Für den Koblenzer Radgiganten ist sein Canyon Precede:On Comfort 7 ein neuer Schritt in Richtung urbane Mobilität. Ein Rad speziell für die Stadt ohne unnötigen Schnickschnack, dennoch mit allen wichtigen Komponenten und das Ganze noch in Schick. Das Bike weiß zu überzeugen: Zum Beispiel die BikeX-User*innen. Sie wählten das Precede:On 7 auf Platz 1 bei der Wahl zum Urban E-Bike des Jahres. Wie gut schlägt es sich im Test?
"To precede" heißt übersetzt "vorangehen". Canyons Produktmanager konzipierten das neue Precede:On Comfort 7 also nach dem Prinzip: Mit einfachen Dingen kommt man am schnellsten klar. Das heißt: so viel E-Bike wie nötig, so wenig Ausstattung wie möglich. Den BikeX-User*innen scheint das Konzept zu gefallen: Dafür spricht der erste Platz, den das Precede:On 7 bei der Wahl zum Urban E-Bike des Jahres 2024 einfahren konnte.
Einfachheit und Komfort im Fokus
Starrer Rahmen ohne Firlefanz
Das fängt beim Rahmen an, dessen starres Rahmenset auf Komfortelemente gänzlich verzichtet und die verfügbaren Rahmenhöhen auf die einzige Rahmenhöhe 48,5 cm für Radfahrerinnen und -fahrer mit einer Körpergröße von 1,60 bis 1,95 m fokussiert. Konsequent, bedenkt man, dass Frauen durchschnittlich ca. 1,66 m und Männer 1,79 m groß sind. Damit auch das Aufsteigen leichtfällt, gibt's den Rahmen als Wave-Variante mit breitem Durchstieg.
Aufrechte Sitzposition für entspanntes Fahren
Nach dem Motto "E wie Einfach" gestaltet sich ebenso die Sitzposition: Aufrecht nimmt man auf dem Canyon mit Chopper-ähnlichem V-Lenker Platz und radelt gelassen los. Die Hände greifen locker den Lenker, Arme und Schultern sind entspannt.
Technische Details und Ausstattung
Wartungsfreie Zone: Performance Line - Gates - Nexus
Zur Unterstützung kommt Boschs zigfach erprobter Evergreen Performance Line-Antrieb zum Einsatz. Vielfältige Infos liefert das neue Purion 200 mit farbigem Display. Einfach und gut ist das Schaltsystem Shimano Nexus Inter 5E. Die fünf Gänge der Nabenschaltung werden mit dem mechanischen Lenkerschalter eingelegt. Als Antriebsstrang greift Canyon auf die Vorteile des schmierstofffreien Gates-Riemens zurück, der ganz ohne Wartung läuft und im Einsatz völlig geräuschlos abrollt.
Entspannt unterwegs in der Stadt
Antrieb, Konzept und Sitzposition laden zum Cruisen durch die City ein. Die Kombination aus Bosch, Gates und der Nexus harmoniert beim entschleunigten Dahingleiten. Der Performance Line-Motor kann auch flott und steil, sobald man die 600 Watt am Berg herauskitzelt oder aus den Kurven flink heraus beschleunigt.
Testergebnisse und Fazit
Das gefällt
- Entspannt aufrechte Sitzposition
- Bewährtes Antriebssystem
- Wartungsarme Komponenten
- Einfache Akkuentnahme
Das weniger
- Kaum individuelle Einstellmöglichkeiten
Canyons futuristisches Urbanbike lädt ohne überbordende Technik zum Cruisen und Entspannen ein. Das Canyon Precede:On Comfort 7 beweist sich als gutes Alltagsrad für Pendler, Cruiser und Wochenendausflügler.
Vergleich mit anderen E-Bike Typen
SUV-E-Bikes: Vielseitigkeit für jeden Untergrund
Was für den Bio-Biker das Gravelbike, ist für den E-Bike-Fan heute oft das SUV: extrem breiter Einsatzbereich - auch auf den Untergrund bezogen - und oft ein hemdsärmeliges Auftreten, das vor allem von grobstolliger Bereifung unterstrichen wird. Mit keinem anderen Rad kann man so vieles abdecken und ist man für nahezu alle Situationen gewappnet - klassische Radtour, Reise, Alltag, Pendeln, Einkauf. Dank Federgabel oder Vollfederung und Stollenbereifung erschließt sich das SUV auch noch das Gelände - und erfüllt dem einen oder anderen sicher den Traum, auf Reisen noch tiefer in der Natur zu sein.
