und sicher fühlst und lass dich nicht hetzen. Nur weil ein E-Bike schnell fahren kann, heißt das nicht, dass E-Bike fahren automatisch bedeutet, immer vorne an der Spitze radeln zu müssen. Wir legen dir auch dringend ans Herz, beim E-Bike fahren immer einen Helm zu tragen. Auch wenn es nicht verpflichtend ist, bietet es doch ein Stück mehr Sicherheit.
  • Tipp 4: Ein schweres E-Bike lässt sich schwieriger steuern als ein leichteres Modell. Wähle daher ein Modell aus, das du gut bedienen kannst. Bei den ersten Fahrten ist es zusätzlich sinnvoll, auf die kleinste Fahrstufe zu schalten, um auch ohne Elektrounterstützung ein gutes Fahrgefühl zu entwickeln. Beim ersten E-Bike muss man sich nämlich noch an die zusätzliche Antriebskraft gewöhnen. Schon bald wirst du merken, wie viel leichter und angenehmer das Fahren mit Elektrounterstützung ist.

Wenn du mehr über E-Bikes erfahren möchtest, empfehlen wir dir, unseren Artikel "Wie funktioniert ein E-Bike?" zu lesen.

E-Bike Sicherheitstraining

Gerade am Anfang haben oftmals Senioren viele Fragen, wenn es um die Sicherheit beim E-Bike fahren geht. Wenn du dich sicherer fühlst und das Bedürfnis verspürst, ein wenig Anleitung rund ums E-Bike fahren zum Einstieg zu bekommen, raten wir dir dazu, ein E-Bike Training zu absolvieren. Im Sicherheitstraining wird einem vor allem die Angst genommen und man lernt viele nützliche Tipps und Tricks, die das E-Bike fahren erleichtern.

Gazelle bietet zwar nicht direkt ein E-Bike Sicherheitstraining an, hat dafür aber Testcenters und Fahrradgeschäfte, in denen du alle E-Bike-Modelle mit Begleitung der Gazelle-Experten sicher auf Teststrecken ausprobieren kannst. Außerdem lernst du unter anderem, wie man auf ein E-Bike auf und ab steigt, um den Einstieg zu erleichtern und dich sicherer zu fühlen. Im Testcenter lernst du alles, was du über das Fahren von E-Bikes wissen musst. Du wirst individuell und kostenlos beraten, sodass du das richtige E-Bike für dich findest. Außerdem hast du die Möglichkeit, all deine Fragen rund um das Thema E-Bike fahren zu stellen.

Der ideale Zeitpunkt für den Kauf

Der ideale Zeitpunkt für den Kauf eines neuen Bikes hängt für den E-Bike-Einsteiger natürlich wesentlich von den eigenen Befindlichkeiten ab: Wer sich für aktuellste Technik & neueste Motoren interessiert, macht sich im Winter auf die Suche. Die neuen Modelle stehen in den Läden, alle Größen sind vorrätig und der Händler hat Zeit, während alle anderen noch Ski fahren. Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Wem dagegen egal ist, ob er ein brandneues oder ein Vorjahresmodell sein Eigen nennt, für den steht schon im Herbst die Ampel auf Grün. Die letzten Modelle des ausklingenden Jahres sind noch im Lager, der Händler braucht aber Platz und er hat im ansonsten stürmischen Herbst viel Zeit für eine ausführliche Beratung.

Wo kaufe ich mein E-Bike?

Wer bereits E-Bike-affin ist, kann selbstverständlich im Internet bei einem der großen Anbieter nach einem passenden Rad suchen. Die Etablierten bieten nicht nur eine riesige Auswahl an attraktiven Modellen, sondern diesbezüglich auch eine qualifizierte telefonische Beratung an.

Für unbedarfte Neueinsteiger oder Wechsler vom Fahrrad empfiehlt sich der Gang zum qualifizierten Fachhändler. Dieser sollte mit fachlichem Wissen kombiniert mit guter Beratung zu überzeugen wissen. Fragen vorher überlegen, gut qualifizierte Händler weichen keiner Frage aus.

Preisliche Orientierung

Je nach Typ fangen die Preise für solide Pedelecs bei rund 1500 Euro für einfache Citybikes, meist mit Frontnabenantrieb, an. Tourentaugliche E-Bikes sind ab ca. 2500 Euro erhältlich; sportliche, robuste MTBs gibt’s ab rund 3000 Euro. Das sind grobe Richtwerte.

Die Wahl des richtigen Typs

Für den Gebrauch im Stadtgürtel auf kurzen Wegen: Ein bequemer Tiefeinsteiger mit relativ aufrechter Sitzhaltung ist hier sicher eine gute Wahl. Das funktioniert auch auf gelegentlichen Touren gut. Je länger die Touren und je schneller gefahren wird, desto sportlicher darf die Sitzposition ausfallen. Wer gerne durch Wald und Wiesen fährt, ist mit einem All Terrain Bike oder einem Mountainbike gut beraten.

