Anleitung zum Entfernen des E-Bike-Magneten und Installation des RimBoost V2.38 Tuning-Chips

Dieser Artikel beschreibt detailliert, wie du den Felgenmagneten an einem E-Bike mit Bosch Smart System entfernst und durch den RimBoost V2.38 Tuning-Chip ersetzt, um die Geschwindigkeitsbegrenzung aufzuheben. Der RimBoost V2.38 ist eine Tuning-Lösung speziell für Bosch Smart System E-Bikes mit Felgenmagnet.

Was ist der Bosch BDU38 (Gen5)?

Der Bosch BDU38, auch bekannt als Performance Line CX der fünften Generation bzw. "Bosch Gen5", ist ein fortschrittlicher E-Bike-Motor, der speziell für anspruchsvolle E-Mountainbiker entwickelt wurde. Er kam erstmals Ende 2024 / Anfang 2025 auf den Markt. Die interne technische Bezeichnung "BDU38" steht für "Bosch Drive Unit mit der Seriennummer 38". Der Vorgänger hatte die Bezeichnung "BDU37".

Du erkennst Bosch Gen5 E-Bikes an der technischen Kennzeichnung "BDU38" ("Bosch Drive Unit 38"). Die Kennzeichnung sollte sich im Datenblatt deines E-Bikes finden. Im Zweifelsfall kannst du auch auf der Webseite deines E-Bike Herstellers recherchieren, oder direkt bei deinem Händler nachfragen.

Kompatibilitätshinweise

  • Der RimBoost V2.38 ist kompatibel mit Bosch Gen5 E-Bikes mit Bosch Smart System (BES3) und mit Felgenmagnet (Rim Magnet).
  • Für die Verwendung des RimBoost V2.38 ist das Vorhandensein eines Bosch-Felgenmagneten zwingend erforderlich, da dieser für die Geschwindigkeitsmessung zuständig ist.
  • Der Tuning Chip ist NICHT kompatibel mit Bosch E-Bikes mit ABS bzw. ABS Pro.
  • NICHT kompatibel mit Bosch Motoren mit der Kennung "BDU37".
  • Dieser Tuning Chip ist nur kompatibel mit "BDU38" Motoren - solltest du ein "BDU37" (Bosch Gen4) E-Bike mit Felgenmagnet haben, wähle bitte den "RimBoost V2.37".

Der RimBoost V2.38 Tuning-Chip

Mit dem RimBoost V2.38 Tuning-Chip lässt sich die 25km/h Geschwindigkeitsbegrenzung von E-Bikes mit Bosch Smart System Gen5 Motoren und Felgenmagnet komplett aufheben (vorausgesetzt, die Bikes haben kein ABS oder ABS Pro). Durch die Entsperrung lassen sich Geschwindigkeiten von bis zu 42 km/h mit vollem Motorsupport erreichen - natürlich immer in Abhängigkeit von äußeren Faktoren wie z.B.

Funktionsweise

Der RimBoost ist ein Tuning Tool in Form eines Chips. An dem Chip sind neben 2 Kabeln zur Stromversorgung noch zwei weitere Kabel - am Ende des einen Kabels befindet sich ein neuer Sensor, am anderen ein Elektromagnet. Nach der Installation wird der Elektromagnet des RimBoost-Chips während der Fahrt ein modifiziertes Signal an den originalen Bosch Sensor im Inneren des Motorraums weiterleiten. Dank des veränderten Signals wird der Antrieb entsperrt, so dass es kein 25 km/h Geschwindigkeitslimit mehr gibt.

Installation des RimBoost V2.38

Bitte bedenke auch, dass die Installation des RimBoost V2.38 Tunings nicht ganz einfach ist und etwas technisches Geschick beim Einbau erfordert. Auch wenn für den Einbau des RimBoost Tuning Chips letztlich nur einige Schritte erforderlich sind, ist die Installation nicht ganz einfach und nimmt auch etwas Zeit in Anspruch.

