Radfahren ist allgemein als gesundheitsfördernd bekannt. Mit einem E-Bike (bzw. Pedelec) können auch Menschen, die das Radfahren aufgrund von Krankheiten aufgegeben haben, wieder Freude an diesem Sport finden. E-Bikes bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile und können dazu beitragen, ein aktiveres und gesünderes Leben zu führen.
Vorteile von E-Bikes für die Gesundheit
Viele Menschen verzichten auf Sport, weil sie nach einem langen Arbeitstag erschöpft sind und keine Lust mehr haben, ins Fitnessstudio zu gehen. Dort fühlen sie sich unwohl, weil sie nicht so fit sind wie andere. Ein E-Bike kann diese Faktoren ausgleichen, da es auch Menschen mit wenig Kondition ermöglicht, sportlich aktiv zu sein. Steigungen und längere Strecken lassen sich mit einem E-Bike leichter zurücklegen.
Anstatt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, können Pendler beispielsweise das E-Bike nutzen und sich so den Weg ins Fitnessstudio sparen. Ausreichende Bewegung kann die Gesundheitsrisiken, die mit langem Sitzen verbunden sind, aufheben. Forscher haben herausgefunden, dass eine Stunde Bewegung, wie Radfahren oder schnelles Spazierengehen, am Tag bereits ausreichend ist.
Gewichtsreduktion und Motivation
Die Motivation ist entscheidend beim Abnehmen und ein Pedelec kann hierbei helfen. Regelmäßiges Radfahren lässt die Pfunde schmelzen. Bereits eine halbe Stunde ruhiges Radfahren täglich baut Muskeln auf und reduziert gleichzeitig das Gewicht langsam und dauerhaft, ohne die Ernährungsgewohnheiten ändern zu müssen.
Langsames Abnehmen durch moderaten Sport ist gesünder und erfolgversprechender als jede Wunderdiätkur. Haben sich aber schon ein paar Pfunde zu viel auf die Hüften geschlichen, ist es meist sowieso um die Motivation für sportliche Betätigung schlecht bestellt. Mit einem Elektrorad bekommt man genau dann Anschwung, wenn man ihn braucht. Richtig betrieben, kann Sport Asthma-Beschwerden sogar verringern. Braucht man zu Beginn des Trainings oft Unterstützung, nutzt man den elektronischen Rückenwind eben öfter. Ist man wieder mehr im Training, nutzt man mehr seine wiedererwachte Muskelkraft. Und die Motivation bleibt, weil es Spaß macht und sich so langsam und fast mühelos kleine Erfolge einstellen. Mit einem Pedelec kann das nicht passieren.
E-Bike fahren und Asthma
Früher wurde Asthma-Patienten geraten, keinen Sport zu treiben. Sie sollten sich schonen. Aber zu viel Schonung ist nicht immer der richtige Weg. Denn Sport stärkt die Lungen. Viele Asthmatiker bekommen unter körperlicher Belastung schnell Atemnot. Radfahren mit einem Pedelec hat den großen Vorteil, dass die Belastung nie zu groß werden kann. Bemerkt man die verdächtigen Pfeifgeräusche, kommt eine Steigung - mit einem Pedelec kann der Fahrer sofort die Belastung seiner Lungen und seines Kreislaufs reduzieren. Und trotzdem weiterfahren, mit elektronischer Unterstützung. Damit kommt auch der Spaß nicht zu kurz.
Die Deutsche Atemwegsliga empfiehlt ausdrücklich Sportarten, die intervallmäßig angelegt sind, also alle Sportarten, die keine stete Dauerbelastung bedeuten. Selbst für völlig unsportliche Asthma-Patienten ist es mit einem Pedelec möglich, langsam und angstfrei wieder eine sportliche Betätigung aufzunehmen. Und damit die Lungen zu stärken und langfristig das Asthma in Schach zu halten. Einfacher als mit einem individuell zuschaltbaren Rückenwind kann man die sportliche Belastung kaum dosieren. Und bei einer Radtour in einer Gruppe, müssen die anderen nicht warten und zwangspausieren.
