Der Markt für E-Bike Motoren ist ständig in Bewegung. Neue Player und Modelle verändern das Angebot rasant. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die neuesten E-Bike Motoren, vergleicht ihre Eigenschaften und hilft Ihnen, den passenden Motor für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Reichweite und Effizienz im Fokus
Die Reichweite eines E-Bikes hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Akkukapazität spielen Motorleistung, Effizienz, Reifenwahl, Untergrund, Geländeprofil, Fahrergewicht und die gewählte Unterstützungsstufe eine entscheidende Rolle. Der YouTube-Kanal Ride Better Bikes hat sechs Motoren von Bosch, DJI, Shimano & Co. im Direktvergleich getestet, um реальные Unterschiede aufzuzeigen.
Im Test traten folgende Motoren gegeneinander an:
- Bosch Performance Line CX Gen 5
- Bosch Performance Line CX Gen 4
- DJI Avionix
- Giant SyncDrive Pro 2 MG (Yamaha)
- Shimano EP801
- Specialized 2.2 (Brose)
Die Effizienz der getesteten Motoren variiert nur geringfügig. Alle erreichen etwa 2,8 Höhenmeter pro Wattstunde. Der Shimano erreichte mit 2.200 Höhenmetern bei voller Leistung die höchste Reichweite im Test.
Die Ladegeschwindigkeit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Im Vergleich dazu benötigt der Bosch-Akku rund 6,5 Stunden. Wer sowohl hohe Reichweite als auch schnelle Ladezeiten sucht, findet im Shimano EP801 und DJI Avinox die besten Optionen.
Der Bosch CX der 5. Generation bietet konstante Leistung bis zum letzten Akkustand. Im Gegensatz zu anderen Motoren, die bei niedrigem Akku oft ihre Leistung reduzieren oder in den Notlaufmodus wechseln.
Die Top 7 Eigenschaften eines guten E-Bike Motors
Ein gutes Motorsystem setzt sich aus vielen entscheidenden Faktoren zusammen, die das Fahrerlebnis maßgeblich beeinflussen. Hier sind die Top 7 Eigenschaften, um das Beste aus Ihrem E-MTB herauszuholen:
- Leistungsdaten: Ansprechverhalten, Dosierbarkeit und Leistungsentfaltung sind wichtiger als reine Zahlen wie Drehmoment oder Maximalleistung.
- Motorengeräusche: Die Lautstärke unter Last kann das Fahrerlebnis erheblich beeinflussen.
- Akku-Optionen: Eine sinnvolle Auswahl an Akku-Optionen mit hoher Energiedichte und guter Integration in den Rahmen ist wichtig.
- Motor-Ökosystem: Intuitive Remotes, übersichtliche Displays und anpassbare Apps tragen zum Fahrkomfort bei.
- Integration von Komponenten: Einige Hersteller integrieren Schaltungen oder Bremssysteme in ihr Ökosystem.
- Technischer Aufbau und Redundanz: Wartungsfreundlichkeit, After-Sales-Support und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen sind entscheidend.
- Individuelles Match: Letztendlich muss das Motorsystem zu den individuellen Bedürfnissen des Fahrers passen.
Der Markt im Umbruch: Light-E-MTBs verlieren an Bedeutung
Die Ära der Light-E-MTBs neigt sich dem Ende zu. Full-Power-Motorsysteme werden immer kleiner, kräftiger und leichter. Sie machen bisherige „Light Support“-Systeme über kurz oder lang überflüssig.
Das Akku-Konzept spielt eine immer wichtigere Rolle. Es entscheidet sogar darüber, ob ein Bike am Ende ein Light-MTB ist oder nicht. Der Light-E-MTB-Vergleichstest 2024 hat das deutlich gezeigt.
Leistungskennziffern im Vergleich: Watt und Newtonmeter
Spätestens mit dem DJI Avonix liegt ein besonderer Fokus auf den Leistungskennziffern von E-Bikes. Was Kennziffern wie Watt und Newtonmetern bedeuten, und wie aktuelle E-Bike Motoren abschneiden, zeigt ein Vergleich:
- Newtonmeter (Nm): Die Rotationskraft, die ein Motor in der Umdrehung aufbringen kann. Je höher der Wert, desto stärker die Beschleunigung und Kletterfähigkeit.
- Watt: Die Kraft oder Arbeit des Motors. Ein E-Bike mit einer hohen Wattzahl wird auf Dauer eine höhere Geschwindigkeit erreichen.
Ein leichtes E-Bike ist bei bis zu 35 Nm Drehmoment angesiedelt. E-Bikes mit bis zu 60 Nm Drehmoment sind im Alltag ideal geeignet. Starke E-Bikes mit 90 bis 100 Nm Drehmoment sind für technische Kletterpartien und extreme Geländefahrten beliebt.