  1. Felgenmagneten entfernen und neuen Speichenmagneten anbringen: Der originale Bosch Felgenmagnet muss entfernt werden, damit dieser keine Signale mehr an den originalen Bosch Sensor weiterleitet. Der Bosch Felgenmagnet muss durch den Sensor am RimBoost Chip ersetzt werden (es handelt es sich dabei übrigens um den altbekannten Sensor, der sich bei „normalen“ Bosch E-Bikes ohne Felgenmagnet an der Schwinge des Hinterrads befindet). Unser Tipp: Bring den originalen Bosch Felgenmagneten am besten einfach am Vorderrad an.
  2. Elektromagnet anbringen: Der RimBoost-Sensor informiert den RimBoost-Chip; dieser wiederum leitet Signale an den Elektromagneten weiter. Bei diesem Tuning muss der Elektromagnet mit starkem doppelseitigen 3M Klebeband an der Motorabdeckung festgeklebt werden, und zwar zwischen Hinterrad und dem, im Motorraum befindlichen, Bosch Sensor. Die optimale Position des Elektromagneten am Motorgehäuse kannst du mit Hilfe einer smarten Installationsroutine herausfinden. Der Elektromagnet sieht so unscheinbar aus, dass er nicht auffällt und das Erscheinungsbild des E-MTBs nicht verändert (siehe Foto).

Wichtige Hinweise

  • Displayanzeige: Aufgrund des genannten Funktionsprinzips wird das Display des Bosch E-Bikes keine korrekten Werte mehr anzeigen. Die angezeigte Geschwindigkeit etc. Unser Tipp: Du kannst dir unterwegs ganz einfach die realen Daten anzeigen lassen, indem du dein GPS-fähiges Handy am Lenker befestigst.
  • Rückgängigmachung: Das Tuning lässt sich jederzeit rückgängig machen. Du kannst den Originalzustand des E-Bikes wiederherstellen, indem du den neuen Speichenmagneten entfernst und stattdessen wieder den originalen Bosch Felgenmagneten anbringst. Daraufhin funktioniert dein E-Bike ganz normal.
  • Bosch Anti-Tuning Software: Um sicherzugehen, dass die berüchtigte Bosch Anti-Tuning Software bei diesem Tuning Produkt nicht anschlägt, wurden ausgiebige Testfahrten durchgeführt. Aber beachte bitte: Es gibt inzwischen Hinweise, dass die berüchtigte Bosch Fehlermeldung „524001“ selbst ohne Tuning gelegentlich auftreten kann. Wir können deshalb keine 100prozentige Garantie geben, dass diese Fehlermeldung nicht doch einmal auftreten kann. Es kam aber bei keiner unserer Testfahrten vor.
  • Firmware Updates: Wir raten dringend davon ab, neue Bosch Motor Firmware herunterzuladen - es kann nämlich NICHT garantiert werden, dass zukünftige Firmware Varianten nicht doch mit dem RimBoost V2 inkompatibel sein könnten. Bitte beachte, dass die Garantie für RimBoost Produkte nicht für Funktionsstörungen gilt, die durch das Aktualisieren des Motors verursacht wurden!

Abmessungen des Chips:

  • Box des Chips: 3,2 cm × 2,8 cm × 1,3 cm
  • Durchmesser für die Befestigung des Magnetgebers: 2,3 cm (etwas flexibel)
  • Länge des Magnetgebers: 6,7 cm
  • Länge des Kabels zum Magnetgeber: ca. 12,5 cm
  • Länge des Kabels zur Stromversorgung im Bosch Motor (weiblich): ca. 12 cm
  • Länge des Kabels zur Stromversorgung im Bosch Motor (männlich): ca. 11 cm
  • Länge des Kabels von der Box zum Sensor für die Kettenstrebe: ca. 35 cm
  • Gewicht des Produkts: ca.

Beachte bitte: Je nach Modell werden eventuell noch ein passender Dreher zum Öffnen der Motorverkleidung (Torx, Inbus,..) sowie ein Kurbelabzieher zum Lösen der Kurbel benötigt.

