Nun ist sie da, die dunkle Jahreszeit. Deshalb brauchen alle, die weiterfahren ein ordentliches Licht am Rad. Es sorgt für gute Sicht vor dem Rad, aber auch von uns selbst. City- und Trekkingräder mit einer Vollausstattung sind mit einer Lichtanlage ausgestattet.
Doch im Alltagsverkehr finden sich auch viele motorisierte Mountain-, Fitness-, Gravelbikes und Rennräder, die ohne Licht ausgeliefert werden. Wer täglich unterwegs ist, sollte über einen dauerhaften Einbau nachdenken.
Die Bedeutung von guter Beleuchtung am E-Bike
Wer bei Dunkelheit mit dem E-Bike unterwegs ist, weiß: Eine gute Beleuchtung ist kein Luxus, sondern ein Muss. Eine Lampe, die den Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entspricht, ist da nicht nur vorgeschrieben, sondern auch sinnvoll: Die Prüfung garantiert eine Mindestausleuchtung und ein Leuchtfeld, das bei entsprechender Montage auch den Gegenverkehr nicht in den Blindflug schickt.
Insbesondere auf unbeleuchteten Wegen dürfte es gern heller sein. Als enorme Verbesserung stellte sich eine zusätzliche Akkuleuchte heraus. Vorteil: Zwei Leuchten erhellen sehr schön den Weg in Nah- und Fernbereich. Die Sicht auf dunklen Wegen war mit Zusatzlicht schon viel besser, die Leuchtweite merklich größer, Objekte sind früher sichtbar und auch seitlich sieht man mehr. Nachteil: Eine Akkuleuchte muss man zusätzlich betätigten, laden und verstauen. Was bringt wohl der Austausch des normalen Scheinwerfers?
Technische Grundlagen der E-Bike-Beleuchtung
Dabei sind aktuelle Lampen besser denn je, weil die Technik in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat. Wegweisend war die LED. Sie basiert auf einem Halbleiter-Bauteil, welches Licht emittiert, sobald Strom in Durchlassrichtung fließt. Deshalb auch der Name: Light Emitting Diode. Im Vergleich zu anderen Lampentechnologien ist die LED-Technik effizient, robust und langlebig.
Der zweite Meilenstein sind hochwertige Spiegel und Linsen, die das Licht zielgenau in der Fläche verteilen und damit das Optimum aus der vorhandenen Lichtmenge herausholen. Beim klassischen Fahrrad wird das Licht mit Wechselstrom betrieben und vom Nabendynamo gespeist. Somit leuchtet die Lampe nur, solange man fährt oder eine Standlichtfunktion besitzt.
Anders beim Pedelec: Hier läuft die Lichtanlage mit Gleichstrom, wird an das Stromnetz des Pedelecs angeschlossen und bezieht ihren Strom vom Haupt-Akku. Damit die Lampe bei fast leerem Akku noch Strom für die letzten Kilometer bekommt, schaltet die Motorsteuerung zuerst den Antrieb ab. Weiterhin haben die verschiedenen Antriebshersteller unterschiedliche Voraussetzungen.
Lux vs. Lumen: Was bedeuten die Werte?
Traditionell werden Lampen mit dem Helligkeits-Wert (Einheit Lux) angepriesen, weil für die StVZO-Konformität verschiedene Lichtpunkte in einer Matrix vermessen werden. Der daraus angegebene Wert beschreibt aber lediglich den hellsten Punkt des gesamten Lichtfeldes, was zu einer falschen Interpretation der Lichtqualität einer Lampe führt. Hart gesagt, wäre ein Laserpointer mit seinem extrem hohen Lux-Wert ideal. Das führt dazu, dass er zum Radfahren schlichtweg ungeeignet ist.
Zum Vergleich besser geeignet ist der Lichtstrom (Einheit Lumen), welcher die gesamte Licht-Emission einer Lampe angibt. Lumen ist die internationale Einheit (SI) für den Lichtstrom und gibt an, wie viel Licht eine Lampe pro Zeit abgibt. Lux ist die SI-Einheit für die Beleuchtungsstärke und gibt an, wie viel Licht auf einer Fläche auftrifft.