Die stärksten E-Bike Motoren im Überblick
Die folgenden Beschreibungen stammen aus verschiedenen Tests in Fachmagazinen. Es handelt sich nur um eine kleine Auswahl:
- Bosch Performance CX Gen5: Bietet einen eMTB-Modus mit bis zu 400 % Unterstützung (ab Juli 2025). Individualisierbar über die eBike Flow-App und zeichnet sich durch eine reduzierte Geräuschentwicklung aus.
- Shimano EP801: Leichtgewichtiger Full-Power-Antrieb mit 85 Nm Drehmoment und 600 W Peak-Leistung. Individualisierbar via E-TUBE App und bietet geringen Tretwiderstand.
- Sram Eagle Powertrain (Brose): Vollintegriertes e-Antriebssystem mit Auto-Shift und Coast-Shift. Der 90 Nm starke Brose-Motor ist für bestmögliches Thermomanagement ausgelegt.
- Specialized 2.2 (Brose): Exklusiv für Specialized-Bikes entwickelt mit MasterMind TCU und App-gesteuerten Funktionen wie MicroTune.
- DJI Avinox: Innovatives Sensor-Motor-System mit Auto-Modus und sehr geringem Gewicht. Bietet bis zu 120 Nm Drehmoment und 1000 W Peak-Leistung im Boost-Modus.
- Brose Drive³ Peak: 48V-System mit Riemenantrieb und leisem Lauf. Bietet OEM-Integration und offene Systemkompatibilität.
- Fazua Ride 60: Leichtbau-Antrieb mit Boost-Funktion und natürlichem Fahrgefühl.
- TQ HPR 50: Harmonic Pin-Ring Getriebe mit vollständiger Integration und kaum hörbarem Betrieb.
- Bafang M510: 48V-System mit hoher Leistung und Dynamik. Optimierte Software sorgt für sanftes Ansprechverhalten und App-Kompatibilität.
E-Bike Motoren im Test: Die Ergebnisse
Ein umfassender Motorentest mit acht führenden Antrieben in Labor und Praxis hat folgende Ergebnisse geliefert:
Übersicht: Die 8 E-Bike-Motoren im Test
| Motor | Kategorie | Gewicht Motor | Akkus (Wh) | EMTB-Labordaten (Nm) | EMTB-Labordaten (Watt) |
|---|---|---|---|---|---|
| Bosch Performance CX | Power | 2,9 kg | 750 Wh (4,3 kg), 625 Wh (3,6 kg) | 78 Nm | 557 Watt |
| Pinion MGU (Brose) | Power | k.A. | 962 Wh (4,7 kg), 720 Wh (3,7 kg) | 80 Nm | 552 / 642 Watt |
| Shimano EP801 | Power | 2,65 kg | diverse, z. B. Darfon 726 Wh (3,8 kg), Canyon 900 Wh (4,8 kg) | 79 Nm | 541 Watt |
| Sram Eagle Powertrain (Brose) | Power | 3,1 kg | 720 Wh (4,1 kg), 630 Wh (3,1 kg) | 87 Nm | 544 Watt |
| Bosch Performance SX | Light | 2,1 kg | 400 Wh (2,1 kg) | 49 Nm | 521 Watt |
| Fazua Ride 60 | Light | 2,0 kg | 430 Wh (2,2 kg) | 60 Nm | 347 (437) Watt |
| TQ HPR 50 | Light | 1,9 kg | 360 Wh (1,8 kg) | 38 Nm | 283 Watt |
Der DJI Avinox Motor: Ein Gamechanger?
Der DJI Avinox E-Bike Motor hat auf der Eurobike 2024 die etablierten Motorenhersteller ins Schwitzen gebracht. Er ist leichter, leiser, stärker und kleiner als die aktuellen Flaggschiffe von Bosch, Shimano und Co. Noch dazu besticht er mit einer noch nie da gewesenen Connectivity und einem Touch Display.
DJI lässt sich beim Thema Standfestigkeit nicht vorführen. Die Power, mit der DJI wirbt, ist in der Praxis nicht der große Gamechanger. Bisher haben vor allem der Bosch CX und der Shimano EP801 die Benchmark bei der Motorsteuerung gesetzt.
Das im Oberohr integrierte OLED Display mit Touch Funktion setzt im EMTB Bereich völlig neue Maßstäbe. DJI macht es möglich, dass Kinder Drohnen fliegen können. Die Kombination aus kraftvoll, leise und klein findet man so aktuell kein zweites Mal auf dem Markt.
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