Das Thema rund um zulässiges Gesamtgewicht und Gewichtsfreigabe ist aktuell heiß diskutiert und wirft viele Fragen auf. Wusstest du, dass, wenn dein Bike ein zulässiges Gesamtgewicht von 120 kg besitzt, du kaum mehr als 90 kg wiegen solltest?
Was Ist Das Zulässige Gesamtgewicht?
Das zulässige Gesamtgewicht wird oftmals auch als Systemgewicht bezeichnet. Davon zu unterscheiden ist die Zuladung, sprich das Maximalgewicht von Fahrer und Equipment. Rechtlich gesehen, liegt die unterste Grenze für das Systemgewicht bei normierten 120 kg.
Warum Ist Das Gesamtgewicht Wichtig?
Besonders bei E-Bikes ist das zulässige Systemgewicht schnell überschritten, da auch der Akku und der Motor, welcher schon mal bis zu 9 kg wiegen kann, in die Berechnung mit einbezogen wird. Kommt nun noch zum erhöhten Gewicht eine außergewöhnliche Belastung dazu, wie z.B. Schlaglöcher, Steine oder überfahrene Kanten, kann es leicht zu Speichenbruch, Lenkerbruch oder Reifenschäden kommen. Ein Speichen- oder Rahmenbruch kann besonders bei Mountainbike-Touren lebensgefährlich sein.
Auswirkungen des Mehrgewichts in der Praxis
Das hohe Gewicht der E-Bikes spielt beim Fahren keine große Rolle. Die Tretunterstützung gleicht zusätzliche Kilos mehr als aus. Es hat sogar einen positiven Nebeneffekt, durch das höhere Gewicht wird der Schwerpunkt des E-Bikes verlagert und in der Folge liegt das Rad besser auf der Straße oder dem Trail. Als Herausforderung können sich schwere Modelle im Rahmen des Transports erweisen. Wenn das Fahrrad regelmäßig in Bus und Bahn oder in die Wohnung getragen werden muss, sind leichte Pedelecs wesentlich handlicher. Je öfter das E-Bike gehoben werden muss, desto leichter sollte das ausgewählte Modell sein.
Gesetzliche Grundlagen und Normen
E-Mountainbikes bzw. Pedelecs fallen unter die EU-Maschinenrichtlinie, weshalb der Hersteller eine entsprechende EG-Konformitätserklärung (EG steht für Europäische Gemeinschaft) abgeben muss. Es handelt sich hierbei um ein rechtsverbindliches Dokument für den E-Bike-Käufer, in dem der Hersteller die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen bestätigt, welches durch ein CE-Zeichen auf dem Bike-Rahmen zusätzlich seinen Ausdruck findet.
Um die Herausforderungen bei der Diskussion um das zGG zu verstehen, muss man die Normen, die für E-Mountainbikes gelten, kennen. Für E-Bikes gelten zwei Normen, die ISO 4210 und die EN 15194. So gut wie alle Rahmen und Bike-Parts werden weltweit nach diesen Standards getestet und freigegeben. In der ISO 4210 für Fahrräder (europäisch und international gültig) sind einheitliche Teststandards festgelegt, die der Industrie die Prüfaufbauten beschreiben. Die ISO 4210 geht jedoch von einem max. Systemgewicht (Bike + Fahrer + Zuladung/Rucksack) von 100 kg aus. Neben der ISO 4210 existiert für E-Bikes noch die die Europäische Norm 15194. Diese EN 15194 gilt für sogenannte EPAC (Electric Power Assisted Cycles), die mit Pedalen und einem elektrischen Hilfsmotor ausgestattet sind und auf öffentlichen Straße verwendet werden. In der EN 15194 werden ebenfalls Prüfaufbauten, jedoch mit erhöhten Lasten und einem max. Systemgewicht von 120 kg, beschrieben.
Im Klartext bedeutet dies, dass es keine Normen und damit auch keine normierten Tests speziell für E-Mountainbikes gibt. Die vorgeschriebenen normierten Tests nach EN15194 reichen für die speziellen Belastungen, denen ein E-Mountainbikes ausgesetzt ist, nicht aus. Dadurch entsteht diese Grauzone, die für Ungewissheit und Unklarheit im Markt sorgt. Als Resultat müssen die Bike-Hersteller eigene Tests durchführen, um guten Gewissens ein höheres Systemgewicht für ihre E-Mountainbikes zu erlauben.
