E-Bike Akku richtig überwintern: So bringen Sie Ihren Bosch Akku sicher durch den Winter

Wenn im Winter die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, landen viele E-Bikes für die kalten Monate im Keller. Gehört Deins auch dazu? Dann solltest Du besonders bei der Lagerung des Akkus ein paar Dinge beachten, damit Du im Frühjahr wieder voll durchstarten kannst. Wir verraten Dir, wie Du Dein E-Bike-Akku gut durch den Winter bringst.

Warum die richtige Lagerung wichtig ist

Stell Dir vor, es ist Frühling: Nach dem langen, kalten Winter, freust Du Dich darauf, endlich wieder aufs E-Bike zu steigen und durch die Landschaft zu sausen. Klar, dass die Reifen aufgepumpt werden müssen und die Kette vielleicht ein bisschen Pflege braucht, aber wieso lässt sich der Akku nicht mehr richtig laden? Die Ursache dafür kann eine Tiefenentladung sein. Zu der kann es kommen, wenn der Akku über längere Zeit falsch gelagert wird.

Die richtige Temperatur

Wie alle Batterien mögen auch E-Bike-Akkus weder große Hitze noch sehr niedrige Temperaturen. Der ADFC rät zur Lagerung zwischen zehn und fünfzehn Grad Celsius. In jedem Fall sollte die Temperatur, bei der Du den Akku lagerst, aber nicht unter null Grad liegen.

Die Garage, in der Du Dein E-Bike parkst, könnte also in den Wintermonaten zu kalt sein, sodass Du den Akku für den Winter herausnehmen und gesondert lagern solltest. Die beste Lagertemperatur für Lithium-Ionen-Akkus liegt zwischen 10 und 20 Grad. Verschiedene Hersteller haben Tests durchgeführt, die belegen, wie schädlich Temperaturen unter minus 10 Grad oder über plus 40 Grad für den elektrochemischen Ablauf in Ihrem Akku sind. Ein sehr, sehr schlechter Rat ist es überdies, Akkus im Kühlschrank aufzubewahren.

Der optimale Ladezustand

Akku leerfahren und dann für die nächsten Monate ab in die Abstellkammer damit? Das ist keine gute Idee, denn bei längerer Lagerung entlädt sich der Akku nach und nach von selbst. Das bedeutet, wenn die Batterie schon zu Beginn des Winters leer ist, besteht die Gefahr einer Tiefenentladung und die bedeutet das Aus für Deinen E-Bike-Akku. Doch auch randvoll geladen sollte er nicht sein.

Geeignet ist ein mittleres Ladungsniveau zwischen 30 und 70 Prozent. Besser ist es, die Akkus mit einem Ladelevel von 30 bis 60 Prozent einzulagern. Bei manchen Akkus in Gartengeräten erkennen Sie den Ladezustand auch an einer LED-Anzeige: 30 bis 60 Prozent stehen in diesem Fall für zwei bis drei leuchtende LEDs.

Wenn der Winter lang und kalt ist und Du Dein E-Bike währenddessen nicht nutzt, kannst Du den Akku mehrere Monate an einem geeigneten Ort lagern. Wichtig ist dann allerdings, dass Du den Ladestand ab und zu überprüfst und den Akku bei Bedarf etwas auflädst.

Lithium-Ionen-Akkus verfügen über eine sehr geringe Selbstentladungsrate von nur 3 bis 5 Prozent jährlich, so dass viele Li-Batterien auch nach Jahren noch über eine Kapazität von 80 Prozent verfügen. Diese praktische Eigenschaft verhindert weitgehend die gefürchtete Tiefentladung, die einigen anderen Akkutypen schwerste Schäden zufügen kann.

Was tun bei Nutzung im Winter?

Dein E-Bike macht keine Winterpause, weil Du bei jedem Wetter auf Deinem Dienstrad mit Tretunterstützung unterwegs bist? Auch dann solltest Du in den kalten Monaten den Akku mit ins Warme nehmen, wenn Du nicht fährst und darauf achten, dass er immer gut geladen ist, weil die Leistungsfähigkeit und damit auch die Reichweite bei Kälte geringer sein kann.

