In den vergangenen Jahren haben sich E-Bikes zu einer beliebten Möglichkeit entwickelt, umweltfreundlich weite Strecken in der Stadt zurückzulegen. Sie sind eine tolle, nachhaltige Mobilitätslösung für jeden, ob jung oder alt, der mühelos ans Ziel kommen möchte. Dabei bezeichnet der Begriff E-Bike verschiedene Fahrradarten, die durch einen Motor unterstützt werden.
Was ist der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec?
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist bei Fahrrädern, die durch einen Motor unterstützt werden, eigentlich immer die Rede von E-Bikes. Es gibt allerdings eine feine und rechtlich sehr wichtige Zweiteilung in E-Bikes und Pedelecs:
- Pedelecs: E-Bikes bis 25 km/h heißen Pedelecs (Pedal Electric Cycle) und werden juristisch wie Fahrräder behandelt. Es wird keine Fahrberechtigung benötigt, es existiert kein Mindestalter und keine Helmpflicht. Auch ein Versicherungskennzeichen ist nicht notwendig. Der Fahrende muss immer selbst in die Pedale treten, der Motor hat lediglich eine unterstützende Funktion.
- S-Pedelecs: Dies sind Pedelecs bis 45 km/h. Wichtig: S-Pedelecs sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit Kraftfahrzeuge und brauchen ein eigenes Versicherungskennzeichen. Das Mindestalter für das Fahren von S-Pedelecs beträgt 16 Jahre. Notwendig ist außerdem eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie ein geeigneter Helm. Außerdem darf es nur auf der Straße gefahren werden und nicht auf Radwegen.
- “Echte” E-Bikes: Sie fahren auch ohne Muskelkraft, und zwar auf Knopfdruck. Bis 25 km/h gelten sie als Mofa. Der Fahrende muss eine Mofa-Prüfbescheinigung innehaben, sofern er nach dem 31.3.1965 geboren wurde und nicht Inhaber einer Fahrerlaubnis ist. Verpflichtend ist zudem ein Versicherungskennzeichen sowie ein geeigneter Helm.
Zudem gilt für E-Bikes sowie S-Pedelecs eine Promillegrenze von 0,5 Promille. Diese ist also genauso hoch wie für Kraftfahrzeuge. Bei Fahrrädern und Pedelecs ist sie dagegen etwas höher. Der Transport von Kindern in Anhängern ist mit dem E-Bike verboten, beim Pedelec ist das Anbringen von Kinderanhängern kein Problem.
Zusammengefasst: Wirklich unkompliziert sind nur Pedelecs, die wie Fahrräder gehandhabt werden. Insbesondere Personen ohne Führerschein sollten beim Kauf eines Urban E-Bike unbedingt darauf achten, dass es sich um ein Pedelec handelt.
Worauf achten beim Kauf eines Urban E-Bike?
Es gibt viele verschiedene E-Bike-Arten und -Modelle. Auf die folgenden Elemente ist beim Kauf eines Urban E-Bikes besonders zu achten:
- Rahmen: Der Rahmen beeinflusst den Fahrstil durch sein Gewicht und seine Größe. Er sollte die eigene Körpergröße nicht übersteigen. Tiefeinsteiger sind besonders toll als Urban E-Bikes, weil man mit ihnen sogar im Anzug zur Arbeit radeln kann.
- Motor: Es gibt zwei Antriebsarten: Nabenmotor (auch: Vorderradmotor) und Mittelmotor. Der wichtigste Unterschied ist, dass der Mittelmotor direkt am Tretlager montiert wird. Er verlagert das Gewicht des Rads so nach unten, was für das Fahrgefühl sehr angenehm ist.
- Reichweite: Urban E-Bikes sind für die Stadt konzipiert, das heißt, sie eignen sich wunderbar für kürzere Distanzen. Dennoch gibt es teils große Unterschiede bei der Reichweite der E-Bike-Modelle. Wer täglich lange Strecken fährt, sollte unbedingt darauf achten, dass der E-Bike Akku mitspielt.
Top Marken für Urban E-Bikes
Hier sind einige der Top-Marken, die hochwertige und optisch ansprechende Urban E-Bikes herstellen:
- Ebike das Original
- Geero
- Angell
- Rad Power Bikes
- Schindelhauer
- BZen
- Coboc
- MTB Cycletech
- VanMoof
- Cowboy
- Econic One
- Ampler
Urban Drivestyle Unimoke
Als kompaktes Nutz- und Arbeitsrad konzipiert präsentiert die Berliner Manufaktur Urban Drivestyle das Unimoke, das die Moped-Optik der 60er und -70er Jahre mit einem Elektroantrieb kombiniert. Die Optik pocht ganz klar auf Mofa, die technischen Daten decken aber auf: das Unimoke rollt als EU-legales Pedelec mit 250 Watt Leistung an den Start und ist bei 25 km/h abgeregelt. Umgangssprachlich handelt es sich also um ein ganz normales E-Bike. Ein Versicherungskennzeichen ist nicht notwendig, der Helm ist freiwillig und einen Führerschein braucht’s auch nicht.