Hinzu kommt, dass Hersteller eine sogenannte Marktbeobachtungspflicht haben, d. h. sie müssen ihre Bikes den realen Belastungen des tatsächlichen Einsatzes entsprechend testen. Es reicht nicht, das Bike nur für einen bestimmten Einsatzzweck auszuloben, sondern das Bike muss so getestet werden, wie es der Verkehr (d. h.
Das Produktsicherheitsgesetz zwingt jeden Hersteller unabhängig von jeder Norm dafür zu sorgen, dass die Sicherheit beim Gebrauch des Bikes gewährleistet ist.
Die Rolle des Herstellers
Deshalb spielt bei allen größeren europäischen E-Bike-Herstellern neben dem Produktmanager bzw. Entwicklungschef der CE-Beauftragte bei der Entwicklung eines E-Mountainbikes eine immer wichtigere Rolle. So ist für Marco Wolff-Staudacher, dem CE-Beauftragten bei MERIDA, der Zusatz „E-Bike optimized“ auf einer Komponente und einer Freigabe für ein zGG von z. B. 150 kg zwar ein guter Indikator, jedoch nicht ausreichend, um dieses Anbauteil an einem Serien-Bike zu verbauen. Erst nach hausinterner Prüfung oder Bestätigung eines Prüflabors werden die Komponenten an seinen Modellen verbaut. Und im Zweifel hat der CE-Beauftragte auch das letzte Wort, wenn es um die Spezifizierung eines Bikes geht. Denn letztendlich haftet immer der Hersteller für sein Bike und damit für alle am E-Bike verbauten Komponenten.
Wir haben für euch nicht nur die gesetzlichen Bestimmungen und Normen zusammengetragen, sondern auch bei verschiedenen Herstellern um ein Statement zum Systemgewicht der E-Mountainbikes gebeten. Auch wenn, die Herausforderung klar ist, so sind die Herangehensweisen und Ansichten bzw. rechtlichen Auslegungen der Hersteller unterschiedlich.
Statements der Hersteller
- Haibike: „Die durch ISO-Normen vorgeschriebenen Tests hinken leider der Realität vor allem beim E-Bike hinterher, weshalb wir bei Haibike seit fast 2 Jahren zusammen mit einem renommierten deutschen Prüflabor einen eigenen Test entwickeln, der in Zukunft Rahmen und Anbauteile bis zu einem Gesamtgewicht von 150 kg prüft, und das sogar in fünf Kategorien (von Asphalt bis Gravity). Rahmen und Teile sollen in Zukunft mehr und mehr nach diesen eigenen Tests zusätzlich geprüft werden. Wichtig: Um ein Bike für ein höheres Gewicht freizugeben, reicht es eben nicht, nur den Rahmen zu testen! Es müssen alle Teile, die sicherheitsrelevant sind (Rahmen, Gabel, Bremsen, Laufräder, Lenker, Vorbau, Sattelstütze, Sattel, Kurbeln, Pedale), entsprechend dieses höheren Gewichts erfolgreich getestet werden."
- MERIDA: „Bei allen von Merida hergestellten E-Mountainbikes liegt aktuell das zulässige Gesamtgewicht bei 140 kg. Als Sicherheitspuffer muss das E-Bike aber immer mehr aushalten können, als die Freigabe erlaubt. Unser Ziel ist es natürlich, diesen Wert zu erhöhen, jedoch müssen dazu umfangreiche Tests, sowohl der einzelnen Komponenten als auch des gesamten E-Mountainbikes, durchgeführt werden. Bei Merida werden alle nicht von Merida hergestellten tragenden Komponenten nochmals, auch im Bereich des zu erwartenden Fehlgebrauchs, geprüft. Während eine Erhöhung des Gesamtgewichts bei Trekking/City-Pedelecs auf 150 kg für die nächste Modellgeneration einfach zu bewerkstelligen war, ist dies beim E-Mountainbike wegen den höheren Belastungen deutlich schwieriger."
- DT Swiss: „Bei DT Swiss hat man für den sportlichen E-Mountainbike-Einsatz bereits vor zwei Jahren mit den DT Swiss HYBRID-Laufrädern reagiert. Wir bei DT Swiss orientieren uns bei der Entwicklung am „Stand der Technik“ und übererfüllen die vorgeschriebenen Normen. Die HYBRID-Naben z.B. basieren auf den legendären 240er DT-Naben, wurden aber umfassend an die erhöhten Lasten im E-MTB-Einsatz angepasst. Der Nabenkörper verfügt über eine höhere Wandstärke, größeres Gehäuse, verstärkte Achsen und größere Speichenlöcher. Größere Lager, neue Zahnscheiben mit 24 Zähnen und ein Stahl-Freilaufkörper runden das Paket ab. Damit halten die HYBRID-Naben Drehmomenten bis zu 500 Nm stand, 25 % mehr als klassische Naben. Mit Ausnahme des Carbon-Felgensatzes konnten wir durch gezielte Anpassungen das Systemgewicht der DT Swiss HYBRID-Laufräder von 120 kg auf 150 kg erhöhen."
