E-Bike Einsteiger Tipps: Sicher und Komfortabel in die Welt der Elektrofahrräder

Auch wenn heutzutage ein E-Bike auf den ersten Blick gar nicht so einfach von einem herkömmlichen Fahrrad zu unterscheiden ist, gibt es doch einige Unterschiede, die es zu beachten gilt, wenn man ganz neu auf ein E-Bike umsteigt. Die Fahreigenschaften eines E-Fahrrades unterscheidet sich doch in einigen Punkten merklich von denen des gewohnten unmotorisierten Fahrradmodells. Einmal fordert die neue Antriebsart verständlicherweise eine kleine Eingewöhnungszeit, aber auch das Fahrverhalten sollte entsprechend umgestellt und angepasst werden.

Unterschiedliche Fahrverhalten: E-Bike vs. Fahrrad

Aufgrund des Antriebs bringt ein E-Bike einiges mehr an Gewicht mit sich im Gegensatz zum „normalen“ Fahrrad. Motor, Akku und auch die Steuerung sorgen für das Mehrgewicht, welches sich auch beim Fahrverhalten entsprechend darstellt. Ein Elektrofahrrad ist daher - nicht nur während der Fahrt - etwas träger als Ihr ursprünglicher Drahtesel. Auch im Stand macht sich das höhere Gewicht durchaus bemerkbar, z.B. beim Abstellen des Bikes. Wichtig ist ebenso das jeweilige Antriebskonzept und auch an welcher Stelle der Akku sitzt. Sehr praktisch ist es, wenn der Akku möglichst zentral am Pedelec - bestenfalls im Unterrohr - verbaut ist. Mittelmotoren bieten mit der zentralen Anordnung des Antriebs ein sehr angenehmes und ausgewogenes Fahrverhalten.

Auch der Bremsweg ist u.a. abhängig vom Mehrgewicht und sollte daher unbedingt berücksichtigt werden. Daher bieten hochwertige Premium-E-Bikes von Werk aus hydraulische Scheibenbremsen.

Die richtige Nutzung des elektrifizierten Antriebs

Der elektrifizierte Antrieb ist natürlich das „A und O“ eines E-Bikes. Dank diesem elektronischen Rückenwind werden ansteigende Strecken oder auch Gegenwind ohne großartige Anstrengung gemeistert. Es ist wichtig, nicht einfach direkt im Turbo-Modus durchzustarten. Es kann sonst passieren, dass Sie von der Power des Motors im höchsten Modus überrascht werden und ggf. sogar in eine gefährliche Situation kommen. Starten Sie immer erst einmal mit einer geringeren Unterstützung des Motors, z.B. mit dem Eco-Modus. Berücksichtigen Sie noch dazu, dass Sie zum Anfahren nicht den schwersten Gang eingelegt haben.

Auch beim Fahren an sich werden Sie schnell merken, dass die ideale Trittfrequenz eine wirklich bedeutende Rolle spielt. Mit einer höheren Trittfrequenz haben Sie eine höhere Effizienz; außerdem schonen Sie zugleich den Fahrrad-Akku. Dies gilt auch für ansteigende Strecken und auch Bergfahrten - der schwerste Gang gepaart mit höchster Unterstützung bringen Sie nicht wirklich gut zum Ziel.

Am besten fahren Sie mit Ihrem E-Bike zum Eingewöhnen auf einen leeren Parkplatz oder einen verkehrsberuhigten Bereich und trainieren das Anfahren und auch die ein oder andere Bremssituation.