Beide Einheiten hängen zwar physikalisch eng zusammen (Lux ist definiert als die Beleuchtung, die ein Lichtstrom von einem Lumen erzeugt, wenn er sich gleichmäßig über eine Fläche von einem Quadratmeter verteilt: 1 lx = 1 lm/m2), direkt vergleichbar sind die Werte trotzdem nicht. Oder kürzer: 100 Lumen sind nicht besser als 50 Lux. Diese Zahlen sagen aber noch nichts darüber, wo wie viel Licht vor dem Rad auf den Boden trifft. Die Lichtbilder sind unterschiedlich - wie Du auch in unserem Vergleichstest oben auf dieser Seite sehen kannst.
Testverfahren und Ergebnisse
Damit die wichtigsten Lampendaten miteinander vergleichbar sind, haben wir alle Lampen auf den Prüfständen des Herstellers Supernova in Freiburg untersucht. Dabei lag für jede Lampe die Spannung von 12 Volt an. Beim ersten Test wurde überprüft, ob alle Lampen konform mit den StVZO-Vorgaben sind. Dabei fährt ein vorgegebenes Programm verschiedene Lichtpunkte im Leuchtbild an und vermisst diese. Der zweite Test misst den hellsten Punkt, wodurch eine gute Vergleichbarkeit der maximalen Helligkeit besteht.
Ergebnisse im Überblick
- Abblendlicht: Die hellsten Lampen kommen von Smart, Supernova (beide) und SON. Die dunkelsten Modelle sind Litemove RX-E90, Büchel Shiny Fl, Fuxon und Union.
- Fernlicht: Die Modelle von Herrmans, Busch + Müller und vor allem Supernova begeistern, weil sie im Verhältnis zum Abblendlicht deutlich heller werden.
- Gesamter Licht-Output: Die teuren Lampen von SON, Busch + Müller, Supernova, Lezyne, Lupine und Herrmans gehen getrost als echte Flutlichter durch. Die günstigen Lampen von Büchel (Shiny FL), Smart, Lunivo und Union schneiden erwartungsgemäß schlechter ab.
- Gewicht: Die leichtesten Standardlampen bieten Lunivo, Union und SON. Bei den Modellen mit Fernlicht überraschen vor allem Litemove RX-E90, Büchel und Lupine.
Die besten Prüfstandwerte sind nichts wert, wenn das Lichtbild in der Praxis nicht taugt. Deshalb haben wir alle Lampen an einen 12 Volt Anschluss (Bosch) angeschlossen und sind eine definierte Strecke gefahren. Der Untergrund variierte dabei zwischen Asphalt, Kopfsteinpflaster und leichtem Waldweg. Am Ende wurden alle Lampen noch mal in einem 35 Meter langen Tunnel mit der gleichen Kameraeinstellung abfotografiert.
Beim Abblendlicht zerlegen wir das Lichtbild in den Nah-, Mittel-, Fern- und Seitenbereich sowie die Homogenität mit Bezug auf eine gleichmäßige Ausleuchtung und scharfe Kanten. Während bei langsamen Geschwindigkeiten die Ausleuchtung im Nahfeldbereich eine große Rolle spielt, nimmt die Relevanz des Mittel- und Fernbereiches mit der Geschwindigkeit zu, weil der Blick damit weiter nach vorne schweift.
Die Ausleuchtung der Seitenränder spielt in der Stadt sowie außerorts eine sehr wichtige Rolle, um andere Verkehrsteilnehmer oder anderweitige Gefahren an der Seite schneller wahrzunehmen. Am Ende überzeugen bei der Ausleuchtung vor allem Busch + Müller, Supernova, Lezyne, SON, Lupine und Herrmans.
Da das Fernlicht meist bei schneller Fahrt und außerhalb von Ortschaften und Städten eingesetzt wird, spielen die Ausleuchtung an den Seiten und oberhalb der StVZO Hell-Dunkel-Grenze eine große Rolle. Die besten Modelle stellen Herrmans und Supernova, weil das Licht weit nach oben reicht und somit sogar für echte Mountainbike-Einsätze taugt. Bleibt man vor allem auf der Straße, sind auch Lezyne und Lupine absolut empfehlenswert.