Selbstverständlich können Sie Ihr E-Bike auch im Winter fahren - allerdings sollten Sie einige Hinweise beachten, um dem Bike-Akku keinen Schaden zuzufügen. Laden Sie den Akku zuvor unbedingt bei Raumtemperatur auf, gut sind Werte um die 20 Grad. Es empfiehlt sich zudem, den Akku erst in das EBike einzusetzen, wenn Sie direkt losfahren möchten. Zum Schutz des Akkus vor Kälte, aber auch vor Nässe und Schmutz, gibt es sehr funktionale Akku-Hüllen, die den Wärmeverlust mildern. Bei voll integrierten Bike-Akkus sorgt der Rahmen des E-Bikes für eine gewisse Pufferwirkung. Nach der Fahrt sollten Sie den Akku unverzüglich abnehmen.

Hinweise zum Laden des Akkus

Lithium-Ionen-Akkus punkten mit ihrer Leichtigkeit und mit einem weiteren großen Vorteil: Moderne, hochwertige Akkus müssen nicht vollständig geladen sein, um ihre volle Leistung zu entfachen. BOSCH gibt an, dass die ideale Ladung eines BOSCH-Akkus zwischen 30 % und 60 % liegt. Für die Praxis bedeutet dies, dass Sie den E-Bike-Akku nicht nach jeder Fahrt aufladen müssen. Das Gleiche gilt für die Lagerung des Akkus und das Überwintern: Lassen Sie die Akkuladung zwischen 30 % und 60 % der Gesamtleistung.

Vermeiden Sie eine Tiefenentladung, vor allem über einen längeren Zeitraum. Einen Ladestand von unter 10 % und vor allem eine Tiefenentladung von unter 2 % verringern die Leistung Ihres E-Bike-Akkus nachhaltig. Besonders relevant ist dieses Wissen im Winter, wenn der Akku über einen längeren Zeitraum lagert. Kürzere Ladezyklen hingegen schaden Ihrem Akku nicht. Sie können ihn jederzeit laden, Unterbrechungen beschädigen ihn nicht.

Checkliste zum Laden des E-Bikes:

  • Beim Laden des E-Bikes nur Originalteile verwenden
  • E-Bike oder Akku nach dem Laden vom Strom nehmen
  • Wenn möglich den Akku des E-Bikes bei optimaler Temperatur laden, ca. 20°C
  • Akku vor direkter Sonneneinstrahlung, Hitze und extremer Kälte bewahren
  • Ladezustand zwischen 30% bis 60% halten
  • Vollständige Entleerung des Akkus vermeiden
  • Kurze Ladezyklen schaden dem Akku nicht
  • Moderne, hochwertige Lithium-Ionen-Akkus benötigen keine Kalibrierung

Die Lebensdauer des Akkus

Du hast bei der Lagerung Deines E-Bike-Akkus alles richtig gemacht und fragst Dich jetzt, mit welcher Lebensdauer Du rechnen kannst? Die Antwort darauf hängt davon ab, wie oft und intensiv Du Dein E-Bike nutzt, denn der entscheidende Faktor für die Lebensdauer ist die Anzahl der Ladezyklen.

Egal, ob Dein Akku defekt ist, weil Du ihn im Winter bei frostigen Temperaturen gelagert hast oder ob er nach jahrelanger Nutzung am Ende seiner Lebensdauer angekommen ist: Du solltest ihn ausschließlich durch einen baugleichen Akku ersetzen. Den erhältst Du zum Beispiel bei dem Fahrradhändler, von dem Du Dein E-Bike bekommen hast.

Was tun, wenn es doch zu kalt ist?

Bei Temperaturen unter null Grad kann der Akku an Kapazität einbüßen. Es empfiehlt sich deshalb, den Akku nach dem Fahren zu entnehmen, ihn bei Raumtemperatur zu lagern - und erst kurz vor der nächsten Fahrt wieder in das eBike einzusetzen. Bei längerer Fahrt in der Kälte ist es sinnvoll, Thermoschutzhüllen (Neopren-Akkuhüllen) zu verwenden.

