Ein E-Mountainbike für Kinder zu gestalten und die Komponenten wirklich auf die Bedürfnisse der kleinen Biker abzustimmen - das war das Ziel des deutschen Herstellers Woom. Das Unternehmen, von zwei Vätern in einer Garage gegründet, hat sich seit langem auf Kinderräder spezialisiert und bringt nun das erste E-Bike für Kinder auf den Markt.
Warum ein E-Bike für Kinder?
E-Bikes stehen im Verruf, den sportlichen Aspekt des Fahrradfahrens auszuhebeln. Ganz besonders bei Kindern komme es schließlich darauf an, dass die Kinder den positiven Effekt von Sport und Bewegung in jungen Jahren kennen lernen, so lauten häufig wiederholte Argumente. Wir setzen jedoch dagegen, dass es gerade bei Kindern eben nicht auf den physisch beanspruchenden, sportlichen Aspekt des Radfahrens ankommt. Im Zusammenhang mit gemeinsamen Fahrradtouren können Kinder mit einem E-Bike sehr viel besser und spielerischer mit ihren älteren Geschwistern und Eltern mithalten - und verlieren so nicht den Spaß an der Sache.
Das Woom Up 5 im Test
Wir hatten das Woom up 5 im Test. Jedoch ist alles auch auf das baugleiche Woom up 6 übertragbar. Die beiden unterscheiden sich lediglich in der Größe, sind sonst aber baugleich. Wir haben es uns nicht nehmen lassen ein paar Runden mit dem Bike zu fahren und haben gleich den gesamten Test als Video gemacht. Auch Himea hat uns im Interview erzählt, was sie mochte und was eher weniger; so bekommst du noch ein besseres Bild davon, wie das Kinder E-Bike so ist.
Erster Eindruck und Montage
Direkt beim Auspacken wird klar: Hier steht nicht irgendein x-beliebiges Kinderfahrrad vor uns - hochwertige Komponenten, hervorragend ausgeführte Lackierung und ein sehr geringes Gewicht machen direkt Lust auf die Trails in der Umgebung. Das Rad wird in einem geräumigen Karton geliefert und muss vor dem Einsatz endgültig montiert werden. Dabei wird der Lenker fixiert und die Pedale an die Kurbeln gebracht. Zudem muss der Akku noch an Ort und Stelle verbunden werden - all diese Schritte lassen sich in wenigen Minuten und mit dem mitgelieferten Werkzeug schnell und bequem erledigen.
Design und Rahmengeometrie
Die Rahmengeometrie des E-Mountainbike (e-MTB) ist sportlich, ohne dabei zu aggressiv zu wirken. Der Rahmen ist aus sehr leichten, konifizierten Aluminiumrohren hergestellt. Die Geometrie ist sportlich, ohne die Körperhaltung der Kinder zu sehr nach vorn zu drücken - eine gelungene Mischung aus Ergonomie und sportlichem Ansatz. Das Cockpit ist aufgeräumt und überfordert nicht mit unnützen Hebeln und Knöpfen.
Komponenten und Ausstattung
Die Bereifung ist mit dem 24“ Schwalbe Rocket Ron auf leichten Doppelkammerfelgen und Steckachsen professionell und gut dimensioniert - durch die Einstellmöglichkeiten an Sattelstütze und Lenkervorbau lässt sich das Rad so auf die Körpergröße des Kindes einstellen und bietet ausreichend „Wachstumsraum“ für einige Jahre.
Wooms konsequente Ausrichtung auf Kinder kann man auch gut in Details wie dem Fahrradsattel erkennen. Denn Kinder haben enger stehende Beckenknochen als erwachsende, weshalb auch der Fahrradsattel eine andere ergonomische Form braucht. Dieser ist nicht einfach nur ein normaler Sattel der auf Kindergröße geschrumpft wurde, er muss also überproportional kleiner bzw. schmaler gebaut sein. Und genau darauf achten die Ingenieure von Woom.
Motor und Akku
Den Schritt in die E-Bike Welt wagen die Entwickler bei Woom mit einem 250 Watt starken Mittelmotor von Fazua. Das evation-Antriebssystem liefert sehr üppige 55 Nm Drehmoment und verfügt dank des herausnehmbaren Akkus über 250 Wh Batteriereserven.
Der gesamte Antrieb ist im Unterrohr der Rahmenkonstruktion eingelassen und derart dezent ausgeführt, dass auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist, dass hier ein waschechtes E-Bike auf dem Hof steht. Besonderes Feature: Die gesamte Akku-Einheit kann entnommen werden und das Bike dank Unterrohrblende als normales Fahrrad genutzt werden.