- FOX Factory (Federgabeln): „Um den höheren Anforderungen der Federgabeln für E-Mountainbikes gerecht zu werden, haben wir spezielle E-Bike Chassis entwickelt, die mit sämtlichen Technologien, die man von den normalen Mountainbike-Gabeln kennt, erhältlich sind. Für die E-Bike-Federgabeln haben wir die Wandstärke des Steuerrohres und der Standrohre erhöht, die Gabelkrone ist aus Vollmaterial. Natürlich wurde auch die Abstimmung der Dämpfung an die E-Mountainbikes angepasst. Das spezielle E-Bike Chassis gibt es für die 34- und 36-Serie, jeweils in unseren verschiedenen Produktklassifizierungen von Rhythm, über Performance und Performance Elite bis zur Factory."
- Reverse Components (Anbauteile): „Bei Reverse Components haben wir für Anbauteile eine spezielle E-Serie für E-Mountainbikes entwickelt, die umfangreiche Tests im EFBE-Prüflabor bestehen mussten. Ein Lenker der E-Serie hat je nach Einsatzzweck, sprich „Bestimmungsgemäßer Gebrauch“, ein unterschiedlich hohes zulässiges Systemgewicht. Während der Lenker, der für unsere Kategorie 5 (… sehr anspruchsvolles, stark verblocktes und extrem steiles Gelände, mit größeren Sprüngen bei sehr hohen Geschwindigkeiten … ) von uns für ein zulässiges Gesamtgewicht von 130 kg freigegeben ist, kann er für den Gebrauch im Cross-Country-Bereich bis 160 kg freigegeben werden. Die Höhe der Freigabe für ein max. Systemgewicht richtet sich also nach dem Einsatzzweck, der in den ASTM-Standards vorgegeben ist."
- MAXXIS (Reifen): „Jeder MAXXIS Mountainbike-Reifen ist für eine Belastung von 90 kg und damit auch zum E-Biken (Unterstützung bis 25 km/h) freigegeben. Das höhere Systemgewicht und das zusätzliche Drehmoment des Motors bei E-MTB führen bei normalen Reifen zu höherer Walkarbeit in der Karkasse und kann Durchschläge im Reifen begünstigen und ein schwammigeres Fahrgefühl verursachen. Um einen stabileren und durchschlagfesteren Reifen speziell für E-MTB zu erhalten, hat MAXXIS die bekannte EXO-Karkasse mit einer zusätzlichen Wulst-zu-Wulst Pannenschutzlage verstärkt. Mit dieser neuen Karkassentechnik „EXO+“ ist der Reifen nur zirka 10 % schwerer als mit EXO Karkasse. EXO+ hat aber einen mehr als 50 % besseren Pannenschutz als EXO und fühlt sich auf dem Trail wesentlich stabiler an."
Tipps für den Alltag mit schweren E-Bikes
- Treppe mit der Schiebehilfe überwinden: Falls das E-Bike eine Schiebehilfefunktion hat, kann diese zur Unterstützung genutzt werden. Schiebehilfe starten, den Lenker gut festhalten und das Vorderrad etwas anheben.
- Tragen, aber richtig: Muss das E-Bike doch einmal Stufen hinaufgetragen werden, auf die richtige Körperhaltung achten. Zum Anheben leicht in die Knie gehen und den Rücken gerade lassen.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Ein wichtiger Indikator beim Kauf eines XXL-Fahrrades oder eines Fahrrades für große und schwere Menschen ist das angegebene zulässige Gesamtgewicht des Fahrrades. Darin enthalten ist bereits die Zuladung des Rades, zum Beispiel durch Packtaschen oder Trinkflaschen. Große und schwere Radfahrerinnen und Radfahrer, die ein Mountainbike oder E-Bike suchen, sollten sich am besten vorher im Fachhandel informieren, welcher Radtyp für sie am besten geeignet ist.
