Leichte E-Mountainbikes unter 20 kg im Test: Der neue Trend für mehr Fahrspaß

Das Light-E-MTB tritt an, die Lücke zwischen unmotorisiertem Mountainbike und Full-Size-E-MTB zu schließen. Immer mehr Fahrradhersteller haben im Frühjahr 2024 sogenannte Light-E-Mountainbikes auf den Markt gebracht. Welche Besonderheiten sie aufweisen und welche Modelle zu Beginn der Mountainbike-Saison in den Handel kamen, lesen Sie hier. E-Mountainbikes unter 20 Kilogramm liegen derzeit im Trend.

Ein E‑Mountainbike mit 16 Kilogramm? Was vor ein paar Jahren noch utopisch klang, ist mittlerweile im Trend. Der Name soll dabei Programm sein: E‑Mountainbikes mit einem im Vergleich zum bisher dominierenden Full-Size-E-MTB deutlich verringerten Gewicht von unter 20 Kilogramm. Die leichtesten Vertreter der neuen Gattung sind mit um die 16 Kilogramm Gewicht kaum noch schwerer als viele vollgefederte Mountainbikes ohne Motorunterstützung und bis zu zehn Kilogramm leichter als gewöhnliche E‑Mountainbikes.

E-Bikes abspecken durch Verzicht

Möglich wird das Abspecken durch Verzicht. Die im Light-Sektor eingesetzten Antriebe leisten in der Regel ein geringeres maximales Drehmoment von 50 bis 60 Newtonmetern (Nm). Ausnahmen bestätigen die Regel. Die meiste Kraft steht bei sportlich hohen Trittfrequenzen zur Verfügung. Diese Charakteristik ähnelt nicht nur dem Fahrverhalten sportlicher Fahrer ohne Motor, sie senkt auch den Energieverbrauch, sodass die eingesetzten Akkus mit zwischen 300 und 500 Wattstunden (Wh) genug Reichweite auch für mittlere Touren bereitstellen. Zum Vergleich: Full-Size-E-MTBs haben Motoren mit einem maximalen Drehmoment von 80 bis 95 Newtonmetern und Akku-Kapazitäten von 600 Wattstunden aufwärts.

Die meisten Hersteller positionieren ihre Light-E-MTBs deshalb als abfahrtsfreudige, vollgefederte Allrounder mit Federwegen zwischen 130 und 160 Millimetern. Für längere Touren gibt es zudem die Möglichkeit, Akku-Kapazität und Reichweite mit einem „Range Extender“ genannten Zweit-Akku zu erweitern. Dieser hat z. B. die Form einer Trinkflasche und wird bei Bedarf einfach an das Rad angestöpselt - wird der Range-Extender nicht genutzt, kann an seiner Stelle eine Trinkflasche montiert werden.

Obwohl sich aktuell vier Motorenhersteller auf dem Markt für die besonders leichten Bikes tummeln, gehen sie nicht nur in Sachen Leistung, Akku-Kapazität und Range Extender ähnliche Wege. Zum guten Ton gehört auch die Möglichkeit, die Leistungsentfaltung der Antriebe via App auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen, mittels umfangreicher Konnektivitätslösungen, z. B. Verknüpfung des Motors mit Leistungsmessungsgeräten über ANT+ oder Bluetooth. Einig sind sich die verschiedenen Hersteller auch beim Bedienkonzept. Dezent ins Oberrohr integrierte Displays und kompakte Lenkerfernbedienungen fügen sich dezent ins Gesamtbild ein.

E-Bike-Varianten: Leichtgewichtig oder reichweitenstark

Von diesen Maßnahmen versprechen die Fahrradhersteller sich und ihren Kunden vor allem eins: mehr Fahrfreude. Das deutlich geringere Gewicht soll Agilität und Handling verbessern, während der Antrieb genau so viel Leistung bereitstellt, dass bei sportlicher Fahrweise auch bergauf viel Fahrspaß geboten wird. „Fahrspaß kann man nicht messen, nur erleben. Fahrspaß hängt auch nicht immer von Zahlen oder Daten ab. Mehr heißt nicht immer mehr“, ist Philipp Martin, Marketing-Manager bei Orbea, überzeugt. Der baskische Hersteller ist mit seiner Modellserie „Rise“ einer der Wegbereiter der noch jungen Gattung.