Auch dann solltet Du in den kalten Monaten den Akku mit ins Warme nehmen, wenn Du nicht fährst und darauf achten, dass er immer gut geladen ist, weil die Leistungsfähigkeit und damit auch die Reichweite bei Kälte geringer sein kann.

Brandschutz bei der Lagerung

E-Bikes und Pedelecs haben einen wachsenden Anteil an den verkauften Fahrrädern und daher stehen immer mehr Haushalte vor der Frage, wie man den E-Bike-Akkus sicher lagern und laden kann, wobei der Fokus auf einem adäquaten Brandschutz liegt. Denn neben den zahlreichen Vorteilen von Lithium-Ionen-Akkus gegenüber den früher verbreiteten NiCd und Bleigel-Akkus bergen diese neuen Akkutypen auch eine Reihe von Gefahren, die ein entsprechend sachgemäße Lagerung notwendig machen.

Werden die zunehmend leistungsstarken Fahrrad-Akkus ungeschützt im Haus bzw. der Garage gelagert, kann sogar der Versicherungsschutz davon beeinträchtigt werden. Entsprechend sollte man hier auf geeignete Lagermöglichkeiten zurückgreifen, die einerseits ausreichend Sicherheit bieten, falls es zu Problemen kommen sollten, und andererseits im Alltag genügend praktikabel sind und bspw. das Laden ermöglichen. Speziell für diesen Zweck sind bspw. feuerfeste Akku-Taschen entwickelt worden, die das sichere Lagern und Laden von E-Bike-Akkus ermöglichen und zugleich durch ein feuerfestes Gewebe einen Brandschutz bieten.

Tasche oder Box?

Wenn man den Akku seines Pedelecs oder E-Bikes nicht am Fahrrad montiert, sondern separat aufbewahren möchte, steht man schnell vor der Frage, ob eine Tasche oder eine Box die bessere Wahl ist, und welche Lösung den besseren Brandschutz bietet. Wie so häufig lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten, denn sowohl feuerfeste Akku-Taschen und spezielle Lagerboxen haben Vor- und Nachteile.

  • Akku-Taschen bieten sehr viel Flexibilität beim Handling und einen guten Basis-Brandschutz und sind preislich gegenüber den Akku-Boxen in der Regel etwas günstiger. Die Kabel der Ladegeräte können einfach durch den Verschluss der Tasche geführt werden und so kann man den Akku während des Ladevorgangs sicher in der Akku-Tasche aufbewahren.
  • Die unterschiedlichen Lagerboxen für Akkus setzen sich in der Regel aus zwei Komponenten zusammen: Einerseits ein Gehäuse aus Stahl, Alu oder Kunststoff und innerhalb dieses Gehäuses sorgen Löschgranulat-Kissen (bspw. gefüllt mit Pyrobubbles) für den Brandschutz. Innerhalb dieser Kissen werden die E-Bike-Akkus gelagert.

Die wichtigsten Tipps für die Lagerung im Überblick

  • Temperatur: Lagern Sie den Akku bei einer Temperatur zwischen 10 und 20 Grad Celsius.
  • Ladezustand: Der ideale Ladezustand für die Lagerung liegt zwischen 30 und 60 Prozent.
  • Lagerort: Wählen Sie einen trockenen und sicheren Ort für die Lagerung.
  • Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie den Ladezustand regelmäßig und laden Sie den Akku bei Bedarf nach.
  • Brandschutz: Verwenden Sie feuerfeste Akku-Taschen oder Akku-Boxen für die Lagerung.
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E-Bike Akku richtig überwintern: So bringen Sie Ihren Bosch Akku sicher durch den Winter

Wenn im Winter die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, landen viele E-Bikes für die kalten Monate im Keller. Gehört Deins auch dazu? Dann solltest Du besonders bei der Lagerung des Akkus ein paar Dinge beachten, damit Du im Frühjahr wieder voll durchstarten kannst.

