Das Angebot an Elektromotorrädern wächst langsam, aber stetig. Immer mehr Hersteller setzen auf E-Antrieb. Doch viele kleinere Hersteller und Start-ups vertrauen auf die Weiterentwicklung der Akku-Kapazitäten und bieten reine Elektro-Modelle an.
eRockit: Hybrid aus E-Bike und Motorrad
Das eRockit ist ein fahrradähnliches Elektromotorrad, das sich per Pedalkraft auf 89 Stundenkilometer beschleunigen lässt. Der Hersteller spricht daher vom "schnellsten Fahrrad der Welt". Nachdem das erste eRockit in einer limitierten Stückzahl von 100 Exemplaren produziert wurde, stellt der deutsche Hersteller aktuell das Nachfolgemodell eRockit One vor. Die Auslieferung ist für das Frühjahr 2023 geplant.
Das eRockit ist ein Elektromotorrad mit einem Hubraum von 125 Kubikzentimetern. Im Dauerbetrieb leistet er fünf Kilowatt, in der Spitze erreicht er 16 Kilowatt. Die Batterie in der Fahrzeugmitte fasst 6,6 Kilowattstunden bei 52 Volt - das reicht für 120 Kilometer Reichweite. Gebremst wird über eine 300er-Bremsscheibe vorn und eine 220er-Bremsscheibe hinten.
Das eRockit verfügt über keinen Gashebel am Lenker, sondern beschleunigt ausschließlich per Pedalkraft. Je schneller man in die Pedale tritt, desto mehr erhöht sich die Geschwindigkeit. Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf der Autobahn darf das „Fahrrad" gefahren werden. Genauer gesagt handelt es sich um einen Hybrid aus E-Bike und Motorrad.
Voraussetzungen zum Führen des eRockit
Das eRockit gehört als Elektromotorrad rechtlich zur Kategorie der Leichtkrafträder und darf auf öffentlichen Straßen und Autobahnen bewegt werden. Radwege sind für das "schnellste Fahrrad der Welt" allerdings tabu. Zum Fahren benötigt man einen Führerschein und eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Außerdem muss ein Kennzeichen am Motorrad befestigt sein und es gilt die Helmpflicht.
Häufige Fragen zum eRockit
- Was ist das Besondere am eRockit-Antrieb? Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs wird über die Pedale reguliert. Die Elektronik registriert die aufgewendete Muskelkraft und multipliziert diese teilweise über ein 50-faches. Innerhalb von Sekunden beschleunigt man mit wenigen Pedalumdrehungen auf fast 100 km/h.
- Zu welcher Fahrzeugklasse gehört das eRockit? Das eRockit ist ein Elektromotorrad (Fahrzeugklasse L3e / 125-ccm-Kategorie / Leichtkraftrad).
- Darf ich mit dem eRockit auf dem Radweg fahren? Nein. Das Elektromotorrad ist lediglich für den Straßenverkehr zugelassen und darf auf öffentlichen Straßen und Autobahnen bewegt werden.
- Welchen Führerschein benötigt man zum fahren? Man benötigt einen Führerschein der Klasse A (A1 oder A2), die Pkw-Führerscheinerweiterung B196 oder einen älteren Pkw Führerschein (Klasse 3), ausgestellt vor dem 1.4.1980.
- Wie groß ist die Akku-Reichweite? Die Lithium-Ionen-Batterie besitzt eine Kapazität von 6,6 kWh und reicht für rund 120 Kilometer.
Brekr Modell B: Café-Racer-Design mit E-Antrieb
Das Brekr Modell B will mit Café-Racer-Design und lokal emissionsfreiem E-Antrieb beide Seiten überzeugen. Das Brekr Modell B-E-Moped kommt wie ein Café Racer daher und schafft es so trotz lautlosem Gleiten, die Blicke auf sich zu ziehen.
Das Brekr Modell B glänzt mit Minimalismus: eine Sitzbank, zwei Reifen, ein elektrischer Nabenmotor an der Hinterachse und ein leichter Aluminium-Rahmen, der alles zusammenhält und in dem sich die Box mit dem Akku versteckt. Das Herzstück des Brekr Modell B ist der kraftvolle Nabenmotor, der im Hinterrad sitzt und 2,5 kW Dauerleistung sowie 4 kW Spitzenleistung zur Verfügung stellt.