Schaltungssysteme

Die häufig gestellte Frage müsste eigentlich lauten: Welches Schaltsystem eignet sich wo? Für Wenig- oder Kurzstreckenfahrer in eher flachen Gegenden reichen fünf, sieben oder acht Gänge einer Nabenschaltung vollauf. Wer im Bergigen wohnt, braucht eine umfangreichere Übersetzung. Geeignet sind vor allem Kettenschaltsysteme mit zehn, elf oder zwölf verschiedenen Gängen. Berggänge fangen ab rund 2 m zurückgelegter Wegstrecke pro Kurbelumdrehung an.

Bremsen

Grundsätzlich bieten hydraulische Scheibenbremsen eine hohe Sicherheit beim Verzögern. Der große Vorteil: Sie sind witterungsunabhängig. Aber auch hydraulische Felgenbremsen verzögern vehement und sind eine gute Wahl.

Mechanische Felgenbremsen sind für Elektroräder weniger empfehlenswert, an Falt­rädern, stylischen Urbanbikes oder Retrorädern für eher kurze und flache Strecken noch geeignet. Wer sicher auf dem Rad sitzt und viel Routine hat, kommt sicherlich auch damit zurecht.

Der richtige Sattel

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Art und Dauer der Nutzung, von der Sitzposition und - nicht unwichtig - vom Abstand der Sitzknochen. Grundsätzlich muss man sich an einen Sattel erst gewöhnen. Da kann es sein, dass bei der ersten Ausfahrt trotz sorgfältig ausgewählter Sitzgelegenheit der Allerwerteste etwas schmerzt. Nicht verzagen - weiterfahren!

Ergonomische Griffe

Ergonomische Griffe entlasten bei richtiger Einstellung den Ulnarnerv, schonen den Karpaltunnelausgang der Handwurzel und schützen wesentlich vor unnötigen Ermüdungserscheinungen bzw. zögern diese hinaus.

Kette oder Riemen?

Die Kette ist wartungsintensiver und für Naben und Kettenschaltungen geeignet. Der Riemenantrieb ist wartungsarm und meist langlebiger. Da er endlos ist, braucht der Rahmen eine Öffnung.

Wichtige Angaben

W = Leistung in Watt: 250 W ist die Nenndauerleistung des Motors. So viel kann der Antrieb dauerhaft leisten, ohne zu überhitzen. Beim Pedelec die gesetzliche Obergrenze. Wh = Kapazität des Akkus in Wattstunden.

Umgang mit dem E-Bike

Wer sich ein E-Bike zulegt, sollte es nicht wie ein herkömmliches Fahrrad behandeln. Denn es gibt einige Unterschiede: Das elektrische Pendant ist etwas schwerer, mit ihm lassen sich mit weniger Kraftaufwand relativ hohe Geschwindigkeiten erreichen und die Fahreigenschaften erfordern andere Techniken. Ein Fahrtraining für Neulinge kann daher sinnvoll sein.

Einsteiger sollten sich am Anfang genügend Zeit nehmen und ein Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Danach bietet sich eine Probefahrt an - zum Beispiel auf einem Parkplatz. Das höhere Tempo und das Mehrgewicht verlangen das richtige Bremsverhalten mit Vorderrad- und Hinterradbremse. Bei falscher Verwendung kann man schnell aus dem Sattel fliegen. Übung macht bekanntlich den Meister. So tastet man sich langsam an die optimale Fahrweise heran.

Reifendruck

Für die Reichweite und Sicherheit bei Kurvenfahrt ist zudem der Reifendruck wichtig. Dabei muss man bedenken, dass Akku und Motor zusätzliches Gewicht bedeuten. Folglich sollte der Reifendruck höher sein als beim Fahrrad.

Akkupflege

Wenn Sie es aber nicht so weit kommen lassen möchten, dann sollten Sie spätestens nach 40 bis 60 Kilometern den Akku laden. Am besten jedoch nach jeder Fahrt. Die genaue Reichweite hängt nicht nur von der Kapazität ab, sondern auch von Ihrer Fahrweise und der Streckenbeschaffenheit.

Hersteller legen eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern mit einem Touren-E-Bike fest, ein sportliches Rad liegt eher bei 50 Kilometern Reichweite. Den Akku laden Sie ganz einfach an jeder Steckdose auf - ob zu Hause oder an einer Ladestation, die es mittlerweile schon an Tankstellen oder in Bike-Shops gibt.