Das Unimoke wiegt laut Hersteller je nach Ausstattung zwischen 29 und 32 Kilogramm, und ist auf ein Gesamtgewicht von 150 Kilo ausgelegt. In Sachen Reichweite gibt der Hersteller bis zu 40 Kilometer an - mit der Standard-Batterie (14,6 Ah) und im Fahrmodus 2. Der Akku ist herausnehmbar. Zur Not wird in die Pedale getreten - das Unimoke hat nämlich eine reguläre Gangschaltung.
Technische Daten und Preis
- Max. zulässige Geschwindigkeit: 25 km/h (Deutschland/EU)
- Motorleistung: 250 W (Deutschland/EU)
- Reichweite: 40-45 km je nach Gelände und Fahrergewicht bei Fahrstufe 2
- 9 Fahrstufen
- Beleuchtetes LCD Display mit allen Fahrdaten
- Tektro/ MAGURA Scheibenbremsen 180 mm
- PAS Sensor: Tretfrequenzsensor
- Cromoly Stahrahmen und NIROSTA Schraubensätze
- Faltbare Pedale
- KENDA/CRS-Hochleistungsreifen 20x4 Zoll
- Hochlast-Seitenständer
- Optionaler Gasdrehgriff (CH/ AT) und Schiebehilfe bis 6 km/h
- Gewicht mit Akku: 30 kg
- Packmaße: 35 kg (170 x 35 x 120 cm)
- Max. Zuladung: 120 kg
- Akku: Samsung/Panasonic 36 V 14.5 Ah
- Ladezeit: 4-5 Stunden
- Maße: Länge: 172 cm; Breite über Lenker: 61 cm; Sitzhöhe: 84 cm
- Garantie: zwei Jahre auf Rahmen und Fahrgestell plus ein Jahr auf Motor/Elektronik, ausgenommen Verschleißteile und selbstmontiertes Zubehör.
Das Unimoke 250 CE kostet ab 2.490 Euro, das Unimoke 750 SL ab 2.690 Euro und das Swing ab 2.490 Euro.
Hercules Prima 5E
Hercules Bikes präsentiert mit dem Prima 5E ein E-Bike in nostalgischer Mofa-Optik. Das Rad ist nach eigenen Aussagen der Nachfolger des gleichnamigen Mofas und soll Retro-Charme und modernste Technologie miteinander verbinden. Dabei sollen die breiten Reifen von Schwalbe dafür sorgen, dass das E-Bike sicher auf der Straße liegt. Das Prima 5S hat zudem eine StVZO-konforme Beleuchtung mit Tagfahrlicht. Für die Feinabstimmung beim Treten hilft eine Shimano Nexus-Fünf-Gangschaltung.
Als Antrieb dient dem E5 ein Bosch Performance Line der dritten Generation. Statt Gemisch tankt das Pedelec natürlich Strom, der in einem auf dem Rahmen sitzenden Akku mit einer Kapazität von 545 Wattstunden (Wh) gespeichert wird. Dafür soll der Rahmen besonders stabil ausfallen, mit einem Gewicht von bis zu 150 Kilogramm belastbar sein.
Das in Blau und Orange verfügbare Hercules Prima E5 ist ab Mai 2024 zum Preis von 4.399 Euro erhältlich.
Himiway Escape Pro
Das Himiway Escape Pro ist ein elektrisches Fahrrad mit großem Akku, starkem Motor und optimaler Federung. Es sieht mit seinen 20-Zoll-Breitreifen und einer Sitzbank eher an ein Mofa oder Moped erinnert. Statt eines Benzintanks verfügt das Mofa-E-Bike über einen 840-Wh-Akku (48 Volt, 17,5 Ah), der den 250 Watt starken Hinterradmotor mit einem maximalen Drehmoment von 80 Nm und einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h antreibt und für eine Reichweite von 56 bis 80 Kilometer sorgen soll. Es bietet zudem eine gute Lichtanlage, Schutzbleche, Gepäckträger, Federung vorn und hinten sowie ordentliche Bremsen. Zudem eignet es sich auch für schwere Personen bis zu 160 kg - was im E-Bike-Bereich eine echte Seltenheit ist.
Als Tiefeinsteiger ist das Himiway Escape Pro besonders für kleine Personen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen geeignet, für die es oft mühsam ist auf ein Rad mit Querstange zu steigen. Laut Hersteller ist das Escape Pro für Personen mit einer Körpergröße zwischen 155 und 185 cm geeignet.
Das Himiway Escape Pro bietet mit seinen dicken 20-Zoll-Reifen und der einstellbaren Vorder- und Hinterrad-Federung einen hohen Fahrkomfort. Bereits ein leichtes Treten der Pedale bringt den Motor auf Trab. Auf flacher Strecke reicht bereits ein Scheintreten aus, um die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h zu halten. Das Mofa-E-Bike vermittelt zudem Sicherheit, und zwar auf nahezu jedem Untergrund. Es ist sehr gut verarbeitet und aufgrund der Mofa-Form ein echter Hingucker.