Chronische Gelenkentzündungen und Gelenkschonung
Bei der Therapie von chronischen Gelenkentzündungen ist das Ziel den Krankheitsverlauf zu bremsen. Physiotherapie und gelenkschonender Sport wie zum Beispiel Radfahren werden bei Polyarthritis empfohlen. Probleme mit den Kniegelenken nehmen zu. Ursachen für kaputte Kniegelenke gibt es viele: Bewegungsmangel, Übergewicht, aber auch Sportverletzungen sowie falsche Belastung beim Sport. Zu den knieschonsten Ausdauersportarten gehört Radfahren. Durch das Treten in einer festen Bahn kann das Knie nicht verdreht werden. Daher ist Radfahren sogar nach Knie-Operationen gesünder und schmerzfreier als einfaches Gehen.
Pedelecs sind für Reha-Maßnahmen nach Gelenkoperationen ideal, da die Überlastung sofort vom Knie genommen werden kann, z.B. wenn während der Fahrt doch Schmerzen auftreten. Anders beim Radfahren, dort bewegt sich das Knie in einer festen gleichmäßigen Bahn, die Verdrehungen unmöglich macht. Diese Bewegung ist sogar sehr gesund für die Versorgung des Gelenks mit Mineralien. Das Knie wird nicht bloß geschont, sondern tatsächlich auch mit neuen Nährstoffen versorgt und kann sich so regenerieren. Mit einem Pedelec bzw. e-Bike haben Wiedereinsteiger ihre körperliche Belastung immer unter Kontrolle.
Herz-Kreislauf-System und Rücken
Radfahren bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Für Untrainierte, die sanft wieder in den Sport einsteigen möchten, ist das Pedelec ideal. Sobald die persönliche Belastungsgrenze überschritten wird, lässt man sich vom Motor unterstützen. Der Blutdruck steigt zwar während des Radfahrens an, langfristig sinkt er aber auf ein niedrigeres Niveau als bei unsportlicher Lebensführung. Das schont das Herz, weil es gegen weniger Widerstand anpumpen muss. Durch das Training wird der Herzmuskel trainiert und besser durchblutet. Die Steigerung der Leistungsfähigkeit beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
Sport in geeigneter Form verbessert allgemein das persönliche Befinden und wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus. Auch bei bestehenden Herzerkrankungen kann Ausdauersport, natürlich in Absprache mit dem Arzt, ratsam sein. Als Einstiegssportarten eignen sich auch hier besonders gut die Ausdauersportarten, weil sich die persönliche Belastung, die Intensität und das Pensum des Trainings sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen lassen.
Dieses gelingt mit einem Pedelec in idealer Weise, besser noch als mit einem normalen Fahrrad. Wer rückengerecht Bike oder Pedelec fährt, stärkt seinen Rücken. Richtiges Radfahren kann Rückenschmerzen vorbeugen. Radfahren sorgt aus drei Gründen dafür, dass Rückenprobleme verschwinden können. Beim Radfahren wird durch die körperliche Bewegung die Bandscheibe besser versorgt, und das, ohne gestaucht zu werden und ohne das gesamte Körpergewicht tragen zu müssen. Die großen Muskelpartien des Rücken werden durch Radfahren trainiert. Und zum dritten werden die einzelnen Wirbelkörper untereinander erheblich stabilisiert.
Spaß und Alltagstauglichkeit
Viele hochwertige E-Bikes verfügen über spezielle Gesäß- und Rückenschonende Sättel. Weiteren Komfort können E-Bike Fahrer über spezielle Gangschaltungen wie z.B. die Nuvinci Harmony erhalten. E-Bike fahren macht Spaß und hält gesund. Der Lungenfacharzt Dr. Günther Reichle betont sogar, dass Radfahren durchaus positive Auswirkungen haben könne bei einer chronischen Erkrankung. Die Bewegung könne helfen und gleichzeitig die ärztliche Behandlung unterstützen. All das müsse selbstverständlich immer in Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.