Die richtige Lagerung des E-Bike Akkus im Winter

Stell Dir vor, es ist Frühling: Nach dem langen, kalten Winter, freust Du Dich darauf, endlich wieder aufs E-Bike zu steigen und durch die Landschaft zu sausen. Klar, dass die Reifen aufgepumpt werden müssen und die Kette vielleicht ein bisschen Pflege braucht, aber wieso lässt sich der Akku nicht mehr richtig laden? Die Ursache dafür kann eine Tiefenentladung sein. Zu der kann es kommen, wenn der Akku über längere Zeit falsch gelagert wird.

Temperaturempfehlungen für die Lagerung

Wie alle Batterien mögen auch E-Bike-Akkus weder große Hitze noch sehr niedrige Temperaturen. Der ADFC rät zur Lagerung zwischen zehn und fünfzehn Grad Celsius. In jedem Fall sollte die Temperatur, bei der Du den Akku lagerst, aber nicht unter null Grad liegen.

Die Garage, in der Du Dein E-Bike parkst, könnte also in den Wintermonaten zu kalt sein, sodass Du den Akku für den Winter herausnehmen und gesondert lagern solltest. Bei Temperaturen unter null Grad bleiben Ihre Akku-Gartengeräte vermutlich in der Garage oder im Schuppen. Und auch das E-Bike wird bei Schneeregen und Graupelschauern in der kalten Jahreszeit eher im Keller eingelagert.

Fällt das Thermometer in der Garage oder im Schuppen unter 5 Grad, sollten Sie die Akkus Ihrer Gartengeräte - und auch den Bike-Akku - unbedingt herausnehmen und an einen weniger kalten Ort bringen. Die beste Lagertemperatur für Lithium-Ionen-Akkus liegt zwischen 10 und 20 Grad. Ein sehr, sehr schlechter Rat ist es überdies, Akkus im Kühlschrank aufzubewahren.

Der ideale Ladezustand für die Winterlagerung

Akku leerfahren und dann für die nächsten Monate ab in die Abstellkammer damit? Das ist keine gute Idee, denn bei längerer Lagerung entlädt sich der Akku nach und nach von selbst. Das bedeutet, wenn die Batterie schon zu Beginn des Winters leer ist, besteht die Gefahr einer Tiefenentladung und die bedeutet das Aus für Deinen E-Bike-Akku. Doch auch randvoll geladen sollte er nicht sein.

Geeignet ist ein mittleres Ladungsniveau zwischen 30 und 60 oder 70 Prozent. Wenn der Winter lang und kalt ist und Du Dein E-Bike währenddessen nicht nutzt, kannst Du den Akku mehrere Monate an einem geeigneten Ort lagern. Wichtig ist dann allerdings, dass Du den Ladestand ab und zu überprüfst und den Akku bei Bedarf etwas auflädst.

Was tun, wenn das E-Bike im Winter genutzt wird?

Dein E-Bike macht keine Winterpause, weil Du bei jedem Wetter auf Deinem Dienstrad mit Tretunterstützung unterwegs bist? Auch dann solltest Du in den kalten Monaten den Akku mit ins Warme nehmen, wenn Du nicht fährst und darauf achten, dass er immer gut geladen ist, weil die Leistungsfähigkeit und damit auch die Reichweite bei Kälte geringer sein kann.

Laden Sie den Akku zuvor unbedingt bei Raumtemperatur auf, gut sind Werte um die 20 Grad. Es empfiehlt sich zudem, den Akku erst in das EBike einzusetzen, wenn Sie direkt losfahren möchten. Zum Schutz des Akkus vor Kälte, aber auch vor Nässe und Schmutz, gibt es sehr funktionale Akku-Hüllen, die den Wärmeverlust mildern.

Bei voll integrierten Bike-Akkus sorgt der Rahmen des E-Bikes für eine gewisse Pufferwirkung. Nach der Fahrt sollten Sie den Akku unverzüglich abnehmen.

E-Bike Akkus sind auch nur Menschen

Herrschen draußen große Kälte, geht das nicht spurlos an ihnen vorüber. Irgendetwas geschieht mit ihnen. Der Akku, der euch vor kurzem noch auf beispielsweise 80 Kilometern klaglos unterstützte, mag plötzlich schon nach 60 Kilometern nicht mehr.