Performance des Motors
Auch die Performance des Motors kann sich sehen lassen: Bis zu einer Unterstützungsgeschwindigkeit von 20 km/h schiebt der Motor in vier sehr gut dosierten Unterstützungsstufen sanft an. Die Unterstützung ist so dosiert, dass unsere Testerin jederzeit das Gefühl hatte, selbst die Kontrolle über das Rad zu haben. Der Trittkraftsensor des Antriebs misst permanent den Druck aufs Pedal und schafft es, den Schub sanft und gleichmäßig zu dosieren - lediglich das Durchschalten der Unterstützungsstufen hat in unserem Test nicht bei jedem Knopfdruck sofort funktioniert.
Der herausnehmbare Akku lieferte ausdauernd Leistung, wir haben es nie geschafft, ihn in einer Tour komplett leer zu fahren. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann sich daher wohl recht sicher sein, den Ausflug komplett elektrisch bestreiten zu können. Was uns jedoch nach der Tour aufgefallen ist: Die Entnahme des Akkus erfordert etwas Koordination und Fingerspitzengefühl, da der Akkus ein gewisses Eigengewicht hat. Das Akkufach lässt sich abschließen.
Weitere Komponenten und Details
Die SRAM Komponenten bieten eine gute Balance aus ausgefeilter Technik und Wartungsfreude, die hydraulischen Bremssättel beißen zuverlässig und fest zu, ohne Kinder dabei mit zu harten Bremsungen zu überfordern. Um es kurz zu machen: Hier gibt es nichts zu meckern - alles top!
Auch die Spreitzung der Kassette von 11 bis 42 Zähnen erlaubt mit den 11 Gängen sowohl bergiges Gelände und sportliche Trails, als auch flaches Gelände. Für jede Könnensstufe ist ein pasendes Ritzel bzw. Woom up Test - 11 Ritzel und damit 11 Gänge sind an der Kassette angebracht.
Beim Thema Licht am Kinderfahrrad mussten wir kurz schlucken und uns darauf besinnen, dass hier eben kein „Kinderfahrrad“ sondern ein Mountainbike für Kinder vor uns steht. Lichter sind nicht vorhanden und müssen für den Straßenverkehr nachgerüstet werden. Auf Grund des gut dimensionierten Lenkers lässt sich dies jedoch mit einem hochwertigen Anstecklicht für vorn und hinten schnell und professionell machen - dabei sollte unbedingt auf eine ausreichende Leuchtkraft geachtet werden. Positiv ist zu vermerken, dass das Woom up 5 mit Reflektoren für vorne und hinten, sowie Katzenaugen geliefert wird. Wir empfehlen zusätzliche Sichtbarkeit herzustellen; beispielsweise mit Speichenreflektoren, die aus mehreren Winkeln das Licht zurückwerfen.
Fahrgefühl und Handling
Das Fahrgefühl des Woom up E-Bikes wurde von Himena mit einem lauten Lachen beschrieben - besser hätten wir es vermutlich nicht ausdrücken können. Klar ist: Die insgesamt recht niedrige Rahmenform bietet einen tiefen Schwerpunkt bei recht langem Radstand und bringt so eine gute Mischung aus Wendigkeit und Balance mit sich. Gerade in etwas schwereren Geländepassagen ist die Spurtreue des Mountainbikes zu beneiden - tiefe Schwerpunkte zeichnen sich gerade in schnelleren Passagen aus!
Der Mittelmotor spielt dabei seine Vorteile voll aus: Einerseits unterstützt er die Fahrbewegung besonders natürlich, andererseits sorgt der Tiefe Schwerpunkt ebenfalls für ein besseres Handling. Gut kam auch an, sich die 4 Motorunterstützungsstufen je nach Sitaution anpassen ließen.
Die breiten und profilierten Schwalbereifen helfen dabei, auch bei unebenen Untergründen genug Traktion und Stabilität zu gewährleisten, um so sicher im Offroad-Gelände unterwegs zu sein. Gut hat uns im Woom Up Test gefallen, dass der Lenkervorbau individuell anpassen lässt und unterschiedliche Winkel anbietet, die je nach Geschmack und Sitzposition variiert werden können.
Wer es weniger actionreich, sondern eher gemütlicher mag, der muss die Wendigkeit nicht ausnutzen, sondern fährt gemütlich auf dem Weg zur Schule oder zu Freunden. Denn auch im Alltag auf ganz schöden Asphaltstraßen fährt sich das Kinder e-MTB locker und spaßig.