E-Bike Fahren hält das Herz-Kreislauf-System in Schwung und verbessert das Wohlbefinden. Gerade ältere Radfahrer profitieren von den Vorteilen eines E-Bikes: wenn die Kondition nachlässt, müssen sie nicht auf das Radfahren verzichten. Du möchtest noch mehr erfahren? Wir beraten dich gerne. Ja, E-Bikes sind sehr gut geeignet für Rentner und körperlich eingeschränkte Personen aber auch - oder vor allem für Sportler, Pendler, mit-dem-Fahrrad-Einkäufer, Kinder, Freizeitfahrer und eben alle, die Wege gerne mit dem Rad zurücklegen oder sich gerne im Freien bewegen.
Vorteile im Alltag
Bevor wir uns den rationalen Vorteilen wie Preis-Leistung, Gesundheit und Umweltschutz widmen, sollte doch voraus geschoben werden, dass E-Bike fahren einfach unheimlich viel Spaß macht! Das Gefühl, durch die Motorunterstützung jederzeit zu allem bereit zu sein, jede Strecke bewältigen zu können und jede Entfernung zu meistern, macht nicht nur Freude, es gibt einem auch Freiheit! Mit der Motorunterstützung des E-Bikes/Pedelecs kannst du Steigungen bis zu 15 % ganz einfach meistern und auch der verhasste Gegenwind, der so manchen Fahrradfahrer schon in die Verzweiflung getrieben hat, macht dir mit einem E-Bike-Antrieb nichts mehr aus.
So kannst du dir nicht nur längere, sondern auch anspruchsvollere Strecken zutrauen, als es bisher mit einem herkömmlichen Fahrrad der Fall war! Du wirst schnell feststellen, dass sich dein Radfahr-Radius erheblich erweitert, sich deine Reichweite verdoppelt und du mehr Muße hast dich der Umgebung zu widmen. Durch ein E-Bike kannst du auch mit Fahrern mithalten, die dir vorher davongefahren sind! Wie jedes herkömmliche Fahrrad kann ein E-Bike mit Gepäck und Anhängern ausgestattet werden. Viele Hersteller haben sogar extra Cargo E-Bikes auf den Markt gebracht, mit denen Lasten bis zu 200 Kilo Gesamtgewicht transportiert werden können: Ob du deine Kinder chauffierst oder den Wocheneinkauf erledigst, ob mit einem Cargo E-Bike oder mit Satteltaschen - die Power des Motors entlastet dich!
Die Erfahrung zeigt, dass Menschen mit einem E-Bike häufiger auf das Rad steigen. Kein Wunder: Das Rad fahren ist mit Motor deutlich attraktiver! Wir können also sagen: Du fährst zwar mit Motorunterstützung, dafür nutzt du das Rad aber häufiger und fährst längere Strecken als zuvor. Regelmäßiges E-Bike fahren bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich: Du kannst dauerhaft dein Gewicht reduzieren, du stärkst deinen Herzmuskel, es bringt dein Herz-Kreislauf-System in Schwung und das Risiko eines Herz- oder Schlaganfalls sinkt.
Der Nutzen für die Umwelt ist unumstritten, wenn du statt des Autos regelmäßig auf ein E-Bike umsteigst. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein E-Bike - das ja anstatt des Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor fährt - kein Feinstaub, keine Stickstoffoxide und weniger CO2 ausstößt. Diese sind allerdings bereits nach 100 Kilometern, die du anstatt des Autos mit dem E-Bike zurücklegst, ausgeglichen. Auf lange Sicht also ein guter Deal für die Umwelt und für dich!