Praktische Tipps und Sicherheitshinweise
An dieser Stelle weisen wir explizit auf die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch extreme Blendwirkung von falsch eingestellten Lampen oder Fernlicht hin! Eine Erklärung samt Einstelltipps finden Sie auf Seite 78. Wer sich dabei nicht sicher ist, lässt den Lichtcheck beim Händler durchführen. Die Einstellung sollte zudem regelmäßig kontrolliert werden.
Für beste Sicherheit am Tag sollte man immer mit Licht fahren. Einer dänischen Studie nach sind Radfahrer, die tagsüber mit Licht fahren, 19 Prozent weniger an Unfällen beteiligt. Der Grund ist die bessere Früherkennung.
Eine Lampe kann aber auch negative Aspekte zeigen und den Fahrer selbst blenden. Etwa, wenn die Linse oder der Reflektor über das Gehäuse hinausragen und ein Teil des Lichts nach oben strahlt. Und wer auf Reflektoren setzt, muss bei Busch + Müller IQ-XL, Cateye, Herrmans, Lezyne, Lupine, SON und Supernova nachrüsten. Bei allen anderen sind abnehmbare Reflektoren verbaut.
Qualität und Haptik
Die Qualität und Haptik der Lampen werden subjektiv bewertet. Dabei spielen Materialien, Verarbeitung, Oberflächen-Struktur und -Güte, Ecken und Kanten sowie Spaltmaße eine wichtige Rolle. Herausragend schneiden hier die hochpreisigen Modelle von Busch + Müller, Herrmans, Lezyne, Lupine und Supernova ab.
Pluspunkte gibt es für Gehäuse aus Aluminium, weil sie eine höhere Bruchfestigkeit sowie eine bessere Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Wer die Lampe am Lenker oder Vorbau über Kopf montieren möchte, kann dies nur bei Busch + Müller IQ-X E, Cateye und den Modellen von Herrmans.
Eine Steckverbindung am Stromkabel macht den Tausch bei einem Defekt oder der falschen Kabellänge einfach, ist aber nur bei Büchel, Cateye, Contec, Herrmans, Lupine, SON, Supernova, Trelock und Union zu finden. Die besten Halter in Bezug auf Qualität, Verarbeitung und Steifigkeit kommen unterdessen von Lupine, Supernova und Trelock.
Empfehlungen und Testsieger
Aktuelle Lampen zeigen viel Licht, aber auch Schatten. Da viele vollausgestattete City- und Trekkingräder sowieso schon mit einer guten LED-Lichtanlage ausgestattet sind, macht es am Ende nur Sinn, wenn das Upgrade auch deutliche Vorteile bietet. So fallen unsere Tipps dann meist auch auf teurere Modelle, weil diese in der Praxis bei Ausleuchtung, Homogenität und Licht-Output auch sichtbare Verbesserungen erzielen.
Wer bestes Licht sucht, greift dann aber zum Bumm IQ-X E oder dem farbigen SON. Den Testsieg heimst überraschend der eher unbekannte Herrmans Nordic Pro ein. Bei den Lampen mit Fernlicht überzeugt im unteren Preisbereich Fuxon am meisten und holt sich den Preis-Leistungs-Tipp. Im höherpreisigen Segment überzeugt Lupine mit einem kompakten Gehäuse und leuchtstarken Lichtbild. Die Testsiege gehen am Ende dann aber an die teuren Modelle von Herrmans und Supernova.
Die Lupine SL AF im Detail
Die Lupine SL AF ist ein hochwertiges, akkubetriebenes Frontlicht speziell für E-Bikes. Mit einer maximalen Leuchtkraft von bis zu 1.300 Lumen, blendfreiem Abblendlicht und aktivierbarem echtem Fernlicht hebt sie sich klar von Standard-E-Bike-Lampen ab. Im Gegensatz zu vielen E-Bike-Lampen, die nur eine Helligkeitsstufe bieten, kann die Lupine SL AF per Fernbedienung ein echtes, zusätzliches Fernlicht aktivieren.
