Kleine und leichte E-Bikes im Test: Die besten Modelle für Stadt und Pendler

Leichte E-Bikes sind nicht nur optisch ansprechend, sondern bieten auch ein agiles Fahrgefühl und lassen sich problemlos ohne Motorunterstützung bewegen. In diesem Artikel präsentieren wir die besten leichten E-Bikes aus unseren Tests.

Was sind leichte E-Bikes?

Minimalistisch ausgestattete E-Bikes werden oft als Urban- oder Gravel-E-Bikes bezeichnet. Sie könnten auch als Pendler-Pedelecs betrachtet werden. Das Besondere an ihnen ist ihr geringes Gewicht, insbesondere für Fahrräder mit elektrischem Antrieb. Die meisten Modelle wiegen weniger als 20 kg. Allerdings müssen Käufer einige Kompromisse eingehen.

Im Gegensatz zu robusten City-E-Bikes verfügen Urban-E-Bikes in der Regel über kleinere Akkus. Aus Gewichtsgründen verzichten viele E-Bikes dieser Klasse auf Gepäckträger und Schutzbleche. Ebenso findet man selten eine gefederte Gabel. Daher sind leichte E-Bikes hauptsächlich Schönwetter-Räder, die Stadtbewohner im Sommer für den Weg zur Arbeit nutzen.

In dieser Bestenliste stellen wir von uns getestete leichte E-Bikes mit Straßenzulassung vor, die sich ideal für den Arbeitsweg oder kurze Ausflüge eignen.

Die Top 3 der leichten E-Bikes im Test

Hier sind die Top 3 der leichten E-Bikes, die wir getestet haben:

  1. Fiido Air: Das Fiido Air ist das beste leichte E-Bike in unseren Tests. Trotz kleiner Mängel wie schleifender Bremsen, fehlendem Display und einer manchmal zickenden App überzeugt es mit einem geringen Gewicht von unter 14 kg und einem günstigen Preis von 1499 Euro inklusive Smartwatch.
  2. Engwe Mapfour N1 Air ST: Das Engwe Mapfour N1 Air ST wiegt 16,4 kg (oder nur 15,6 kg ohne tiefen Einstieg) und bietet neben guter Ergonomie und einem spaßigen Fahrgefühl auch einen integrierten GPS-Tracker mit UMTS-Modul. Mit einem Preis von 1499 Euro (Code: influencer150off) ist es dennoch erschwinglich.
  3. Fiido C21: Auf Platz 3 befindet sich der Preis-Leistungs-Sieger Fiido C21. Es kostet nur 899 Euro, wiegt unter 18 kg und überzeugt im Test durch sein natürliches Fahrverhalten, gute Bremsen und eine schicke, minimalistische Optik.

Kurzübersicht der getesteten Modelle

Hier eine Übersicht der getesteten leichten E-Bikes:

Modell Gewicht Preis Besonderheiten
Fiido Air 14 kg 1499 Euro (inkl. Smartwatch) Carbon-Rahmen, Riemenantrieb, leicht
Engwe Mapfour N1 Air ST 16 kg 1499 Euro (Code: influencer150off) GPS-Tracker, Smart-Features
Fiido C21 18 kg 899 Euro Preis-Leistungs-Sieger, minimalistische Optik
Urtopia Carbon 1 Pro 17 kg 2499 Euro Carbonrahmen
Diamant 365 17 kg 1540 Euro -
Winora E-Flitzer 17 kg 1499 Euro -
Fafrees F1 19 kg 809 Euro (Code: RIDE10) -

Detaillierte Betrachtung der Top-Modelle

Testsieger: Fiido Air

Das Fiido Air überzeugt vor allem durch sein geringes Gewicht von unter 14 kg. Das futuristische Design des Carbon-Rahmens, die leise Motorunterstützung und der Riemenantrieb machen es zu einem guten Begleiter für den urbanen Raum.

Die Reichweite des Akkus ist für den städtischen Pendelverkehr ausreichend, für längere Touren empfiehlt sich jedoch der optionale Range-Extender. Zum aktuellen Preis von 1499 Euro bietet das Fiido Air ein sehr gutes Gesamtpaket.

Vorteile:

  • Federleicht (unter 14 kg)
  • Carbon-Rahmen und -Gabel
  • Gates-Riemenantrieb
  • Leiser Motor mit natürlichem Fahrgefühl
  • Futuristisches Design

Nachteile:

  • Bremse schleift an Speichen (Konstruktionsfehler)
  • Sattelstange hält nicht ohne Klebeband-Trick
  • Fehleranfällige, unübersichtliche App
  • Fingerabdrucksensor versagt bei Nässe
  • Kein Display, keine optionale Smartwatch-Halterung

Leichtgewicht: Engwe Mapfour N1 Air ST

Das Engwe Mapfour N1 Air ST punktet mit Carbonrahmen, nur 16,4 kg Gewicht und praktischen Smart-Features zum fairen Preis. Motor und Bremsen sind ausreichend, aber nicht überragend. Es ist ein gutes City-E-Bike für technikaffine Stadtfahrer. Für 1499 Euro (Rabatt-Code: influencer150off) bietet das Engwe Mapfour N1 Air ST trotzdem ein überzeugendes Gesamtpaket.