Kostenvergleich: E-Bike vs. Auto
Betrachten wir die Kosten eines Autos. Gehen wir von einem gebrauchten Kleinwagen aus. Den Spritverbrauch berechnen wir für die gleiche Kilometeranzahl, die wir auch der Berechnung beim E-Bike zugrunde gelegt haben (25 Kilometer am Tag, 9.125 Kilometer im Jahr) und wir setzen einen Durchschnittsverbrauch von 6,5 l/100 Km und einen durchschnittlichen Preis von 1,35,-/l für das Benzin voraus.
Natürlich hast du beim E-Bike, wie auch beim Auto, Wartungskosten zu tragen. Beim Elektrofahrrad liegen diese im Schnitt bei 150 Euro im Jahr und in den meisten Fällen empfiehlt sich eine E-Bike-Versicherung. Die Beträge für diese Posten stehen beim E-Bike allerdings in keiner Relation zu denen, die es beim Auto aufzubringen gilt.
| Kostenfaktor | E-Bike | Auto (Kleinwagen) |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 2.500 Euro (Beispiel) | 2.500 Euro (gebraucht) |
| Akkuladung pro Jahr | ca. 15 Euro | - |
| Benzinkosten pro Jahr | - | ca. 800 Euro |
| Wartungskosten pro Jahr | ca. 150 Euro | deutlich höher |
| Versicherung pro Jahr | gering | deutlich höher |
Das E-Bike punktet bei den harten Faktoren: Es kostet dich weniger als ein Auto, auch wenn der Anschaffungspreis vielen zunächst hoch erscheint. Die oben erwähnten Vorteile, wie der gesundheitliche Nutzen, die Vorteile für die Umwelt und die Alltagstauglichkeit von E-Bikes, machen ein Elektrorad zu einem perfekten Begleiter im Alltag.
E-Bike fahren und die Gesundheit: Was sagt die Forschung?
Wie gesund ist eigentlich das Fahren mit einem E-Bike? Was passiert dabei mit unserem Körper? Müssen wir auf bestimmte Dinge achten, wenn wir durch E-Biken unsere Fitness verbessern wollen, über ein zielgerichtetes Training mit dem Fahrrad nachdenken oder es auf andere Weise in unseren sportlichen Alltag integrieren möchten? Grundsätzlich ist das Fahren mit dem E-Bike aus unserer Sicht immer eine gute Sache.
Im Vergleich mit anderen Menschen können Radfahrende ein überzeugendes Gesundheitszeugnis vorweisen:
- Geringere allgemeine Sterblichkeitsrate.
- Geringere Sterblichkeitsrate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Weniger Fälle von Krebserkrankungen.
Erfreulicherweise zeigt sich das gleiche Bild, wenn in Studien zwischen dem Fahren mit einem herkömmlichen Fahrrad und dem mit einem E-Bike unterschieden wird.
Aufgrund des zusätzlichen Vortriebs durch den Motor kann sich E-Biken weit entspannter anfühlen als das Strampeln auf einem Fahrrad ohne E-Antrieb. Daher unternehmen E-Bike-Fahrende tendenziell etwas längeren Touren.
Runder Tritt und Muskelaufbau
Der menschliche Körper mag die Bewegung des "runden Tritts". Sie stimuliert sowohl Muskeln und Gelenke als auch Knochen und Knorpel. Wer sich regelmäßig so bewegt, erhöht die Dichte der eigenen Knochen und senkt das Risiko für Osteoporose. Gleichzeitig fördert dies die Durchblutung der Gelenkknorpel, wodurch mehr Gelenkflüssigkeit entsteht. Zusätzliche Entlastung erfahren Knochen und Gelenke durch den Muskelaufbau bei regelmäßigem Radfahren.