Mit ca. 360 bis 450 € (je nach Set und Akku) ist die Lupine SL AF deutlich teurer als herkömmliche Frontlichter. Auch das separate Aufladen des Akkus ist ein zusätzlicher Schritt im Alltag.
Mit echtem Fernlicht, intelligenter Steuerung und kompromissloser Qualität gehört sie 2025 zu den besten E-Bike-Leuchten auf dem Markt. Wer oft und auch bei Nacht fährt, wird den Unterschied sofort merken - und nie wieder zurück wollen.
StVZO-Konformität und rechtliche Aspekte
Einfach die Lampe an den E-Bike-Lenker zu schrauben, reicht nicht aus. Um sich nachts mit dem E-MTB regelkonform im Straßenverkehr zu bewegen, gibt es ein paar Dinge mehr zu beachten. Zuerst muss die genutzte Lampe der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechen. Sie braucht also das deutsche Prüfzeichen - die K-Nummer.
Eine Helmlampe ist keine zugelassene (E-)Bike-Beleuchtung. Wer ohne oder mit einer nicht zugelassenen Lampe unterwegs ist, muss bei einer Kontrolle bis zu 35 Euro blechen. Noch schlimmer ist aber, dass man bei einem Unfall zumindest eine Teilschuld trägt. Laut StVZO muss das Vorderlicht so angebracht sein, dass es entgegenkommende Verkehrsteilnehmer nicht blendet.
Seit 2017 sind auch Lampen mit Fernlichtfunktion erlaubt - unter einer Bedingung: Das An- und Abschalten des Fernlichts erfolgt bei Gegenverkehr entweder automatisch oder lässt sich über einen Schalter am Lenker kontrollieren. Die verkehrssichere Beleuchtung ist erst dann komplett, wenn auch ein Rücklicht am Bike brennt. Beide Leuchtvorrichtungen dürfen nicht blinken und müssen zwischen einer Höhe von 40 und 120 Zentimetern über dem Boden angebracht sein. Seitliche Reflektoren sind weiterhin Pflicht.
Vergleichstest: E-Bike Scheinwerfer mit Fernlicht
Sechs E-Bike-Lenkerlampen mit dem entsprechenden Prüfzeichen haben wir in Labor und Praxis getestet. Alle werden direkt am Lichtausgang des Motors angeschlossen und ziehen damit die nötige Energie aus dem Haupt-Akku. Die Montage ist deshalb zwar aufwändig, aber dafür sind die Strahler immer dabei und maximal zuverlässig.
Schon bei der Helligkeit ist die Streuung groß: Im Abblend-Modus bewegt sie sich zwischen 270 (Cube) und 416 Lumen (Supernova), die Lupine SLX markiert mit 691 Lumen einen einsamen Spitzenwert. Dazu kommt ein neues Feature: Seit 2017 erlaubt das Kraftfahrtbundesamt ein zusätzliches Fernlicht - natürlich unter der Voraussetzung, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden.
Das Umschalten der beiden Leuchtstufen muss deshalb automatisch oder über ein Bedienelement am Lenker, wie etwa beim Motorrad, erfolgen. Ein Vorteil des Abblendlichts: Bremst man, senkt sich bei E-Mountainbikes die Federgabel und somit auch der Lichtkegel. Besonders bergab verkürzt das die Leuchtweite enorm. Ein Fernlicht strahlt mehr in die Höhe und in die Breite, was den Verlust kompensiert. Auch Schilder, Äste und Kurven erkennt man damit grundsätzlich besser.
Die teureren Modelle von Busch & Müller, Lupine, Supernova und Lezyne verfügen über eine solche Fernlichtfunktion - teilweise mit immenser Leuchtkraft: Die Supernova M99 Mini produziert im Fernlicht-Modus satte 1244 Lumen, Lupine liegt knapp dahinter. Schlusslicht und gleichzeitig die günstigste Lampe dieser Kategorie ist die Lezyne mit 691 Lumen.