Allgemeine Informationen zum E-Bike-Tuning

E-Bike Tuning bedeutet, das E-Bike so zu modifizieren, dass der Motor mehr Leistung bringt und du schneller fahren kannst. Dies geschieht meist durch Dongles oder Chips, die die Motorunterstützung über das gesetzlich erlaubte Limit von 25 km/h hinaus erhöhen.

Funktionsweise des E-Bike-Tunings

Das E-Bike misst die Geschwindigkeit mit einem Magneten in den Speichen und einem Sensor am Rahmen. Ein Tuning-Chip setzt zwischen Magnet, Sensor und Steuerungselektronik an. Kommt nur noch jedes zweite Signal an, denkt das Fahrrad, es sei nur halb so schnell, und unterstützt entsprechend bis 50 km/h. Diese Manipulation kann durch Dongles oder Chips erreicht werden. Früher genügte es, in den Einstellungen den Radumfang zu verändern. Moderne Systeme verhindern dies.

Vor- und Nachteile des E-Bike-Tunings

E-Bike Tuning kann mehr Leistung und Spaß bringen, birgt aber auch erhebliche Risiken. Es ist wichtig, die positiven Aspekte gegen die möglichen negativen Konsequenzen abzuwägen, bevor du dich entscheidest, dein E-Bike zu tunen.

Vorteile Risiken
Mehr Power: Erhöhe die Motorleistung und beschleunige schneller. Rechtliche Aspekte: Getunte E-Bikes entsprechen nicht der StVZO und dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden.
Höhere Geschwindigkeit: Fahre schneller und länger mit Motorunterstützung. Garantieverlust: Durch das Tuning verlierst du die Garantie auf deinen E-Bike-Antrieb.
Längere Strecken: Überwinde größere Entfernungen in kürzerer Zeit. Sicherheitsrisiken: Höhere Geschwindigkeiten bedeuten auch ein erhöhtes Unfallrisiko.
Versicherungsprobleme: Bei Unfällen können Versicherungsansprüche entfallen, was zu hohen Kosten führen kann.

Methoden zum schneller machen eines E-Bikes

Du kannst dein E-Bike mit einem Tuning-Kit schneller machen. Es gibt zwei Hauptmethoden: Dongles und Chips. Beide manipulieren die Geschwindigkeitssignale, die an den Motor gesendet werden, sodass der Motor weiterhin unterstützt, auch wenn die tatsächliche Geschwindigkeit höher über dem gesetzlichen Limit liegt.

  • Dongles: Diese Geräte sind relativ einfach zu installieren und funktionieren, indem sie die Geschwindigkeitssignale ab einer bestimmten Geschwindigkeit halbieren. Dadurch denkt das System, dass das E-Bike langsamer fährt als es tatsächlich der Fall ist, und der Motor unterstützt weiterhin. Dongles kosten je nach Marke und Modell zwischen 50 und 150 Euro.
  • Chips: Diese sind etwas komplexer und werden zwischen dem Magneten und dem Sensor deines E-Bikes angebracht. Ein kleines Plastikkästchen wird über den Magnetsensor am Rad gesteckt, und der Magnet im Laufrad leicht verschoben. Ab einer Geschwindigkeit von 16 km/h drittelt der Chip die Geschwindigkeitssignale, die vom Magnetsensor an den Fahrradtacho übermittelt werden. Dadurch erhöht sich die Motorunterstützung, da das System denkt, dass das E-Bike langsamer fährt. Diese Chips lassen sich auch über diverse Apps steuern, was zusätzliche Funktionen wie die Anpassung der Geschwindigkeitsgrenzen ermöglicht. Die Kosten für solche Chips variieren stark, je nach Funktionsumfang und Kompatibilität mit dem E-Bike. Sie liegen zwischen 100 und 350 Euro.

Ist E-Bike-Tuning legal?