Wenig überraschend profitiert davon die Muskulatur in Wade, Oberschenkel und Gesäß. Zudem stützen wir uns aber auch mit den Armen am Lenker ab. Auf lange Sicht stabilisiert dies weitere Muskelgruppen vom Arm über den Schultergürtel bis hin zu Bauch und Rücken. Gemeint ist die Haltung auf dem E-Bike, sprich das Sitzen. Es senkt sofort den Druck, der auf den Knien und der Hüfte lastet. Vor allem Menschen mit Übergewicht oder einem von Grund auf hohem Körpergewicht werden dies umgehend spüren. Neben der angenehmeren Verteilung des Körpergewichts erleichtern Entwicklungen wie Fahrradrahmen mit tieferem Einstieg ihnen den Zugang zum E-Bike und eröffnen so neue Optionen, die eigene Gesundheit zu fördern.
Psychologische Vorteile und Abnehmen
Die elektrische Unterstützung gleicht dabei einem Joker in der Hinterhand. Vielleicht spielt ihr ihn aus, vielleicht auch nicht. Aber es tut gut zu wissen, dass ihr ihn jederzeit ziehen könntet. Das senkt die Hemmschwelle spürbar sich auf das E-Bike zu begeben, gerade zu Beginn - egal ob jemand mit dem E-Bike gesund, fit oder zum Spitzensportler werden möchte. Das Verbrennen von Kalorien spiele eine untergeordnete Rolle. Der wirkliche Turnaround hin zu einem gesünderen Körper gelinge mit regelmäßiger Bewegung wie Radfahren. Dies kräftige den Körper und ersetze langfristig Fett durch Muskeln. Folgt ihr diesem Motto, erhöht ihr den Grundumsatz an Energie, sodass der Körper dauerhaft mehr Kalorien verbraucht.
Sportwissenschaftler Ingo Froböse rät zu regelmäßigem Ausdauer- und Krafttraining. Am besten flankiert von einer ausgewogenen Ernährung, versteht sich. Die Bewegung selbst soll eher moderat gehalten werden. Das bedeutet, auf dem E-Bike fahrt ihr am besten mit einem Puls, der sich im Bereich von 60 Prozent und 70 Prozent eures Maximalpulses bewegt. Rund 80 Prozent der Zeit solltet ihr euch im Ausdauerbereich belasten, höchstens 20 Prozent der Zeit in der Zone zwischen Ausdauerbereich und Maximalpuls verbringen. Bereits nach rund vier Wochen kann sich das Verhältnis von Fett und aktiver Muskelmasse verändern.
Glücksgefühle und Herz-Kreislauf-System
„E-Biken macht gesund und glücklich. Je länger man fährt, desto mehr Serotonin schüttet man aus“, beschreibt Sportmediziner Uwe Tegtbur die hormonelle Reaktion, die Fahrradfahren in unserem Körper auslöst. Schon 30 Minuten im Sattel genügen, damit neben Serotonin auch Dopamin frei wird. Unsere Stimmung verbessert sich spürbar. Der erste ist die soziale Gemeinschaft. Das gemeinsame Erlebnis tut uns selbst gut und das Wohlbefinden springt auf die Menschen über, mit denen wir es teilen. UV-Strahlung kurbelt die Produktion von Serotonin und Dopamin an, sodass bei schönem Wetter die Laune eher steigt.
Kaum eine andere Form der Bewegung ist so gesund für unser Herz-Kreislauf-System wie entspanntes Fahren mit dem E-Bike über längere Zeit. Orientiert euch wieder an den 60 Prozent bis 80 Prozent eurer maximalen Herzfrequenz. Die Wirkung verteilt sich auf die eigentliche Aktivität sowie die Zeit danach. Daraus resultiert im ersten Moment ein erhöhter Blutdruck. Wenn ihr kontinuierlich solche Belastungen im Alltag einstreut, gewöhnt sich der menschliche Körper jedoch daran. Besonders beim Fahren bergauf kommt unser Herz-Kreislauf-System schnell in Schwung.