Vertraut machen mit der Technik

Was nützt Ihnen die beste und modernste Technik an Ihrem Pedelec bzw. E-Bike, wenn Sie sich damit nicht auskennen? Gar nichts. Nur ein richtig bedientes E-Bike System kann Ihnen maximale Effizienz gewährleisten und Sie sicher durch den Straßenverkehr bringen. Daher ist sehr wichtig, dass Sie sich - gerade als Einsteiger - mit dem Bedienelement vertraut machen. Lesen Sie unbedingt vorab die Gebrauchsanleitung - aber bitte nicht abends auf der Couch, sondern direkt neben Ihrem E-Bike. So können Sie alles Gelesene direkt ausprobieren und alle Situationen nachstellen bzw. die Elemente am E-Bike finden.

Wenn Sie dann Ihren „Testride“ machen, lernen Sie Ihr E-Fahrrad weiter kennen und können sich wunderbar auf die Kraftentfaltung des Systems einstellen. Wie schnell treten gewisse Situationen ein - sofort oder erst nach einer kleinen Verzögerung? Bremsen? Anfahren? Modus-Wechsel? Gang-Wechsel?

Vor der ersten Tour: Anpassung und Überprüfung

Vor der ersten Tour sollten Sie Ihr E-Bike auf Ihre Anforderungen und auch an Ihre Sitzhaltung anpassen. Dies bedeutet nicht nur die Einstellung von Höhe und Neigungswinkel des Fahrradsattels, sondern auch die Anpassung des Lenkers von der Höhe und vom Winkel her. Gegebenenfalls ist auch ein komplett anderer Lenker für Ihre Bedürfnisse besser, probieren Sie es aus. Ebenso müssen die Schaltung, Bremsen und das Licht überprüft werden; diese 3 Punkte sollten übrigens vor jeder Fahrt gecheckt werden. Dabei können Sie auch gleich den Reifenluftdruck überprüfen.

Mancherorts werden spezielle E-Bike-Fahrtechnikseminare angeboten. Diese werden durch einen Trainer in der Praxis durchgeführt und so erfahren Sie alle nötigen Tipps und Ratschläge gleich in der Umsetzung, damit Ihnen der Ein- bzw. Umstieg auf ein E-Bike gut gelingt. Solche Workshops werden für verschiedene Altersgruppen und auch für verschiedene Varianten, z.B.

Die Qual der Wahl: Welches E-Bike passt zu mir?

Die wichtigste Frage gleich am Anfang: Welches E-Bike ist das richtige für mich? Die gute Nachricht: E-Bikes gibt es viele und es ist für jeden das Passende dabei! Klick dich einfach durch die unterschiedlichen Kategorien - auf jeder Seite findest du weitere Informationen zum Einsatzzweck, Vorteilen und Nachteilen sowie weitere wichtige Infos.

Unser Tipp: Wenn du noch nicht sicher bist, welche Strecken du hauptsächlich mit deinem neuen E-Bike fahren möchtest und dazu nicht so viel Geld ausgeben möchtest, sind Cross-E-Bikes und Einsteiger-Hardtail-E-Bikes die beste Wahl. Hier ist die Modellauswahl groß und das Preisniveau niedrig, da hier häufig hohe Stückzahlen produziert werden.

Für den Gebrauch im Stadtgürtel auf kurzen Wegen: Ein bequemer Tiefeinsteiger mit relativ aufrechter Sitzhaltung ist hier sicher eine gute Wahl. Das funktioniert auch auf gelegentlichen Touren gut. Je länger die Touren und je schneller gefahren wird, desto sportlicher darf die Sitzposition ausfallen. Wer gerne durch Wald und Wiesen fährt, ist mit einem All Terrain Bike oder einem Mountainbike gut beraten.

Pedelec oder E-Bike? Der Unterschied

Die Unterscheidung ist ganz einfach, wird aber im Alltag meist nicht gemacht. Der Oberbegriff E-Bike hat sich anstelle von Pedelec eingebürgert, aber eigentlich ist nicht jedes Zweirad mit Elektro-Antrieb gleich ein „E-Bike“.

