Dieses Thema ist sehr wichtig, denn nur wenn der Fahrradreifen gut befüllt ist, rollt das Fahrrad auch am besten.
Verschiedene Ventiltypen
Kommen wir zunächst zu den Ventilen, von denen es unterschiedliche Typen gibt: z.B. das Autoventil, das Blitzventil und das Französische Ventil.
- Autoventil
- Blitzventil (Dunlop Ventil)
- Französisches Ventil (Sclaverand-Ventil)
Alle Infos zu den einzelnen Fahrradventilen und Funktionsweisen der Ventilarten.
Wie pumpt man einen Fahrradreifen richtig auf?
Du solltest den Reifendruck deines E-Bikes oder Fahrrads regelmäßig kontrollieren. Bei einem hohen Reifendruck haben die Reifen einen viel geringeren Rollwiderstand als bei geringem Reifendruck - so lässt es sich leichter fahren. Ein weiterer Vorteil: Deine Fahrrad reagiert auch besser auf Brems- und Lenkbewegungen. Bei zu geringem Reifendruck nutzen sich die Reifen überdies schneller ab und haben eher eine Panne. Auch die Felge kann bei geringem Reifendruck schneller verschleißen. Wenn Du den Reifen mit den Daumen gerade noch ein wenig eindrücken kannst, ist der Reifendruck richtig. Besonders praktisch ist eine Luftpumpe mit Druckanzeige: Hier kannst Du den empfohlenen Luftdruck ablesen. Bei einem herkömmlichen Fahrrad sollte der Reifendruck zwischen 3,5 und 6 bar liegen. Der korrekte Reifendruck ist auf Deinem Fahrradreifen angegeben.
Französisches Ventil (Sclaverand-Ventil)
In diesem Video zeigen wir dir, wie du dein Sclaverand- beziehungsweise Französisches Ventil mit Luft aufpumpen kannst.
Wir demonstrieren den Vorgang anhand des Französischen Ventils: die Ventilkappe abschrauben, das Verriegelungsschräubchen des Ventils aufdrehen und anschließend den Pumpenkopf mit der richtigen Seite auf das Ventil stecken und verriegeln. Verwende dazu am besten eine Standpumpe mit Manometer. Der Pumpenkopf besitzt zwei verschieden große Öffnungen - eine für das Autoventil, die andere für alle weiteren Ventile.
Das französische Ventil, auch Rennradventil genannt, bietet einen entscheidenden Vorteil: Der Schlauch lässt sich mit einem höheren Druck aufpumpen. Entferne zunächst die kleine Plastikkappe vom Ventil und lege sie so ab, dass Du sie schnell wiederfindest. Drehe die kleine Rändelmutter des Ventils ein wenig auf, wende hier bei kaum bis wenig Druck an. Setze nun die Luftpumpe so gerade wie möglich auf dem Ventil an. Wenn die Luftpumpe nicht richtig auf dem Ventil sitzt, gelangt ein großer Teil der Luft nicht in den Reifen. Nun heißt es pumpen, bis der gewünschte Luftdruck erreicht ist. Solltest Du zu viel Luft in den Reifen gegeben haben, kannst Du mit einem kleinen Stift oben am Ventil drücken, bis die gewünschte Menge an Luft entwichen ist. Drehe nun wieder die Rändelmutter zu und ziehe die Ventilkappe fest. Et voila - Du hast Deinen Reifen mit französischem Ventil aufgepumpt.
Dunlop Ventil (Blitzventil)
Das Dunlop Ventil (auch Blitzventil genannt) ist das gängigste Fahrradventil auf dem Markt für Freizeit- und Tourenräder. Um Deinen Reifen mit diesem Ventil aufzupumpen, musst Du einfach nur die Ventilkappe abschrauben. Überprüfe kurz, ob die obere Mutter des Ventils fest sitzt. Nun kannst Du mit der Luftpumpe loslegen. Achte darauf, dass die Pumpe gerade auf dem Ventil sitzt, um dieses nicht zu beschädigen und die Luft optimal in den Reifen zu geben. Solltest Du mehr Luftdruck auf den Reifen gegeben haben, als zulässig ist, kannst Du die Überwurfmutter leicht öffnen, um den Druck abzulassen. Befestige nun wieder die Ventilkappe und schon kannst Du wieder unter optimalen Bedingungen mit Deiner Fahrrad losradeln.
Der optimale Druck für dein Fahrrad
Mit einer guten Pumpe benötigt man nur wenige Hübe und schon ist der Reifen ordnungsgemäß befüllt. Das Trekking-/Cityrad fährt man mit ca. 3 bis 4 Bar, das Mountainbike mit ca. 2,5 Bar und das Rennrad mit ca. 8 Bar. Die Information zum maximalen Druck findest du auf dem Reifen.
Auf jedem Fahrradreifen ist an der Seite der minimal und maximal zulässige Reifendruck angegeben. Das gilt sowohl für herkömmliche Fahrräder als auch für E-Bikes und Pedelecs. Die Angaben sind als Richtwerte zu verstehen: Der ideale Luftdruck auf einem Fahrradreifen liegt oftmals innerhalb der Spanne zwischen minimalem und maximalem Wert. Angegeben ist der Reifendruck in der Maßeinheit bar oder psi. 1 bar entspricht rund 14,5 psi. Häufig finden sich aber auch beide Angaben auf dem Reifen. Damit Fahrradpannen mit plattem Reifen ausbleiben, sollten die auf dem Reifen angegebenen Werte möglichst nicht unter- oder überschritten werden. Denn wer unter dem Minimalwert fährt, schadet dem Reifen, dem Schlauch sowie der Felge und kann schwer stürzen. Wer länger mit einem Luftdruck unterwegs ist, der über dem angegebenen maximalen Wert liegt, überfordert die Stabilität des Fahrradreifens, und dieser kann platzen.