Stoffwechsel und Muskeln
Ähnlich wie das Herz-Kreislauf-System reagieren auch andere Körperfunktionen relativ schnell auf ein erhöhtes Maß an Aktivität. Muskeln vollziehen den Stoffwechsel schneller und stellen effizienter Energie bereit. Derart aktiviert vergrößern sie sich im Laufe der Zeit und verleihen so dem Bewegungsapparat mehr Stabilität. Dazu trägt zum Beispiel eine gestärkte Rückenmuskulatur bei. Die Bewegung beim Radfahren fördert den Stoffwechsel innerhalb der Bandscheiben und reduziert deren Belastung durch das Körpergewicht.
Nach oben hinaus gibt es demnach kaum eine Grenze. Irgendwo zwischen 15 Minuten und unendlich liegt also der für euch unter den jeweiligen Voraussetzungen ideale Wert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät zu mindestens 150 Minuten pro Woche an körperlicher Bewegung bei moderater Belastung. Wer sich danach richte, würde die eigene Gesundheit nachweislich fördern.
E-Bike für Pendler
Genauso gut kann eine alltägliche Sache wie euer Weg zur Arbeit zum neuen Workout werden. Für das Jahr 2023 ermittelte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), dass die Menschen in Deutschland im Durchschnitt eine Strecke von 17,2 Kilometer zur Arbeit zurücklegen. Nur die wenigsten wollen wahrscheinlich verschwitzt auf Arbeit ankommen. Wie gut, dass kaum schwitzen und moderate Belastung so gut zusammenpassen. Fällt ein Arbeitsweg kürzer aus, ist das keineswegs dramatisch. Studien aus den USA, dass schon eine Distanz von drei Meilen, umgerechnet etwa 4,8 Kilometern, als Pendlerstrecke mit dem E-Bike positive Körperveränderungen mit sich bringt.
Wer profitiert vom E-Bike?
Vor allem Menschen, die gesundheitlich oder körperlich eingeschränkt sind - zum Beispiel, weil sie Übergewicht oder Gelenkbeschwerden haben -, motiviert das Radeln mit elektrischer Unterstützung, sich überhaupt (wieder) zu bewegen.
Die Belastung für das Herz-Kreislauf-System war in beiden Gruppen also fast identisch. Das bedeutet unter anderem auch, dass das E-Bike ein ideales Trainingsgerät ist, um den Blutzucker zu senken. Wichtig für Menschen mit Typ-2-Diabetes.
Die 150 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, rücken so auch für Untrainierte in greifbare Nähe.
Umweltbilanz
Pedelec-Fahren zahlt sich nicht nur für die Gesundheit aus. Auch die Umwelt und das Klima profitieren, weil immer mehr Menschen ein Pedelec nutzen, statt mit dem Auto zu fahren. „Eine Strecke von fünf bis 15 Kilometern zur Arbeit stellt mit dem normalen Rad oft eine Hürde dar“, so Sportmediziner Tegtbur. „Das Pedelec hingegen wird auch dann genutzt, wenn das Wetter einmal schlechter ist.“
Sicherheitstipps für E-Bike-Fahrer
Mit der Zahl der Pedelecs steigt die Zahl der Unfälle und Verletzungen. Auch die sichere Bedienung eines E-Bikes sollte man üben. Etwa bei Fahrsicherheitstrainings, wie sie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in vielen Städten anbietet. Außerdem nicht vergessen: helle Schutzkleidung und einen Helm tragen.
E-Bike-Studien und Ergebnisse
E-Bikes machen die persönliche Fortbewegung ein bisschen bequemer. Und erheblich gesünder. Die Auswertung überraschte selbst die Forscherinnen: „Bei der Herzfrequenz unterschieden sich die beiden Gruppen mit und ohne Antrieb nur geringfügig“, erzählt Boeck. Zahlreiche Studien beschäftigen sich mittlerweile ganz konkret damit, welchen Trainingseffekt E-Bike fahren hat. Alles zusammen reduziert das Risiko für Übergewicht und Gefäßerkrankungen und macht das Herz-Kreislauf-System fit.