  • Pedelec: Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten, Motorleistung bis zu 250 Watt, Antriebsunterstützung bis zu 25 km/h. Pedelecs machen mit 95% den größten Anteil an elektrischen Fahrrädern aus. Du benötigst keinen Führerschein, es besteht keine Helmpflicht, Fahrradanhänger sind erlaubt und du darfst auf Fahrradwegen fahren.
  • S-Pedelec: Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten, Motorleistung bis 450 Watt, Antriebsunterstützung bis 45 km/h. Du brauchst einen Führerschein, Mindestalter 16 Jahre, Helmpflicht. Darf in Städten nicht auf Fahrradwegen gefahren werden, Anhänger sind verboten!
  • E-Bike: Zweirad mit Motor. Ein E-Bike ist also im ursprünglichen Sinne kein Fahrrad, sondern ein Mofa. Trotzdem hat sich der Begriff als Synonym zum Pedelec eingebürgert.

Motorvarianten: Mittel-, Heck- oder Frontantrieb?

Motoren findest du an E-Bikes vorne an der Gabel, in der Mitte am Tretlager oder hinten an der Nabe. Heckmotoren haben ihre Vor-, und Nachteile und überzeugen vor allem durch die direkte Kraftübertragung auf das Hinterrad. Wir empfehlen allerdings E-Bikes mit Mittelmotoren, da sie sich als leise, zuverlässig und verschleißarm erwiesen haben und das Fahrverhalten kaum beeinflussen.

Von E-Bikes mit Frontmotoren solltest du lieber die Finger lassen, denn sie verlagern den Schwerpunkt des Bikes ungünstig, außerdem sind sie störanfällig. Generell empfehlen wir Technik aus bewährter Produktion. Hersteller wie Bosch, Yamaha, Shimano, Brose, Panasonic, TranzX, BionX oder Impulse haben zwar ihren Preis, unter dem Strich erweisen die Komponenten allesamt als leistungsstärker und haltbarer als Billig-Importe. Du solltest auf keinen Fall ein teures E-Bike mit günstigen Fernost-Ersatzteilen bestücken, Fehlfunktionen wären vorprogrammiert! Alle Infos zu E-Bike-Motoren und auch zu E-Bike-Akkus findest du in unserem großen Akku- und Motor-Guide.

Worauf du beim Akku achten solltest

Den Akku eines E-Bikes findest du entweder in den Gepäckträger eingebaut, am Rahmen montiert oder in den Rahmen integriert, wobei die vollintegrierten Akkus wie z.B. der PowerTube von Bosch aktuell am häufigsten verbaut werden. Sie fallen optisch nicht weiter auf, sind durch das Rohr vor äußeren Einflüssen geschützt und beeinflussen den Schwerpunkt des Fahrrads und somit die Fahreigenschaften weniger.

Die Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Akku-Kapazität (von 400Wh bis 750Wh, mit Range Extender oder Dual Akku auch gerne bis zu 1500Wh), das Alter des Akkus, das Gewicht des Fahrrads und auch die Qualität des Akkus und des Motors spielen eine Rolle. Da aber auch Faktoren wie Gegenwind, gewählte Unterstützungsstufe oder Steigungen die Reichweite beeinflussen, können die Hersteller nur ungefähre Angaben machen. Versuche deswegen nicht nur die angegebene Reichweite zu vergleichen, sondern auch das Gesamtgewicht des E-Bikes, den Motor und natürlich die effektive Akku-Kapazität mit in deine Entscheidung einfließen zu lassen. Faustregel ist aber: Je mehr Qualität du dir hier leistest, desto weiter wirst du damit kommen.

Was kostet ein gutes E-Bike?

Je nach Typ fangen die Preise für solide Pedelecs bei rund 1500 Euro für einfache Citybikes, meist mit Frontnabenantrieb, an. Tourentaugliche E-Bikes sind ab ca. 2500 Euro erhältlich; sportliche, robuste MTBs gibt’s ab rund 3000 Euro. Das sind grobe Richtwerte. Nach oben und auch nach unten gibt’s wie überall positive Überraschungen und Ausreißer.