Neu ist die zweite Generation des Rise, die auf dem Bikefestival Riva ihre Premiere feiert. Die Plattform umfasst die Modelle „SL“ und „LT“ mit Federwegen zwischen 140 und 160 Millimetern und die Möglichkeit, zwischen leichtem 420- und reichweitenstarkem 630-Wh-Akku zu wählen. Ein Range Extender ist ebenfalls zu haben. Herzstück des Rise-Updates ist die neue Motorabstimmung „Rider Synergy“, deren Plus-Modus bei harten Antritten die vollen 85 Newtonmeter Drehmoment des Shimano-EP-Antriebs bereitstellen kann, während im Normalbetrieb energiesparende 54 Newtonmeter anliegen. Der Preis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Beispiele für Light-E-MTB Modelle

Haibike Lyke

Ebenfalls sehr früh auf dem Light-E-MTB-Markt war Haibike. Die Franken haben mit dem „Lyke“ ein Light-E-MTB in drei Ausstattungsvarianten zwischen 6.799 und 12.500 Euro im Programm. Der Fazua-Antrieb ist dezent in das Sitzrohr integriert und Haibike-typisch gedreht. Das spart laut Hersteller nicht nur Platz, sondern auch Gewicht. Der Federweg beträgt 140 Millimeter.

„Das Lyke rundet unser umfangreiches E‑MTB-Angebot um ein Modell für sportlich ambitionierte Fahrer ab. Es ist optisch und in Sachen Gewicht kaum noch von einem unmotorisierten Mountainbike zu unterscheiden und optimal für Menschen, die Wert auf ein schlankes Rahmendesign legen, aber nicht auf Unterstützung verzichten wollen“, erklärt Global Brand Manager Matthias Rückerl den Newcomer. Die Bedienung des Antriebs mit einer minimalistischen Ring-Control am Lenker für die Wahl der Unterstützungsstufen trägt dem Fahrrad-orientierten Design Rechnung und soll besonders intuitiv bedienbar sein.

Stevens E-Maverick

Hamburger Fahrrad mit bayerischem AntriebDie Hamburger Sportradprofis von Stevens bieten mit ihrer „E‑Maverick“-Plattform gleich zwei verschiedene Light-Modelle in drei Ausstattungsvarianten an. Das „E‑Maverick AM“ versteht sich mit einem Federweg von 140 Millimetern und einem Gewicht ab 16,5 Kilogramm als vielseitiger Allrounder, während die „ED-Version“ mit 160 Millimetern Federweg, potenteren Federelementen und robusterer Ausstattung sich an die abfahrtslastigere Enduro-Disziplin wendet. Ausflüge in den Bikepark oder Renneinsätze in der E‑Enduro-Serie inbegriffen: Angetrieben wird das norddeutsche Leichtgewicht von einem bayerischen Kraftspender aus dem Hause TQ. Mit einem Gewicht von unter 1,9 Kilogramm ist er laut Herstellerangaben der aktuell leichteste E‑MTB-Antrieb auf dem Markt. Die Preise beginnen bei 6.999 Euro.

Flyer Uproc SL:X

E‑Bike-Pionier Flyer zeigte ebenfalls auf dem Bike-Festival in Riva erstmals sein „Uproc SL:X“ genanntes E‑Trailbike. Mit einem Gewicht von unter 18 Kilogramm bei einem Federweg von 130 Millimetern setzt Flyer auf den SX-Antrieb von Marktführer Bosch - bei den Topmodellen gehört der Range Extender zum Lieferumfang und erweitert so auf Wunsch die Akku-Kapazität um 250 auf 650 Wattstunden.