Denn viele Fahrradkomponenten wie Rahmen, Gabeln, Laufräder, Reifen/Schläuche, Bremssysteme und Pedale sowie Tretlager gibt es speziell für hohe Belastungen. Im Detail werden beispielsweise Rahmen mit dickeren Wandstärken und größeren Durchmessern hergestellt.
Wichtig zu wissen ist auch, dass vollgefederte Fahrräder in der Regel für deutlich geringere Zuladungen/Gewichte ausgelegt sind als Hardtails (Fahrräder mit ungefedertem Hinterbau). Ähnliches gilt für Federgabeln: Sie sollten den höheren Kräften gewachsen sein. Auch hier gilt es, die zulässigen Gesamtkräfte, die auf die Gabel wirken dürfen, genau zu prüfen. Wer ganz sicher gehen will, wählt eine Tandemgabel. Diese sind oft für 180 kg und mehr zugelassen.
Bei Reifen und Schläuchen gibt es widerstandsfähige Breitreifen mit verstärkten Seitenwänden für erhöhten Pannenschutz. Für kräftigere Fahrer eignen sich auch so genannte Tubeless-Systeme. Das Laufrad kommt ohne Schlauchsystem aus und verringert so den Rollwiderstand gegenüber herkömmlichen Schlauch-Reifen-Systemen. Außerdem sind diese Reifen kaum noch pannenanfällig.
Die Laufräder von XXL-Fahrrädern sollten verstärkte Felgen und Speichen haben. Besonders hochwertig und langlebig sind handgefertigte, mehrfach gedrückte Laufräder mit hoher Speichenspannung.
Bei den Bremsen sind vor allem Scheibenbremsen im Vorteil. Sie überzeugen durch ihre hohe Bremskraft und bieten ein hohes Maß an Sicherheit bei widrigen Witterungsverhältnissen. Kleiner Nachteil: Sie sind etwas wartungsintensiver und vertragen sich in der Stadt weniger gut mit Fahrradständern. Wer ein Mountainbike sucht, achtet am besten auf große Bremsscheiben mit mindestens 180 mm Durchmesser, am Vorderrad 200 mm. Außerdem sind 4-Kolbenbremsen eine gute Lösung.
Probefahrt ist empfehlenswert
Eine Probefahrt ist beim E-Bike immer eine gute Idee. Nur so finden zukünftige Pedelec-Fahrer heraus, ob das gewünschte E-Bike ihren Vorstellungen entspricht. Am besten das E-Bike auch mal schieben und anheben, da das Fahrrad auch mal einen platten haben kann oder umkippt. In diesem Fall sollte das Anheben oder Schieben problemlos funktionieren.
E-Bike Gewicht und Komponenten
E-Bikes wiegen mehr als herkömmliche Fahrräder. Das Gewicht bei einem Elektrofahrrad liegt bei 20-25 kg, wobei klassische Räder wie z.B. im MTB-Bereich im Durchschnitt ca. 15 kg wiegen. Für dieses Mehrgewicht sind vor allem Akku und Motor verantwortlich. Für die meisten Pedelec-Fahrer spielt das Gewicht Ihres E-Bikes übrigens keine größere Rolle. Da die E-Biker ohnehin in der Regel mit Tretunterstützung unterwegs sind, also fallen die zusätzlichen Kilos buchstäblich nicht ins Gewicht. Nur wer sein E-Bike gelegentlich tragen muss oder häufiger ohne Motorunterstützung fahren will, ist mit einem möglichst leichten Fahrrad gut beraten.
Gewicht der elektrischen Komponenten
Die elektrischen Komponenten bringen in der Regel zwischen fünf und zehn Kilogramm Mehrgewicht auf das Fahrrad. Ein kleiner Akku mit einer Leistung von 400 Wattstunden entfallen dabei circa 2,5 kg. Größere Akkus garantieren eine höhere Reichweite, sind jedoch auch deutlich schwerer. Leichtere Modelle bedeuten nicht zwangsläufig weniger Power: Leistungsstarke Mittelmotoren von Herstellern wie Bosch sind nicht einmal 3 Kilogramm schwer. Der Bosch Active Line Plus wiegt beispielsweise nur 3,2 kg. Der stärkere Sportmotor Bosch Performance Line CX wiegt sogar nur 2.9 kg in der 4. Generation. Bei Shimano wiegt der Leistungsstarke Steps E800 Motor 2,8 kg und der schwächere Shimano Steps E6000 3,2 kg. Der Shimano Steps E8000 ist damit einer der leichtesten E-Bike Motoren auf dem Markt. Im guten Mittelfeld liegen die E-Bike Motoren von Yamaha und Brose mit 3,1 und 3,4 kg.