Warum Kälte die Leistung beeinträchtigt

Wer wissen möchte, was der Frost im Akku auslöst, muss sich - wohl oder übel - an die eigene Schulzeit erinnern. Physik und Chemie sind gefragt.

Beim Entladen gelangen positive Lithium-Ionen von der Kathode zur Anode, damit elektrischer Strom fließt. Ansonsten ist der Prozess an ein Medium gekoppelt, das Elektrolyt. Jene chemische Lösung gilt bei jedem Hersteller von Akkus als ein wohlgehütetes Betriebsgeheimnis. Gemein ist ihnen jedoch, dass sie bei sinkenden Temperaturen immer träger werden und in einen zähflüssigeren Zustand wechseln.

Das erschwert den Ionen das Hin und Her zwischen den verschiedenen Polen. Der Kraftakt lässt den inneren Widerstand des Akkus ansteigen. In heutigen E-Bike-Akku sorgt das Batteriemanagementsystem (BMS) dafür, dass dieser Prozess nicht ins Unendliche getrieben wird.

Moderne BMS bewahren uns und den Akku also vor dem Schlimmsten. Naturgesetze und die ihnen folgenden chemischen und physikalischen Reaktionen können sie allerdings noch nicht austricksen. Folglich verliert ein Akku bereits ab Temperaturen von weniger als zehn Grad Celsius an Leistungsfähigkeit, was sich beim E-Bike in geringeren Reichweiten niederschlägt.

Tipps für den Umgang mit dem Akku bei Kälte

  1. Ladet den E-Bike-Akku bei Zimmertemperatur auf. Das Laden in der Kälte schadet Lithium-Ionen-Akkus nachweislich.
  2. Vermeidet schnelle Wechsel zwischen kalt und warm. Dadurch setzt sich eventuell Kondensat im Akku ab.
  3. Beeinflussbar sind vor allem zwei wichtige Faktoren: der Umgang mit dem E-Antrieb sowie die Ausstattung.
  4. Einen merklichen Vorteil von vornherein haben alle, deren Akku vollständig im E-Bike integriert ist. Der Rahmen wirkt ein wenig wie ein Schal. Er hält nicht nur besser den Frost ab, sondern sorgt auch dafür, dass sich der Akku während der Fahrt schneller erwärmt.

Bei Kälte den E-Bike-Akku mit Bedacht warmfahren und so die Betriebstemperatur langsam erhöhen. Ist die Betriebstemperatur erreicht, in kräftigeren Fahrmodus wechseln.

Selbst wenn ihr all diese Tipps beherzigt, verschwinden damit nicht alle Herausforderungen, die Kälte an den E-Bike-Akku stellt. Bleiben wird beispielsweise der enorme Rollwiderstand, mit dem der Schnee im Winter euer Vorankommen bremst.

Allgemeine Tipps zum Laden von E-Bike Akkus

Moderne E-Bikes sind mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet. Er hat eine hohe Energiedichte und ist enorm langlebig. Das richtige Laden des Akkus ist ausschlaggebend dafür, dass er auch nach vielen Kilometern noch viel Power hat und eine hohe Reichweite ermöglicht.

Je nach Modell und Vorlieben entnehmen Sie entweder den Akku zum Laden oder schließen das E-Bike direkt an die Stromversorgung an. Zuerst einmal lohnt es sich, einen Blick in die Betriebsanleitung zu werfen. Falls es für Ihr E-Bike Besonderheiten gibt, auf die Sie achten sollten, finden Sie sie dort.

Doch unabhängig davon, welches Modell Sie besitzen, verwenden Sie bitte beim Laden des Akkus Ihres E-Bikes nur Originalteile! Ladegerät und Batterie sind bei Ihrem E-Bike eine aufeinander abgestimmte Einheit. Nutzen Sie ausschließlich die Originalteile. Damit erhalten Sie die Herstellergarantie und vermeiden Schäden an der Batterie.