E-Bikes haben ihren Preis, ganz klar. Gute Qualität und die nachhaltige Entwicklungsarbeit, die in den Elektrorädern steckt, bekommst du natürlich nicht umsonst. Wie viel du investieren solltest, hängt vor allem von der Nutzungsintensität ab.

Wenn du nur gelegentlich aufs E-Bike steigen willst und nicht verzweifelst, wenn die Reichweite nicht besonders groß oder der Rahmen doch etwas schwerer ist, bist du mit einem E-Bike für etwa 1.750 Euro gut bedient. E-Bikes die weniger kosten, bereiten ihren Besitzen erfahrungsgemäß wenig Freude, vor allem dann nicht, wenn sie aus dem nächsten Baumarkt oder dem Discounter stammen. Ordentliche und zuverlässige Qualität in den Bereichen Antrieb und Rahmen bekommst du eben erst im Bereich von 1.700 bis 2.000 Euro UVP aufwärts. Wenn du im Alltag auf dein E-Bike angewiesen bist, ist das der Mindestbetrag, den du investieren musst.

Es geht aber auch günstiger. Jedes Jahr bringen Hersteller wie Cube, Haibike, Specialized, Ghost und viele mehr neue Modelle auf den Markt. Die Fahrradhändler müssen dann in ihren Lagern Platz für die Neuware schaffen und verkaufen die Vorjahresmodelle zum reduzierten Sparpreis. In diesem Zeitraum, häufig von Ende August bis zum Anfang der Saison im Mai, kannst du bei BikeExchange extrem günstige Schnäppchen machen. Um die 400 Fahrrad-Fachhändler bieten auf dem Marktplatz ihr Sortiment an, sodass mit Sicherheit auch dein Lieblingsmodell zum Spitzenpreis im Shop erhältlich sein wird.

Schaltungstipps für E-Bike-Einsteiger

Die häufig gestellte Frage müsste eigentlich lauten: Welches Schaltsystem eignet sich wo? Für Wenig- oder Kurzstreckenfahrer in eher flachen Gegenden reichen fünf, sieben oder acht Gänge einer Nabenschaltung vollauf. Wer im Bergigen wohnt, braucht eine umfangreichere Übersetzung. Geeignet sind vor allem Kettenschaltsysteme mit zehn, elf oder zwölf verschiedenen Gängen. Berggänge fangen ab rund 2 m zurückgelegter Wegstrecke pro Kurbelumdrehung an.

Bremsen: Sicherheit geht vor

Grundsätzlich bieten hydraulische Scheibenbremsen eine hohe Sicherheit beim Verzögern. Der große Vorteil: Sie sind witterungsunabhängig. Aber auch hydraulische Felgenbremsen verzögern vehement und sind eine gute Wahl, z.B. Mechanische Felgenbremsen sind für Elektroräder weniger empfehlenswert, an Falt­rädern, stylischen Urbanbikes oder Retrorädern für eher kurze und flache Strecken noch geeignet. Wer sicher auf dem Rad sitzt und viel Routine hat, kommt sicherlich auch damit zurecht.

Sattel und Griffe: Komfort für lange Touren

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Art und Dauer der Nutzung, von der Sitzposition und - nicht unwichtig - vom Abstand der Sitzknochen. Grundsätzlich muss man sich an einen Sattel erst gewöhnen. Da kann es sein, dass bei der ersten Ausfahrt trotz sorgfältig ausgewählter Sitzgelegenheit der Allerwerteste etwas schmerzt. Nicht verzagen - weiterfahren!

Warum ergonomische Griffe? Sind runde Griffe, z.B. Ergonomische Griffe entlasten bei richtiger Einstellung den Ulnarnerv, schonen den Karpaltunnelausgang der Handwurzel und schützen wesentlich vor unnötigen Ermüdungserscheinungen bzw. zögern diese hinaus.

