Leichte E-Bikes erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da sie nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch ein agiles Fahrgefühl bieten und sich problemlos ohne Motorunterstützung bewegen lassen. Minimalistisch ausgestattete E-Bikes werden häufig auch als Urban- oder Gravel-E-Bikes bezeichnet. Man könnte sie auch Pendler-Pedelecs nennen. In jedem Fall sind sie besonders leicht - jedenfalls für ein Fahrrad mit elektrischem Antrieb. Meist wiegen sie unter 20 kg. Doch dafür muss der Käufer einige Kompromisse eingehen.
Anders als robuste City-E-Bikes bieten Urban-E-Bikes überwiegend kleine Akkus. Aus Gewichtsgründen verzichten die meisten E-Bikes dieser Klasse auf Gepäckträger und Schutzbleche. Aus dem gleichen Grund findet man auch keine gefederte Gabel. Damit wird klar: Leichte E-Bikes sind in erster Linie Schönwetter-Räder, die Stadtbewohner im Sommer bei strahlendem Sonnenschein für die Fahrt zur Arbeit verwenden.
Die besten leichten E-Bikes im Test
Wir zeigen in dieser Bestenliste von uns getestete leichte E-Bikes mit Straßenzulassung, die sich perfekt für die Fahrt zur Arbeit oder für einen kurzen Ausflug eignen.
Testsieger: Fiido Air
Das Fiido Air ist das beste leichte E-Bike aus unseren Tests. Das Fiido Air überzeugt vor allem durch sein geringes Gewicht von unter 14 kg. Es ist zwar nicht perfekt, so schleift die Bremse, es gibt kein Display und die App zickt, doch das geringe Gewicht von unter 14 kg sucht vor allem für den günstigen Preis von 1499 Euro inklusive Smartwatch seinesgleichen. Das futuristische Design des Carbon-Rahmens und die leise Motorunterstützung und der Riemenantrieb machen es zu einem guten Begleiter für den urbanen Raum.
Die Reichweite des Akkus ist für den städtischen Pendelverkehr ausreichend, für längere Touren empfiehlt sich jedoch der optionale Range-Extender. Zum aktuellen Preis von 1499 Euro bietet das Fiido Air ein sehr gutes Gesamtpaket.
Vorteile:
- federleicht (unter 14 kg)
- Carbon-Rahmen und -Gabel
- Gates-Riemenantrieb
- leiser Motor mit natürlichem Fahrgefühl
- futuristisches Design
Nachteile:
- Bremse schleift an Speichen (Konstruktionsfehler)
- Sattelstange hält nicht ohne Klebeband-Trick
- fehleranfällige, unübersichtliche App
- Fingerabdrucksensor versagt bei Nässe
- kein Display, keine optionale Smartwatch-Halterung
Leichtgewicht: Engwe Mapfour N1 Air ST
Richtig gut ist auch das Mapfour N1 Air ST. Das Engwe Mapfour N1 Air ST punktet mit Carbonrahmen, nur 16,4 kg Gewicht und praktischen Smart-Features zum fairen Preis. Es wiegt 16,4 kg (ohne tiefen Einstieg gar nur 15,6 kg) und bringt neben einer guten Ergonomie und einem spaßigen Fahrgefühl außerdem einen integrierten GPS-Tracker samt UMTS-Modul mit. Trotzdem ist es mit 1499 Euro (Code: influencer150off) nicht teuer. Motor und Bremsen sind ausreichend, aber nicht überragend. Ein gutes City-E-Bike für technikaffine Stadtfahrer. Für 1499 Euro (Rabatt-Code: influencer150off) bietet das Engwe Mapfour N1 Air ST trotzdem ein überzeugendes Gesamtpaket.
Vorteile:
- geringes Gewicht von nur 16,4 kg
- App mit GPS-Tracking
- verstellbarer Vorbau
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- agiles, spaßiges Fahrgefühl
Nachteile:
- Motor nur 40 Nm
- mechanische statt hydraulische Scheibenbremsen
- keine Vordergabelfederung
- kein Gepäckträger
- Solar-Rücklicht nicht am Stromkreislauf
Preis-Leistungs-Sieger: Fiido C21
Auf Platz 3 sitzt mit dem Fiido C21 unser Preis-Leistungs-Sieger. Es kostet nur 899 Euro, wiegt unter 18 kg und gefällt uns im Test wegen seines natürlichen Fahrverhaltens, der guten Bremsen und der schicken, minimalistischen Optik.