Alltagstauglichkeit
Für den Schulweg in der nassen Jahreszeit wären Ansteck-Schutzbleche ein weiterer Pluspunkt, den Himena bereits angesprochen hatte. Ebenso praktisch wäre für den Alltag ein schnell zu montierender Ständer. So oder so lässt sich die volle Alltagstauglichkeit von Licht, Ständer, Schutzblechen und Co in aller Regel selbst und ohne große Kosten nachrüsten.
Weitere Empfehlungen für Kinder-E-Bikes
Die E-Bikes aus der „UP“-Serie von woom zählen zu den beliebtesten Modellen bei Kindern. Es gibt aber auch gute Alternativen von S’COOL, Rockrider oder günstigeren Herstellern. Hier unsere Empfehlungen für Kinder-E-MTBs und Co.
Unsere 3 Favoriten für Kinder-E-Bikes ab 10 bis 14 Jahren
- woom UP 5: 24 Zoll E-MTB für Kinder ab 7 bis 11 Jahren bzw. einer Körpergröße von 128 bis 145 cm in gewohnter Premium-Qualität von woom. Auf äußerst hochwertige technische Komponenten muss man bei diesem Elektrofahrrad trotz des verhältnismäßig geringen Gewichtes von 15,8 kg nicht verzichten. An Board ist ein Antriebssystem ohne Tretwiderstand, das bis 20 km/h unterstützt. Dazu ein stabiler und sehr leichter Alu-Rahmen und ein Akku, der sich im Unterrohr „versteckt“ und jederzeit entnehmen lässt. 250 Watt Motorleistung bzw. 55 Nm Drehmoment sind gute Werte, wenngleich es Modelle mit noch mehr Antriebsleistung gibt.
- S’COOL e-troX: Ein E-Bike für Kinder ab etwa 150 cm Körpergröße und somit ab etwa 12 Jahren. Ausgestattet mit einem schubstarken Heckmotor (250 Watt) und einem Akku mit 252 Wattstunden, der für die nötige Reichweite sorgt. Ausgestattet ist dieses E-Bike außerdem mit Hydraulikbremsen, einer Neun-Gang-Schaltung und einer sehr gut ansprechenden Luftfedergabel. Die Rahmenform ist äußerst kindgerecht - und erlaubt einen großen Spielraum bei der Sattelhöhe.
- Rockrider E-ST 500: Das Rockrider E-ST 500 ist ein Hardtail-Jugendfahrrad mit 26-Zoll-Laufrädern, einem Aluminiumrahmen und einer SR Suntour XCE Federgabel mit 80 mm Federweg und ist speziell für Kinder von 9 bis 12 Jahren (135-150 cm Körpergröße) konzipiert. Das E-MTB verfügt über einen 42 Nm starken Nabenmotor, eine 380 Wh-Batterie und hydraulische Scheibenbremsen. Mit einem Gewicht von 21 kg ist es robust und für den täglichen Gebrauch sowie für leichte bis mittlere Offroad-Strecken geeignet.
Weitere gute E-Bikes für Kinder laut Empfehlungen
Wer nach günstigen Alternativen zu den Premium-Herstellern oder auch E-Bikes mit 20-Zoll-Reifen sucht, wird online ebenso fündig. Die Qualität der Komponenten und des Akkus ist dabei im Regelfall geringer, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis passt.
- Angebot 20-Zoll-E-Bike „KidRider“ von Highphoria: Dieses robuste Fat-Tire-Elektrofahrrad schafft mit 250 W BAFANG-Motor und 7-Gang-Schaltung von Shimano eine Reichweite von bis zu 100 km. Die Ausstattung des 20-Zoll-Bikes ist mit Lichtanlage, Reflektoren und Klingel StVZO-konform. Mit den 20×4.0-Zoll-Kenda-Breitreifen macht das stabile Bike sowohl auf der Straße als auch im Gelände eine gute Figur. Der Akku ist abnehmbar, das Bike zu 95 % vormontiert.
- Klappbares Elektrofahrrad (14/16 Zoll) „E-Bike U1“ von Finbike: Das „E-Bike U1“ ist ein kompaktes, klappbares Elektrofahrrad mit 14 oder 16 Zoll großen Rädern. Ausgestattet mit einem 250 W-Motor, drei Fahrmodi und einer 7,8 Ah-Batterie verspricht Hersteller Finbike eine Reichweite von bis zu 45 km. Das können die Rückmeldungen aus unserer Community nicht ganz bestätigen. Dafür lässt sich das 26 kg schwere Bike für Pendelfahrten leicht zusammenfalten und ist für ein Fahrergewicht von bis zu 120 kg ausgelegt.