Mit Strom versorgt wird er von einem 2 kWh fassenden Akku, der sich in der Box unter der Sitzbank versteckt. Im Tausch gegen Stauraum und 1.499 € lässt sich dort noch ein zweiter, gleich großer Akku verbauen. Dadurch verdoppelt sich die von Brekr angegebene maximale Reichweite von 70 auf 140 km.
Das Brekr Modell B will verändern, wie wir uns in engen Städten mit zu viel Autoverkehr bewegen. Dabei will es auffallen, um ein Bewusstsein für die sich verändernde Mobilität zu schaffen. Und damit alle Brekr-Fans auch auf ihre eigene Weise auffallen und ihre Individualität ausleben können, kann man das Bike optisch an persönliche Wünsche anpassen: Die Farbe des Hauptrahmens, der Feder am Hinterbau und der Sitzbank können gegen Aufpreis zwischen verschiedenen Optionen getauscht werden. Zusätzlich ist auf Wunsch ein profilierterer Offroad-Reifen verfügbar.
Als Ergänzung zum Bike selbst gibt es die Brekr-App, die über das im Bike verbaute GPS-Modul die zurückgelegten Fahrten aufzeichnet, den Standort des Bikes zeigen und bei verdächtigen Umständen warnen kann - etwa wenn das Bike im abgestellten Zustand bewegt wird.
Fahrgefühl und Komfort des Brekr Modell B
Das Brekr Modell B glänzt grundsätzlich mit einer intuitiven Bedienung, die von einem Motorrad inspiriert ist und nichts mit Fahrrädern zu tun hat. Alle Knöpfe sind mit den Händen am Lenker zu erreichen, was praktisch und sicher ist. Um den Akku zu laden, kann man ihn entweder komplett herausziehen und in die Wohnung mitnehmen oder einfach direkt im Bike an das Ladegerät anschließen. Die Entnahme des Akkus sowie das Anschließen ans Ladegerät sind dabei sehr einfach.
Weniger praktisch ist jedoch das Gepäckkonzept des Bikes. Zwar hat das Modell B einen Gepäckkorb vor der Sitzbank, der ist jedoch nicht geschützt vor schlechtem Wetter. Außerdem ist das längenverstellbare Gummiband zur Befestigung des Gepäcks im Korb entweder sehr fest oder sehr locker eingestellt. Auch der Stauraum unter der Sitzbank ist beschränkt auf schmale, kleine Gegenstände - beim Einsatz eines zweiten Akkus verschwindet er sogar komplett. Ebenfalls unglücklich ist die schlechte Ablesbarkeit des Displays bei Sonneneinstrahlung.
Schlüssel nach rechts drehen, einmal an der Bremse ziehen, um vom neutralen Modus in den Fahrmodus zu schalten, und schon kann es losgehen mit dem Brekr Modell B! Dazu stehen vier Fahrmodi zur Verfügung, zwischen denen auf mehreren Ebenen ein spürbarer Unterschied liegt. So kann man im Stadtverkehr locker mit den Autos mitschwimmen oder sie beim Ampelstart abhängen. Gleiches gilt für die Rekuperation: In Modus 1 ist sie sehr sanft, in Modus 4 kickt sie richtig rein, was am Anfang schon fast überraschen kann.
Trotz ordentlich Federweg und einstellbarem Dämpfer mag das Bike mehrere kurz aufeinanderfolgende Schläge nicht, federt dabei an der Hinterachse harsch aus und leitet die Schläge an den Po weiter. Die Sitzbank hingegen ist bequem und taugt auch für längere Fahrten. Durch eine super Lichtanlage, bei der Tagfahrlicht sowie Rück- und Bremslicht schön integriert sind, wird man mit dem Modell B im Stadtverkehr gut gesehen und hat bei Dunkelheit eine sehr gute Sicht. Zumindest nach vorne; die Sicht nach hinten ist eingeschränkt durch den einseitigen Rückspiegel, der eher spärlich dimensioniert ist.
Das Brekr Modell B ist ein wendiges E-Moped mit guter Beschleunigung und ausreichender Reichweite. Damit ist es das richtige Gefährt für alle, die sich gerne flink durch die Stadt schlängeln und dabei Motorrad-Feeling und Individualismus feiern. Obwohl das Bike nicht den besten Komfort hat, glänzt es mit viel Fahrspaß und schafft es, auch die Emotionen von echten Petrolheads zu gewinnen.