Kette oder Riemenantrieb?

Was ist besser? Die Kette ist wartungsintensiver und für Naben und Kettenschaltungen geeignet. Der Riemenantrieb ist wartungsarm und meist langlebiger. Da er endlos ist, braucht der Rahmen eine Öffnung.

W, Wh, Ah, Nm - Was bedeuten diese Angaben?

W = Leistung in Watt: 250 W ist die Nenndauerleistung des Motors. So viel kann der Antrieb dauerhaft leisten, ohne zu überhitzen. Beim Pedelec die gesetzliche Obergrenze. Wh = Kapazität des Akkus in Wattstunden.

E-Bike-Fahrtechnik: Tipps für steile Anstiege und schwieriges Gelände

Für eine maximale Reichweite bevorzugen die meisten E-Bike-Motoren generell hohe Trittfrequenzen. Im technisch anspruchsvollen Terrain kann es jedoch vorteilhaft sein, gelegentlich einen oder zwei Gänge höher zu schalten.

Wer im steilen Terrain bergauf zum Stehen kommt, ist im Nachteil. Es sei denn, er beherrscht die korrekte Anfahrtechnik. Schritt eins: Niemals direkt in der Falllinie starten, da das Hinterrad sonst durchdreht. Positioniere dich schräg zur Fahrtrichtung, ziehe die Bremse an, setze den zweiten Fuß auf das Pedal, übe den dosierten Druck auf das Pedal aus und löse die Bremsen langsam.

Auch mit reichlich Power und ausgezeichneter Fahrtechnik kann es vorkommen, dass du dein Bike schieben oder tragen musst. Die Schiebehilfe deines E-Mountainbikes erleichtert dir die Fortbewegung erheblich. Doch was tun, wenn das freischwebende Hinterrad beginnt, unkontrolliert zu drehen? Kommt man mit dem Schieben nicht voran, ist es an der Zeit, das Bike auf das Hinterrad zu stellen. Diese Methode mag beeindruckend aussehen, ist aber recht einfach umzusetzen. Sie eignet sich besonders für steile und schmale Passagen bergab, die zu eng sind, um das Bike nebenherzuschieben. Ziehe die Hinterradbremse an und stelle das Bike ruckartig auf das Hinterrad. Die Fortbewegung wird durch dosiertes Bremsen erleichtert, wodurch das Bike zusätzlich stabilisiert wird. Wenn auch das Schieben auf dem Hinterrad keinen Fortschritt mehr bietet, bleibt nur noch eine Option: Das E-Bike muss auf deinen Rücken. Die meist über 20 Kilogramm schweren E-Bikes sollten allerdings mit der richtigen Technik getragen werden. Positioniere dein Bike quer zum Hang, während du unterhalb stehst und bergauf blickst. Gehe in die Hocke, ergreife das Bike an Kurbel und Gabel und hebe es über deine Schulter.

Unabhängig von der Geschwindigkeit kommt die Drucktechnik zum Einsatz, sobald du auf unbefestigten Wegen unterwegs bist. Dabei drückst du das E-Bike unter dir ins Kurveninnere, während dein Körperschwerpunkt außen bleibt.

Ein leerer Akku, weitab von jeglicher Infrastruktur, ist der Albtraum eines jeden E-Bike-Fahrers. Stelle sicher, dass dein Akku vollgeladen ist und dass du das Ladegerät stets im Rucksack dabei hast. Auch der Umgang mit Zusatzakkus auf der Tour bedarf Sorgfalt. Zusatzakkus sind schwer und können bei Stürzen, wenn sie ungesichert im Rucksack liegen, schwere Verletzungen verursachen. Der Akku sollte daher immer ganz unten im Rucksack und gut mit Kleidung gepolstert verstaut werden.