Anja Knaus, Senior-PR-Managerin beim schweizerischen Hersteller, erklärt: „Mit dem Uproc SL:X vergisst man, dass man ein E‑MTB fährt, so agil ist das Fahrverhalten. Nur wenn es bergauf geht, bemerkt man den Motor - und freut sich.“ Weniger ist mehr, das ist auch das Motto beim relativ geringen Federweg. Er soll mit einer sportlichen Kinematik der aktiven Charakteristik des Bikes Rechnung tragen und gleichermaßen für die schnelle Hausrunde wie für den anspruchsvollen Alpen-Einsatz funktionieren. Der Hinterbau kommt ohne Drehpunkte und Lager am Hinterbau aus. Der Hersteller erreicht das durch vertikal flexible Kettenstreben aus Carbon. Das soll Wartungsbedarf und Gewicht reduzieren. Die Geometrie ist via „Flip-Chip“ verstellbar und eine Integration von Scheinwerfer und Rücklicht auf Wunsch möglich. Vier Ausstattungsvarianten ab 5.799 Euro sind erhältlich

Zubehör für Light-E-MTBs

Spezifisches Light-E-MTB-Zubehör scheint es trotz des Booms erst einmal nicht zu geben. Reifenhersteller Schwalbe empfiehlt, die Reifen vor allem nach dem Anwendungsbereich des Rades zu wählen und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein motorisiertes oder unmotorisiertes Rad handele.

Außerdem sehe man ja, dass es sehr unterschiedliche Light-E-MTBs gebe, so Steffen Jüngst, PR-Manager bei Schwalbe: „Auf einem Trailbike sind zum Beispiel Nobby Nic und Wicked Will eine zum Einsatzbereich des Bikes passende Reifenkombi, während ein Enduro eine ganz andere Ausrichtung hat. Hier sind Magic Mary und Big Betty die erste Wahl aus unserem Sortiment.“ Die meisten Mountainbikereifen des oberbergischen Herstellers sind mit dem Kürzel „E‑25“ oder „E‑50“ für die Nutzung am E‑Bike bzw. S-Pedelec freigegeben.

Ähnlich sieht es bei den Kontaktpunkten wie Griffen und Sattel aus. Lothar Schiffner, Presseverantwortlicher beim Koblenzer Ergonomiespezialisten Ergon, empfiehlt ebenfalls Griffe und Sattel gemäß dem Einsatzbereich des Rades zu wählen, weniger nach der Antriebsgattung, und nicht auf Teufel komm raus Gewicht zu sparen. „Für die meisten Light-E-Mountainbikes sollten unsere Allmountain- oder Enduro-Griffe oder speziellen E‑MTB-Sättel eine gute Wahl sein.“

Leichte Full-Power-Bikes als Alternative

Keine Lust auf ein klassisches Light-E-MTB? Leichte Full-Power-Bikes um 20 Kilogramm von BH, Amflow und Cannondale sind eine spannende Alternative. In der aktuellen Verkaufsflaute gehören Light-E-MTBs trotzdem zu den schlimmsten Ladenhütern. Die Einbußen bei Reichweite und Motorpower sind vielen schlicht zu groß.

Mit Bikes wie dem Cannondale Moterra SL, dem BH iLynx+ und auch dem Amflow Carbon PL manifestiert sich daher ein neuer Trend: Mit einem Gesamtgewicht von gut 20 Kilo laut Hersteller bei voller Motorpower und mittlerer Akkugröße sollen diese leichten Power-Bikes das beste aus beiden E-MTB-Welten vereinen. Ob das gelingen kann?

Die Testgruppe im Überblick:

  • Amflow PL Carbon Pro 600: 19,8 kg, 160/150 mm, 29 Zoll, 9799 Euro
  • BH Bikes iLynx+ SL 9.5 Enduro: 21,2 kg, 160/160 mm, 29 Zoll, 8500 Euro
  • Cannondale Moterra SL 1: 20,2 kg, 160/150 mm, 29/27,5 Zoll, 8999 Euro

Mit Cannondale Moterra SL und dem BH iLynx+ starten wir in den ersten Uphill dieses Tests und sind gleich doppelt positiv überrascht. Dabei servieren wir diesmal echte Horrorstrecken: Einen extra für den E-Worldcup angelegten Uphill-Trail, gefolgt vom Steinfeld-Klassiker Pino Morto im Downhill. Cannondale und BH sind kaum schwerer als viele Light E-MTBs, fahren bergauf aber in einer ganz anderen Liga. Es liegt eigentlich auf der Hand, aber ein Shimano EP801 mit 85 Newtonmetern (hier im Test) ist in technischen Uphills um ein Vielfaches souveräner als selbst der dynamische Bosch SX. Das kurz vor diesem Test vorgestellte Race-Update für den Shimano vergrößert den Vorsprung noch.