Generell gilt: je dünner der Reifen, desto höher der Luftdruck. Empfehlenswert ist ein erhöhter Reifendruck zudem auf ebenen Wegen und asphaltierten Straßen. Ein geringer Luftdruck ist auf weichen Böden wie Wald-, Feld- und Kieswegen sinnvoll. Wer mit einem Fahrradanhänger unterwegs ist, sollte auch da auf den passenden Luftdruck der Reifen achten.
Allerdings gilt auch hier abhängig vom Fahrverhalten und Gewicht: ein zu niedriger Luftdruck kann Reifen und Felgen schnell beschädigen. Wer mit dem Mountainbike im Gelände unterwegs ist, weiß, wie wichtig der Luftdruck ist. Denn er ist entscheidend für ein gutes Fahrgefühl, einen optimalen Grip, und er schützt vor Fahrradpannen.
Entscheidend für den richtigen Luftdruck im Reifen ist allerdings das Fahrergewicht, der Fahrstil und der Untergrund. Die Vibrationen vom Untergrund werden nämlich nur in geringem Maße von den Federgabeln kompensiert. Besonders schlauchlose Reifen können generell mit weniger Luftdruck gefahren werden.
Reifendruck für das Pedelec oder E-Bike
In der Regel unterschieden sich die Reifen auf Pedelecs oder E-Bikes nicht von Reifen bei Fahrrädern, die ausschließlich mit Muskelkraft betrieben werden. Auch bei Rädern mit Elektrounterstützung ist der minimal bis maximal zulässige Luftdruck an der Seite des Fahrradreifens abzulesen. Die Belastung der Reifen ist bei Pedelecs oder E-Bikes allerdings durch ihr größeres Gewicht von fünf bis zehn Kilogramm - aufgrund von Motor und Akku - höher. Deshalb sind diese Räder oftmals auch mit robusteren und breiteren Reifen ausgestattet.
Für Trekkingfahrräder mit elektrischer Unterstützung gibt es zudem Spezialreifen. Diese haben dann einen verstärkten Aufbau und einen reduzierten Rollwiderstand.
Durch das Mehrgewicht von Akku und Motor bei Pedelecs oder E-Bikes brauchen diese Fahrräder in jedem Fall einen höheren Reifenruck. Auf den jeweiligen Richtwert in der Tabelle oben sollten nochmals rund zehn Prozent addiert werden.
Reifendruck für das Rennrad
Geschwindigkeitsliebende Rennradfahrende sind mit höherem Luftdruck und damit wenig Rollwiderstand unterwegs. Auch wegen der geringen Reifenbreite empfiehlt sich beim Rennrad in der Regel ein hoher Luftdruck im Reifen.
Auf besonders glattem Asphalt rollen härter aufgepumpte Reifen leichter. Diesen finden Radfahrende jedoch auf den meisten Radwegen und Straßen nicht vor. Auf weniger glattem Untergrund aber federn zu harte Reifen nicht mehr ausreichend. Stattdessen spüren Radfahrende die Vibrationen deutlich, und der Fahrwiderstand kann zunehmen.
Tipps zur Reifendruckkontrolle
Wie oft aber sollte man den Luftdruck beim Fahrradreifen überprüfen? Zu beachten ist jeweils die Größe der Reifen, das Gewicht des Radfahrenden und die Beschaffenheit des Untergrunds.
Besonders vor längeren Fahrradtouren sollte man genau schauen, ob alles in Ordnung ist. Denn selbst ein dichter Fahrradschlauch verliert pro Monat im Schnitt circa 1 bar an Druck. Wer fahrradbegeisterte Kinder hat, sollte ihnen schon früh zeigen, worauf sie beim Luftdruckmessen achten müssen. Allerdings kann man den richtigen Luftdruck nur mit einer Luftpumpe mit integriertem Manometer richtig messen, ideal sind hier Standpumpen. Wenn der Pumpenkopf der Pumpe auf das Fahrradventil aufgesteckt ist, zeigt die Druckanzeige des Manometers den aktuellen Druck auf dem Fahrradreifen an.
Experimentieren Sie ruhig mit einem höheren Fülldruck, bis Sie bei einer Testfahrt den besten Kompromiss aus Komfort, Sicherheit und Rollwiderstand gefunden haben.
Den Luftdruck per Daumendruck zu überprüfen, ist nur sehr ungenau. Denn Druckunterschiede sind mit dem Daumen schwer erkennbar - und ab 2 bar aufwärts fühlt sich der Reifen gut gefüllt an.
Doch auch E-Biker bekommen falschen Luftdruck zu spüren. Sprich: Die Reichweite nimmt ab. Das ist beim E-Bike zu verschmerzen.
Nennt er also einen Richtwert für den Luftdruck von zwei bis vier bar, sollten Sie einen Wert innerhalb dieser Bandbreite wählen. Das ist in erster Linie Geschmackssache. Sicher rollt der Reifen innerhalb des Rahmens auf jeden Fall. Für weniger Rollwiderstand einen höheren.
Empfohlener Reifendruck
| Fahrradtyp | Reifendruck (Bar) |
|---|---|
| Trekking-/Cityrad | 3 - 4 |
| Mountainbike | 2,5 |
| Rennrad | 8 |
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