Die getesteten Modelle im Detail
Busch & Müller IQ-XM (mit Fernlicht)
Die Busch & Müller bildet im Abblend-Modus einen langen, breiten Lichtkegel mit Spot-Beleuchtung in der Ferne. Hier hat die Lampe die stärkste Strahlkraft. Die Meter vor dem Vorderrad und links und rechts des Weges bekommen nur gedimmt Licht ab. Mit dem Zuschalten des Fernlichts blickt der Fahrer deutlich weiter in die Ferne. Die seitliche Ausleuchtung leidet darunter. Enge Kurven leuchtet die IQ-XM zuverlässig aus - wenn auch nicht mit überragender Helligkeit. Gemessen am Preis ist die Verarbeitung eher bescheiden.
Bewertung:
- Effizienz: 6/10
- Fernlicht: 7/10
- Abblendlicht: 7/10
- Handhabung: 6/10
Lezyne ebike power hb StVZO (mit Fernlicht)
Die dicke Lezyne wirkt am E-MTB-Lenker wie die Lichtleiste auf dem Dach eines Rallye-Trucks. Sie leuchtet hell und weit. Fern- und Abblendlicht unterscheiden sich in ihrer Leuchtkraft kaum. Die Lichtbilder beider Helligkeitsstufen bestehen aus zwei Feldern, die ein klarer Dunkelstreifen trennt. Der schmale Lichtkegel bündelt fast die gesamte Lichtleistung auf einen schmalen, sehr hellen Streifen. Die Breiten abseits des Streifen saufen ab. Hier wird die Kurvenfahrt wortwörtlich zum Blindflug. Ansonsten überzeugt die solide Verarbeitung.
Bewertung:
- Effizienz: 7/10
- Fernlicht: 6/10
- Abblendlicht: 7/10
- Handhabung: 6/10
Lupine SL X (mit Fernlicht)
Mit 275 Lumen Vorsprung überstrahlt die Lupine SL X im Abblend-Modus den Großteil des Testfelds um Längen. Nur die Supernova kann hier mithalten. Ausgezeichnete Reichweite, gleichmäßige Lichtverteilung, gute Ausleuchtung auch in den Randbereichen direkt vor dem Vorderrad. Wer das Maximum herauskitzeln will, schaltet das Fernlicht zu. So leuchtet die Lupine noch besser in die Ferne, der Öffnungswinkel nach oben fällt aber nur mittelmäßig aus. Enge Kurven hingegen erstrahlen in beiden Beleuchtungsstufen in hellem Glanz. Zusätzlich gibt es ein Tagfahrlicht.
Bewertung:
- Effizienz: 9/10
- Fernlicht: 9/10
- Abblendlicht: 9/10
- Handhabung: 7/10
Supernova M99 Mini Pro (mit Fernlicht)
In Sachen Fernlicht macht dem Supernova-Scheinwerfer M99 Mini Pro so schnell keiner was vor. Der Öffnungswinkel fällt nach oben fast doppelt so hoch aus wie bei den Mitstreitern - trotz eintauchender Federgabel hat man alles im Blick. Die Leuchtbilder von Abblendlicht und Fernlicht sind sehr ähnlich. Beide verfügen über ein sehr helles, homogenes Zentrum. Bei der Leuchtkraft unterscheiden sich die Modi aber deutlich. Die Randbereiche sind angenehm hell. Bei der Ausleuchtung in Kurven liegen die Freiburger mit Lupine auf einem Niveau. Sehr angenehmes Abblendlicht.
Bewertung:
- Effizienz: 10/10
- Fernlicht: 10/10
- Abblendlicht: 9/10
- Handhabung: 7/10
E-Bike Scheinwerfer ohne Fernlicht im Test
Cube Pro-E 110
Die kompakte und leichte Cube geht im direkten Leuchtvergleich mit der teureren Konkurrenz mit Fernlicht naturgemäß etwas unter. Sie liefert das schwächste Abblendlicht im Test. Für den Gebrauch im Straßenverkehr reicht sie jedoch allemal. Hohe Geschwindigkeiten sind bei der mäßigen Ausleuchtung aber nicht drin. Die Lichtverteilung konzentriert sich sehr auf das Zentrum. Am Rand des Lichtkegels fällt die Helligkeit abrupt ab. Bereiche abseits des Weges bekommen nur spärlich Licht ab, was die rasante Kurvenfahrt beeinträchtigt.