In der Regel reicht aber eine Stunde laden für eine Strecke von 20 Kilometern. Die Lebensdauer eines Akkus lässt sich nicht vorhersagen und ist vor allem abhängig von der Beanspruchung. Damit dieser möglichst lange funktioniert, sollten E-Bike-Besitzer ein paar einfache Regeln beachten: Dazu gehört die Aufbewahrung in trockener Umgebung und normaler Raumtemperatur. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Wird mit dem E-Bike längere Zeit nicht gefahren, sollte der Akku kühl und mit rund der Hälfte der Ladekapazität gelagert werden.

Reinigung

Idealerweise sollte das E-Bike, oder auch Pedelec genannt, nach jeder längeren Tour gründlich gereinigt werden, damit sich der Schmutz erst gar nicht festsetzt. So können Sie Korrosionen verhindern. Gleich zu Beginn sollte immer der Akku und Displays abgenommen werden. Um vor allem den Motor zu schützen, ist für die Reinigung ein Hochdruckreiniger gänzlich ungeeignet. Auch auf aggressive Reinigungsmittel sollten Sie verzichten. Seifenlauge oder Spülmittel sind ebenfalls geeignet. Der Aufnahmebereich für den Akku sollte mit einem Tuch getrocknet und die Steckerpole alle paar Wochen eingefettet werden.

Sicherheit

Helmpflicht besteht zwar nur für die schnelleren S-Pedelecs, auf einen Schutz für den Kopf sollten Sie dennoch nicht verzichten. Brenzlige Situationen entstehen meist, wenn Radfahrer übersehen werden. Vermeiden Sie Unfälle, indem Sie an Ihrem E-Bike eine StVO-konforme Beleuchtung aus Scheinwerfer, Rückstrahler und Reflektoren verwenden. So sind Sie auch am Abend oder wenn das Wetter einmal schlechter ist, immer gut für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar. Die meisten E-Bikes werden allerdings schon mit passender Beleuchtung ausgeliefert.

Diebstahlschutz

Jahr für Jahr werden allein in Deutschland rund 350.000 Fahrräder gestohlen. Wie die polizeiliche Statistik beweist, werden lediglich rund zehn Prozent dieser Diebstähle aufgeklärt. Gehen Sie daher auch beim Diebstahlschutz auf Nummer sicher: Langfinger wissen genau, dass Ihr E-Bike wertvoller ist als der Durchschnitts-Drahtesel. Nutzen Sie ein Faltschloss, wenn Ihnen Bügelschlösser zu schwer und Kabelschlösser zu unsicher sind.

E-Bike-Fahrsicherheitstraining

Helm schnappen, rauf aufs E-Bike und dann von der ungewohnten Beschleunigung überrascht werden - das wird schiefgehen“, meint Heiner Sothmann. An dieser Einschätzung ist durchaus etwas dran. Es kann nicht schaden, den Anfang mit dem E-Bike bedacht anzugehen.

Alternativ bieten Veranstalter wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC), die deutsche Verkehrswacht e.V. (DVW), der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR), der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) oder auch der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V. (ADAC) gezielt ein Fahrsicherheitstraining für Radfahrende an. Solche Kurse starten meist auf einem speziellen Übungsplatz, um dort Grundlagen zu etablieren. Es gilt, in einem Parkour zum Beispiel Hindernisse zu umfahren und Kurven zu fahren.

E-Bike-Bekleidung

Gemeint ist der Kauf von Fahrradhandschuhen und gepolsterter Radhosen. Untersuchungen zeigen, dass E-Bike-Fahrende nicht unbedingt häufiger im Sattel sind als Menschen mit einem Fahrrad ohne E-Antrieb. Dafür fahren sie tendenziell längere Strecken. Und das macht deutlich mehr Spaß, wenn man bequem sitzt und sich wohl fühlt.

Fahrsituationen im Gelände

  • Für eine maximale Reichweite bevorzugen die meisten E-Bike-Motoren generell hohe Trittfrequenzen. Im technisch anspruchsvollen Terrain kann es jedoch vorteilhaft sein, gelegentlich einen oder zwei Gänge höher zu schalten.
  • Wer im steilen Terrain bergauf zum Stehen kommt, ist im Nachteil. Es sei denn, er beherrscht die korrekte Anfahrtechnik. Schritt eins: Niemals direkt in der Falllinie starten, da das Hinterrad sonst durchdreht. Positioniere dich schräg zur Fahrtrichtung, ziehe die Bremse an, setze den zweiten Fuß auf das Pedal, übe den dosierten Druck auf das Pedal aus und löse die Bremsen langsam.
  • Auch mit reichlich Power und ausgezeichneter Fahrtechnik kann es vorkommen, dass du dein Bike schieben oder tragen musst. Die Schiebehilfe deines E-Mountainbikes erleichtert dir die Fortbewegung erheblich. Doch was tun, wenn das freischwebende Hinterrad beginnt, unkontrolliert zu drehen? Kommt man mit dem Schieben nicht voran, ist es an der Zeit, das Bike auf das Hinterrad zu stellen.

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