Fafrees FF20 Polar
Das Fafrees FF20 Polar sprengt die üblichen E-Bike-Kategorien. Als L1e-B-Fahrzeug ist es rechtlich kein Pedelec mehr, sondern ein zweirädriges Leichtkraftrad mit maximal 4 kW Leistung - kurz gesagt ein Moped mit Pedalen. Das bedeutet konkret: Führerschein der Klasse AM (ab 16 Jahren, in manchen Bundesländern mit Mofa-Prüfbescheinigung ab 15), Versicherungskennzeichen und Straßenpflicht statt Radweg. Die Anmeldung erfolgt bei der Zulassungsstelle mit den mitgelieferten CoC-Papieren, eine TÜV-Prüfung ist nicht nötig, da die Betriebserlaubnis bereits vorliegt. Ein Helm ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber dringend empfohlen.
Mit seinem Dual-Batterie-System, das zusammen über 1200 Wh Kapazität bietet, verspricht das FF20 Polar Reichweiten, von denen normale E-Bikes nur träumen können. Der 500-Watt-Motor mit 860 Watt Spitzenleistung sorgt für massiven Vortrieb. Wie beim Fafrees F20 X Max (Testbericht) setzt der Hersteller auf dicke 20x4-Zoll-Reifen und einen faltbaren Rahmen. Tuning ist übrigens verboten - die 45 km/h Höchstgeschwindigkeit ist das Maximum.
Mit 1277 Euro (nur über diesen Link) für die L1e-B-Version ist das FF20 Polar ein Schnäppchen unter den Moped-E-Bikes. Die nahezu baugleiche Version ohne L1e-B-Zulassung kostet etwa auf Banggood 1099 Euro, darf aber nicht legal auf deutschen Straßen bewegt werden.
Das Dual-Batterie-System ist das Highlight des FF20 Polar. Mit 48V und zusammen 25,4 Ah (etwa 1220 Wh) bietet es eine immense Kapazität, die kaum ein anderes E-Bike erreicht. Ein Akku sitzt im Rahmen integriert, der andere hinter der Sattelstange. Die Reichweite von 54 bis 60 km rein elektrisch und 80-100 km mit Tretunterstützung übertrifft die meisten E-Bikes deutlich.
E-Bike-Klapprad Test - Die besten Modelle
Für meinen E-Bike-Klapprad Test habe ich 16 moderne 20 Zoll Elektro-Klapp- und Falträder von namhaften Herstellern ausführlich getestet und bewertet. So konnte ich mir ein sehr gutes Bild über die aktuellen Modelle der Saison verschaffen und meinen E-Bike-Klapprad Testsieger küren.
Hier ist eine Übersicht der besten Modelle aus dem E-Bike-Klapprad Test:
- Meine Empfehlung: Vakole VT4 (Bewertung: 8,9 von 10)
- smartEC Camp-20D und Camp-20H: Meine Empfehlung der Mittelklasse
- Tern Vektron S10: Ein leichtes E-Klapprad (Bewertung: 9,2 von 10)
- SAXONETTE Compact Plus: Ein leichtes Elektro-Klapprad mit Rücktrittbremse
- MYVELO Rio und Palma: Testsieger in der Kategorie Elektro-Fatbike-Klapprad
- Vakole Y20 Pro mit einer Reichweite von 83 Kilometern (Bewertung: 8,7 von 10)
- MYVELO Molinar: Mein aktuelles Lieblings-Klapprad für den Wald und die Berge
- Hitway BK6S: Mein Preistipp und der Kompromiss zwischen Faltrad und Fatbike
- Engwe L20 SE: Entspannt mit großer Ausstattung und viel Komfort unterwegs
Die Klappräder aus dem Test haben 320 bis 950 Wh Akkukapazität. Interessant ist das Drehmoment. Je größer, desto besser ist die Power bzw. der Anzug. Beim Akku solltest du auf den Wert der Wattstunden achten (Volt*Ah=Wh). Je mehr Wh, desto größer ist die maximale Reichweite.
Tabelle: E-Bike-Klapprad Test - Bewertungen
| Modell | Bewertung |
|---|---|
| Tern Vektron S10 | 9.2 |
| Fiido X | 9.1 |
| MYVELO Palma | 8.9 |
| Vakole VT4 | 8.9 |
| MYVELO Molinar | 8.8 |
| Vakole Y20 Pro | 8.7 |
| smartEC Camp20 | 8.6 |
| Engwe L20 SE | 8.4 |
| Hitway BK6S | 8.3 |
| SAXONETTE Compact | 8.3 |
| Fischer FR 18 | 8.3 |
| Zündapp Z101 | 7.9 |
| Engwe T14 | 7.4 |
| Finbike U1 | 6.9 |
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