Untersuchungen zeigen, dass E-Bike fahren Fitness und Gesundheit verbessern kann. Außerdem dafür sorgen, dass wir uns insgesamt wohler fühlen. Damit kann Fahrradfahren für Menschen mit Gelenkproblemen bei Übergewicht oder entzündlichen Erkrankungen wie einer Arthritis vorteilhaft sein. E-Bike fahren bei Vorerkrankungen:Der „elektrische Rückenwind“ ermöglicht es auch Menschen mit Vorerkrankungen oder solchen, die sich nicht ganz so fit fühlen, in die Pedale zu treten.
Sportwissenschaftlerin Boyen ist überzeugt, dass viele ihrer Probandinnen und Probanden ohne E-Bike kaum auf das Rad steigen würden oder anderweitig aktiv wären: Mit dem E-Bike steigern sie ihre körperliche Aktivität enorm.“ Der Motor nimmt die Sorge vor hügeligem Gelände, starkem Gegenwind und öden Strecken.
| Aspekt | Ergebnisse |
|---|---|
| Herz-Kreislauf-System | Ähnliche Belastung wie beim normalen Radfahren |
| Muskeln und Gelenke | Gelenkschonend, stärkt Beinmuskulatur |
| Psychisches Wohlbefinden | Verbesserung durch Bewegung und Naturerlebnisse |
| Kognitive Funktionen | Verbesserung von Reaktionszeiten und exekutiven Funktionen |
| Vorerkrankungen | Ermöglicht Aktivität trotz Einschränkungen |
Sicherheitsmaßnahmen und Mythen
Die hohen Geschwindigkeiten, mit denen viele unterwegs sind, führen zu häufigeren und zu schwereren Stürzen. Das Risiko einer ernsthaften Verletzung ist bei älteren Menschen höher als bei jüngeren. Vor dem Kauf eines E-Bikes ein Fahrtraining machen, um den sicheren Umgang zu lernen. Außerdem einen Helm tragen. E-Bikes erfreuen sich in allen Altersgruppen großer Beliebtheit. Mittlerweile haben zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt, dass regelmäßige Fahrten mit dem Pedelec gesund sind und fit halten.
Die meisten E-Bike-Käufer sind Männer. Unterschiedliche Studien haben diese Annahme widerlegt. E-Bikes machen die persönliche Fortbewegung ein bisschen bequemer. Und erheblich gesünder.
Körperliche Beschwerden beim Radfahren vermeiden
Eine falsche Sitzposition führt oft zu beidseitigen Knie- oder Muskelproblemen. Ist der Sattel zu hoch, treten die Schmerzen oft unterhalb des Knies auf; bei zu niedriger Sitzeinstellung erlebt man Schmerzen eher oberhalb des Knies oder hinter der Kniescheibe. Oft haben Radfahrer eine Sitzposition, bei der sie die Handgelenke abknicken oder überstrecken. Das führt nicht selten zum schmerzhaften Karpaltunnelsyndrom, bei dem Nerven gereizt werden. Hier ist eine Anpassung der Lenkerposition geboten.
MHH-Studie zu E-Bike-Fahren
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einer fast dreijährigen Studie nachgegangen. Entgegen vieler Vorurteile zeigen die Zahlen, dass Muskeln und das Herz-Kreislaufsystem beim Pedelecfahren nahezu so gefordert werden wie beim herkömmlichen Radfahren. Die Motorunterstützung erleichtere den Einstieg in eine alltägliche körperliche Aktivität und sei auch für ältere, übergewichtige und weniger trainierte Menschen eine gute Möglichkeit, ihre Aktivitäten zu steigern.
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