Der richtige Motor für SUV-E-Bikes
Der fast schon traditionelle Antrieb für ein SUV ist ein Bosch Performance CX (Victoria, Koga), der kräftigste Motor aus diesem Hause. Aber auch ein Giant/Synchros der neuen Generation mit ähnlich bärenstarker Ausrichtung oder Shimanos E301 (Hohe Acht) sind wie geschaffen dafür, auch bei hohen Systemgewichten und steilen Wegen dynamisch zu agieren. Von der anderen Seite kommt der neue “kleine” Bosch, der damit ein neues SUV-Gefühl eröffnet: der SX-Antrieb (Kalkhoff) mit gerade einmal 55 Newtonmetern und gänzlich anderer Charakteristik.
Der passende Akku für ein SUV-E-Bike
Eine wichtige Frage für Allrounder-Fans: Brauche ich wirklich so viel Reichweite, wie mir die klassischen SUV-E-Bikes bieten - oder will ich lieber ein leichteres Rad haben, etwa weil ich es im Alltag des Öfteren heben oder tragen muss? Wer zu 90 Prozent unter 50 Kilometern Entfernung bleibt, kann getrost auf einen Akku mit 500 bis 600 Wattstunden setzen. Längere Fahrten oder Touren im bergigen Terrain brauchen mehr Energie.
Bremsen: Wartungsarm und stark
Viel Eigengewicht und Gepäcktransport, womöglich noch auf abschüssigem Terrain, verlangen nach starken Bremsen. Alle unsere Testimonials verzögern mit vollhydraulischen Scheibenbremsen - und das ist gut so. Achten Sie auf das Einbremsen: Discs erreichen ihre volle Kraft und Dosierbarkeit erst, wenn das Rad einige Male kräftig von hohen Geschwindigkeiten (25 km/h) auf Stillstand gebremst wurde.
Tiefeinsteiger: Komfort schon vor dem Fahren
Es gibt heute nur noch wenige Gründe gegen den tiefen Durchstieg. Bei hoher Rahmenqualität und -steifigkeit überwiegen die Vorteile. Einfaches Auf- und Absteigen, hohe Sicherheit, wenn man plötzlich vom Rad muss. Der Tiefeinsteiger ist im Lifestyle angekommen, und immer mehr Menschen schätzen seinen Komfort im Alltag.
SUV-E-Bikes: Fully oder Hardtail?
Die beiden Fullys im Test zeigen ganz schnell: Vollfederung ist eine ganz andere Komfortqualität. Schon in der Stadt ist man in Sachen Schlagloch und Bordstein bequemer unterwegs als per lediglich frontgefedertem Fahrrad. Jenseits des Asphalts packen die Fullys dann richtig aus: Der Fahrspaß ist größer, und bei höheren Geschwindigkeiten nimmt auch die Sicherheit gefühlt und real zu. Zum Vergleich dazu sorgen Hardtails zwar für mehr klassisches Fahrradfeeling, kommen aber bei extremen Holperstrecken an ihre Grenzen.
Wichtiges Kriterium bei SUV-Bikes: Die Lenkerbreite
Die durchwegs breiten Reifen, lange Radstände und eine am Geradeauslauf orientierte Geometrie führen dazu, dass E-Bikes nicht so quirlig zu fahren sind wie etwa ein Urbanbike und dass auch die Lenkung etwas schwerfälliger reagiert als dort. Das ist ein Grund, weshalb man im E-Bike-Bereich allgemein, aber vor allem im SUV-Sektor auf breite Lenker setzt. Das verleiht viel Kontrolle bei schwierigem Untergrund.
