E-Bike Drehmoment: Ein umfassender Leitfaden

Spätestens mit dem DJI Avinox liegt ein besonderer Fokus auf den Leistungskennziffern von E-Bikes. Was Kennziffern wie Watt und Newtonmeter bedeuten, und wie aktuelle E-Bike Motoren abschneiden, zeigen wir dir in einem Vergleich.

Was bedeuten Watt und Newtonmeter?

Watt beziffert die Kraft oder Arbeit des Motors. Die Angabe drückt aus, wie Leistung in Geschwindigkeit übertragen wird. Ein E-Bike mit einer hohen Wattzahl wird auf Dauer eine höhere Geschwindigkeit auf die Strecke bringen. Die Maximalleistung des Motors darf darüber liegen, wenn in Summe die 250 Watt nicht überschritten werden.

Newtonmeter (Nm) ist die Rotationskraft und lässt sich auch bei der Angabe von Drehmomentschlüsseln finden. Das Anzugsmoment, oder Torque eines Motors benennt die Kraft, die er in der Umdrehung aufbringen kann. Auf einem E-Bike mit hohem Torque kannst du stärker anfahren und mehr Kraft beim Klettern aufbringen.

E-Bike Motoren im Vergleich

Der stärkste E-Bike Motor ist im Jahr 2025 der DJI Avinox. Er zeigt bis zu 120 Nm und 1.000 Watt Leistung. Ein leichter E-Bike Motor für das Fit-Gefühl und eine aktive Fahrweise ist bis zu 30 Nm stark. Ein Motor für die Nutzung an leichten MTB und Trekkingbikes und für die Bedürfnisse von Normalverbrauchern liegt bei etwa 50 bis 60 Nm.

Es gibt viele Motoren, die sich in internationalen Wettkämpfen und in Tests beweisen konnten. Die gesetzliche Nennleistung eines Pedelec oder E-Bike Motors liegt bei 250 Watt. Grundsätzlich finden wir, dass alle aktuellen E-Drives für die meisten Verbraucher von Amateur bis Profi ausgezeichent einsatzfähig sind.

