E-Bike Felgen für Hinterradmotoren: Alles, was Sie wissen müssen

Durch das höhere Gewicht und die raschere Geschwindigkeit der E-Bikes und Pedelecs wird eine deutlich höhere Belastung auf das Laufrad (Vorderrad, Hinterrad für Kettenschaltung und Hinterrad mit Nabenschaltung) ausgeübt. Dies erfordert eine erhöhte Stabilität, damit Sie das Rad dennoch lange und zuverlässig nutzen können. Bei Verwendung von weniger qualitativen Fahrradteilen, welche nicht ausreichend stabil sind, besteht die Gefahr eines Unfalls durch plötzliche Speichenrisse oder Felgenbrüche.

Wichtige Aspekte bei der Auswahl einer E-Bike Felge

Bei der Wahl der richtigen Felge für Ihr E-Bike gibt es mehrere entscheidende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Verstärkter Felgenboden: Besonders sollte beachtet werden, dass der Felgenboden des Laufrades, welches Sie verbauen möchten, verstärkt ist.
  • Breites Profil: Das Profil sollte außerdem extra breit ausgebaut sein.
  • Belastbares Material: Das Material der Felge muss belastbar und hochwertig sein, um Gefahren zu vermeiden.
  • Optimierte Auflageflächen: Auch die Auflageflächen und Austrittswinkel für die Speichennippel sollten bei der verwendeten Felge optimiert sein.
  • Verstärkte Felgenhörner: Verstärkte Felgenhörner und eine höhere Maulweite können die Gefahr von Durchschlägen reduzieren.

Die Bedeutung der Speichen

In Verbindung mit einer geeigneten E-Bike Felge müssen die verbauten Speichen ebenso hinreichend robust sein.

Die richtige Nabe

Auch die Nabe in einem Laufrad für E-Bikes und Pedelecs sollte verstärkt sein, aus einem stabilen Material bestehen und einen Freilaufkörper aus gehärtetem Stahl aufweisen. Besteht der Freilauf aus Aluminium, graben sich die Ritzelpakete schnell in das Aluminium hinein und verhindern so die Passung zu den Steighilfen für die Kette und den Ritzelabständen. Wenn sich das Ritzel sich durch den Aluminiumsteg frisst und freiläuft, kann in der Folge keine Antriebskraft mehr übertragen werden. Auch lässt sich der Austausch des Ritzelpaketes in diesem Fall nicht mehr ohne Weiteres durchführen.

Es ist sinnvoll eine Nabe zu wählen, welche eine möglichst hohe Anzahl an massiven Sperrklinken aus hochfestem Werkzeugstahl aufweist. Da durch den gleichzeitigen Antritt des Fahrers und der Motorkraft des Bikes große Peitschenkräfte beim Einrasten der Sperrlinken entstehen, kann es passieren, dass eine der Klinken nicht erfolgreich greift. Dies kann durch eine höhere Anzahl von Sperrklinken abgefangen werden.

Wenn sich die Achse unter der Spitzenleistung der E-Bikes und dem hohen Drehmoment verbiegt, stehen die Lager nicht gerade und weisen Verkantungen und einen schnelleren Verschleiß auf. Auch der Freilauf und damit Ihre Sicherheit leidet, wenn die Klinken, das Zahnrad und die Zahnscheiben nicht korrekt zueinanderstehen. Dieser Problematik kann durch einen großen Achsdurchmesser, stärkere Wände und ein stabiles Achsmaterial entgegengewirkt werden.

Die größere Traglast, die auf die Lager wirkt, kann durch Vergrößerung oder eine höhere Anzahl an Lagern ausgeglichen werden. Durch das höhere Gewicht der E-Bikes und Pedelecs muss das Laufrad natürlich ein höheres Systemgewicht aufweisen. Das Gewicht der Laufräder ist beim Einsatz an E-Bikes und Pedelecs eher zweitrangig.

Felgenarten und Materialien

Sie suchen eine neue Felge für Ihr Rad? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Wahl der richtigen Felge für Ihr MTB, Rennrad oder Gravelbike achten sollten. Die richtigen Felgen sorgen dafür, dass Ihr selbstgebauter Laufradsatz eine runde Sache wird. Egal, aus welchem Werkstoff sie sind, wie breit oder hoch der Querschnitt ausfällt und wie viele Speichen Sie verbauen: Ihre Felgen sollten belastungsgerecht gewählt werden, also passend zu Ihrem Einsatzzweck und Fahrstil. Bei tragenden Bauteilen müssen Sie sich darauf verlassen können, dass sie den zu erwartenden Aufgaben gewachsen sind.