Das BH iLynx+ gefällt uns mit seinem neutralen Handling in den engen Kurven besonders gut. Das Cannondale müssen wir aktiver dirigieren, dafür punktet es mit erstklassiger Traktion. Die spannende Frage: Was soll der Überflieger von Amflow auf diesem Trail noch besser können? Macht die im Vergleich fast doppelt so hohe Leistung des DJI Avinox Motors (hier im Test) das Bike nicht völlig unkontrollierbar?

Motor-Systeme im Überblick

Zugegeben: Turbo- und Boost-Modus des chinesischen Superstars sind in anspruchsvollen Anstiegen kaum zu gebrauchen. Doch der progressive Trail-Modus ist ein Augenöffner. Gerade Mehrfach-Stufen und steiles Gelände werden zum Spielplatz für den Avinox. Wo andere Motoren nur noch mühsam hinaufkeuchen, reichen beim Avinox etwas Vertrauen und ein beherzter Kick ins Pedal. Und schon fliegt das Amflow mit Schwung über schwerste Hindernisse hinweg. Unfassbar! Ungefähr so muss es sich anfühlen, wenn Rekordweltmeister Toni Bou beim Motorrad-Trial die Kupplung schnalzen lässt.

Übrigens: Ein Schluckspecht ist der DJI nicht zwangsläufig. Das zeigt unser Reichweitentest, bei dem wir die Aggregate auf identische Leistungen und Geschwindigkeiten angeglichen haben. Hier liegen die drei Kontrahenten annähernd gleichauf. Wer die volle Leistung des Avinox wirklich abruft, kann den Akku freilich deutlich schneller leerziehen, als es bei Cannondale und BH der Fall ist.

Cannondale bergab vorne

Und bergab? Hier liegen die drei Kontrahenten mehr auf Augenhöhe. Das DJI-Bike beschleunigt mit dem geringsten Gewicht und leichten Carbon-Laufrädern zwar sehr direkt und punktet mit guter Ausstattung, die sportlich tiefe Front und das straffe Fahrwerk vermitteln aber weniger Sicherheit. Viele dürften sich auf dem komfortableren iLynx+ deutlich wohler fühlen. Das sportliche Cannondale blüht insbesondere bei Highspeed richtig auf. So begeistert es besonders engagierte Piloten. Die Frage, ob Geometrie und Fahrwerk nicht etwas zu extrem geraten sind, muss es sich aber gefallen lassen.

In Sachen Fahrspaß können übrigens alle drei Kandidaten auffällig viele Punkte holen und stechen klassische E-All-Mountains beim Thema Fahrspaß deutlich aus. Das Traumhandling der besten Light-Bikes à la Specialized Levo SL, Cube AMS One44 oder Santa Cruz Heckler SL bleibt in unseren Augen trotzdem außer Reichweite. Selbst für das Amflow, das sich mit seinem Supermotor am Ende knapp den Testsieg nach Punkten schnappt.

BIKE-Fazit: Testsieg für Amflow

Die drei leichten Powerbikes zeigen Charakter. Das BH iLynx+ SL legen wir Tourenfahrern ans Herz, im sportlichen Trail-Einsatz sammelt das Cannondale Moterra SL die meisten Punkte. Den Testsieg schnappt sich aber Amflow. Der DJI-Motor fährt in einer neuen Liga, auch Traumgewicht und Fahreigenschaften begeistern.

E-MTB-Preiskracher: Diese Hardtails sind top!

Tatsächlich sind vollgefederte E-Mountainbikes immer noch recht teuer - gute Einsteigermodelle starten um 4000 Euro, rund doppelt so viel, wie ein vergleichbares "Fully" ohne Motor. Wer auf die Heckfederung verzichten kann, findet wie bei den motorlosen Kollegen, mit sogenannten Hardtails sein Schnäppchen. Wir haben 15 Modelle für dich gecheckt!