Bewertung:
- Effizienz: 7/10
- Abblendlicht: 6/10
- Handhabung: 8/10
Litemove SE-150
Als zweite Lampe ohne Fernlicht im Testfeld liefert sich die Litemove ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Cube. Auch wenn sie sich optisch kaum unterscheiden, nach mehrfachen Praxistests haben sich die Laborwerte bestätigt: Schaut man genau hin, ist die Litemove minimal heller. Dabei wirkt sich die höhere Lumen-Zahl besonders im vorderen Teil des Lichtkegels aus. Hier produziert der Mini-Strahler ein sehr helles Licht, das in die Weite konstant dunkler wird. Bei der Ausleuchtung sind die beiden Kontrahenten gleichauf.
Bewertung:
- Effizienz: 6/10
- Abblendlicht: 7/10
- Handhabung: 8/10
Workshop: E-Bike-Beleuchtung am Akku anschließen
Der Strom kommt aus der Steckdose. Doch bevor ihn der Scheinwerfer in Lux und Lumen verwandelt, muss er durch den E-Bike-Akku. Das Anschließen ist nicht trivial, eventuell muss die Werkstatt helfen. Doch diese vier Check-Punkte bringen den Strahler garantiert zum Leuchten:
- Checken: Vor dem Kauf einer E-Bike-Beleuchtung gibt es zwei grundlegende Dinge zu klären: Wie viel Spannung liegt am Lichtport meines E-Bike-Motors an? Und für welche Spannung ist meine Lampe ausgelegt? Im schlimmsten Fall zerstört die falsche Kombination den Scheinwerfer.
- Anschließen: Die Kontakte für das Verbindungskabel der E-Bike-Lampe liegen direkt am Motor. Um sie zu erreichen, muss man die Motorabdeckung entfernen.
Trelock Lighthammer LS 930-HB im Praxis-Test
Eine Umrüstung auf den Trelock Lighthammer LS 930-HB sorgt für ein ganz anderes Fahrgefühl bei Dunkelheit als mit der Standardbeleuchtung. In der Stadt dürfte das weniger auffallen, aber in dunklen Gegenden ist der Unterschied so eklatant wie zwischen Standlicht und Abblendlicht beim Auto. Jeder Meter, den man weiter gucken kann, sorgt für etwas mehr Sicherheit, weil man Hindernisse, Personen oder Straßenschäden früher erkennt. Da ist jeder Euro gut angelegt.
Für die hellere Jahreszeit oder in der Stadt fehlt mir allerdings noch ein gemäßigter Sparmodus, der unterhalb des mächtigen "Abblendlichts" mit seinen 130 Lux liegt und der nur das "Gesehenwerden" gewährleistet und nicht ganze Straßenzüge ausleuchtet.
Montage des Trelock Lighthammer LS 930-HB
Im Prinzip ist die Umrüstung recht einfach. Für die Montage des Scheinwerfers und des per Kabel verbundenen Fernlichtschalters braucht es nur einen Inbusschlüssel, mit dem Sie zwei Schräubchen anziehen. Die Halterung (ZL HB 400-318/350) macht - wie der Korpus der Lampe - einen soliden Eindruck. Beides besteht aus Aluminium in einem schwarzen, matten Finish.
Neue Frontleuchten im Alltagstest
Drei neue Frontleuchten hat die BikeX-Redaktion im Alltag - also ohne Labor! - auf Herz und Nieren geprüft. Die Ergebnisse sind daher nicht mit denen aus den anderen Licht-Tests zu vergleichen!
- LightSkin Naca Road: Speziell für Roadies. Bietet ein ausreichend helles und breites Lichtbild, was zu überzeugen weiß. Prima gefiel mir dazu auch die lange Leuchtdauer.