  • Aluminium: Aluminium ist in erster Linie günstiger, doch auch andere Argumente sprechen für das Leichtmetall: Mit dem Mountainbike im Gelände kann es schon mal zu härteren Durchschlägen kommen und wenn Sie beispielsweise bei einem Platten nicht sofort bremsen können, muss Ihre Felge im unglücklichsten Fall einiges einstecken. Alu wird sich dann eher verformen, bevor es bricht.
  • Carbon: Felgen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (Carbon) können bei gleichem Gewicht deutlich steifer oder bei gleicher Steifigkeit deutlich leichter gebaut werden. Weniger Gewicht ist gerade bei rotierenden Massen ein großer Vorteil, den Sie bei jedem Beschleunigungsvorgang oder Sprint spüren können.

Felgenbreite und Maulweite

Parallel zum Trend breiterer Reifen haben sich sowohl auf der Straße als auch im Gelände in den letzten Jahren breite Felgen durchgesetzt. Dabei sprechen wir nicht von der Breite der Felgen außen, sondern von der sogenannten Maulweite. Das ist der Abstand zwischen den beiden Felgenflanken, also innen gemessen. Die Maulweite bestimmt, wie Ihr Reifen sitzt und beeinflusst dessen Querschnitt.

Wie breit ist die ideale Felge? Eine Formel zum Berechnen der idealen Felgenbreite können wir Ihnen an der Stelle leider nicht an die Hand geben, da die Reifen verschiedener Hersteller unterschiedlich konstruiert sind. Im Idealfall gibt der Hersteller Ihrer Lieblingsreifen eine Empfehlung, welche Breite am besten funktioniert.

Weitere wichtige Aspekte

Felgenhöhe bringt Aerodynamik

Richtige Hochprofilfelgen findet man vor allem an Zeitfahrmaschinen. Das hochgezogene Profil verringert Luftstromabrisse und Verwirbelungen. Je höher Ihre Felgen, desto windschnittiger wird Ihr Rad.

Komfort

Nahezu alle modernen Felgen sind mit doppeltem Boden konstruiert - man spricht von Hohlkammerfelgen. Die Hohlkammern tragen entscheidend zur Steifigkeit der Felge bei. Material und Wandstärken sind weitere Faktoren, die darüber entscheiden, wie steif oder komfortabel sich eine Felge fährt.

Stabilität und Haltbarkeit

Nach den Reifen müssen die Felgen mehr einstecken als alle anderen Komponenten am Fahrrad. Haltbarkeit und Stabilität sind also ein wichtiger Aspekt. Steifere Felgen schaffen Abhilfe, sind aber, wie schon besprochen, oft etwas schwerer und weniger komfortabel.

Tubeless-Ready oder Tubeless?

Mittlerweile sind die meisten Felgen Tubeless-Ready, also für die Benutzung ohne Schlauch und mit Dichtmilch geeignet und vom Hersteller freigegeben. Das bedeutet, dass der Reifensitz genauer gefertigt ist und Ihr Tubeless-Reifen exakt darauf passt.

Laufradbau: Was Sie beachten sollten

Insbesondere leichte Felgen und solche aus Carbon haben ein Limit an Speichenspannung, das sie vertragen. Verwenden Sie beim Laufradbau ein Tensiometer und beachten Sie unbedingt die Angaben des Felgenherstellers! Carbonfelgen sind übrigens meist leichter auf Rundlauf zu zentrieren, aber auch Felgen aus modernen Aluminiumlegierungen lassen sich sehr gut verarbeiten.

Die Lochzahl der Felge

Achten Sie beim Bestellen unbedingt darauf, dass Sie Felgen mit der korrekten Anzahl an Speichenlöchern auswählen! Die Anzahl muss zu der an Ihren Naben passen. Generell verleihen mehr Speichen Ihrem Laufrad mehr Stabilität und Haltbarkeit. Der Preis dafür ist ein leicht höheres Gewicht.

Ösen in den Speichenlöchern sollen die Zugkraft der Speichennippel besser verteilen. Geöste Felgen findet man heute allerdings nur noch selten, da moderne Aluminiumlegierungen und Carbon die auftretenden Kräfte auch direkt vertragen.

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