Nein, E-Bike-Tuning ist im öffentlichen Straßenverkehr nicht legal. Getunte E-Bikes dürfen nur auf privatem Gelände gefahren werden. Wer ein getuntes E-Bike auf öffentlichen Straßen nutzt, riskiert hohe Bußgelder und den Verlust des Versicherungsschutzes. Bei einem Unfall kann das erhebliche finanzielle Folgen haben.

Strafen für E-Bike-Tuning

Getunte E-Bikes entsprechen nicht der StVZO und dürfen daher nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Der Betrieb eines getunten E-Bikes im öffentlichen Straßenverkehr ist illegal und kann daher schwerwiegende Folgen haben.

  • Bußgeld: Fahren ohne Versicherungsschutz kann ein Bußgeld nach sich ziehen.
  • Haftpflicht: Bei einem Unfall musst du für alle Schäden selbst aufkommen, da die Versicherung nicht greift.
  • Garantieverlust: Durch die Verwendung von Tuning-Kits erlischt der Garantieanspruch auf den E-Bike-Antrieb.

Ein getuntes E-Bike kann beschlagnahmt und im Labor untersucht werden, um Manipulationen nachzuweisen. Auch ein nachträglicher Ausbau des Tuning-Kits schützt nicht vor rechtlichen Konsequenzen.

Alternativen zum E-Bike-Tuning

Um mehr Motorunterstützung und damit höhere Geschwindigkeiten zu erhalten, musst du nicht zwangsläufig tunen. Eine legale Alternative sind S-Pedelecs. Diese unterstützen bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h, erfordern jedoch ein Versicherungskennzeichen und einen Führerschein der Klasse AM. Bei den sogenannten S-Pedelecs wird die Motorunterstützung nicht schon bei 25 km/h, sondern erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h abgeschaltet.

FAQ

Kann ich mit einem E-Bike schneller als 25 km/h fahren?

Ja, du kannst mit einem E-Bike schneller als 25 km/h fahren, aber nur mit eigener Muskelkraft oder bergab. Der Motor unterstützt dich nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Mit Tuning-Kits kann diese Begrenzung aufgehoben werden, allerdings ist dies im öffentlichen Straßenverkehr nicht legal und bringt erhebliche Risiken mit sich.

Kann man E-Bike-Tuning nachweisen?

Ja, E-Bike-Tuning ist nachweisbar. Moderne E-Bikes speichern verschiedene Daten, die bei einer Untersuchung auf eine Manipulation hinweisen können. Bei einem Unfall oder einer Routinekontrolle kann die Polizei das E-Bike sicherstellen und im Labor auf Tuningmaßnahmen untersuchen. Auch nach dem Entfernen eines Tuning-Kits sind oft noch Spuren nachweisbar.

Kann man ein E-Bike legal tunen?

Nein, das Tuning eines E-Bikes, um die Motorunterstützung über die gesetzlich erlaubte Grenze von 25 km/h hinaus zu erhöhen, ist im öffentlichen Straßenverkehr nicht legal. Es ist nur auf Privatgrundstücken erlaubt. Wer schneller fahren möchte, sollte ein S-Pedelec in Betracht ziehen, das bis zu 45 km/h unterstützt und legal auf öffentlichen Straßen gefahren werden darf.

Welche E-Bike-Motoren lassen sich am besten tunen?

Beliebte Motoren für E-Bike-Tuning sind von Bosch, Yamaha, Shimano, Brose und Panasonic. Bosch-Motoren, insbesondere die Performance Line CX Modelle, sind besonders beliebt für Tuning. Yamaha-Motoren sind für ihre starke Leistung und Zuverlässigkeit bekannt und daher auch eine häufige Wahl. Motoren Shimano, Brose und Panasonic bieten ebenfalls Tuning-Möglichkeiten.

Wie entferne ich E-Bike-Tuning?

Um das Tuning deines E-Bikes zu entfernen, musst du die eingebauten Dongles oder Chips wieder ausbauen.

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