Ausgewählte E-Bike Motoren im Detail

  1. Bosch Performance CX Gen5: Der eMTB-Modus bietet 140 % bis 340 % Unterstützung und erleichtert mit Extended Boost das Überwinden von Hindernissen durch feinfühlige Reaktion auf den Pedaldruck. Mit dem Update im Juli 2025 steigt die maximale Unterstützung auf 400 %. Über die eBike Flow-App des Bosch Smart Systems lassen sich alle Unterstützungsmodi (Maximalmoment, Dynamik etc.) individuell einstellen. Durch Überarbeitung des Antriebsstrangs läuft der Performance CX Gen5 jetzt deutlich leiser - selbst auf ruppigen Abfahrten bleibt der Motor dezent im Hintergrund und in niedrigen Modi nahezu unhörbar. Ein enuer eMTB+ Modus versteht sich als Unterstützung für maximale Ansprüche bei Kletterpartien.
  2. Shimano EP801: Individualisierbar via E-TUBE App: Die Shimano E-TUBE PROJECT App erlaubt es, zwei Profile anzulegen und Parameter für Eco, Trail und Boost nach persönlichen Vorlieben zu konfigurieren. Mit etwa 2,7 kg gehört der EP801 zu den leichteren Full-Power-Antrieben. Zudem wurde der interne mechanische Widerstand deutlich verringert - oberhalb von 25 km/h ist praktisch kein Tretwiderstand mehr spürbar. Der EP801 liefert 85 Nm Drehmoment und 600 W Peak-Leistung und behält damit die gleichen Spitzenwerte wie sein Vorgänger, steigert aber die Dauerleistung und arbeitet effizienter über einen größeren Kadenzbereich.
  3. Eagle Powertrain System (Brose): Das Eagle Powertrain System integriert den Brose-Mittelmotor, den 720-Wh-Akku und die drahtlose Eagle-Transmission zu einem ganzheitlichen Antriebspaket. Als Highlight verfügt Eagle Powertrain über Auto-Shift (vollautomatisches Schalten) und Coast-Shift (Schalten im Rollen ohne Pedaltritt). Die Auto-Shift-Funktion agiert wie ein „sechster Sinn“ und entscheidet selbständig, wann geschaltet werden muss, damit der Fahrer den Fokus auf dem Trail behalten kann. Der 90 Nm starke Brose-Motor im Eagle Powertrain ist für bestmögliches Thermomanagement ausgelegt. Laut Hersteller werden hitzebeständige Materialien verwendet, die Leistungsverlust bei Dauerlast minimieren sollen.
  4. Specialized 2.2 Motor: Specialized entwickelt seinen 2.2-Motor in Eigenregie (Basis Brose Drive S Mag) exklusiv für die eigenen E-MTBs. Das im Oberrohr integrierte MasterMind-TCU fungiert als „Gehirn“ des Systems. Das kompakte Farbdisplay zeigt alle wichtigen Daten wie Geschwindigkeit, Unterstützungsmodus und Akkustand in 1%-Schritten an. Die Specialized-App (Nachfolger der Mission Control) bietet umfangreiche Tuning-Optionen. So kann man z.B. mit der MicroTune-Funktion die Unterstützungsleistung während der Fahrt in 10%-Schritten feinjustieren. Dieses Feature lässt sich bequem per Klick an der Remote aktivieren, um das Anstrengungslevel genau auf dem gewünschten Niveau zu halten.
  5. DJI Avinox M1: Der Drohnenhersteller DJI bringt umfassendes Know-how aus der Entwicklung kleiner, leistungsstarker Elektromotoren und Sensoren mit. Der Auto-Mode des DJI Avinox reagiert vollautomatisch auf Gelände und Pedaleinsatz. Er passt das Unterstützungsniveau in Echtzeit an den Widerstand an und liefert so stets „so viel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich“. Der DJI Avinox M1 wiegt laut Hersteller nur ca. 2,52 kg und ist damit mehrere hundert Gramm leichter als vergleichbare E-MTB-Motoren (ein Bosch CX Gen4 wiegt z.B. ~2,9 kg). Trotz des minimalen Gewichts bietet das System bis zu 120 Nm Drehmoment und 1000 W Peak-Leistung im Boost-Modus - Werte, die herkömmliche Antriebe deutlich übertreffen.
  6. Brose Drive³ Peak: Mit dem Drive³ Peak stellt Brose auf ein 48V-System um und läutet eine neue Motorengeneration ein. Brose-Motoren sind bekannt für ihren leisen, vibrationsarmen Lauf dank internem Riemenantrieb („belt-geared operation“). Beim Drive³ Peak hat Brose das Konzept weiterentwickelt (Magnesiumgehäuse, optimiertes Getriebe) und verspricht eine noch geschmeidigere Leistungsabgabe sowie geringere Geräuschentwicklung. Brose richtet das Drive³-System stark auf Fahrradhersteller aus. So wird der Drive³ Peak von Anfang an mit integrierten Brose-Akkus (468 Wh und 814 Wh) angeboten, kann aber auch mit Drittanbieter-Batterien kombiniert werden. Zudem bietet Brose eigene Displays/Remotes und ermöglicht Partnern die Nutzung des Systems mit ihren Komponenten.
  7. Fazua Ride 60: Der Fazua Ride 60 zählt zu den Light-Assist-Systemen und wiegt nur rund 1,96 kg (Motor). Damit ist er sogar etwas leichter als Boschs leichter SX-Motor (ca. 2,0 kg) und ermöglicht extrem schlanke E-Bike-Konzepte. Per Boost-Modus kann der Fazua Ride 60 kurzzeitig zusätzliche Leistung bereitstellen. Wird der Boost aktiviert, steigert der Motor für ~12 Sekunden die Unterstützung um ca. 100 W auf bis zu 450 W Peak. Diese Extra-Power hilft beispielsweise, einen steilen Anstieg oder eine technische Passage mit einem kraftvollen Schub zu meistern. Alle Unterstützungsstufen des Ride 60 vermitteln ein sehr natürliches Fahrgefühl. Die Kraftentfaltung erfolgt harmonisch und intuitiv, sodass man - abgesehen von der verstärkten Tretkraft - kaum merkt, von einem Motor unterstützt zu werden.
  8. TQ HPR 50: Im TQ HPR 50 kommt ein patentiertes Harmonic-Pin-Ring-Getriebe zum Einsatz, das dem Motor seinen Namen gibt und die besondere, kompakte Bauform ermöglicht. Der TQ HPR 50 bietet die mit Abstand unauffälligste Integration eines Mittelmotor-Systems auf dem Markt. In Bikes wie dem Trek Fuel EXe ist der Motor nahezu unsichtbar verbaut. Trotz dieser Minimal-Assist-Bauweise liefert er bis zu 50 Nm und 300 W - genug für ein sehr natürliches MTB-Fahrgefühl mit dezentem „Uphill-Flow“. Im Testfeld von E-MOUNTAINBIKE war er einer der Motoren mit der geringsten Geräuschkulisse.
  9. Bafang M510: Der Bafang M510 ist der Nachfolger des M500 und für den anspruchsvollen E-MTB-Einsatz ausgelegt. Er liefert weiterhin bis zu 95 Nm Drehmoment, doch wurde die Gesamtperformance deutlich gesteigert: Die Maximalleistung liegt ca. 20 % höher als beim Vorgänger und die Kadenzunterstützung wurde auf 120 RPM ausgedehnt. Optimierte Software sorgt für ein sanfteres Ansprechverhalten aus dem Stand und kontrollierbare Leistungsabgabe. Der M510 beschleunigt kraftvoll, reagiert aber dank empfindlichem Drehmomentsensor sehr feinfühlig auf den Pedaldruck des Fahrers. Der M510 ist mit der neuen Bafang Smartphone-App steuer- und konfigurierbar. Diese (in Kürze erscheinende) App erlaubt es, die Unterstützungsstufen anzupassen, Firmware-Updates aufzuspielen und das System zu diagnostizieren.

