E-Bike-Akkus können unterschiedlich platziert werden. Es gibt E-Bike-Akkus für den Gepäckträger, fest im Rahmen verbaute E-Bike-Akkus und Modelle, die am Sitz- oder Unterrohr verbaut sind. Auf den ersten Blick scheint die Positionierung des E-Bike-Akkus vor allem optisch einen Unterschied zu machen. Tatsächlich sind die Auswirkungen bei genauerem Hinsehen jedoch deutlich größer. Jede Positionierung des E-Bike-Akkus bietet Vor- und Nachteile. Wer ein neues E-Bike kaufen möchte, sollte diese kennen.
Jeder Hersteller hat seine ganz eigene Idee davon, wie ein E-Bike auszusehen hat. Bei der Designentwicklung wird natürlich auch darauf geachtet, wo der E-Bike-Akku später positioniert werden soll.
Verschiedene Positionen von E-Bike-Akkus
Elektrische Fahrrad-Akkus werden meistens im Unterrohr installiert, aber es gibt auch Akkus, die im Oberrohr oder Sitzrohr des Rahmens zu finden sind (fest oder entfernbar). Im Fall der integrierten Version werden die Akkus meistens im Unterrohr installiert, aber es gibt auch Akkus, die im Oberrohr oder Sitzrohr des Rahmens zu finden sind (fest oder entfernbar). Durch die Verpackung des Fahrradakkus im Rahmen sieht jedes E-Bike fast aus wie ein normales Fahrrad.
E-Bikes, in denen diese Akkus installiert sind: E-Mountainbikes, E-Trekkingräder, E-Stadträder, E-Rennräder, E-Lastenräder.
Vorteile des Rahmenakkus
- Visuell ansprechend
- Akku ist aerodynamisch integriert
- Fährt wie ein normales Fahrrad
- Genügend Platz für einen Flaschenhalter
- Kabelbaum im Rahmen versteckt
- Nahe am Mittelmotor
- Niedriger Schwerpunkt
- Robuste Konstruktion
Nachteile des Rahmenakkus
- In einigen Fällen ist der integrierte Akku etwas schwerer.
- Manchmal ist der Akku nicht oder nur schwer entfernbar
- Das Elektrofahrrad muss als Ganzes zu einer Steckdose
- Oft eine teurere Konstruktion
- Die neuen integrierten Fahrradakkus sind oft schwer zu überholen.
Teilintegrierte Rahmenakkus
Es gibt auch teilintegrierte Rahmenakkus für E-Bikes. Hier sind nur einzelne Komponenten fest im Rahmen verbaut.
E-Bike-Akku am Unterrohr
E-Bike-Akkus am Unterrohr werden außen auf dem Rahmen aufgebracht. Das hat im Vergleich zu Intubes den Vorteil, dass keine Hohlräume im Rahmen existieren, was für eine höhere Rahmenstabilität sorgt. Die kompakte Bauform der oftmals sehr schlanken Akkus ist ebenfalls sehr attraktiv.
E-Bike-Akku im Unterrohr (Intube)
Bei sogenannten Intubes ist der E-Bike-Akku im Unterrohr verbaut. Dadurch wird er optisch unsichtbar, was eine ansprechende Ästhetik unterstützt. Der integrierte E-Bike-Akku ist außerdem hervorragend gegen Steinschlag, Nässe und Spritzwasser geschützt, was seine Lebensdauer verlängern kann.
Tipp: Sie fahren zwar am liebsten mit dem Pedelec, möchten aber nicht, dass dieses auf den ersten Blick als motorisiertes Bike erkennbar ist?
Nachteile von E-Bike-Akkus am Unterrohr
E-Bike-Akkus, die mittig außen am Unterrohr befestigt werden, sind während der Fahrt verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Regen, Sonnenschein, Steinschlag oder Schmutz - sie nehmen alles mit. Darüber hinaus kann der Akku beim Ein- oder Abstieg im Weg sein. Bei Stürzen sind sie besonders gefährdet, einen Schaden zu erleiden.