Power Bikes: Chopper-Look für E-Bikes
Eine Crowdfunding-Kampagne soll die Produktion der E-Bikes "Made in Germany" ankurbeln. Die E-Bike-Schmiede Power Bikes bietet für ihre Chopper-E-Bikes zwei Basismodelle namens Honeymoon und Dayum an.
Alle Rahmenelemente werden in Bayern produziert und in Hannover verschweißt. Die Lackierung der Power-Bikes-E-Bikes erfolgt individuell nach Kundenwunsch. Je nach Modellvariante und Konfiguration, misst das Power-Bike bis zu 2,70 Meter in der Länge. In der Basisversion wiegt das Power Bike ca. 45 Kilo. Kunden können das E-Bike mit diversen Ausstattungsdetails, wie z.B. Seitentaschen aus Leder oder einer Beleuchtung, individualisieren.
Die Power-Bikes-E-Bikes sind als Singlespeed-Bikes konzipiert - eine Gangschaltung ist an diesen E-Bikes nicht verbaut. An den 26-Zoll-Laufrädern sind hydraulische Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben montiert. Optional können auch größere Scheiben gewählt werden.
Die E-Bikes der Marke Power Bikes werden von einem Hinterradmotor angetrieben. In der Basisversion leistet der Hinterradantrieb 250 Watt - optional ist auch ein 500 Watt starker Motor für die Power Bikes erhältlich. Für die Power Bikes stehen zwei Akkukapazitäten zur Wahl: ein 432-Wh-Akku, der laut Hersteller bis zu 30 Kilometer Reichweite ermöglichen soll sowie eine Batterie mit 1.260 Wh Kapazität. Mit dem leistungsfähigeren Akku können laut Power Bikes bis zu 75 Kilometer zurückgelegt werden.
NIU RQi Sport
Das E-Motorrad sieht nicht nur wie ein richtiges Motorrad der Leichtkraftklasse Le3 aus, es fühlt sich beim Besteigen sogar noch erwachsener an. Mit je 23 Kilo bunkern sie 5,1 kWh Energie und versorgen damit den im Rahmen fixierten Elektromotor, der seine Spitzenleistung von gut 10 PS mit 30 Newtonmeter ohne Getriebe direkt über eine Kette ans Hinterrad abgibt.
Dies ermöglicht im Dynamic-Modus echte 101 km/h, mittels einer Boost-Taste sind für 30 Sekunden sogar 126 drin. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: Tempomat, ABS vorn und hinten, selbstrückstellende Blinker, Traktionskontrolle und ein topmodernes Display inklusive Dashcams.
Can-Am Pulse und Origin
Die Bikes sind 2025 zu Preisen um 17.000 Euro in den Handel gekommen, beide auf der gleichen Antriebsbasis. Den Akku, eine 8,9 kWh starke Lithium-Ionen-Einheit, haben die Spezialisten am Firmensitz in Valcourt/Quebec zusammen mit der Steuerungs- und Lade-Elektronik selbst entwickelt. Den E-Motor liefert die österreichische Tochterfirma Rotax zu.
Neben der offenen Leistung von 35 kW/48 PS gibt’s Pulse wie Origin natürlich auch als 11-kW-Version, passend für B196- und A1-Aspiranten. Beide Versionen schaffen locker stattliche 129 km/h - von solchen Höchsttempi können verbrennende 125er nur träumen. Die Reichweite macht das Bike für Pendler interessant - Can-Am gibt für den wenig praxisgerechten WMTC-Zyklus 115 Kilometer an. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: 10,25-Zoll-TFT mit Apple-Carplay-Integration sowie Touchscreen-Funktionalität und einlegbarem rückwärtigem Kriechgang.
Weitere interessante E-Bike Modelle
- Silence S05 Weekender: Ein E-Motorrad, das als Leichtkraftrad an den Start gehen soll. Wie bei den anderen Fahrzeugen von Silence gibt es einen herausnehmbaren 5,6 kWh-Akku, der auch als Powerstation genutzt werden kann.
- Kawasaki Ninja e-1 und Z e-1: Vollverkleidete bzw. unverkleidete Leichtkrafträder mit 5 kW/7 PS Dauer- und 9 kW/12 PS Spitzenleistung.