Wichtige Hinweise zum Laden

  • Verwenden Sie beim Laden des E-Bikes nur Originalteile.
  • Nehmen Sie E-Bike oder Akku nach dem Laden vom Strom.
  • Wenn möglich, laden Sie den Akku des E-Bikes bei optimaler Temperatur, ca. 20°C.
  • Bewahren Sie den Akku vor direkter Sonneneinstrahlung, Hitze und extremer Kälte.
  • Halten Sie den Ladezustand zwischen 30% und 60%.
  • Vermeiden Sie vollständige Entleerung des Akkus.
  • Kurze Ladezyklen schaden dem Akku nicht.
  • Moderne, hochwertige Lithium-Ionen-Akkus benötigen keine Kalibrierung.

Schritte zum korrekten Laden

  1. Stecken Sie das Ladegerät an die Steckdose.
  2. Schließen Sie den E-Bike-Akku an das Ladegerät an.
  3. Beobachten Sie den Ladevorgang. So merken Sie, ob der Akku voll ist oder eine Fehlermeldung auftritt.
  4. Ziehen Sie das Netzteil aus der Steckdose, sobald der Akku geladen ist.
  5. Entfernen Sie das Kabel vom E-Bike oder vom Akku.
  6. Checken Sie hinterher nochmal, ob die Abdeckklappe auf dem Ladeport oder E-Bike-Rahmen sitzt. Sie verhindert das Eindringen von Wasser in die Elektronik.

Sichere Lagerung von E-Bike Akkus: Brandschutz beachten

E-Bikes und Pedelecs haben einen wachsenden Anteil an den verkauften Fahrrädern und daher stehen immer mehr Haushalte vor der Frage, wie man den E-Bike-Akkus sicher lagern und laden kann, wobei der Fokus auf einem adäquaten Brandschutz liegt.

Risiken und Konsequenzen falscher Lagerung

Angefangen vom Leistungsverlust bis hin zum Brand und zur Explosion reicht die Spanne der möglichen Konsequenzen, die durch ein falsches Lagern von E-Bike-Akkus entstehen kann. Werden die zunehmend leistungsstarken Fahrrad-Akkus ungeschützt im Haus bzw. der Garage gelagert, kann sogar der Versicherungsschutz davon beeinträchtigt werden.

Entsprechend sollte man hier auf geeignete Lagermöglichkeiten zurückgreifen, die einerseits ausreichend Sicherheit bieten, falls es zu Problemen kommen sollten, und andererseits im Alltag genügend praktikabel sind und bspw. das Laden ermöglichen.

Feuerfeste Akku-Taschen und Lagerboxen

Speziell für diesen Zweck sind bspw. feuerfeste Akku-Taschen entwickelt worden, die das sichere Lagern und Laden von E-Bike-Akkus ermöglichen und zugleich durch ein feuerfestes Gewebe einen Brandschutz bieten. Die Kabel der Ladegeräte können einfach durch den Verschluss der Tasche geführt werden und so kann man den Akku während des Ladevorgangs sicher in der Akku-Tasche aufbewahren. Gleichzeitig werden die Taschen aus feuerfestem Gewebe gefertigt, so dass ein potenzieller Akku-Brand von diesem Material automatisch eingedämmt wird und für einen entsprechenden Brandschutz gesorgt ist.

Die unterschiedlichen Lagerboxen für Akkus setzen sich in der Regel aus zwei Komponenten zusammen: Einerseits ein Gehäuse aus Stahl, Alu oder Kunststoff und innerhalb dieses Gehäuses sorgen Löschgranulat-Kissen (bspw. gefüllt mit Pyrobubbles) für den Brandschutz.

Ganz neu auf dem Markt gibt es nun mit der Raclan Box und dem Genius Brandschutzkoffer BSK-1 zwei Akku-Boxen, die neben der sicheren Lagerung auch ein Laden von E-Bike-Akkus ermöglichen und somit besonders komfortabel und sicher sind.

Lagerung in der Wohnung: Was ist zu beachten?