Vorteile:
- perfektes Fahrverhalten dank natürlicher Motorunterstützung
- unter 18 Kilogramm
- ansprechende, minimalistische Optik
- hydraulische Scheibenbremsen
Nachteile:
- kleiner Akku, nicht entnehmbar
- Geschwindigkeit einfach auf 32 km/h umzustellen
Weitere getestete Modelle:
- Urtopia Carbon 1 Pro (17 kg) für 2499 Euro
- Diamant 365 (17 kg) für 1540 Euro
- Winora E-Flitzer (17 kg) für 1499 Euro
- Fafrees F1 (19 kg) für 809 Euro (Code: RIDE10)
E-Bike Klapprad: Das urbane Mobilitätskonzept
Die Technik eines herkömmlichen E-Bikes wird bei einem E Bike Klapprad im Vergleich einfach mit dem faltbaren Rahmen kombiniert. Das E Bike Klapprad ist ein Pfeiler des urbanen Mobilitätskonzepts, im Vergleich mit weniger Individualverkehr durch das Auto. Durch seine kompakten Maße eignet sich das E Bike Klapprad zum Erledigen von kurzen Wegen. Es ist im Test wendig und findet in jedem Fahrradständer einen Platz. Das E Bike Klapprad passt im Test in den Kofferraum von Mittelklasse- und Kleinwagen und kann im Vergleich zu einem normalen Fahrrad in öffentlichen Verkehrsmitteln ohne zusätzliches Entgelt transportiert werden.
Bei aktivem Urlaubern reist das beste E Bike Klapprad im Vergleich einfacher per Bahn, im Auto oder im Wohnmobil mit. Wer gerne Fahrrad fährt, aber Steigungen aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr bewältigt, der erreicht mit dem E Bike Klapprad mehr Mobilität.
Motorvarianten beim E-Bike Klapprad
Der Motor des E Bike Klapprad befindet sich beim Test in der Nabe des Vorderrades. Das ist eine kostengünstige Variante, weil der Motor so mit jeder Schaltung kompatibel ist. Der Motor des E Bike Klapprad sitzt hinter dem Tretlager. Der Schwerpunkt des Fahrrades liegt in der Mitte. Beim Test wird ein E Bike Klapprad mit Mittelmotor das beste Fahrverhalten bescheinigt, weil die Gewichtsverteilung optimal ist. Der Mittelmotor vermittelt ein authentisches Fahrgefühl. Ein Hinterradmotor ist die beste Alternative zum Vorderradmotor. Er legt das Gewicht des Fahrrades auf die Hinterachse und ermöglicht so eine sportliche Fahrweise.
Worauf Sie beim Kauf eines leichten E-Bikes achten sollten
StVZO-Konformität
Damit ein Fahrrad StVZO-konform ist, benötigt es bestimmte Ausstattungsmerkmale. Dazu gehören:
- funktionierende Beleuchtung (vorn weiß, hinten rot; Achtung: blinkende Lichter sind nicht erlaubt!)
- Reflektoren vorn (weiß), hinten (rot) sowie jeweils in den Speichen (orange) und Pedalen (gelb oder weiß). Rad-Reflektoren sind nicht nötig, wenn die Reifen einen Reflektorstreifen bieten.
- zwei unabhängige Bremsen
- Klingel (Achtung: elektrische Hupen sind nicht zulässig)
Bei einem E-Bike gibt es aber weitere Besonderheiten gegenüber einem herkömmlichen Fahrrad zu beachten. Gemäß der StVZO werden E-Bikes in zwei Kategorien eingeteilt: Pedelecs (Pedal Electric Cycles) sowie S-Pedelecs (Schnelle Pedelecs) bis 45 Kilometer pro Stunde. Wir beschränken uns in dieser Bestenliste auf klassische Pedelecs. Diese benötigen weder Versicherungskennzeichen noch eine Zulassung, wenn sie folgende Bedingungen erfüllen:
- Motor mit einer kontinuierlichen Leistung von maximal 250 Watt.