E-Bikes für Übergewichtige
Viele Hersteller haben inzwischen spezielle Fahrräder im Programm, die für schwere Radfahrer konzipiert sind. Sie sind besonders robust gebaut und haben einen entsprechend großen Rahmen und Räder.
E-Bikes mit höherem Gesamtgewicht
E-Bikes mit einem Gesamtgewicht von 150 bis 159 kg sind robuste und leistungsstarke Elektrofahrräder, die sich besonders für Personen eignen, die schweres Gepäck transportieren, in bergigem Gelände unterwegs sind oder ein höheres Körpergewicht haben. Ausgestattet mit leistungsstarken Motoren und langlebigen Batterien bieten sie eine umweltfreundliche und praktische Mobilitätslösung.
Hier eine kleine Auflistung einiger Hersteller mit verschiedenen Antrieben und einem höheren zulässigen Gesamtgewicht:
- Trek E-Bikes 136 kg Bosch Motor
- Raymon E-Bikes 130 kg Yamaha
- Ghost E-Bikes 140 kg Shimano Motor / Bosch Motor
- Giant E-Bikes 156-161 kg Giant SyncDrive Sport/Pro (Kooperation mit Yamaha)
- Kalkhoff E-Bikes 140-170 kg Bosch Motor
- Carver E-Bikes 140 kg Bosch Motor
Giant E-Bikes hingegen sind für ein Gesamtgewicht von 156-161 kg ausgelegt. Gut zu wissen, wenn man z.B. öfters mit Gepäck oder einem Kindersitz unterwegs sein möchte und sich in Sachen Gewicht dennoch im grünen Bereich bewegen möchte.
Fahrradfahren mit Übergewicht - Worauf muss man achten?
Es ist für große und schwere Radfahrer oft eine Herausforderung, das passende Fahrrad zu finden. Denn herkömmliche Massenmodelle sind nicht immer für ihre Bedürfnisse geeignet. Wenn man größer und schwerer ist, werden Hebel, Kraft und Gewicht verstärkt auf den Rahmen, die Gabel, das Tretlager und die Laufräder ausgeübt. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Langlebigkeit des Fahrrads, sondern kann auch zu Beschwerden wie Verspannungen oder Gelenkschmerzen führen, die durch eine ungeeignete Haltung entstehen können.
Die Lösung für dieses Problem sind speziell konzipierte XXL-Fahrräder, die auf die Bedürfnisse großer und schwerer Menschen zugeschnitten sind. Diese Fahrräder passen nicht nur besser zu den ergonomischen Verhältnissen kräftiger Radfahrer, sondern sind auch viel stabiler und robuster gebaut. Dadurch steht einem ungetrübten Fahrspaß nichts mehr im Wege.
In den Garantiebestimmungen der Hersteller taucht der Begriff „Bestimmungsgemäßer Gebrauch“ auf. Dieser Begriff schließt Garantieansprüche aus, sofern das Bike über seinen spezifischen Einsatzzweck, für den es gebaut und vorgesehen ist, hinaus benutzt wird. Die Hersteller definieren hierzu in der Regel fünf Kategorien (von Asphalt bis Gravity), die jedoch je nach Hersteller unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten zulassen. Während z.B. ein Hersteller in der Kategorie 3 nur Sprünge bis 0,30 m Höhe zulässt, dürfen es bei einem anderen Hersteller bis zu 0,60 m sein. Die gleichen Hersteller in diesem Beispiel erlauben in der Kategorie 4 für E-Mountainbikes mit dem Einsatzzweck Allmountain Sprünge von 1,00 m bzw.
Ein Blick in die Bedienungsanleitung des Herstellers zeigt, ob das E-Mountainbike für einen Kinderanhänger bzw. die Anbringung eines Kindersitzes zugelassen ist. Das Gewicht des Anhängers mit Kind muss in das maximale Systemgewicht mit eingerechnet werden. Zu beachten ist jedoch, dass aus einem E-Mountainbike der Kategorie 4 bei Anhängerbetrieb ein Rad der Kategorie 2 wird, welches nicht mehr in grobem Gelände bzw.
Sie sollten Ihrem Fahrrad, welches extremen Belastungen ausgesetzt ist, daher eine besondere Pflege und Wartung (wir empfehlen 1 bis 2 x pro Jahr) zukommen lassen. Besonderes Augenmerk sollten Sie hier auf die Speichen legen, und sämtliche Schrauben regelmäßig nachziehen und kontrollieren (lassen).
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