Vorteile:

  • Geringes Gewicht von nur 16,4 kg
  • App mit GPS-Tracking
  • Verstellbarer Vorbau
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Agiles, spaßiges Fahrgefühl

Nachteile:

  • Motor nur 40 Nm
  • Mechanische statt hydraulische Scheibenbremsen
  • Keine Vordergabelfederung
  • Kein Gepäckträger
  • Solar-Rücklicht nicht am Stromkreislauf

Preis-Leistungs-Sieger: Fiido C21

Vorteile:

  • Perfektes Fahrverhalten dank natürlicher Motorunterstützung
  • Unter 18 Kilogramm
  • Ansprechende, minimalistische Optik
  • Hydraulische Scheibenbremsen

Nachteile:

  • Kleiner Akku, nicht entnehmbar
  • Geschwindigkeit einfach auf 32 km/h umzustellen

Wann erfüllt ein E-Bike die StVZO?

Damit ein Fahrrad StVZO-konform ist, benötigt es bestimmte Ausstattungsmerkmale:

  • Funktionierende Beleuchtung (vorn weiß, hinten rot; blinkende Lichter sind nicht erlaubt!)
  • Reflektoren vorn (weiß), hinten (rot) sowie jeweils in den Speichen (orange) und Pedalen (gelb oder weiß). Rad-Reflektoren sind nicht nötig, wenn die Reifen einen Reflektorstreifen bieten.
  • Zwei unabhängige Bremsen
  • Klingel (elektrische Hupen sind nicht zulässig)

Bei einem E-Bike gibt es aber weitere Besonderheiten gegenüber einem herkömmlichen Fahrrad zu beachten. Gemäß der StVZO werden E-Bikes in zwei Kategorien eingeteilt: Pedelecs (Pedal Electric Cycles) sowie S-Pedelecs (Schnelle Pedelecs) bis 45 Kilometer pro Stunde. Wir beschränken uns in dieser Bestenliste auf klassische Pedelecs. Diese benötigen weder Versicherungskennzeichen noch eine Zulassung, wenn sie folgende Bedingungen erfüllen:

  • Motor mit einer kontinuierlichen Leistung von maximal 250 Watt.
  • Motor unterstützt nur, wenn in die Pedale getreten wird. Ausnahme: Anschiebehilfe ist bis 6 Kilometer pro Stunde zulässig.
  • Die Motorunterstützung schaltet sich ab 25 Kilometer pro Stunde ab.

Antrieb: Heck-, Mittel- oder Frontmotor

Der Elektromotor sitzt bei E-Bikes entweder im Vorderrad, dem Heckrad oder im Bereich der Kurbel hinter dem Tretlager. Jede Variante hat unterschiedlichen Einfluss auf das Fahrverhalten, preislich gibt es ebenfalls größere Unterschiede. Die in dieser Bestenliste aufgeführten leichten E-Bikes setzen in puncto Antrieb auf einen Heckmotor. Dieser sorgt durch das Gewicht an der Hinterachse für eine gute Traktion, verlagert allerdings auch den Schwerpunkt nach hinten. Das Fahrgefühl ist natürlicher, da ohnehin der Antrieb beim Fahrrad über das Hinterrad erfolgt. Zudem sind sie optisch sehr unauffällig. Allerdings kann bei steilen Anstiegen das Rad eher aufbäumen.

Akku und Reichweite

Die Kapazität der Akkus bei den E-Bikes in dieser Bestenliste variiert von 209 Wattstunden bis zu 540 Wattstunden (Wh). Die Herstellerangaben zur Reichweite basieren meist auf praxisfremden Tests. Diese werden häufig auf Basis eines 75 Kilogramm schweren Fahrers, einer kontinuierlichen Geschwindigkeit von 15 Kilometern in der Stunde und Windstille, sowie der niedrigsten Motorunterstützung ermittelt. In der Praxis bleibt dann von der angegebenen Reichweite oft nur die Hälfte übrig.

Doch es gibt noch weitere Abhängigkeiten, etwa Dauer und Stärke der Motorunterstützung. Wenn diese wie beim Winora E-Flitzer überwiegend auf flacher Strecke erfolgt, bietet der eingebaute 245-Wh-Akku eine Reichweite von über 70 Kilometern, während der gleiche Fahrer mit dem Diamant 365 und seinem mit 250 Wh etwas stärkerem Akku bei kontinuierlicher Motorunterstützung nur 37 Kilometer weit kommt.

Meistens sind bei den sehr leichten E-Bikes die im Rahmen integrierten Akkus nicht herausnehmbar. Fürs Aufladen ist das unpraktisch, da nicht jeder Stadtbewohner über eine leicht zugängliche Garage mit Stromanschluss verfügt.

Fazit

Leichte E-Bikes wiegen in der Regel weniger als 20 Kilogramm. Damit kann man sie auch ohne Motorunterstützung noch gut per Muskelkraft bewegen, was bei robusten E-Stadträdern oder E-Mountainbikes aufgrund des höheren Gewichts kaum möglich ist. Leichte E-Bikes sind wendig und agil, mit den meisten Modellen dieser Bestenliste kann man dank robuster Reifen auch einen Abstecher auf unbefestigten Wegen unternehmen.

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