Steht dir ein kleines Hindernis auf einem Uphill-Trail im Weg, ist es Zeit, "leicht" zu werden! Verlasse kurz den Sattel, um das E-MTB über das Hindernis, wie beispielsweise eine Wurzel, zu heben. Idealerweise beschleunigst du etwas vor dem Hindernis, um den nötigen Schwung zu bekommen. Bergauf auftretende Hindernisse meisterst du am besten mit der Tippeltechnik: Führe an der kritischen Stelle ein paar Pedalbewegungen vor und zurück durch.

Das Motto lautet: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ein geringerer Luftdruck in den Reifen verbessert sowohl die Traktion als auch den Fahrkomfort. Dabei gilt: Je breiter der Reifen, desto niedriger kann der Luftdruck sein. Eine Faustregel im Gelände besagt, dass niemand mehr als zwei Bar benötigt.

Diese Regel gilt für sämtliche Fahrsituationen, ob bergauf oder bergab: Schau möglichst weit voraus und scanne die Linie. Für Ereignisse direkt vor dem Vorderrad ist es meist schon zu spät. Indem du deine Fahrlinie scannst und dich daran erinnerst, dass du dorthin fährst, wohin du schaust, vermeidest du Hindernisse effektiver.

Auch bergauf ist beim E-MTB das Bremsen wichtig: Du musst mit deinem Kraftpaket nicht nur bergab bremsen. Durch dosiertes Bremsen kannst du deine Motorleistung fein regulieren und das E-Bike besser kontrollieren. Halte also stets einen Finger am Bremshebel und bremse bedacht. Blockierende Reifen sollten in jeder Situation vermieden werden, um genügend Traktion und Sicherheit zu gewährleisten.

Mit dem E-MTB erklimmst du Anstiege, die du ohne Motorunterstützung nicht einmal zu träumen wagst. Die Traktion setzt hier die Grenzen. Besonders auf Schotter ist es wichtig, das Hinterrad so stark zu belasten, dass das Vorderrad beinahe abhebt. Senke die Sattelstütze um ein bis drei Zentimeter und verlagere den Körperschwerpunkt so tief und so weit nach vorne wie möglich, um ein Abheben des Vorderrads zu verhindern. Die Kombination aus Motorunterstützung und dem hohen Gewicht verwandelt viele Geländesituationen in eine echte Herausforderung. Viele dieser Situationen sind mit herkömmlichen, unmotorisierten Bikes kaum zu meistern, da schlicht die körperliche Power fehlt. Jedoch bedarf die Kraft des Motors einer gewissen Kontrolle. Und hier sind die besten Tipps, um mit der Technik schnell voranzukommen: Nimm dir die Aufgaben der Reihe nach vor, stets mit Freude und Gelassenheit. Halte immer einen Finger an der Bremse, bereit zu bremsen! Gewöhne dich allmählich an die Stärke deiner Bremsen. Beginne mit dem Üben des dosierten Bremsens auf ebenem Grund, bevor du dich auf anspruchsvollere Trails oder in die Stadt wagst. Langsamkeit führt zum Ziel! Balance ist der Schlüssel. Reduziere deine Geschwindigkeit schrittweise, bis du vollständig zum Stehen kommst. Übungen zum Stehenbleiben und zur Balance sind fundamentale Fähigkeiten für sicheres Fahren auf dem E-Bike und bieten perfektes Training für Winter oder schlechtes Wetter. Verbessere deine Blickführung! Überblicke deine Fahrlinie von vorne nach hinten und umgekehrt. Wenn du ein Hindernis erst unmittelbar vor deinem Vorderrad bemerkst, ist es bereits zu spät. Bleibe entspannt, denn Übermut ist meist kontraproduktiv. Körper und Geist sollten nicht überlastet werden. Ein verweigernder Kopf und verkrampfende Muskeln beeinträchtigen den Fahrspaß und deine Sicherheit.