- Honda EV Fun Concept: Ein seriennahes Konzeptfahrzeug mit futuristischen Elementen und einem CCS-Ladeanschluss.
- Kymco RevoNex: Eine elektrisch angetriebene Mischung aus Streetfighter und Supersportler mit Technik von Harley-Tochter Livewire.
- Livewire S2 Del Mar, Alpinista und Mulholland: Drei Varianten mit unterschiedlicher Konzeption und Radgrößen, angetrieben von einem 63 kW/86 PS starken E-Motor.
- Royal Enfield Flying Flea C6: Ein Elektromotorrad mit einem eigenwilligen Stilmix aus progressiven und Retro-Elementen.
- Zero Motorcycles: Eine große Modellvielfalt, darunter Reiseenduros, Adventure-Bikes und Naked Bikes.
Uni Moke: E-Bike mit Mofa-Optik
Das Uni Moke geht mit seiner Mofa-Optik einen anderen Weg. Das sieht toll aus, bringt aber Nachteile mit sich. Der massive Rahmen und die breiten Reifen bringen einiges auf die Waage, mit 29 Kilogramm ist das Uni Moke selbst für ein Pedelec nicht gerade ein Leichtgewicht.
Gerade einmal 83 Zentimeter hoch ist die lange Bank des Pedelecs. Die ersten Sekunden verbringt der Fahrer damit, eine angenehme Position zu finden, indem er vor und zurückrutscht. Umso fester der Pilot in die Pedale tritt, umso stärker unterstützt ihn der Antrieb. In den unteren fünf Gängen der neunstufigen Schaltung ist jedoch kaum etwas zu spüren. Deutlicher ist der Schub in den Gängen sechs bis neun, die eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h erlauben.
Das Uni Moke ist ein Spaßrad. Für Menschen, die Freude an der außergewöhnlichen Ästhetik haben, die ein Fahrrad nicht nur als schnödes Fortbewegungsmittel sehen.
Talaria Sting: Leichtgewichtige Spaßgeräte mit E-Antrieb
Die quirlige Talaria Sting wird von einem bürstenlosen 3-Phasen-Drehstormmotor angetrieben, der luftgekühlt bis zu fünf Pferdchen mobilisiert (3,7 kW) und ein bäriges Drehmoment von 34 Newtonmetern über Kette an das Hinterrad drückt. Wichtig: Auf der Talaria gibt es typisch für E-Motorräder keine Kupplung, kein Getriebe. Jeder Gasgriffdreh wird direkt und lautlos (bis auf ein leichtes Surren) in Vortrieb umgesetzt.
Zwei Modi stehen zur Auswahl: Eco und Sport. Zwei Modi stehen zur Auswahl: Eco und Sport. Wer im Sportmodus aus dem Stand Vollgas gibt und vielleicht auf der einteiligen Monositzbank mit dem Körpergewicht weiter hinten platziert ist, wird staunen, die willig die Front auf den ersten paar Zentimetern vorwärts steigen mag. Ja, 34 Newtonmeter aus dem Stand ist bei einem Gewicht von nur 67,5 Kilogramm heftig, aber geil heftig.
Die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 2,3 kWh bei 38 Ah und die Betriebsspannung liegt bei 60 Volt. Damit lässt sich eine durchschnittliche Reichweite von 40-60 Kilometern schaffen, natürlich stark abhängig davon, wie viel Last man via Gasgriffdreh jeweils vom Motor verlangt. Die Talaria Sting kommt mit einem Schnellladegerät und lädt den Akku zwischen 3,5 bis 4 Stunden komplett voll. Wer möchte, kann den Akku aber auch mit zwei Handgriffen ganz einfach aus dem Bike heben und wechseln.
Bereift ist das spaßige E-Mobil vorne und hinten mit 19-Zoll Speichenfelgen, mit 70/100er-Gummi vorne und 80/100 hinten. Die eher grobstolligen Reifen bietet genug Grip, um auf losem Untergrund sicher vorwärts zu kommen und die 34 Newtonmeter auch ohne Fahrhilfen auf den Boden zu bringen. Vorne und hinten kommen 196 Millimeter Bremsscheiben zum Einsatz, die gut dosierbar sind und die Talaria sicher einfangen.