Zuallererst muss bedacht werden, dass im Rahmen verbaute Akkus eine entsprechend dicke Rahmenkonstruktion benötigen. Dies ist eine Geschmacksfrage - filigrane Fahrraddesigns lassen sich so eher nicht umsetzen. Durch die Integration im Rahmen besitzt dieser einen Hohlraum, was ein paar Minuspunkte bei der Stabilität mitbringen kann. Und auch das Handling ist bisweilen nicht überzeugend: Es gibt manche E-Bike-Akkus, die fest verbaut sind und sich nicht entfernen lassen. In diesem Fall ist das Laden des Akkus sehr umständlich. Außerdem wichtig: E-Bikes mit integrierten Akkus sind in der Regel deutlich teurer.
Insbesondere bei den integrierten E-Bike-Akkus sollten Sie beim Kauf darauf achten, ob die Batterie entnehmbar ist oder immer im Rahmen verbleibt. Beide Varianten bieten Vorteile, jedoch ist das Handling bei fest verbauten E-Bike-Akkus etwas ungünstig. Weil die Batterie nicht entnommen werden kann, wird das Laden umständlicher.
Tipp: Insbesondere integrierte Akkus lassen sich oft mit einem Doppelakku kombinieren.
E-Bike-Akku am Gepäckträger
Dank der höheren Positionierung am Rad ist der E-Bike-Akku am Gepäckträger besser gegen Spritzwasser geschützt. Durch den Einbau direkt unter- bzw. oberhalb des Gepäckträgers wird er außerdem fast unsichtbar. Weiterhin lassen sich hinten verbaute E-Bike-Akkus sehr leicht entnehmen und behindern nicht den Einstieg in das Fahrrad. Das unkomplizierte Handling macht diese Variante vor allem für Vielfahrer ideal. Darüber hinaus gehören E-Bike-Akkus am Gepäckträger zu den günstigsten Modellen.
Nachteile von hinten montierten E-Bike-Akkus
Ein hinten bzw. am Gepäckträger montierter E-Bike-Akku verlagert den Schwerpunkt des Rades nach oben. Das kann die Straßenlage des Bikes stark verändern und vor allem in Kurven zu einem schlechteren Fahrgefühl führen. Zudem ist das Gewicht insgesamt sehr hecklastig verteilt, was vor allem bei Rädern mit Mittelmotor etwas ungünstig sein kann. Hinzu kommt, dass der E-Bike-Akku am Gepäckträger meist ungeschützt ist, wodurch er schneller verschmutzen kann. Je nach Modell kann es außerdem schwierig werden, Fahrradtaschen etc. anzubringen.
E-Bike-Akku am Sitz- bzw. Sattelrohr
Ist der E-Bike-Akku am Sitz- bzw. Sattelrohr eines Fahrrads montiert, ermöglicht er einen schnellen, unkomplizierten Zugang zur Batterie.
Nachteile von am Sitz- bzw. Sattelrohr montierten E-Bike-Akkus
Die Positionierung des E-Bike-Akkus am Sitz- bzw. Sattelrohr bringt deutlich mehr Nachteile als Vorteile. Zum einen wirkt die Platzierung unterhalb des Sattels ästhetisch wenig ansprechend und eher klobig. Zum anderen kann sie den Einstieg behindern und der Akku ist während der Fahrt komplett ungeschützt - Steinschlag, Spritzwasser und Co.
Checkliste zur Steigerung der Reichweite
Da die Reichweite eines E-Bike-Akkus von vielen Faktoren beeinflusst wird, müssen diese immer im Zusammenspiel betrachtet werden. Die folgende Checkliste gibt einen Überblick:
- Akku-Kapazität: Die Kapazität des E-Bike-Akkus, gemessen in Wattstunden (Wh), ist ein entscheidender Faktor. Ein Akku mit größerer Kapazität kann mehr Energie speichern und bietet in der Regel eine längere Reichweite. Ein kleinerer Akku hat eine begrenztere Reichweite.