Die 15 besten E-MTBs um 3000 Euro im Check

  1. Bulls LT CX Evo 29: Das ZEG-Rad kommt mit Boschs neuestem CX-Motor samt praktischer App-Anbindung. Für 3299 Euro gibt’s jedoch nur einen 500-Wh-Akku dazu.
  2. Canyon Grand Canyon:ON 7: Im Modelljahr 2023 wechselte man von Shimano zu Bosch - weswegen hier auch der neue CX-Motor samt Smart-Anbindung und (!) 750-Wh-Akku zum Einsatz kommt. Für 3299 Euro bekommt man neben der Bosch-Peripherie noch einen schick gemachten Alu-Rahmen samt Anschraubmöglichkeiten für Gepäckträger, Schutzbleche und Ständer.
  3. Centurion Backfire E R750i: Für bis zu 150 Kilo Gesamtgewicht geben die Magstadter ihr preisattraktives Backfire mit 100-mm-Gabel frei. Zum soliden Alu-Rahmen gesellt sich der bewährte Bosch CX Smart-Motor sowie ein ausreichend großer 625-Wh-Akku.
  4. Conway Cairon S: Das Cairon von Conway glänzt mit Boschs bockstarkem Performance-CX-Motor samt großem 625-Wh-Akku. Kritik? Mit fast 25 Kilo ist das 29"-Bike kein Leichtgewicht, und eine praktische Vario-Sattelstütze fehlt.
  5. Cube Reaction Hybrid One 625: Bereits für schmale 2849 Euro kommt man bei Cube in den Genuss des großen Bosch CX-Motors samt reichweitenstarkem 625-Wh-Akku. Der schicke Alu-Rahmen kommt für kleinere Piloten mit 27,5-Zoll-Rädern, ab Größe M rollt das Reaction Hybrid dann auf großen 29ern.
  6. Ghost E-Teru Y Universal: Statt auf Bosch oder Shimano setzt Ghost bei seinem E-Teru Y Universal auf Motor-Power von Yamaha! Der ist hier mit seinen 70 Nm Drehmoment zwar nicht ganz so kräftig wie andere, im Alltag ist das aber nur für schwere Piloten von Relevanz.
  7. Giant Fathom E+ 2 Pro: Das Fathom E+ 2 Pro kommt mit dem zusammen mit Yamaha entwickelten SyncDrive Pro-Motor mit konkurrenzfähigen 80 Nm Drehmoment und reichweitenstarkem 625-Wh-Akku. Löblich: Giant gibt das Rad für bis zu 156 Kilo Systemgewicht (Bike und Fahrer) frei.
  8. Haibike Hardnine 6: Entsprechend auffällig sieht das Hardnine 6 im Vergleich aus: Das Oberrohr des Alu-Rahmens hat einen kecken Knick, zudem kommt Yamahas PW-ST-Motor mit einem großen 630-Wh-Akku zum Einsatz. Schade: Das maximal zulässige Gesamtgewicht (Fahrer plus Gepäck plus E-Bike) beträgt maue 120 Kilo.
  9. KTM Macina Race 572: Die Österreicher haben mit dem Macina Race 572 ein eher einfach ausgestattetes E-Hardtail im Programm. Dafür geizt man nicht am Antrieb: Boschs CX Smart-Antrieb ist wie gewohnt bärenstark und erprobt, wird hier aber mit dem kleinen 500-Wh-Akku gepaart - dafür ist das Rad mit 22,3 Kilo nicht zu schwer und mit einem Systemgewicht von 141 Kilo hart im Nehmen.
  10. Merida eBIG.Nine 400 (EP6): Umso erfreulicher, dass er in Meridas E-Hardtail seinen Platz findet. Zwar als günstigere, weil etwas schwerere EP6-Variante, aber dafür mit einem großen 630-Wh-Akku kombiniert. Übrigens: Auch als EQ-Variante mit Gepäckträger und Lichtanlage erhältlich.
  11. Mondraker Thundra: Das Mondraker-E-Hardtail „Thundra“ kommt mit einem riesigem 720-Wh-Akku daher und wird mit Shimanos kultiviertem EP6-Motor kombiniert.
  12. Radon Jealous AL 8.0: So auch beim beliebten Jealous Hybrid: Für faire 3199 Euro bekommst du Boschs hervorragenden CX-Motor - allerdings ohne Smartphone-Anbindung - samt großem 625-Wh-Akku.
  13. Scott Aspect eRide 930: Für 3400 Euro bekommst du hier einen bärigen Bosch CX-Motor, einen 625 Wh fassenden Akku, Shimano-Parts und der in dieser Preisklasse beliebten Suntour-Gabel mit 120 mm Federweg. Schade: Auch hier ist das zulässige Gesamtgewicht bestehend aus E-Bike und Fahrer für großgewachsene mit 128 Kilogramm eher mau.
  14. Specialized Turbo Tero: Das Specialized Turbo Tero kommt mit dem quirligen, eigens entwickeltem Motor mit ausreichenden 50 Nm Drehmoment, nach heutigem Stand aber eher kleinem 530-Wh-Akku. Aber: Mit 20,1 Kilo soll das Turbo Tero richtig leicht sein. Gibt es auch als Tiefeinsteiger.
  15. Trek Marlin+ 8: Das Marlin+ 8 kommt mit Boschs Active Line Plus-Motor mit „nur“ 50 Nm Drehmoment daher, überzeugt dafür jedoch mit Rock Shox Recon-Gabel mit 120 mm Federweg, 1 x 12-Deore-Schaltung und fetten 203-mm-Bremsscheiben vorne wie hinten.