Die Wahl des richtigen Drehmoments

Manche Hersteller geben dir die Regler in die Hand: Du selbst entscheidest in der App, wie stark du in den Modi unterstützt wirst. Der DJI kann im Turbo Modus laut Tests in verschiedenen Magazinen extrem schieben und sich unnatürlich anfühlen. Bosch bewirbt im Vergleich bewusst den Uphill-Flow und die Kraftfreisetzung, mit der du deine Fähigkeiten natürlich unterstützt.

Manche Fahrer und Fahrerinnen berichten davon, dass ihnen manche E-Bikes einfach zu sehr schieben oder sich das hohe Gewicht unnatürlich anfühlt. Andere können sich dagegen bei extrem hoher Unterstützung das Grinsen nicht aus dem Gesicht wischen.

  • Leichtes E-Bike (bis 35 Nm): Ideal für ein natürliches Fahrgefühl bei hohen Geschwindigkeiten, wenn du nicht mehr so extrem viel trainieren kannst.
  • Mid-Power Bike (bis 60 Nm): Im Alltag ideal geeignet, um dir eine angenehme Beschleunigung zu verleihen. Passend, wenn du in Alltag und Freizeit einfacher und schneller unterwegs bist und ohne Einschränkungen Anhänger transportierst.
  • Starkes E-Bike (90 bis 120 Nm): Beliebt als starke Boliden. Passend, wenn du beim technischen Klettern und an steilen Anstiegen im Gelände maximale Unterstützung schätzt oder große Lasten transportierst.

Radnabenmotor vs. Mittelmotor: Drehmoment im Vergleich

Viele E-Bikes haben einen Mittelmotor, bei dem das Drehmoment immer höher ist als bei einem Radnabenmotor. Diese Drehmomente kann man jedoch nicht direkt miteinander vergleichen.