Worauf muss man bei einem Kinder-E-Bike achten?
Bewegung ist wichtig für eine gesunde Entwicklung von Kindern. Ist deshalb ein E-Bike für Kinder keine sinnvolle Investition? Diesem Argument tritt Thomas Geisler vom deutschen „Pressedienst Fahrrad“ entgegen: „Für manche Kinder kann ein E-Bike ein Anreiz sein, überhaupt aktiv zu werden“.
Allerdings sind sich die Experten einig, dass ein Kinderfahrrad mit Tretunterstützung nicht unbedingt auf Kurzstrecken, etwa auf dem Weg in die Schule, Sinn ergibt. Aber bei längeren Fahrrad-Ausflügen oder Mountainbike-Touren mit den Eltern können Kinder mit einem Pedelec besser mithalten.
Laut Gesetz ist ein E-Bike (bzw. eigentlich „Pedelec“) einem „normalen“ Fahrrad gleichgestellt, wenn die Motorunterstützung bis maximal 25 km/h aktiviert ist bzw. die 250 Watt-Grenze nicht überschritten wird. Das bedeutet, dass Kinder ab 12 Jahren (bzw. ab 10 Jahren mit absolvierter Fahrradprüfung) mit einem Elektro-Kinderfahrrad mit diesen Leistungsdaten auf öffentlichen Straßen fahren dürfen.
Wichtig sind beim Kauf eines Kinder-E-Bikes aber auch die technischen Aspekte: Ein E-Bike mit zu hoher Leistung bzw. zu hohem Gewicht ist nicht nur unnötig und teuer, sondern auch gefährlich. Worauf man im Detail achten sollte, haben wir hier kompakt zusammengefasst.
Checkliste für den Kauf eines Kinder-E-Bikes
- Geschwindigkeit: Der Begriff „E-Bike“ hat sich zwar umgangssprachlich durchgesetzt, streng genommen werden aber nur „Pedelecs“ mit einer Motorunterstützung bis maximal 25 km/h als Fahrrad eingestuft - und sind somit auch für Kinder erlaubt. Die meisten Hersteller drosseln die maximale Tretunterstützung bei Kinderfahrrädern aber ohnehin auf 20 km/h.
- Motor: Damit die Geschwindigkeit im für Kinder angemessenen Rahmen bleibt, sollte ein Motor mit 250 Watt das absolute Maximum sein. Auch beim Drehmoment ist weniger „mehr“: Je nach Alter sind etwa 40-50 Nm für Kinder genug.
- Gewicht: Das Gewicht spielt gerade bei Kinderfahrrädern eine große Rolle, damit ein sicheres und komfortables Manövrieren möglich ist. Gewöhnliche E-Bikes für Erwachsene wiegen oft deutlich mehr als 20 kg - das ist für kleinere Kinder zu schwer.
- Akku: Gewicht einsparen kann man mit einem leichten Alu-Rahmen aber auch mit einem kleineren Akku bis höchstens 400 Wh, was zwar zu weniger Reichweite führt - diese wird aber bei nicht übermäßig langen Touren ohnehin kaum ausgeschöpft. Hinweis: bei Herstellerangaben in Volt und Ah lassen sich die Wattstunden (Wh) einfach berechnen: Volt x Ah = Wh.
- Reifengröße: Die Zoll-Größe ist auch bei E-Bikes für Kinder ein wichtiges Kaufkriterium. Da Kinder-E-Bikes aber meist für eher ältere Kinder empfohlen werden, findet man vorwiegend Modelle ab 24 Zoll.
Häufige Fragen zu Kinder-E-Bikes
- Ist ein E-Bike für Kinder wirklich sinnvoll? Besonders bei langen Schulwegen oder gemeinsamen Radtouren mit der Familie kann ein E-Bike motivieren und dafür sorgen, dass Kinder überhaupt auf ein Fahrrad steigen. Das stärkt letztendlich die Selbstständigkeit und sorgt für mehr Bewegung im Alltag.
- Ab welchem Alter sind Kinder-E-Bikes geeignet? Grundsätzlich sind E-Bikes für Kinder ab etwa 10 Jahren sinnvoll - abhängig von Größe, Fahrkönnen und Reife. Vorher sollten Kinder sicher Fahrrad fahren können und den Straßenverkehr gut einschätzen. In Deutschland dürfen Kinder unter 14 Jahren laut Gesetz keine E-Bikes mit mehr als 25 km/h Unterstützung fahren.