Die Sitzhöhe von 87 Zentimetern mag zwar im ersten Moment hoch klingen, ist aber aufgrund des extrem schmalen Schrittbogens auch für kleinere Personen gar kein Problem. In Sachen Verarbeitung überrascht die Talaria Sting, aber im positiven Sinn: Die Fußrasten sind verstellbar und somit noch auf den Fahrer anpassbar. Das große TFT-Farbdisplay der Straßenversion ist ein Augenschmaus, die Lackierung, Beklebung und Kunststoffanmutung sehr wertig.
Moto Parilla: E-Bikes im Motorrad-Look mit dicken Reifen
Die Fahrräder von Moto Parilla machen es möglich - sofern Sie im Geld schwimmen! Die Elektrifizierung schreitet voran: Gefühlt jedes Verkehrsmittel wird mit Strom ausgestattet - Auto, Roller, City-Scooter, Fahrrad ... In letztere Kategorie fällt das E-Bike von Moto Parilla, obgleich es eher aussieht wie ein Elektro-Motorrad.
Die Manufaktur aus Reggio Emilia in Italien legt viel Wert auf Qualität: Der stattliche Rahmen besteht aus einer Mischung aus Carbonfaser und Aluminium. Bei den sogenannten Fat Tires des taiwanischen Unternehmens Maxxis handelt es sich um massive Reifen mit ordentlich Grip für jeden Untergrund, sei es nun Asphalt, Erde, Sand oder sogar Schnee. Bei jeglicher Off-Road-Action unterstützt Sie ein Motor, der mit 250 bis 750 Watt vergleichsweise schwach ausfällt - Sie müssen also noch selbst in die Pedale treten.
Urban Drivestyle vs. Super73: Zwei E-Bikes zwischen den Fahrzeugklassen
Das Starten des UNI MK Classic von Urban Drivestyle und dem ZG von Super73 funktioniert gleich: Akku aktivieren, mit dem Daumen das Plus-Symbol am linken Griff drücken und in die Pedale treten. Nach wenigen Tritten schaltet sich der Elektromotor am Hinterrad dazu und beschleunigt zügig auf 25 km/h.
Motorradscheinwerfer und Fahrradklingel zieren die Front des UNI MK Classic aus Berlin. Das Pedelec steht auf breiten All-Terrain Reifen, die mit dicken Noppen überzogen sind. Das ZG aus Kalifornien hat ähnlich breite Reifen und auch ohne großen Scheinwerfer liegt der Vergleich zu einem Motorrad nahe. Egal wohin wir fahren, die Blicke haften auf den E-Bikes.
Ab Werk unterstützen die elektrischen Motoren das Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Damit gehören beide Modelle in unserem E-Bike Test zur Fahrzeugklasse der Pedelecs. Das Fahren auf Fahrradwegen ist mit beiden erlaubt. Eine Zulassung, ein Führerschein und ein Helm sind nicht nötig. Wem 25 km/h zu wenig sind, der kann die E-Bikes theoretisch auch als S-Pedelec zulassen und darf dann mit einem 500-Watt-Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h beim Treten unterstützt werden. Für diese Fahrzeugklasse wird ein Führerschein der Klasse AM benötigt, außerdem gilt eine Zulassungs- und Helmpflicht.
Auf Kieswegen kommen beide E-Bikes gut zurecht und auch die Spurrillen der Straßenbahn sind dank der breiten Reifen kein Problem. Wegen der Motorrad-Optik werden beide auch von den Autos im Straßenverkehr ernst genommen.
Tabellarische Übersicht ausgewählter Modelle
| Modell | Leistung (Dauer/Spitze) | Akkukapazität | Reichweite | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| eRockit One | 5 kW / 16 kW | 6,6 kWh | 120 km | Pedalkraft-Antrieb, Autobahnzulassung |
| Brekr Modell B | 2,5 kW / 4 kW | 2 kWh (optional 4 kWh) | 70 km (140 km mit 2. Akku) | Café-Racer-Design, individualisierbar |
| Power Bikes Honeymoon/Dayum | 250 W / 500 W (optional) | 432 Wh / 1260 Wh | 30 km / 75 km | Chopper-Design, individualisierbar |
| Talaria Sting | 3,7 kW | 2,3 kWh | 40-60 km | Leichtgewicht, sportlich |
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