Das Drehmoment eines Radnabenmotors wird an der Motorachse gemessen, worum der Motor sich dreht. Bei einem Mittelmotor wird das Drehmoment am Tretlager gemessen. Aus diesem Grund sind die Motoren nicht direkt miteinander vergleichbar.

Wichtig zu erwähnen ist, dass das Drehmoment nicht vom Radumfang abhängt. Ob der Motor ein großes oder kleines Rad antreibt, ist für das Drehmoment nicht entscheidend.

Wie vergleicht man das Drehmoment der Motoren?

Um die Kraft vergleichen zu können, muss die Kraft an der gleichen Stelle untersucht werden, also auf das Antriebsrad. Für Fahrräder mit Nabenmotor im Rad ist dies einfach, da es dem Drehmoment des Motors entspricht. Bei Fahrrädern, wobei der Nabenmotor das Rad über eine Kette antreibt, muss das Übersetzungsverhältnis (wie schnell dreht sich das eine Kettenrad im Verhältnis zum anderen) zwischen den Zahnrädern am Motor und Rad berücksichtigt werden.

Letzteres gilt auch für den Mittelmotor, wobei jedoch das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Tretlager und dem Hinterrad berücksichtigt werden muss. Hierbei muss die Nabenschaltung berücksichtigt werden. Die Nabe hat aufgrund des Schaltens einen negativen Einfluss auf das Drehmoment.

In der Grafik ist zu erkennen, dass das Drehmoment des Mittelmotors mit 85 Nm am Anfang stärker ist, bei höherer Geschwindigkeit jedoch geringer wird und sogar unter das Drehmoment des Nabenmotors fällt. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass ein Mittelmotor von 48 Nm im gesamten Verlauf des Drehmoments nur für kurze Zeit etwas stärker als ein Radnabenmotor ist.

Zusammenfassend: Das Drehmoment eines Mittelmotors ist nicht ohne Weiteres mit dem Drehmoment eines Radnabenmotors vergleichbar. Das Drehmoment des Motors muss in das Drehmoment des Antriebsrades umgerechnet werden, einschließlich aller Übersetzungsverhältnisse. Darüber hinaus ist es bei einem Mittelmotor wichtig, die Nabenschaltung und den eingestellten Gang zu berücksichtigen.

Das Drehmoment der vanRaam Motoren ist bei einer höheren Geschwindigkeit stärker als das Drehmoment eines Mittelmotors.

Anzugsmomente für Fahrradteile und Schrauben

Die meisten Schrauben am Fahrrad benötigen ein Drehmoment zwischen 2 Nm und 20 Nm. Beim Antrieb, der höheren Belastungen ausgesetzt ist, werden oft auch mal 40 Nm benötigt. Die richtig dosierte Kraft schützt Zubehörteile, Schrauben und Gewinde vor Beschädigungen. Bei Carbonrahmen oder Anbauteilen unbedingt Montagepaste (kein Öl) verwenden, um das Anzugsdrehmoment zu verringern. Am besten auch immer die Angaben des Herstellers beachten. Die meisten händisch angezogenen Schrauben bzw. mit Gefühl angezogenen Schrauben, werden in der Regel zu schwach oder zu stark angezogen. Das kann bei manchen Rahmenmaterialien oder einem kleinen Gewinde schnell zu Beschädigungen führen. Sicherheitshalber einen Drehmomentschlüssel verwenden.

Tipp: Am besten vor einer längeren Tour alle Schrauben checken und gegebenenfalls nachziehen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Ein Universaltool im Gepäck hilft dabei, Schrauben auch unterwegs nachziehen zu können.

Eine ungeschmierte Gewindeverbindung verliert etwa 50 % an Kopfreibung und 40 % an Gewindereibung. Dieser Prozentsatz kann durch die Verwendung eines reibungsarmen Schmiermittels erhöht werden. Der Reibungskoeffizient ist ebenfalls sehr variabel (normalerweise +/-20 %), was zu einer Prozessvariabilität führt. Und auch wenn die Anzugswerkzeuge oft sehr genau sind (z. B. +/-1 % bei einem kalibrierten Handdrehmomentschlüssel), beträgt die Abweichung vom aufgebrachten Drehmoment +/-10 bis +/-50 %. Viele sind überrascht, wie sehr ihre Körperhaltung und die Handhabung des Werkzeugs das aufgebrachte Drehmoment beeinflussen.