Defensiver Fahrstil: Sicherheit geht vor

Eine defensive Fahrweise kann die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Außerdem sollte man sich an das Tragen eines Helms gewöhnen, auch wenn dies bei Pedelecs nicht vorgeschrieben ist.

Brenzliche Situationen entstehen meist, wenn Radfahrer übersehen werden. Vermeiden Sie Unfälle, indem Sie an Ihrem E-Bike eine StVO-konforme Beleuchtung aus Scheinwerfer, Rückstrahler und Reflektoren verwenden. So sind Sie auch am Abend oder wenn das Wetter einmal schlechter ist, immer gut für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar. Die meisten E-Bikes werden allerdings schon mit passender Beleuchtung ausgeliefert.

Wartung und Pflege: So bleibt Ihr E-Bike fit

Zu beachten ist auch, dass die Wartung und Pflege von E-Bikes deutlich aufwändiger ist. Dies gilt vor allem für die Elektronik und den Antrieb.

Idealerweise sollte das E-Bike, oder auch Pedelec genannt, nach jeder längeren Tour gründlich gereinigt werden, damit sich der Schmutz erst gar nicht festsetzt. So können Sie Korrosionen verhindern. Gleich zu Beginn sollte immer der Akku und Displays abgenommen werden. Um vor allem den Motor zu schützen, ist für die Reinigung ein Hochdruckreiniger gänzlich ungeeignet. Auch auf aggressive Reinigungsmittel sollten Sie verzichten. In Bike-Shops gibt es spezielle Pflegemittel, die keine Oberfläche angreifen. Seifenlauge oder Spülmittel sind ebenfalls geeignet. Der Aufnahmebereich für den Akku sollte mit einem Tuch getrocknet und die Steckerpole alle paar Wochen eingefettet werden. Nach der Pflege sollte man noch einen kurzen Check machen, ob alle Komponenten auch richtig funktionieren.

Für die Reichweite und Sicherheit bei Kurvenfahrt ist zudem der Reifendruck wichtig. Dabei muss man bedenken, dass Akku und Motor zusätzliches Gewicht bedeuten. Folglich sollte der Reifendruck höher sein als beim Fahrrad.

Akkupflege für eine lange Lebensdauer

Die Lebensdauer eines Akkus lässt sich nicht vorhersagen und ist vor allem abhängig von der Beanspruchung. Damit dieser möglichst lange funktioniert, sollten E-Bike-Besitzer ein paar einfache Regeln beachten: Dazu gehört die Aufbewahrung in trockener Umgebung und normaler Raumtemperatur. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Wird mit dem E-Bike längere Zeit nicht gefahren, sollte der Akku kühl und mit rund der Hälfte der Ladekapazität gelagert werden.

Diebstahlschutz: Sichern Sie Ihr wertvolles E-Bike

Jahr für Jahr werden allein in Deutschland rund 350.000 Fahrräder gestohlen. Wie die polizeiliche Statistik beweist, werden lediglich rund zehn Prozent dieser Diebstähle aufgeklärt. Gehen Sie daher auch beim Diebstahlschutz auf Nummer sicher: Langfinger wissen genau, dass Ihr E-Bike wertvoller ist als der Durchschnitts-Drahtesel. Nutzen Sie ein Faltschloss, wenn Ihnen Bügelschlösser zu schwer und Kabelschlösser zu unsicher sind. Mit diesen Fahrradschlössern gehen Sie auf Nummer sicher.

Fazit

Ob sportlich ambitionierter Radfahrer, Rad-Pendler, Wochenendradler, Schönwetter-Fahrer oder Nachwuchs: Für alle, die sich gerne auf zwei Rädern bewegen, sind E-Bikes eine echte Alternative. Eine Probefahrt ist unbedingt jedem zu empfehlen. Beim Kauf sollte man allerdings einen Bogen um zu billige Angebote, vor allem aus China machen. Die Akkus und der Antrieb halten Alltagsbelastungen in der Regel nicht lange stand.

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