- BBB Strike Duo 1200: Macht die Nacht zum Tag. Die BBB Strike Duo 1200 überzeugt mit einer richtig hellen Ausleuchtung. Durch die wirklich helle Nahfeldausleuchtung ist die BBB Strike sehr gut auf schmalen unbefestigten Straßen einsetzbar und eignet sich perfekt zum Graveln.
- Giant Recon HL 80 Lux: Augenschmeichler. Die Giant Recon HL 80 überzeugt mit ihrem klar strukturierten und fürs Auge angenehm wahrnehmbaren Leuchtbild. Der eher nach vorne gerichtete Lichtkegel der Recon HL 80 eignet sich sehr gut für die flotte Fahrt auf der Straße.
Cube X-Connect: Eine innovative Lösung
Man musst schon aufmerksamer den Katalog von Cube für das Modelljahr 2025 studieren, um an einigen neuen Modellen eine neue Ausstattungsoption zu entdecken. Hinter X-Connect verbirgt sich eine Möglichkeit, ein passendes Frontlicht von Cubes hauseigener Zubehörmarke Acid am Lenker anzustecken und mit dem E-Bike-System zu verbinden.
Es handelt sich also um eine Plug-and-Play-Lösung. Diese erspart euch den Gang in eine Bosch-Werkstatt, um den Port dort extra freigeben zu lassen. X-Connect feiert in diesem Jahr seine Premiere. Nach eigener Aussage von Cube behandelt Cube das Projekt ein wenig wie einen Testballon.
Für einen nachträglichen Anbau bietet sich aus unserer Sicht am ehesten die Acid Pro-E 200 High Beam an. Über ihre kabellose Fernbedienung könnt ihr vom normalen Modus mit einer Helligkeit von 150 Lux und 440 Lumen auf eine Fernlicht umschalten. Dann erhöht sich die Leistung auf 200 Lux und 700 Lumen.
Die Bedeutung der richtigen Montage
Worauf Du bei der Montage von Licht am E-Bike achten musst: Zuallererst musst Du prüfen, ob Du an Deinem E-Bike* das Licht überhaupt tauschen / montieren darfst. Das handelsübliche E-Bike ist laut Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) dem Fahrrad zwar gänzlich gleichgestellt. Allerdings fällt es unter die sog. Maschinenrichtlinie. Du musst also beim Tausch von Einzelteilen wie Beleuchtungskomponenten bestimmte Vorgaben beachten.
Klar sein sollte Dir auch: Die Montage oder der Austausch von Beleuchtungselementen am E-Bike ist teils deutlich komplizierter als am Fahrrad ohne Motor. Fehler können hier schwerwiegendere Auswirkungen haben und die Garantie des Herstellers erlöschen lassen.
Wenn Du nicht selbst die entsprechende Erfahrung in Sachen Elektro- oder Fahrzeugtechnik mitbringst, raten wir Dir, den Job von einer Fachwerkstatt erledigen zu lassen.
Rücksicht auf die Natur bei Nightrides
Viele E-Mountainbiker nutzen ihre integrierte oder nachgerüstete Beleuchtung gern für sog. Nightrides, die sind ökologisch allerdings nicht unumstritten. Dämmerungs- und Nachtzeiten sind für Wildtiere nicht nur Ruhezeiten, sondern dienen oft auch dem Nahrungserwerb, der Mobilität oder der Fortpflanzung.
Nightrides bedeuten immer Störungen dieser Aktivitäten. Nimm deshalb Rücksicht! Ökologisch wertvolle Habitate wie FFH- und Naturschutzgebiete oder Nationalparks sollten für Nightrides generell tabu sein. Auch der Winter ist - so paradox es klingt -, ökologisch keine sinnvolle Zeit für einen Nightride, auch wenn der Wunsch danach wegen der kurzen Tage am größten ist. Störungen und Flucht erschweren aber die ohnehin nicht leichte, winterliche Energieversorgung von Wildtieren. Bleib also in der Nähe von Siedlungen, meide die Nachtstunden und lass den Tieren ihre Räume und Zeiten!
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