Wir haben in folgender Tabelle alle Drehmomente ohne Schmiermittel angegeben.

Bauteil Nm (Newtonmeter) Benötigtes Werkzeug
Abdeckkappe in Schaftrohrkralle 3-4
Ahead-Kralle 2,5-3
Bar Ends 15-17 Inbusschlüssel 8 mm
Bremshebel (Unterrohrmontage) 5-7 Inbusschlüssel 4 mm
Bremshebelschelle 2.5-3 Kreuzschlitzschraubendreher
Bremshebelschelle 6-8 Inbusschlüssel 4 mm
Bremszuggegenhalter 6-8 Inbusschlüssel 4 mm
Cantileverbremse - Belagfixierung 1-2 Kreuzschlitzschraubendreher
Cantileverbremse - Bremsschuh 8-9 Maulschlüssel 10
Cantileverbremse - Sockel 5 - 7 Inbusschlüssel 5mm
Cantileverbremse - Zugklemmung 6 - 9 Inbusschlüssel 5 mm
Cleats (SPD) 5 - 8 Inbusschlüssel 4 mm
Freilauf - Freilaufkörper 35 - 50
Freilauf - Kassette (Konterring HG) 30 - 50 Spezialwerkzeug
Innenlager Konus 60 - 70 Konusschlüssel 36 oder 40 mm
Innenlager Patrone 50 - 70 Spezialwerkzeug
Kettenblattschraube 6 - 11 Inbusschlüssel 6 mm
Kurbelschraube 35 - 50 Inbusschlüssel 8 mm und Kurbelschraubengegenhalter
Nabe - Achsmutter 20 - 40 Konusschlüssel 15
Nabe - Konus-Kontermutter 10 - 25 Konusschlüssel 13, 14
Nabe - Schnellspannhebel 9 - 12 Schnellspannhebel
Pedalachse 35 - 40 Inbusschlüssel 6 mm o. Pedalschlüssel 13
Sattelklemmung doppelt 8 - 14 Inbusschlüssel 4 mm
Sattelklemmung einfach 14 - 34 Inbusschlüssel 5 mm
Sattelstützeklemmung 8.5 - 11.5 Inbusschlüssel 5 mm oder Schnellspannhebel
Schaltbremshebel - Schelle 2.5 - 3 Kreuzschlitzschraubendreher
Schaltbremshebel - Schelle 6 - 8 Inbusschlüssel 5 mm
Schalthebel - Daumenschalter 2.5 Inbusschlüssel 3 mm
Schalthebel - Drehgriff 1.5 Inbusschlüssel 3 mm
Schaltwerk - Befestigungsbolzen 8 - 10 Inbusschlüssel 5 mm
Schaltwerk - Schaltröllchen 3 - 4 Inbusschlüssel 5 mm
Schaltwerk - Zugklemmung 4 - 7 Inbusschlüssel 5 mm
Scheibenbremse - Bremsklotz 5
Scheibenbremse - Bremssattel 5
Scheibenbremse - Nabe (6-Loch-Aufnahme) 5
Seitenzugbremse - Bremskörper 8 - 10 Inbusschlüssel 5 mm, Maulschlüssel 10, 12, 13
Seitenzugbremse - Bremsschuh 5 - 9 Maulschlüssel 10 mm
Seitenzugbremse - Zugklemmung 5 - 8 Inbusschlüssel 5 mm
Steuersatz - A-Head-Klemmung 17 - 20 Inbusschlüssel 5 mm
Steuersatz - Klemmschraube Konus 20 - 30 Inbusschlüssel 6 mm
Steuersatz - Kontermutter 34 Konusschlüssel 32, 36, 40 mm
Umwerfer - Befestigungsschelle 5 - 7 Inbusschlüssel 5 mm
Umwerfer - Lötsockel 7 Inbusschlüssel 5 mm
Umwerfer - Zugklemmung 5 - 7 Inbusschlüssel 5 mm
V-Brake - Sockel 5 - 7 Inbusschlüssel 5 mm
V-Brake - Bremsschuh 6 - 8 Inbusschlüssel 5 mm
V-Brake - Zugklemmung 6 - 8 Inbusschlüssel 5 mm
Vorbau - Lenkerklemmung 11 - 30 Inbusschlüssel 5 mm