Light-E-MTBs im Vergleichstest

Die Light-E-MTBs mit schwachem Motor und kleinem Akku bekommen durch die neueste Generation an Full-Power-E-MTBs immer mehr hauseigene Konkurrenz. Denn die großen und starken Full-Power-Motoren werden kleiner, leichter und effektiver. Zugleich zeichnet sich ein Trend ab, bei dem sich Akkukapazitäten wieder in einem sinnvollen Maß bewegen. Das Resultat sind Full-Power-E-MTBs mit niedrigem Gewicht, die den Markt ordentlich aufmischen. Sie pendeln sich nämlich alle wieder bei einem Bike-Gewicht von 20-22 kg und 150-160 mm Federweg ein.

Auch preislich kommen die Light-E-MTBs in die Bredouille. Durch deutlich größere Stückzahlen in der Motoren- und Akkuherstellung und Abnahmemengen der Bike-Hersteller sind Full-Power-E-MTBs deutlich erschwinglicher als Light-Modelle mit vergleichbarer Ausstattung. Ein großer Nachteil der Light-E-MTBs: Sie sind meist nur in der teuren Top-Ausstattungsvariante wirklich leicht. Greift man weiter unten ins Regal und wählt eine günstigere Ausstattungsvariante, landet man durch Komponenten, die weniger gewichtsoptimiert sind, schnell wieder über 21 kg oder noch mehr.

Natürlich hatten Light-E-MTBs ihre Daseinsberechtigung und haben die Entwicklung vorangetrieben. Nun werden sie aber Stück für Stück irrelevant. Leichte E-MTBs sind jedoch umso wichtiger. Sie sind das Ziel aller Hersteller, nur eben mit viel Power und Kapazität.

Für unseren Light-E-MTB-Vergleichstest haben wir 9 spannende Bikes zum Test eingeladen. Doch das Testfeld könnte kaum unterschiedlicher sein. Es treffen nicht nur ganz unterschiedliche Konzepte, sondern auch sechs verschiedene Motorsysteme aufeinander. Neben E-Mountainbikes mit schwachem Motor und kleinem Akku sind auch E-MTBs mit kraftvollem Motor und großem Energiespeicher vertreten. Dadurch können wir euch eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Konzepten vorstellen und eine tiefgründige Kaufberatung mit allen Stärken und Schwächen der einzelnen Bikes und Konzepte bieten. So vermeidet ihr Fehler beim Kauf und wisst ganz genau, worauf es ankommt.

Testkandidaten im Überblick

  • Specialized Turbo Levo SL
  • YT DECOY SN
  • Santa Cruz Heckler SL
  • SCOTT Voltage eRIDE 900 Tuned
  • Mondraker Dune RR
  • Orbea Rise LT M-Team
  • Cannondale Moterra SL1
  • MERIDA eONE-SIXTY 10 K
  • GIANT Trance X Advanced E+ Elite 0 V2

Ihr wollt wissen, welcher Motor zu euch und euren Anforderungen passt? Dann checkt unseren großen E-Bike Motoren Vergleich mit den 13 relevantesten Motorsystemen aus. Wir erklären die Basics, wichtige Begriffe und Kennzahlen, aber tauchen gleichzeitig tief in die Motorenwelt ein. Außerdem erfahrt ihr spannende Erkenntnisse aus dem Labor- und Praxistest und warum es den besten E-Bike-Motor nicht geben kann.

