Ein E-Bike mit Beiwagen - das sieht deutlich cooler aus als ein Lastenrad oder ein Anhänger. Schicker kann man Lasten kaum mit dem Rad transportieren. Vor allem dann, wenn das Gespann in Militär-Oliv geordert wird.
Bad Bike Beach Vintage Side Fat: Ein stylischer Hingucker
Der italienische Hersteller Bad Bike ist auf Fatbikes - also Räder mit breiten Reifen - und stylischen Rahmen spezialisiert. Solche Räder sind etwas für Kunden, die einen Hingucker suchen, mit dem sie auffallen. Neben dem Standardmodell im typischen Cruiser-Look, wartet Bad Bike mit einer Besonderheit auf: Einem Rad mit Beiwagen. Es wirkt wie die Miniaturausgabe eines Motorrad-Gespanns - im matten Oliv erinnert es an die Modelle aus dem Zweiten Weltkrieg.
Neben dem Platz auf dem Sattel, hat das Bike also einen Beiwagen, in dem Lasten, ein kleines Kind oder ein Hund mitgenommen werden kann. Allerdings ist der Beiwagen ohnehin nicht für Erwachsene geeignet, da er nur mit höchstens 35 kg beladen werden darf. Er ist also primär für die Mitnahme von Kindern oder den Transport von Einkäufen geeignet.
Als Energiespeicher setzt Bad Bike auf einen 468 Wh großen Akku von Samsung mit 36 V und 13 A, der laut Hersteller für 30 bis 50 km Reichweite abhängig von dem Gesamtgewicht langt. Dazu kommen Scheibenbremsen von Tektro, eine Shimano Altus Kettenschaltung mit 7 Gängen sowie 26 Zoll große Juggernaut Fat-Reifen mit einer Dicke von 4 Zoll.
Erhältlich ist das Beach Vintage Side Fat in vier verschiedenen Farben: Mattschwarz, Rot, Grün und Aluminium/Schwarz. Die straßenzugelassene Variante mit 250 Watt kostet 3.245 Euro plus Umsatzsteuer, die 500-Watt-Version liegt bei 3.670 Euro netto. Bestellt werden kann es direkt beim Hersteller. Damit ist das Bad Bike Beach Vintage Side Fat kein günstiges Unterfangen.
Technische Details des Bad Bike Beach Vintage Side Fat:
| Komponente | Spezifikation |
|---|---|
| Motor | Bafang 8 Fun RMG06 (250W oder 500W) |
| Drehmoment | Maximal 40 Nm |
| Akku | Samsung 468 Wh (36V, 13A) |
| Reichweite | 30-50 km (abhängig vom Gesamtgewicht) |
| Schaltung | Shimano Altus mit 7 Gängen |
| Bremsen | Tektro Scheibenbremsen |
| Reifen | 26 Zoll Juggernaut Fat-Reifen (4 Zoll dick) |
| Zuladung Beiwagen | max. 35kg |
MOD Easy Sidecar: Ein E-Bike im Vintage-Design
Mit dem Mod Easy Sidecar 3 aus den USA könnte auch bald ein E-Bike mit Beiwagen auf unseren Straßen zu sehen sein. Als Beifahrer kann sogar ein leichter Erwachsener mit maximal 69 kg mitfahren. Ins Auge fällt das E-Bike nicht nur durch den Beiwagen, sondern auch durch das von einem Motorrad inspirierte Vintage-Design. Am auffälligsten ist das einem Motorrad nachempfundene Oberrohr.
Das selbst Bike wiegt 35 kg und kann mit maximal 135 kg beladen werden. Der Beiwagen hat ein Leergewicht von 19 kg und darf mit maximal 68 kg beladen werden. Seine Maße betragen 110 x 72 x 54 cm. MOD bietet dafür einen Kindersitz und der Wagen ist „Pet ready“. Dafür gibt es eine Vorrichtung, an der man die Hundeleine befestigen kann.
Angetrieben von einem 750 W Motor mit 69 Nm fährt das Gespann mit Aluminiumrahmen bis zu 45 km/h. Mit dem 720 Wh Samsung Powerpack Akku sollen Reichweiten zwischen 75 und 160 km erreichbar sein. Zum Laden kann der Akku entnommen werden.
Bei den Bremsen handelt es sich um 180 mm hydraulische Scheibenbremsen. Gröbere Stöße und Unebenheiten werden von der integrierten Federung abgefangen.
Das Mod Easy Sidecar ist standardmäßig mit einem stabilen Ständer, Schutzblechen, einer Klingel und einem Display ausgestattet. Am Rahmen sind Vorrichtungen angebracht, um eine Wasserflasche, ein Schloss oder eine Pumpe anzubringen. Natürlich ist das E-Bike auch mit Beleuchtung ausgestattet. Das MOD Easy ist von der Geometrie als „One size fits all“ konzipiert und passt für Menschen zwischen 158 und 206 cm. Sitz und Lenker lassen sich an den Fahrer anpassen.
Den Preis geben die Amerikaner mit gut 3900 Euro an. Trotzdem dürfte das Konzept ein Nischenprodukt bleiben.
Herausforderungen und Einschränkungen
Der Hauptnachteil an dem schicken Konzept ist nicht das fehlende Drehmoment, sondern die Breite. Ein Knackpunkt beim Mod Easy Sidecar ist sicherlich die Gesamtbreite. Mit Beiwagen misst das Gespann stolze 130 cm. Sich damit durch den engen Stadtverkehr schlängeln? Eher schwierig.
In Deutschland werden auch gern Metallbügel vor Straßenübergängen quer zum Radweg gebaut, um die Radler herunterzubremsen. Solche Hindernisse dürfte man gar nicht passieren können.
Die 250-Watt-Version ist mit einem Bafang 8 Fun RMG06 Motor ausgestattet, der maximal 40 Nm Drehmoment aufbringt. Ob dies ausreicht, um das Gewicht von alleine 33 kg plus zwei Personen vernünftig in Bewegung zu versetzen, ist fraglich.
Alternativen: Lastenräder und E-Mofas
Gerade in Städten erleben die sogenannten »Lastis« seit einiger Zeit einen regelrechten Hype. Dabei gibt es neben dem klassischen Lastenrad, mit dem man Gegegnstände wie Kisten, Möbel oder einfach den Einkauf im Supermarkt transportiert, auch immer mehr Lastenräder für Familien.
Die Elektrofahrräder von Urban Drivestyle sind anders als fast alle anderen Räder mit E-Motoren. Sie sind überhaupt nicht vom klassischen Drahtesel aus gedacht, sondern begründen eine eigene Gattung. Man kann formulieren: Sie erinnern in vielem an ein kleines Elektromotorrad, welches so umgetrimmt wurde, dass es rechtlich als Pedelec durchgeht und Radwege benutzen darf und keine extra Versicherung benötigt.
Fazit
Motorräder mit Beiwagen sind mehr oder weniger von den Straßen verschwunden. Es könnte aber gut sein, dass man in Zukunft das eine oder andere E-Bike mit Beiwagen sieht.
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