E-Bike mit extra tiefem Einstieg für Senioren im Test

Komfortable E-Bikes mit tiefem Einstieg geben Sicherheit beim Anhalten sowie beim Auf- und Absteigen - und das über alle Altersklassen und Geschlechter hinweg. Sie geben Sicherheit beim Anhalten, beim Auf- und beim Absteigen und es gibt gute Gründe, sich ein solches Fahrrad zuzulegen, über Altersklassen und Geschlechter hinweg. Komfortable E-Bikes mit tiefem Einstieg werden oft falsch eingeschätzt.

Rahmenformen und Bauarten

Fahrräder, ob „Biobike“ oder E-Bike gibt es mit unterschiedlichen Rahmenformen. Fehlt dieses mehr oder weniger waagrechte Oberrohr, spricht man von einem Bike mit tiefem Einstieg. Dabei gibt es verschiedene Bauarten. Beim Trapezrahmen ist das Oberrohr im Prinzip zwar vorhanden, allerdings nach hinten hin so stark abgesenkt, dass ein komfortabler Durchstieg möglich ist.

Sehr tiefe Einstiege bieten Waverahmen und Tiefdurchsteiger. Das Vanraam Balance ist ein Beispiel für einen Tiefdurchsteiger, es ist extra mit seinem tiefen Einstieg als E-Bike für Senioren konzipiert wurd. Bei beiden Bauarten ist das Unterrohr so stabil gebaut, dass auf ein Oberrohr oder ein parallel laufendes zweites Unterrohr verzichtet werden kann. Diese beiden sind die komfortabelsten Tiefeinsteiger.

Neben den Bauarten in Reinform gibt es Bikes, deren Rahmen nicht zu 100 Prozent in eine der obigen Definitionen passen. Der Diamantrahmen ist quasi aus zwei Dreiecken zusammengesetzt und dadurch sehr stabil. Ein Tiefeinsteiger verzichtet bauartbedingt auf dieses geschlossene Dreieck. Das sieht man etwa am Carver Cityzen E.410, einem City E-Bike Tiefeinsteiger.

Die Stabilität eines Diamantrahmens erreicht ein Tiefeinsteiger allerdings nicht zu 100%. Die Vorteile eines E-Bike Tiefeinsteigers - ein weiteres Beispiel ist das seit Kurzem verfügbare Moustache J, ein vollgefedertes E-Bike mit tiefem Einstieg - liegen auf der Hand: dank des fehlenden Oberrohrs kann man von diesem E-Bike bequem absteigen und das richtige Aufsteigen fällt ebenfalls leicht.

Man muss nicht ein Bein über den Sattel schwingen, sondern kann ein Bein ganz einfach und leicht „durch“ den Rahmen heben.

Tipps und Empfehlungen

Wer das erste Mal E-Bike fährt, muss sich an das Beschleunigungsvermögen und an das höhere Gewicht eines E-Bikes gewöhnen. Wobei es durchaus vergleichsweise leichte E-Bike Tiefeinsteiger gibt, etwa das Coboc Kallio, ein komfortables Bike mit tiefem Einstieg. Hilfreiche Tipps gibt es auf Blogs wie Tretwerk oder auch bei Herstellern.

Zum Beispiel bei Gazelle, eine Marke, die mit dem Modell Ultimate C8+ HMB Belt ein schickes E-Bike mit tiefem Einstieg und Nabenschaltung im Programm hat. Ein tiefer Einstieg, wie beim Gazelle oder beim 28-Zoll Tiefeinsteiger E-Bike von Tretwerk, wird übrigens oftmals bei E-Bikes für Anfänger empfohlen. E-Bike Tipps im Allgemeinen findet man in der Fachpresse, bei Ratgeber-Sendungen, z.B. beim NDR und auch bei einigen Online-Händlern.