Passend sitzen und lenken
Von aufrecht holländisch bis sportlich geht die Sitzhaltung in unserer Testauswahl. Wer sportlich fahren und die Vorteile eines vollgefederten Rads ausloten will, der braucht dazu eine dynamische Sitzhaltung und auch etwas Gewichtsbelastung des Vorderrads, um dem Stollenreifen seine vollen Führungskräfte zu geben. Aber das SUV wird nicht durch Vollfederung zum Sportrad, und man kann mit aufrechterer Sitzposition mehr Komfort genießen.
Mit SUV-E-Bikes unterwegs über Stock und Stein
Für viele Menschen kann das SUV eine Art “entschärftes” Mountainbike mit klassischer Gepäckmöglichkeit sein. Das bedeutet Fahrspaß bei niedrigeren Geschwindigkeiten als mit einem Touren- oder Cross-Country-MTB und, je nach Modell, Komfort dabei.
Leichte E-Bikes im Vergleich
Leichte E-Bikes: Agilität und Wendigkeit
Leichte E-Bikes sehen nicht nur toll aus, sondern fahren auch agil und lassen sich ohne Motorhilfe bewegen. Minimalistisch ausgestattete E-Bikes werden häufig auch als Urban- oder Gravel-E-Bikes bezeichnet. Man könnte sie auch Pendler-Pedelecs nennen. In jedem Fall sind sie besonders leicht - jedenfalls für ein Fahrrad mit elektrischem Antrieb. Meist wiegen sie unter 20 kg. Doch dafür muss der Käufer einige Kompromisse eingehen.
Kompromisse bei der Ausstattung
Anders als robuste City-E-Bikes bieten Urban-E-Bikes überwiegend kleine Akkus. Aus Gewichtsgründen verzichten die meisten E-Bikes dieser Klasse auf Gepäckträger und Schutzbleche. Aus dem gleichen Grund findet man auch keine gefederte Gabel.
Die besten leichten E-Bikes
Hier eine Übersicht einiger getesteter leichter E-Bikes mit Straßenzulassung:
| Modell | Gewicht | Preis |
|---|---|---|
| Fiido Air | 14 kg | 1499 Euro |
| Engwe Mapfour N1 Air ST | 16 kg | 1499 Euro |
| Fiido C21 | 18 kg | 899 Euro |
| Urtopia Carbon 1 Pro | 17 kg | 2499 Euro |
Vor- und Nachteile leichter E-Bikes
Leichte E-Bikes wiegen in der Regel weniger als 20 Kilogramm. Damit kann man sie auch ohne Motorunterstützung noch gut per Muskelkraft bewegen, was bei robusten E-Stadträdern oder E-Mountainbikes aufgrund des höheren Gewichts kaum möglich ist. Leichte E-Bikes sind wendig und agil, mit den meisten Modellen dieser Bestenliste kann man dank robuster Reifen auch einen Abstecher auf unbefestigten Wegen unternehmen.
Tiefeinsteiger-E-Bikes im Test
AUTO BILD hat verschiedene E-Bikes auf Herz und Nieren getestet. Um Männern den Einstieg in die E-Bike-Welt zu erleichtern, wird häufig der Begriff „Wave-Rahmen“ genutzt. Die meisten getesteten Modelle kommen in neutralen Farben, die beide Geschlechter ansprechen. Während Tiefeinsteiger früher nur in kleinen Größen erhältlich waren, gibt es heute auch Modelle für Personen bis 195 cm Körpergröße. Um die Stabilität des Rahmens ohne Oberrohr zu sichern, wurde das Unterrohr verstärkt, was jedoch das Gewicht erhöht. Nur zwei der zwölf getesteten E-Bikes wiegen unter 25 Kilogramm. Das zusätzliche Gewicht spielt bei motorunterstützten E-Bikes eine geringere Rolle.
Verwandte Beiträge:
- Günstige E-Bikes für Damen: Top Modelle im Preisvergleich
- E-Bike Funktionsweise: Technik, Komponenten & Tipps
- Big Bike Laufrad: Test & Vergleich der besten Modelle
- E-Bike Dreirad mit Mittelmotor: Komfort und Sicherheit für Senioren
- Ist Mopedfahren auf der Autobahn erlaubt? Alles, was du wissen musst!
- Helmpflicht Moped DDR: Wann galt sie und welche Helme waren erlaubt?
Kommentar schreiben