- Motor unterstützt nur, wenn in die Pedale getreten wird. Ausnahme: Anschiebehilfe ist bis 6 Kilometer pro Stunde zulässig.
- Die Motorunterstützung schaltet sich ab 25 Kilometer pro Stunde ab.
Antrieb: Heck-, Mittel- oder Frontmotor
Der Elektromotor sitzt bei E-Bikes entweder im Vorderrad, dem Heckrad oder im Bereich der Kurbel hinter dem Tretlager. Jede Variante hat unterschiedlichen Einfluss auf das Fahrverhalten, preislich gibt es ebenfalls größere Unterschiede. Die in dieser Bestenliste aufgeführten leichten E-Bikes setzen in puncto Antrieb auf einen Heckmotor. Dieser sorgt durch das Gewicht an der Hinterachse für eine gute Traktion, verlagert allerdings auch den Schwerpunkt nach hinten. Das Fahrgefühl ist natürlicher, da ohnehin der Antrieb beim Fahrrad über das Hinterrad erfolgt. Zudem sind sie optisch sehr unauffällig. Allerdings kann bei steilen Anstiegen das Rad eher aufbäumen.
Akku und Reichweite
Die Kapazität der Akkus bei den E-Bikes in dieser Bestenliste variiert von 209 Wattstunden bis zu 540 Wattstunden (Wh). Die Herstellerangaben zur Reichweite basieren meist auf praxisfremden Tests. In der Praxis bleibt dann von der angegebenen Reichweite oft nur die Hälfte übrig. Doch es gibt noch weitere Abhängigkeiten, etwa Dauer und Stärke der Motorunterstützung. Meistens sind bei den sehr leichten E-Bikes die im Rahmen integrierten Akkus nicht herausnehmbar. Fürs Aufladen ist das unpraktisch, da nicht jeder Stadtbewohner über eine leicht zugängliche Garage mit Stromanschluss verfügt.
Weitere Kriterien
- Faltmaß: Hat im Test einen Einfluss auf die Verstaubarkeit.
- Motor: Wo wurde der Motor beim Test eingebaut? Als Vorderradmotor, als Mittelmotor oder als Hinterradmotor?
- Rahmenmaterial: Aus welchem Material ist der Rahmen des E Bike Klapprad gefertigt?
- Motorlaufruhe: Wie laufruhig läuft der Motor?
- Faltmechanismus: Wie einfach lässt sich das E Bike Klapprad am besten zusammenklappen?
- Gewicht: Ein E Bike Klapprad mit Tretunterstützung wiegt im Test 15 bis 25 kg.
- Geschwindigkeit: Ein E Bike Klapprad erreicht mit Tretunterstützung im Test bestens 25 km/h.
- Anfahrhilfe: Die beste Anfahrhilfe funktioniert ohne Tretunterstützung.
- Radgröße: Ein E Bike Klapprad wird im Vergleich mit den Radgrößen 16 Zoll, 18 Zoll und 20 Zoll und vereinzelt größer angeboten.
- Reichweite: Mindestens 30 bis 35 Kilometer sollte der Akku schon schaffen. Die besten Akkus für ein E Bike Klapprad schaffen bis zu 80 Kilometer.
- Ladezeit: Die Ladezeit sollte nicht länger als sechs bis sieben Stunden betragen.
- Gangschaltung: Je mehr Gänge die Gangschaltung im Vergleich beherbergt, umso flexibler sind die Einsatzzwecke.
- Beleuchtung: Zum Betrieb auf der Straße muss das E Bike Klapprad nicht nur im Test eine Beleuchtungsanlage besitzen.
| Modell | Gewicht (ca.) | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Fiido Air | 14 kg | 1499 Euro | Carbon-Rahmen, Riemenantrieb |
| Engwe Mapfour N1 Air ST | 16 kg | 1499 Euro | GPS-Tracker, UMTS-Modul |
| Fiido C21 | 18 kg | 899 Euro | Preis-Leistungs-Sieger |
| Urtopia Carbon 1 Pro | 17 kg | 2499 Euro | Carbon-Rahmen |
| Diamant 365 | 17 kg | 1540 Euro | - |
| Winora E-Flitzer | 17 kg | 1499 Euro | - |
| Fafrees F1 | 19 kg | 809 Euro | - |
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