Eignung und Modelle

Die genannten Vorteile und Eigenschaften der Tiefeinsteiger zeigen, dass diese Bikes und E-Bikes nicht ausschließlich für Damen geeignet und gedacht sind. Und dass es E-Bike Tiefeinsteiger mit Rahmenhöhe 60 cm und sogar mehr gibt, ist ein Indiz, dass da auch an Herren gedacht wurde. Ein explizit ausgewiesenes Tiefeinsteiger E-Bike für Herren gibt es eher nicht. Welcher Mann würde sich nicht gerne in den Sattel des Winora Sinus schwingen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Das EVO01 Wave 29 ist ein E-Bike Tiefeinsteiger MTB mit Brose S-Mag Plus Fit Antrieb und Shimano 10-Gang-Schaltung. Mit dem MonkeyLink-System von Bulls kann man ganz einfach Front- und Rücklicht anbringen, die beide vom Akku des Antriebs mit Strom versorgt werden.

Canyon bietet mit dem Precede:ON CF 9 Step Through einen E-Bike Tiefeinsteiger mit sehr modernen Design an. Das elegante Cockpit integriert viele Funktionen, unter anderem das Display des Bosch-Antriebs. Dank Nabenschaltung und Riemenantrieb ist der Wartungsaufwand gering.

Nicht nur wegen des tiefen Einstiegs wird der Komfort beim Carver Cityzen E.410 groß geschrieben. Das E-Bike ist mit einer Federgabel, einer gefederten Sattelstütze und einem bequemen Sattel ausgestattet. Das Kallio von Coboc ist ein Leichtgewicht unter den E-Bike Tiefeinsteigern. Es ist mit einem Hinterradnaben-Motor ausgestattet, dessen Akku im schlanken Unterrohr verborgen ist.

Cube bietet das Reaction Hybrid Performance wahlweise mit Diamant- oder mit Trapezrahmen an. Das vielseitige Rad ist mit einem Bosch Performance Line Antrieb ausgestattet und trotzt seiner Sportlichkeit mit Schutzblechen, Seitenständer und Lichtanlage bestückt. Ein E-Faltrad mit tiefem Einstieg. Das Flyer Upstreet 2 ist praktisch und sieht modern aus. Mit wenigen Handgriffen kann es zusammengefaltet werden, nimmt dann nur wenig Platz ein, ob im Kofferraum, in der Bahn oder zuhause.

Das Gazelle Ultimate C8+ HMB Belt ist ein sportlich-komfortables City-Bike mit tiefem Einstieg und Frontfederung. Es ist mit einer Shimano Nexus 8-Gang-Nabenschaltung und einem Bosch Active Line Plus Motor ausgestattet. Gudereit bietet mit dem EC-3 ein schlankes E-Bike für die City an, das mit einem Bosch Active Line Plus Motor und einer Shimano Nexus 7-Gang-Schaltung bestückt ist.

Das Rad kann konfiguriert werden, es stehen nicht nur verschiedene Farben, sondern auch vier unterschiedliche Rahmenformen zur Wahl. Der Rahmen des innovativen, vollgefederten E-Bike Tiefeinsteigers Moustache J besteht aus lediglich zwei Teilen, sodass die Federung frei von Antriebs- und Bremseinflüssen ist. Mit dem Balance bietet Vanraam ein Tiefeinsteiger Bike an, das sich optional mit einem firmeneigenen Tretunterstützungssystem zum E-Bike wandelt.

E-Bikes speziell für Senioren

E-Bikes sind in allen Altersgruppen äußert beliebt. Gerade für Senioren eröffnen sie eine komfortable Möglichkeit, auch im höheren Alter aktiv, mobil und unabhängig zu bleiben. Die elektrische Unterstützung erleichtert Ausflüge ins Grüne, den Weg zum Einkaufen oder auch längere Touren, bei denen Steigungen oder Gegenwind kein Hindernis mehr darstellen. Doch welches E-Bike ist das richtige?

Tiefer Einstieg, einfache Bedienung - mit dem richtigen Modell können auch ältere Menschen in die Welt der elektrischen Mobilität eintauchen.