Es kommt auf das richtige Gesamtkonzept an. Die Vielzahl an Modellen und Herangehensweisen der Hersteller machen den E-MTB-Dschungel immer undurchsichtiger. Es steckt viel mehr dahinter als die Frage nach dem stärksten Motor und dem größten Akku. Denn der Motor ist nur so gut wie das Bike, in dem er steckt. Neben der richtigen Motor- und Akku-Integration spielt auch die Wahl des richtigen Rahmens und der Komponenten eine entscheidende Rolle. Kleine Veränderungen können einen riesigen Unterschied machen.

Das Cannondale Moterra SL1 überzeugt nicht nur mit seiner schicken Optik. Es setzt sich mühelos gegen einen Großteil des Testfelds durch und begeistert mit seinem breiten Einsatzbereich - egal, ob auf Flowtrails oder technischen Singletrails. Fahrspaß ist durch das intuitive Handling sowohl für Anfänger und Experten geeignet. Das GIANT Trance X Advanced E+ Elite 0 V2 setzt auf den hauseigenen, kraftvollen GIANT SyncDrive Pro2 MG-Motor, der von einem 400-Wh-Akku gespeist wird.

Warum sind E-Bikes so schwer und wie kann man sie leichter machen?

Die Größe des Akkus hat enormen Einfluss auf das Gewicht eines E-Bikes, nicht unerheblich sind auch die Art und Größe des Motors und damit seine Leistungsfähigkeit. Sind das Drehmoment und die Leistung des Motors geringer, kann die Kapazität des Akkus weniger groß ausfallen und damit sinkt automatisch dessen Gewicht . Die Kategorie des Bikes hat ebenfalls Einfluss auf dessen Gewicht. So sind an einem schlanken Urban-E-Bike leichtere Komponenten montiert als an einem E-Mountainbike.

Handhabung, Fahrverhalten und Komfort, plus technischer Fortschritt - das sind wesentliche Punkte für den Erfolg der leichten E-Bikes. Keine Mini-E-Bikes, wie das Cube Compact Sport Hybrid, sondern leichte E-Bikes in herkömmlicher Dimension. Ein leichtes E-Bike für Damen, das unter 20 kg wiegt, wie das Ampler Juno, bietet dieselben Vorteile. Auch bei E-Bikes für Herren spielt das Gewicht eine Rolle.

Ein geringeres Gewicht spielt jedoch nicht nur bei der Handhabung generell eine Rolle, sondern es nähert das Fahrverhalten des E-Bike dem eines „normalen“ Fahrrads an. Das ist nicht zuletzt sportlichen Fahrern willkommen, ob am Gravelbike, am Rennrad oder am Mountainbike.

Und was kostet ein leichtes E-Bike? Bis zu 15.000 Euro sind möglich. Die Preisspanne ist hier ähnlich weit gefächert wie bei „Biobikes“ und herkömmlichen E-Bikes. Je hochwertiger ausgestattet, desto teurer.

Gerade im E-Mountainbike-Sektor wächst das Angebot derzeit beinahe explosionsartig, wobei der im Sommer 2022 vorgestellt TQ HPR50-Motor einen großen Anteil hat. Immer mehr Marken bieten mit ihm ausgestattete E-Mountainbikes an.

Was ist ein E-MTB Hardtail?

Ein E-MTB Hardtail ist ein E-Mountainbike mit gefederter Frontgabel, aber ohne Hinterbaufederung. Diese Bauweise sorgt für eine direkte Kraftübertragung und ein geringeres Gewicht im Vergleich zu vollgefederten E-Mountainbikes (E-MTB Fullys). Besonders effizient sind Hardtail E-MTBs auf Anstiegen und im flachen Gelände. E-MTB Hardtail Modelle wie das Cube Reaction Hybrid stehen für Innovation, Zuverlässigkeit und ein breites Einsatzspektrum - von sportlichen Ausfahrten bis zum täglichen Pendeln.

E-MTB Hardtails sind die perfekte Wahl für dich, wenn du ein vielseitiges Bike suchst, das sowohl im Alltag als auch auf Touren und im Gelände überzeugt.

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