- Unterstützungsmodus: E-Bikes bieten oft verschiedene Unterstützungsmodi, die den Energieverbrauch beeinflussen. Höhere Unterstützungsstufen (z.B. Turbo) verbrauchen mehr Energie und verkürzen die Reichweite im Vergleich zu niedrigeren Stufen (z.B. Eco).
- Fahrergewicht: Das Gewicht des Fahrers und eventueller Passagiere beeinflusst die Reichweite. Schwerere Lasten erfordern mehr Energie, um das E-Bike zu bewegen.
- Fahrgeschwindigkeit: Höhere Geschwindigkeiten erfordern mehr Energie, da der Luftwiderstand zunimmt. Das Fahren mit hoher Geschwindigkeit verkürzt die Reichweite im Vergleich zum gemäßigten Fahren.
- Gelände: Das Gelände, auf dem Sie fahren, hat einen erheblichen Einfluss auf die Reichweite. Das Bewältigen von Hügeln erfordert mehr Energie als das Fahren auf flachem Gelände. Bergauffahren verkürzt die Reichweite erheblich.
- Wind: Gegenwind oder starker Wind kann den Energieverbrauch erhöhen und die Reichweite reduzieren.
- Reifen und Luftdruck: Breite Reifen und niedriger Luftdruck können den Rollwiderstand erhöhen und mehr Energie verbrauchen. Der richtige Reifendruck beim Fahrrad ist wichtig, um die Reichweite zu optimieren.
- Temperatur: Die Umgebungstemperatur kann die Leistung des Akkus beeinflussen. Kälte kann die Akku-Leistung verringern, während Wärme sie verbessern kann.
- Gewählter Gang: Die Wahl des richtigen Gangs beeinflusst die Anstrengung des Motors und den Energieverbrauch. Das Schalten in niedrigere Gänge kann die Reichweite erhöhen.
- Nutzung von Zusatzfunktionen: Die Verwendung von Zusatzfunktionen wie Lichtern, Displays oder integrierten USB-Ladegeräten kann den Energieverbrauch erhöhen und die Reichweite verkürzen.
- Akkualterung: Im Laufe der Zeit kann die Kapazität eines Akkus abnehmen, was zu einer verkürzten Reichweite führen kann.
Kosten von E-Bike-Akkus
Ab 2000 Euro gibt es E-Bikes mit solider Akku-Qualität. Jedoch wird dann oft am Rahmen und der Ausstattung gespart. E-Bikes mit Aluminiumrahmen und guten Federungskomponenten sind in der Preisklasse von 2000 bis 3500 Euro zu haben.
Die Preisspanne für E-Bike-Akkus (ohne Fahrrad) kann je nach Akku-Kapazität von rund 300 Euro bis über 1000 Euro reichen.
Die richtige Wahl treffen
Um die richtige Wahl für Ihr Elektrofahrrad zu treffen, empfehlen wir, das Fahrrad gut zu testen. Machen Sie eine Probefahrt oder nehmen Sie das Fahrrad für einige Tage mit, um ein gutes Gefühl für Ihr E-Bike zu bekommen. Sobald Sie mehrere Fahrräder ausprobiert haben, haben Sie ein klares Bild davon, was Sie von jedem E-Bike erwarten können.
Die Frage, ob der E-Bike-Akku hinten am Gepäckträger oder in der Mitte außen bzw. integriert platziert sein sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn jede Variante bietet Vor- und Nachteile. Im Idealfall sollte man mit einem neuen Pedelec deshalb immer eine Probefahrt drehen, um sicherzustellen, dass man mit dem jeweiligen Schwerpunkt sowie mit dem Einstieg gut klarkommt.
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