Die genannten Anzugsmomente sind Richtwerte. Bitte beachte für jedes Bauteil die genannten Werte des Herstellers. Drehmomentschlüssel sollten nicht zum Öffnen hartnäckiger Schrauben verwendet werden. Ein Drehmomentschlüssel ist ein Messwerkzeug und sollte auch dementsprechend behandelt werden. Ein Drehmomentschlüssel sollte bei eingestellten 0 Nm gelagert werden. An Carbon-Rahmen ist besondere Vorsicht geboten.

Mit einer Schraubensicherung (z. B. Loctite) können Schrauben z. B. an Lenker- und Vorbauklemmungen gesichert werden. Carobon oder Titan-Bauteile dürfen nicht geschmiert oder gefettet werden. Erfahrungsgemäß lässt sich eine geschmierte Schraube fester anziehen als eine trockene. Deshalb werden Anzugsmomente für einen trockenen Zustand angegeben.

Warum eine Schraube fetten, wenn sie doch fest sitzen muss?

Die Art des Fettes hängt vom Ort der Verschraubung ab. An den meisten Parts ist ein wertiges Fett tauglich. An besonderen Stellen wie am Tretlager oder der Bremsscheibe benötigst du Mittel zur Schraubensicherung (Shimano Montagepaste Anti Seize, Loctite oder ähnliche). Hersteller erwähnen in den Beschreibungen, wenn an einer Stelle eine Schraubensicherung aufgetragen werden soll. Das kann z. B. an Bremsscheiben oder dem Tretlagergewinde der Fall sein. Achte dann darauf, dass du kein zu starkes Mittel und nur moderate Mengen verwendest.

Wenn du ungleiche Metalle verbindest, genügt Fett nicht, um das Festrosten zu verhindern. Eine geeignete Montagepaste für Carbon, Alu oder Titan ist dann notwendig. Obwohl Metalle und Legierungen wie Alu und Carbon eigentlich nicht rosten, erzeugen sie an der Kontaktfläche eine Korrosionsschicht. Nutze Montagepaste am Gewinde und an Schraubenköpfen sowie natürlich allen Kontaktstellen der Parts.

Schrauben in der Nähe der Bremsscheiben und Bremssättel sind eine Tabuzone für Fett und Fettiges.

Regelmäßige Überprüfung

Bei intensiver Nutzung deine Bikes im Gelände treten enorme Kräfte an allen Verbindungen auf. Du bist auf Trails, Downhill-Pisten oder im Gebirge unterwegs? Dann prüfst du vor jeder Fahrt, ob alle Schrauben fest genug sitzen. Auch vor langen Touren und Radwanderungen prüfst du Schrauben und Parts an allen beweglichen Teilen. Ein kleines Multitool mit Innensechskant-Schlüsseln ist auf Tour der Garant dafür, dass du schnell Abhilfe schaffst.

Bei moderater Nutzung und gemäßigter Fahrweise prüfst du die Schrauben am Vorbau, an der Sattelstütze und an Kurbelarmen monatlich, vor und nach langen Touren. Achte darauf, dass dein Rad sauber bleibt und sich Schmutz an und an manchen Rückseiten auch in den Gewinden sammeln kann.

Lass dein E-Bike oder Fahrrad in einer Werkstatt warten. Ein Drehmomentschlüssel ist hierbei unverzichtbar, da er hilft, Schrauben exakt und sicher festzuziehen.

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