Empfohlene Modelle

  • Tern NBD S5i: Das Tern NBD S5i gehört zu den Kompakt-E-Bikes und bietet einen sehr tiefen und breiten Einstieg. Die Bauweise bedingt zudem einen tiefen Rad-Schwerpunkt sowie eine sehr aufrechte Sitzhaltung. Angetrieben wird es von einem Motor der Bosch Performance Line, der mit einem 500 Wattstunden-Akku kombiniert ist. Eine fünf Gang Nabenschaltung hilft bei der Feinabstimmung beim Treten. Das E-Bike kommt zudem mit einer festinstallierten Lichtanlage, hydraulischen Scheibenbremsen und einem Gepäckträger.
  • Centurion Easy R900i EP1: Das Easy R700i von Centurion überzeugt besonders durch seinen tief gezogenen, breiten Durchstieg, der Senioren ein sicheres und bequemes Auf- und Absteigen ermöglicht. Der starke Bosch Performance Line CX Motor und der große 625-Wattstunden-Akku bieten kraftvolle Unterstützung auch bei längeren Ausflügen. Mit ergonomischen Griffen, einem komfortablen Sattel und stabilen Schwalbe-Reifen ist für hohen Fahrkomfort und gute Stoßdämpfung gesorgt. Für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen helle LED-Lichter, ein hochwertiges Bremssystem von Shimano und ein stabiles Rahmenschloss von Abus. Außerdem lassen sich Lenker und Vorbau individuell anpassen, sodass eine angenehme, aufrechte Sitzposition garantiert ist.
  • Kalkhoff Image 5+ Advance ABS: Das Kalkhoff Image 5+ Advance ABS ist unter anderem dank seines Wave-Rahmens ein besonders seniorenfreundliches E-Bike, das vor allem durch sein hohes Maß an Sicherheit überzeugt. Das integrierte Bosch eBike ABS-System sorgt dafür, dass auch bei plötzlichen Bremsmanövern maximale Kontrolle gewährleistet ist - ein großer Vorteil für sicheres Fahren im Stadtverkehr und auf längeren Ausflügen. Die aufrechte Sitzposition, die gefederte Sattelstütze und der komfortable Sattel bieten ein sehr angenehmes Fahrgefühl, auch auf unebenen Wegen. Dank des wartungsarmen Riemenantriebs und der praktischen Schiebehilfe wird das Radfahren zusätzlich erleichtert, insbesondere bei Steigungen oder im Alltag. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch helle Beleuchtung mit Bremslicht-Funktion, rutschfeste Pedale und einen stabilen Rahmen. Wahlweise ist das Kalkhoff-E-Bike auch mit einem Diamant-Rahmen verfügbar, es stehen mehrere Rahmengrößen zur Auswahl.
  • Gazelle Easyflow C7: Das Gazelle Easyflow C7 ist ein besonders komfortables E-Bike für entspannte Fahrten in der Stadt und durch die Natur, mit einem tiefen Einstieg für leichtes Auf- und Absteigen. Der aufrechte Sitz, der weiche Sattel, breite Schwalbe Big Ben Plus Reifen und ergonomische Griffe sorgen für hohen Fahrkomfort und gute Federung. Der leistungsstarke Shimano-Akku ist wahlweise mit 418 Wattstunden (Wh), 504 Wh oder 630 Wh erhältlich, lässt sich einfach entnehmen und bietet dank intelligentem Managementsystem eine hohe Reichweite. Ein weiterer Vorteil ist die Geometrie, die es erlaubt, sogar im Stand bequem beide Füße auf den Boden zu stellen.
  • Pfautec Scoobo: Das E-Bike mit drei Rädern: Mit pfautec gibt es einen Anbieter, der sich auf dreirädrige E-Bikes spezialisiert hat. Die meisten Modelle haben dabei zwei Räder hinten und eins vorne. Der große Vorteil: Der Fahrer kann im Stand auf dem Rad sitzen bleiben. pfautec setzt auf den Bosch Active Line Plus Motor, einen 500 Wattstunden-starken Akku und einer 7-Gang-Nabenschaltung. Darüber hinaus bringen LED-Scheinwerfer und das LED-Rücklicht erhöhte Sichtbarkeit. Die hydraulischen Scheibenbremsen sind mit einer Feststellfunktion ausgestattet.

Checkliste für den Kauf eines E-Bikes für Senioren

E-Bikes für Senioren müssen zu deren körperlicher Voraussetzungen passen und mit Bedacht ausgewählt werden. Folgende Checkliste sollte daher jeder für sich vor dem Kauf durchgehen.