- Welche Unterschiede gibt es zwischen Kinder-E-Bikes und Erwachsenen-E-Bikes? Kinder-E-Bikes sind kleiner, leichter und haben kindgerechte Rahmengeometrie sowie einfachere Bedienelemente. Der Motor ist meist weniger leistungsstark, um das Fahrverhalten gut kontrollierbar zu halten. Außerdem sind bei Kinder-E-Bikes die Akkus oft integriert, um das Gewicht besser zu verteilen.
- Worauf sollte man bei einem E-Bike für Kinder achten?
- Der Akku sollte über die je nach Nutzung nötige Reichweite verfügen. Vor allem für Kinder ist zudem wichtig, dass trotz des Akkus das Gesamtgewicht des Bikes nicht zu hoch ausfällt.
- Die Sitzposition für die Kinder sollte ergonomisch sein und auch die Bremsen kindgerecht sein.
- Nicht vergessen darf man bei all der Freude über den Motor auf die verpflichtende Sicherheitsausstattung wie Licht, Reflektoren und eine Klingel.
- Welche Reichweite haben Akkus von Kinder-Elektrofahrrädern? Je nach Akku und Fahrstil liegt die Reichweite meist zwischen 30 und 70 Kilometern. Leichte Fahrer und ebene Strecken verlängern die Akkulaufzeit deutlich. Für Alltagsfahrten wie Schulweg oder Freizeit reicht das meist völlig aus.
Übersicht der E-Bikes für Kinder und Jugendliche
Natürlich lassen es sich die Platzhirsche im E-Bike Markt nicht nehmen, zumindest zu beweisen, dass man dieses, noch sehr kleine Marktsegment sehr wohl auch bedienen kann. So sind die bekannten Namen wie Bergamont, Bulls, Conway, Cube, Focus, Giant, Haibike, KTM, R Raymon, Scott, sowie ein paar Exoten mit sehr ähnlichen Konzepten am Start.
Die angebotenen E-Bikes für Kinder und Jugendliche kommen durchweg als geschrumpfte Abbilder der traditionellen E-Bikes daher und bedienen sich, bei angepasster Geometrie, dem Motoren-, Akku- und Display Baukasten des eigenen Line-ups. So sind wie zu erwarten durchweg hochwertige Komponenten verbaut, Scheibenbremsen sind genauso Standard wie eine Federgabel vorn.
Tabelle: Übersicht ausgewählter Kinder-E-Bikes
| Hersteller | Modell | Radgröße | Motor | Akku | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Bergamont | E-Revox 24 | 24" | Bosch Active Line | 400 Wh | Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h |
| Cube | Acid 240 Hybrid | 24" | Bosch Active | 400 Wh | Suntour XCT JR Federgabel |
| Haibike | HardFour | 24" | Yamaha PW-TE | 400 Wh | Leichter Aluminiumrahmen |
| S'Cool | e-troX 24 | 24" | Heckmotor | 250 Wh | Ultra kompakter Motor, StVZO tauglich |
| Woom | Up 5 | 24" | Fazua | 250 Wh | Geringes Gewicht, spezielle Kinderkomponenten |
Die Rahmen stehen entweder auf 24“ oder 26“ Rädern - wobei die 26 Zoll Varianten gerne auch mal von Erwachsenen gewählt werden, wenn im traditionellen Bereich nichts in der passenden (kleinen) Rahmenhöhe verfügbar war.
Selbstverständlich ergibt sich in Sachen E-Bikes bei Kindern und Jugendlichen eine ganz andere Ausgangssituation, was die elektrischen und elektronischen Komponenten angeht. Deshalb wird sinnvollerweise auf ein High Tech Display verzichtet, um den Blick nicht mehr als nötig vom Verkehrsgeschehen abzulenken. Auch sind mit wenigen Ausnahmen eher die „gutmütigen“ Antriebe mit geringerem Drehmoment am Start. Die Akku Kapazitäten entsprechen meist den gängigen Standards, auch wenn man in diesem Bereich durchaus Abstriche hinnehmen und Gewichtseinsparungen realisieren könnte.
Verwandte Beiträge:
- Günstige E-Bikes für Damen: Top Modelle im Preisvergleich
- E-Bike Funktionsweise: Technik, Komponenten & Tipps
- Big Bike Laufrad: Test & Vergleich der besten Modelle
- E-Bike Dreirad mit Mittelmotor: Komfort und Sicherheit für Senioren
- Unschlagbare Shimano Saint Bremshebel im Test: Perfekte Kontrolle für dein Mountainbike!
- Unverzichtbarer Test: Welcher Puky Tretroller passt perfekt zu Ihrem Kind?
Kommentar schreiben