Nicht jeder verfügt über eine Garage, einen Keller oder einen anderen Raum, wo man den E-Bike-Akkus lagern kann, wenn er nicht am E-Bike oder Pedelec montiert ist. Sollen Akkus innerhalb einer Wohnung gelagert werden, sollte man hier ganz besondere Vorsicht walten lassen und immer versuchen, alle notwendigen und empfehlenswerten Maßnahmen zu ergreifen, um selbst bei Problemen mit dem Akku das Risiko für gefährliche Folgen zu minimieren.

Dafür sind sowohl der Lagerort, aber ebenso der Lagerbehälter entscheidend: E-Bike-Akkus sollte man immer nur in dafür geeigneten Behältern, sogenannten Akku-Boxen oder Akku-Taschen, aufbewahren. Akkutaschen werden dafür aus feuerfestem Gewebe gefertigt, Akku-Boxen sind meistens eine Kombination aus robuster Kiste, in denen bspw. Pyrobubbles oder Cirrux-Kissen integriert werden, worin dann die E-Bike-Akkus gelagert werden.

Kommt es innerhalb der Wohnung zu einem Akku-Brand, muss auf jeden Fall professionelle Hilfe durch die Feuerwehr gerufen werden - dies ist immer die erste Maßnahme bei einem Akkubrand. Gleichzeitig kann man mit schnellen Gegenmaßnahmen den Schaden häufig reduzieren.

Umgang mit defekten Akkus

Ist ein E-Bike-Akku defekt - egal ob der sich nicht mehr laden lässt, einen mechanischen Schaden (bspw. durch Sturz) hat oder aufgebläht ist - sollte dieser sofort fachgerecht entsorgt werden. Diese sollten niemals und unter keinen Umständen innerhalb einer Wohnung gelagert werden, denn hier sind die Risiken für einen Akkubrand oder einen Thermal Runway signifikant höher und diesem Risiko sollte sich niemand aussetzen.

Versicherungsschutz bei Schäden

Kommt es durch einen innerhalb der Wohnung gelagerten E-Bike-Akku zum Brand, stellt sich schnell die Frage nach dem Versicherungsschutz bzw. welche Versicherung für die entstandenen Schäden aufkommt. Dabei ist darauf zu achten, dass keine grobe Fahrlässigkeit bei der Lagerung bzw. beim Laden vorliegt.

Wintereinlagerung des Akkus: Schritt für Schritt

  1. Akku abnehmen, falls möglich.
  2. Akku reinigen und trocknen.
  3. Optimaler Lagerort: Schutz vor Feuchtigkeit und Temperatur zwischen 0° C und 20°C.
  4. Optimaler Ladezustand: 30 bis 60%.
  5. Akku in feuerfester Akku-Box lagern.

Bosch E-Bike Systeme: Tipps für den Winter

Die Experten von Bosch haben fünf Tipps zusammengestellt, damit der Akku Ihres E-Bikes gut durch den Winter kommt und Sie trotz niedriger Temperaturen immer ihr Ziel erreichen.

  1. Reduzierte Reichweite beachten: Sinken die Temperaturen, nimmt auch die Leistungsfähigkeit des Akkus ab.
  2. Akku gut warmhalten: Bei Temperaturen unter null Grad kann der Akku an Kapazität einbüßen. Es empfiehlt sich deshalb, den Akku nach dem Fahren zu entnehmen, ihn bei Raumtemperatur zu lagern - und erst kurz vor der nächsten Fahrt wieder in das eBike einzusetzen.
  3. Laden bei Raumtemperatur: Genauso wie für Smartphone-, Tablet- und Notebook-Akkus gilt auch für E-Bike-Akkus mit Lithium-Ionen-Zellen: Diese sollten bei Raumtemperatur aufgeladen werden.
  4. Akku trocken lagern: Wer sein E-Bike im Winter längere Zeit nicht fährt, sollte den Akku trocken und bei Temperaturen zwischen 0 und 20 Grad lagern.
  5. E-Bike richtig unterstellen: Solange das E-Bike vor Schnee und Regen geschützt ist, kann es auch draußen überwintern. Optimal jedoch sind eine Garage oder ein Keller.

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