  • Rahmenform: Oft fällt älteren Menschen die Handhabung mit einem E-Bike leichter, das einen tiefen Einstieg, also einen sogenannten Wave-Rahmen, hat.
  • Fahrrad-Typ: Als Fahrrad-Typ eignen sich sowohl City-, Trekking- als auch die beliebten Kompakt-E-Bikes. Letztere sind aufgrund ihrer Größe oft leichter und insgesamt einfacher in der Handhabung. Je nach motorischer Einschränkung bieten einige Hersteller auch E-Bikes mit drei Rädern an.
  • Gewicht: E-Bikes sind aufgrund ihres Akkus und Motors schwerer als Bio-Bikes. Dennoch gibt es Unterschiede. Denn je größer der Akku, umso höher die Reichweite, aber desto schwerer das Rad. Daher sollte man überlegen, welche Strecken man zurücklegen möchte und ob gegebenenfalls ein E-Bike mit einem nicht ganz so großen Akku ausreicht.
  • Ergonomie: Ein angenehmer Sattel, eine gute Auflagefläche bei den Griffen und eine aufrechte Sitzhaltung. Das E-Bike sollte so geschnitten sein, dass sich der Best-Ager wohlfühlt, die Hände nicht einschlafen oder andere Körperteile schmerzen. Sattel, Sattelhöhe und Lenkergriffe lassen sich bei Bedarf schnell tauschen und anpassen. Bei der Probefahrt muss der Fahrer einfach ein gutes Gefühl bekommen.
  • Unkomplizierte Bedienung: Ein E-Bike bringt eine gewisse Technik mit sich und eine Einweisung der verschiedenen Funktionen sollte beim Kauf erfolgen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Display gut ablesbar ist. Mitunter macht es auch Sinn, sein E-Bike mit der entsprechenden App zu koppeln. Insgesamt wird der Best-Ager vermutlich die meiste Freude an seinem Rad haben, wenn er es großteils intuitiv bedienen kann.
  • Gepäckoptionen: Wer mit dem E-Bike seine Einkäufe erledigen möchte, sollte darauf achten, dass beispielsweise ein Gepäckträger vorhanden ist. Befestigt man rechts und links eine Tasche, sollte man stets auf eine ausgeglichene Gewichtsverteilung achten.
  • Unterschiede zum Bio-Bike kennenlernen: Durch die höhere Geschwindigkeit und das höhere Gewicht des Fahrrads verändert sich der Bremsweg. Daher sollte man sich erst mit seinem neuen Rad auf einem Privatgrundstück oder einer wenig befahrenen Straße vertraut machen und auch mal eine Vollbremsung üben, bevor man sich in den Großstadtverkehr traut. Mitunter macht auch ein E-Bike-Kurs Sinn, den man zum Beispiel beim ADFC buchen kann.
  • Helm: Gerade für Senioren ist es oft ungewohnt, einen Helm zu tragen. Dieser sollte jedoch zur festen Ausstattung gehören, wenn man sich auf’s Rad schwingt.

ADAC Test von preiswerten E-Bikes mit tiefem Einstieg

Der ADAC hat zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h getestet. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.

Testergebnisse im Detail

Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.

Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil Fahren Sicherheit und Haltbarkeit Antriebssystem und Motor Handhabung Schadstoffe in den Griffen und Sattel
Deruiz E-Bike Quartz,28 Zoll Trekking Elektrofahrrad 1399 2,5 2,2 1,8 3,2 3,0 2,5
Fischer E-Bike Cita 2.2i 1949 2,5 2,6 2,6 2,3 2,6 2,5
Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.21 599 2,8 2,6 2,6 3,6 2,3 1,0
Decathlon Elops 900E 1299 3,0 2,3 3,0 3,7 3,2 2,5
Prophete Geniesser City E-Bike 28" 1600 3,0 2,7 3,3 3,5 2,6 2,5
Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad 1799 3,0 2,5 2,7 3,9 2,8 2,5
F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec 899 3,2 2,7 3,0 4,4 2,9 2,5
Heybike EC 1-ST 1195 - - - - - -

Wichtige Erkenntnisse aus dem Test

  • Geringe Reichweite des Akkus und lange Ladedauer bei den meisten getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs.
  • Defizite beim Antrieb.
  • Schadstoff Naphthalin wurde in den Griffen und im Sattel gefunden.
  • Der Weichmacher DEHP wurde in den Griffen und im Sattel gefunden (gilt als fortpflanzungsgefährdend).

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